Leben und Liebe in Mittelerde - Teil 24

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
2 Kapitel - 1.051 Wörter - Erstellt von: Tariel - Aktualisiert am: 2015-05-25 - Entwickelt am: - 1.251 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

1
Matte Sonnenstrahlen schimmerten durch das dichte grüne Blätterdach über mir und warfen bizarre Schatten auf den weichen und feuchten Waldboden. Der letzte regen war noch nicht lange aus. Der umgekippte Baumstamm, auf welchem ich platzgenommen hatte, war kalt und feucht, doch es machte mir nicht sonderlich viel aus. Ich wollte ja ohnehin nicht für immer hier sitzen bleiben, nur eine Weile, nur solange bis ich wieder weiterlaufen konnte, bis sich meine Füße wieder erholt hatten. Wie lange war ich nun schon in dieselbe Richtung gelaufen? Ein paar Stunden? Den halben Tag lang? Immer geradeaus und doch zu keinem bestimmten Ort. Ich hatte kein Ziel vor Augen, wollte nur Legolas finden, doch egal wen ich gefragt hatte, niemand hatte mir sagen wollen, wo Vater und mein Bruder steckten. Reiten konnte ich nicht, da ich noch nie auf dem Rücken eines Pferdes gesessen hatte, also musste ich mich eben zu Fuß durchschlagen. Irgendwann würde ich sie bestimmt finden, doch wann war irgendwann? Hoffentlich bald, denn die einzige Waffe, die ich bei mir trug, um mich zu verteidigen, war ein kurzer Dolch und im Jagen hatte ich keinerlei Erfahrung. Vielleicht würde ich ein paar Beeren finden, doch konnte ich überhaupt eine essbare von einer giftigen unterscheiden?
Das Zwitschern der Vögel drang an mein Ohr und munterte mich ein wenig auf. Ich summte leise vor mich hin. Hier konnte ich alleine sein und meinen Gedanken nachhegen. Niemand störte mich hier. Wollte ich eigentlich jemals wieder zurück? Hier draußen hatte ich meine Ruhe, niemand konnte mir irgendwelche nervigen Pflichten auferlegen, die man nie wieder loswurde, niemand konnte mich im Palast einsperren und mich vor den anderen versteckt halten. Hier war ich frei und konnte beinahe alles tun, wonach mir zumute war.
Ich musste etwas tun, um mich von Eldarion abzulenken, der mir einfach nicht aus dem Sinn gehen wollte. Ich konnte ihm Bilder schicken und ihm damit zeigen, dass ich an ihn dachte. Dachte er vielleicht auch gerade an mich? Wo auch immer er in diesem Moment war, ich würde ihn wiedersehen, ganz bestimmt. Hoffentlich. Doch, wo war er überhaupt? Lebte er? Gab es noch Hoffnung für ihn?
Ein Bild von meiner Umgebung schickte ich ihm. Es gab zwar nicht viel zu sehen, nur Bäume, Sträucher und der umgekippte Baumstamm, doch es würde ihm zeigen, dass noch jemand da war, jemand für ihn da war. Plötzlich begann mein Kopf schrecklich zu schmerzen. Die Schmerzen waren so schlimm, dass ich erschrocken zur Seite kippte und vom Baumstamm rutschte. Ich kniete auf dem Waldboden und keuchte, die Hände ineinander verkrampft. Was war das? So etwas hatte ich noch nie erlebt! Es kam mir vor, als würde irgendetwas in meinem Kopf verhindern, dass ich die Bilder schicken konnte. Eine Blockade in meinem Kopf? Aber wie sollte… Wer tat so etwas? Und vor allem wann hatte er es getan?

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.