Herr der Ringe_ Ich bin nicht von hier oder doch? Teil 6

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5 Kapitel - 1.870 Wörter - Erstellt von: Shiarra - Aktualisiert am: 2015-05-27 - Entwickelt am: - 904 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Weiter geht es mit Amaras Geschichte und diesmal fängt langsam das Boydrama an auf das ihr alle bestimmt schon sehnsüchtig gewartet habt.

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    Als alles verloren schien, kam der Morgen des 5. Tages. Ästhetisch wie auf einem alten Gemälde, ritt Gandalf mit leuchtend weißen Haaren, gefolgt von einer riesen Horde Reiter ins Tal. Ich nahm an, dass es die Rohinim waren, mit dem gut aussehenden Macho als Anführer. Dieser ließ jetzt allerdings unerwartet mein Herz schneller schlagen (nicht was ihr denkt! Reißt euch zusammen Ladys!). Mehr Armeen bedeutete neue Hoffnung- Vielleicht würde ich heute doch nicht sterben! YAY!
    Auch bei allen anderen sickerte diese Erkenntnis durch und alle sammelten ihre letzten Kräfte um sich ein letztes Mal in den Kampf zu stürzen. Boromir hatte von irgendwo her ein Pferd aufgetrieben und hob mich im vorbeireiteten in den Sattel und gemeinsam ritten wir den Rohinim entgegen um den Orks ein für alle Mal zu zeigen wer hier der Boss war!
    Wir hatten tatsächlich gesiegt! Natürlich war es nur ein kleiner Sieg, die Schlacht war noch lange nicht geschlagen, aber ich war noch am Leben, genau wie meine Freunde- das Leben war gut (im Moment). Nach der Schlacht ritten wir nach Isengart um die verloren geglaubten Hobbits einzusammeln. Essend und Pfeife rauchend empfingen sie uns. Sauroman (ich nannte ihn auch die Augenbrauen, da sie einen massiven Platz in seinem Gesicht einnahmen), machte dann noch einen riesen Aufstand, der dann in seinem und Grimas dramatischen Tod endete.
    Das Gandalf etwas behutsam aus dem Wasser fischte, nahm ich nur am Rande war...

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    Um die Toten zu ehren und das hartverteidigte Leben zu feiern gab es eine große Siegesparty. Das war einerseits total super, da ich einen Drink jetzt echt gut vertragen konnte, andererseits nicht so gut, da mir Eowyn diesmal keine Wahl ließ: ich würde ein Kleid tragen müssen! ☹ „Aber du bist viel größer als ich, deine Kleider werden mir bestimmt nicht passen!“, versuchte ich verzweifelt Eowyn umzustimmen. „Da hast du Recht“, lachte sie. Erleichtert wollte ich aufatmen, als sie fortfuhr: „Deswegen habe ich extra eines in deiner Größe aus Erdoras mitgenommen!“, flötete sie. „Du hast was? Deine Stadt, dein Land war vom AUSTERBEN bedroht durch die Orks und du denkst an Kleider!“, ich war fassungslos. „Jetzt stell dich nicht so an, es lag bei mir im Zimmer rum, weil du es das erste Mal nicht anziehen wolltest. Ich muss es in der Eile wohl mit in meine Taschen gestopft haben.“, erwiderte sie während sie mir mit dem Kleid demonstrativ vor dem Gesicht rum wedelt. Resigniert seufzend schnappe ich mir das Kleid und fange an mir meine geliebten Hosen abzustreifen.
    WOW! Voller Ehrfurcht betrachtete ich das Endergebnis im Spiegel. Meine Freundin hatte ganz Arbeit geleistet. Das Kleid, in das sie mich gezwungen hatte war wunderschön und brachte meinen Körper so vorteilhaft zur Geltung. Es war aus einem leichten, luftigen Stoff in einem hellen grün. Es war ärmellos, hatte einen herzförmigen, nicht allzu tiefen Ausschnitt und es war knapp Boden lang. Bis zur Taille war es sehr Körperbetont und fächerte danach leicht aus, so dass ich mich gut in dem Kleid bewegen konnte. Es hatte um die Taille und den Ausschnitt herum hübsche Stickereien in einem dunklen Grün mit goldenen Akzenten. (http://www.polyvore.com/cgi/set?.locale=de&id=158 749960) Dazu gab sie mir einen goldenen Armreif. Er und mein Spiegel-Medaillon, das mir Galadriel geschenkt hatte, waren der einzige Schmuck den ich trug (abgesehen von meinen Ohrringen, die alle sehr unauffällig waren.)
    Obwohl das Kleid ich mich schon extrem verwandelte, hatte Eowyn es sich nicht nehmen lassen mir auch noch dir Haare zu machen. Meine roten langen Locken waren jetzt zu einem kunstvollen Dutt hochgesteckt. Bis auf ein Paar einzelne Strähnen, die mein Gesicht einrahmten. Schließlich hatte mir Eowyn noch meine Stiefel weggenommen und sie gegen hübsche Leder -Ballerinas eingetauscht. Bevor ich lange darüber nachdenken konnte ob ich mich, vielleicht nicht doch lieber wieder umziehen sollte (zugegeben ich sah schön aus in dem Kleid, aber ganz überzeugt ohne Hosen mein Zimmer zu verlassen war ich dann doch nicht), zog mich Eowyn, die mir übrigens in nichts nach stand in ihrem langen hellblauen Seidenkleid und den offenen goldenen Engelslocken, aus dem Zimmer in Richtung Fest.

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    Als wir den Raum betraten, drehte sich jedes männliche Wesen entweder zu ihr oder zu mir um, was bei mir einen extrem starken Fluchtreflex auslöste, dem ich leider nicht nachkommen konnte, da Eowyn sehr viel stärker war, als sie aussah. Also blieb nur die Flucht nach vorn. Zielstrebig ging ich auf meine Gefährten zu, denen allen der Mund offen stand –Männer. „Na alles klar?“, langsam fingen sie sich wieder und nickten. Wir unterhielten uns und genossen es einfach mal nicht kämpfen zu müssen. Irgendwann entwickelte sich ein Trinkspiel zwischen Legolas und Gimli und mit ich gesellte mich unter die Zuschauer. Dabei traf ich auch Mister Bigshot wieder. Er wirkte jetzt viel entspannter und stellte sich mir diesmal viel höflicher als Eomir vor. Ich lächelte, sagte ihm meinen Namen und nahm ihm seinen Bierkrug weg, um ihm auf einen Schlag zu lehren. Wie gesagt ich brauchte schon seit längerer Zeit einen Drink und wenn ich den Abend mit ihm überstehen sollte, dann erst recht! Eomir lacht auf und bot mir einen weiteren Krug an. Wir kamen ins Gespräch, da ich meine Überraschung über Legolas Trinkfestigkeit nicht verbergen konnte. Nach einer kurzen Erklärung (von wegen Elben-Gene usw.) fing er an von sich zu erzählen. Es war eigentlich ein sehr nettes Gespräch, obwohl das große Ego immer wieder hier und da durchschien, war er jetzt sehr respektvoll und unterhaltsam mir gegenüber. Irgendwann brach Gimli zusammen und die Hobbits sahen das als ihre Chance mich von meinem überraschend angenehmen Gesprächspartner wegzuziehen. Da ich auch schon angetrunken war, ließ ich es mir nicht nehmen mit ihnen auf den Tischen zu tanzen. Ich lachte, tanzte und drehte mich. Ich musste mir eingestehen, dass ich selten vorher so viel Spaß hatte oder mich so unbefangen und frei gefühlt hatte.

    Eormirs Sicht:
    Sie war anders als jede andere Frau, die er je kennen gelernt hatte. Eine Naturgewalt: eine Kämpferin mit göttlicher Schönheit. Faszinierend beobachtete sie, wie sie ausgelassen mit den Halblingen tanzte. In einem Zug lehrte er sein Bier und ging zielstrebig auf den Tisch zu: so eine Schönheit konnte er nicht entkommen lassen, ohne wenigstens einen Tanz mit ihr getanzt zu haben.

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    Zurück zu Amara:
    Eomir war an den Tisch herangetreten, spielerisch auf die Bank gesprungen und reichte mir nun mit einer angedeuteten Verbeugung seine Hand. „Darf ich die Lady zu einem Tanz auffordern?“, fragte er mit einem Lächeln. Ich grinste, ergriff meine Hand und schwang mich übermütig in seine Arme. Er fing mich ohne Probleme, jedoch mit einem erstaunten Gesichtsausdruck auf. „Natürlich mein Herr, aber nur weil ihr so höflich gefragt habt!“, grinse ich ihn kokett an.
    Alkohol und Männer waren für mich wirklich keine gute Kombination, allerdings vergaß ich diese Tatsache immer, wenn ich trank, also würde ich mir wohl erst wieder am Morgen Gedanken machen müssen.
    Eomir hatte sich in der Zwischenzeit gefangen und führte mich nun galant zur Tanzfläche, wo wir etwas enger, als die Etikette erlaubte, miteinander tanzten.

    Legolas Sicht:
    Als er ihr Lachen hörte schaute er auf und war für einen Moment wie verzaubert. Ihre roten Haare tanzten wie Flammen um ihren Kopf, und ihr Gesicht erstrahlte durch ihr Lächeln. Noch nie hatte sie so wunderschön ausgesehen, wie in diesem Moment.
    Er erinnerte sich, wie sie ihn vom ersten Augenblick an faszinierte. Er erinnerte sich auch, wie distanziert und stark sie war. Ihre Vergangenheit war mit Sicherheit keine leichte gewesen. Zu gern, hätte er sie danach gefragt, doch etwas in ihrem Blick hatte ihn immer abgehalten. Er hoffte, dass sie ihm irgendwann genug vertrauen würde, um ihm ihre ganze Geschichte zu erzählen. Doch selbst wenn das nie der Fall sein sollte, so schwor er sich in diesem Moment, würde er immer an ihrer Seite sein und sein Bestes geben sie so glücklich zu sehen wie an diesem Abend.
    Doch dann, musste er mit ansehen wie Eomir auf sie zu kam, wie sie sich lachend in seine Arme warf und wie die beiden darauf hin miteinander tanzten. Eifersucht durchschoss ihn, Irgendwann hielt er es sich nicht mehr aus, die beiden beim Tanzen zu beobachten und er zog sich nach draußen zurück. Die klare Nachtluft klärte seine Sinne und beruhigte seine Emotionen. „Du wolltest sie glücklich sehen.“, rief er sich in Erinnerung. „Sie ist ein Mensch, sterblich, was hast du dir nur gedacht?“, schimpfte er sich. Doch trotz all dieser (sehr nachvollziehbaren) Ermahnungen konnte er nicht verhindern, dass sich ein Bild vor seinem inneren Auge formte: Ein Bild, wo ER sie in seinen Armen hielt während sie miteinander tanzten.

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    Zurück zu Amara:
    Als eine der Letzten verließen wir dann auch da Fest. Ganz uneigennützig begleitete mich Eomir noch bis zu meinem Zimmer. Als wir meine Tür erreichten, lächelte ich ihn schelmisch an, stellte mich auf die Zehenspitzen, drückte ihm einen Kuss auf die Wange, schlüpfte an ihm vorbei in mein Zimmer und knallte ihm die Tür vor der Nase zu, bevor er noch auf dumme Ideen kommen konnte! Ich hörte sein Lachen durch die schwere Holztür hindurch, als er sich langsam entfernte. Mit einem dämlichen (und für mich sehr untypischen) Grinsen auf dem Gesicht, streifte ich mir das Kleid ab, schlüpfte aus den Schuhen und ließ mich aufs Bett fallen. Mit letzter Kraft holte ich mein Medaillon heraus und klappte es auf. Sofort erschien im Spiegel Sensei. Er war gerade am Kochen, doch irgendwie schien er zu spüren, dass ich da war. Verwunderung überzog sein faltiges Gesicht, als er mein Lächeln sah: „Schönen Abend gehabt?“ Ich nickte nur und gähnte. „Das freut mich, aber du solltest jetzt echt schlafen.“, sein Gesicht nahm nun einen strengen Ausdruck an: „Du siehst echt fertig aus!“, warf er noch hinzu. Ich lachte: „Danke wie immer für deine aufbauenden Worte“. Doch tatsächlich kam ich seiner Aufforderung nach, nach einem sehr kurzen Gespräch klappte ich mein Medaillon zu und war im Hand um drehen eingeschlafen.

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