Andria Potter: über Nacht zu Hexe, Zwilling und Berühmtheit

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7 Kapitel - 11.380 Wörter - Erstellt von: Safomaly - Aktualisiert am: 2015-06-09 - Entwickelt am: - 4.009 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Andria kann es nicht fassen, als eine ältere Hexe eines Abends in den Sommerferien vor der Tür steht und sie auf eine Zauberschule in England verfrachten will.
Ein Abenteuer, wie es sich andere nur erträumen können, steht ihr nun bevor.
(The story and the original quotes, I used in my fanfiction belong to nobody but J.K. Rowling herself. I only added a character and changed the story in a few points. Love you Joanne!)

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Kapitel 1: Mein zweites Ich

Ich lag auf meiner Wolldecke im Gras und las ein wunderbares Buch. Seit Stunden hatte ich mich nicht mehr gerührt und mit der Zeit waren meine Beine eingeschlafen. Ich stand auf und lief ein wenig im Kreis, während ich versuchte, das unangenehm kribbelnde und drückende Taubheitsgefühl loszuwerden, das mich in den Füßen ganz besonders störte. Das Sonnenlicht leuchtete orange durch die Bäume in den Garten. Es musste mindestens neun Uhr abends sein, schließlich ging im Juli die Sonne relativ spät unter, hatte man mir vor zwei Wochen noch in der Schule erklärt, bevor dann die Sommerferien angefangen hatten. Durch die Grundschule hatte ich es jetzt geschafft. Es sollten jetzt noch neun weitere Jahre Gymnasium folgen und dann konnte ich machen, wo nach mir gerade war. Ich freute mich natürlich schon ein wenig auf die neue Schule. Dort würden viele ältere Schüler sein und neue Klassen und neue Lehrer… Ich blinzelte in die Sonne. Meine Beine hatten mittlerweile ihren Streik aufgegeben und so packte ich kurzerhand mein Buch und die Decke und lies mich im Wohnzimmer neben meinen Eltern nieder, um noch etwas von der Show auf Sat1 mitzubekommen. Es klingelte. „Um die Uhrzeit“, grummelte meine Mutter und stand auf. Mein Vater stellte den Fernseher leiser, als sie die Haustür öffnete. Nach einem Moment öffnete sie die Tür weit und an ihr vorbei trat eine ältere Frau in einem grünen Kleid oder sowas und mit einem typischen Hexenhut auf dem Kopf unser Wohnzimmer. Ich glaube mein Mund blieb offen stehen. Und meine Eltern sahen nicht minder überrascht, wenn nicht sogar total verwirrt aus.
„Well, young Ms. Potter. I am Professor McGonagall, the debuty Headmistress of Hogwarts School of Witchcraft and Wizardry. I see you've been growing up.”
“Hä?” Ich starrte sie an. Dank der meiner Eltern, die schon vor Jahren meine Begeisterung für's Reisen, Sprachen und fremde Kulturen entdeckt hatten (ich hatte ja auch kein Geheimnis daraus gemacht), hatten mich schon vor Jahren in einen Englischunterricht geschickt, was nebenbei bemerkt den Unterricht in der Schule absolut überflüssig gemacht hatte, aber meine Kenntnisse waren, wenn auch gut für eine deutsche 10- Jährige, ziemlich begrenzt. Die einzigen Worte, die ich zuordnen konnte waren „young“, „I am“, „the“ und „of“ gewesen und das brachte mich überhaupt nicht weiter. Meine Eltern begannen mit der Frau auf Englisch zu diskutieren. Ihnen gefiel das Thema definitiv nicht, worum auch immer es gehen mochte. Ich beobachtete also die Uhr und verfolgte den Sekundenzeiger mit meinem Blick. Die nächste Stunde war die anstrengendste Stunde meines bisherigen Lebens gewesen. Nachdem sich alle wieder beruhigt hatten erklärten meine Eltern mir, dass sie mich adoptiert hatten, als ich gerade mal ein Jahr alt gewesen war. Das war über eine Vermittlung geschehen, als sie damals zusammen im Urlaub in Südengland gewesen waren. Diese Frau behauptete, meine Herkunft zu kennen, etwas, das meine Eltern selbst nicht beantworten konnten, und vorhatte, mich auf eine Schule in England zu bringen.
Irgendwie hatte ich den Teil mit der Schule in England nicht registriert.
„Adoptiert!“, fragte ich wütend. Dass sie mir das nie erzählt hatten, enttäuschte mich und brachte mich gleichzeitig in Rage.
„Schatz, beruhige dich. Wir haben einfach nie den richtigen Zeitpunkt gesehen, es dir sagen zu können“, versuchte meine Mutter mit verzweifeltem Unterton mich zu beruhigen. Ich wollte ihr schon antworten, wusste auch schon, was genau ich sagen wollte, doch ein Räuspern unterbrach uns. Die Engländerin blickte uns an und ich hätte schwören können, dass ihre Augenbrauen nach oben gezuckt waren.
„Mrs. Winterstein“, sprach sie meine Mutter an, wobei sie meinen Nachnamen sehr akzentreich aussprach.
„I would appreciate your daughter to discuss this definitely serious topic with us.” Ich verdrehte die Augen. Wieder hatte ich so gut wie nichts verstanden und meine Ungeduld ging selbst mir selbst schon auf die Nerven.
„ May I help Ms. Potter to find back to her one and only native language? “
Meine Mutter runzelte besorgt die Stirn, nickte dann aber nur müde und trat beiseite. Es war mittlerweile schon dunkel draußen und das Licht gedämpft. Ein wenig bedrohlich erschien mir die Alte dann doch, als sie auf mich zukam und ihre Hände nach mir ausstreckte. Meinen ersten Instinkt, sie abzuwehren und zurückzuweichen, verschluckte ich und spannte mich nur an, als sie links und rechts meine Schläfen jeweils mit Ring- und Zeigefinger berührte.
Es war als wäre eine Lawine in meinem Kopf losgetreten worden. Von irgendwo aus den dunklen Tiefen meines Gehirns kamen Informationen, die meinen Kopf ganz und gar ausfüllten, Wörter, Satzkonstruktionen, verschiedene Zeitformen.
Erschöpft ging ich in die Knie und mein Vater fing mich gerade noch auf, bevor ich auf den Boden aufschlug. Meine Schläfen pulsierten.
„Ich hoffe, sie fühlen sich den Umständen entsprechend gut.“
Ein leichtes Lächeln umspielte die Lippen der fremden Frau. Meine Augen weiteten sich. Sie sprach ja deutsch. Warum hatte sie das nicht gleich gesagt?
„Jeder von uns besitzt Grundwortschatz und einfache Grammatik der ursprünglichen Muttersprache. Es fällt Zaubererkindern daher so gut wie nie besonders schwer, sprechen zu lernen. Dafür mangelt es von Grund auf an den wichtigeren Eigenschaften wie Disziplin und Ordnung.“ Irgendwie fehlte mir bei diesem Satz der erhobene Zeigefinger. „Jedenfalls habe ich deine Sprachfähigkeiten wieder hervorgeholt, womit du auf dem Stand einer durchschnittlichen Zehnjährigen sein solltest. Möglicherweise ist es für dich etwas schwierig zu verstehen, aber du sprichst jetzt Englisch, deine wahre Muttersprache.“ Sie sagte das so ernst, als würde sie selbst an den Blödsinn glauben, den sie da gerade von sich gab.
„Was wollen Sie von mir?“, überging ich meinen Gedanken, sie als eine völlig durchgeknallte Oma einzustufen.
„Ach ja, dann also noch einmal. Ich bin Professor Minerva McGonagall, die stellvertretende Schulleiterin von Hogwarts, der Schule für Hexerei und Zauberei. Ich bin gekommen, um Ihnen die ungewöhnlichen Umstände zu erläutern, aufgrund derer Sie in einem anderen Land, noch dazu bei Muggeln, aufwachsen mussten.“
Und dann erzählte sie mir eine so furchtbare und grausame Geschichte, dass ich nicht wagte mich zu bewegen. Er- dessen- Name- nicht- genannt- werden- darf hatte meine leiblichen Eltern umgebracht und auch versucht, mich und meinen älteren Zwillingsbruder zu töten. Es war ihm nicht gelungen. Stattdessen war sein Fluch aus unerklärlichen Gründen zurückgeprallt und wir waren mit einem blauen Auge, beziehungsweise mit einer Narbe auf der Stirn davongekommen.
Die Narbe, der blitzförmige Schnitt, der unter meinem Pony verschwand und den ich nie richtig hatte leiden können. Jeder, der sie sah stellte immer die nervige Frage: „Was hast du da?“ oder „Was ist das denn?“.
Es war zu auffällig gewesen, meinen Bruder und mich zusammen bei Tante und Onkel aufwachsen zu lassen, da die Anhänger des Mörders meiner Eltern immer noch nach uns Ausschau gehalten hatten. Meine Eltern, die sich damals in England aufgehalten hatten, liefen praktisch zufällig über den Weg und bekamen mich in die Hand gedrückt ohne viele Erklärungen. Sie hatten ein Kind gewollt und so ließen sie sich schnell überreden. So wuchs ich also bei „Muggeln“, nicht magischen Leuten, auf.
Nun war ich aber alt genug, um wieder in meinen vorbestimmten Alltag und damit in die Zaubererwelt zurückzukehren.
Trotz der Parallelen wie meiner Narbe und Dingen, die mir zwar passiert waren, aber von denen sie eigentlich nichts wissen konnte, war ich noch nicht ganz überzeugt.
„Ich will es sehen“, forderte ich. Sofort strafte mich ein warnender Blick.
„Entschuldigung“, murmelte ich betreten. „Können Sie es mir zeigen? Also beweisen?“
Sie zog einen hölzernen Stab aus ihrem Umhang hervor und deutete auf das Kissen, das auf dem Sessel in der Ecke lag. Langsam stieg es in die Luft, wirbelte dann herum und flog auf Professor McGonagall zu. Nachdem es in ihrem Schoß gelandet war, tippte sie es mit der Spitze ihres offensichtlichen Zauberstabs an und es verwandelte sich mit einem leisen Plopp in einen kleinen bunten Vogel, der zwitschernd seine Flügel ausbreitete und mit kaum hörbarem Flattern auf den Schrank in der Ecke flog.
Ich war sprachlos. Dennoch fasste ich mich und begann wieder, die Hexe mit Fragen zu bombadieren.
Es war schon weit nach Mitternacht, als Professor McGonagall geendet hatte. Aber ich hatte noch so viele Fragen. Anstatt darauf einzugehen, drückte sie mir einen großen Umschlag in die Hand.
„Ich denke, sämtliche notwendigen Informationen befinden sich hier drin. Am 26. August, also in drei Tagen, um 11 Uhr morgens wird ein Fahrzeug unseres Zaubereiministeriums kommen und Sie abholen. Packen Sie bitte alles ein, was Sie voraussichtlich für das Schuljahr brauchen werden. Ihre Eltern“, sie nickte meiner Mutter und meinem Vater zu, „sind herzlich eingeladen, mit Ihnen anzureisen und die Tage bis zur Einschulung, wenn man so will, mit Ihnen in London zu verbringen.“ Ich atmete tief durch. „Okay“, sagte ich schließlich. Professor McGonagall öffnete die Haustür und trat hinaus in die Nacht. Sie drehte sich noch einmal zu uns um, richtete sie kerzengerade auf und mit einem leisen Knall verschwand sie, als hätte sie sich in Luft aufgelöst.

Kommentare Seite 1 von 1
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Safomaly ( 31118 )
Abgeschickt vor 589 Tagen
Hi Leute,
Ich weiß, es ist nervig. Die Kapitel hier hochzuladen dauert immer ewig. Aber danke für eure Geduld. Die nächsten 3 sind schon auf dem Weg in die Zentrale.
Wer es gar nicht abwarten kann, kann die Geschichte auch auf fanfiktion. de verfolgen. Dort wird sie schneller aktualisiert und der Inhalt ist komplett gleich. LG

http://www.fanfiktion.de/s/556f6cde0004e 657220edb13/1/Andria-Potter-Uber-Nacht-z u-Hexe-Zwilling-und-Beruehmtheit
Bella Lestrange ( 13869 )
Abgeschickt vor 602 Tagen
Oder irgendwie weitergekommen bist! :)
Bella Lestrange ( 13869 )
Abgeschickt vor 602 Tagen
BIIITTEEE schrieb weiter und schreib wenn du fertig bist! ;D
Nathalie ( 20008 )
Abgeschickt vor 623 Tagen
TOLLE GESCHICHTE !!!!!! BIIIITTEEE SCHREIB WEITER !!!!!!!!! :)
Filuna ( 20233 )
Abgeschickt vor 637 Tagen
Richtig gut geschrieben, hoffentlich geht's bald weiter.
Luna ( 06460 )
Abgeschickt vor 647 Tagen
Ich hoffe du schreibst bald weiter
Serena Diggory ( 00267 )
Abgeschickt vor 652 Tagen
Schöne Fanfiktion❤️
Ich hoffe es geht bald weiter!!
Salisala ( 97132 )
Abgeschickt vor 658 Tagen
Deine Fanfiktion ist echt cool..bin schon gespannt wie es weitergeht!
Safomaly ( 09529 )
Abgeschickt vor 658 Tagen
Alsooo: diese Fanfiction wird ziemlich lang werden, wobei ich dabei sehr buchgetreu bleibe. Es werden in den Kapiteln viele Originalzitate auftauchen, die der Story Halt geben. Viel Spaß beim lesen! :)