Der Ort, an dem die Sonne immer scheinen wird...

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1 Kapitel - 886 Wörter - Erstellt von: Suigetsugirl*-* - Aktualisiert am: 2015-05-25 - Entwickelt am: - 749 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

"Ich... Brauche dich..."
Eine ganz kurze Geschichte über Liebe, die über menschliche Verhältnisse weit hinausgeht...

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"Sie haben dir weh getan...", flüstert sie und schaut in mein entsetztes Gesicht, "und ich habe ihnen weh getan... Das ist doch gerecht...?" "Nein..." Ich starre angewidert zuerst auf ihren von Blut besudelten Körper und dann auf meine Freunde, die um sie herum liegen. Ihre Knochen sind zertrümmert, Organe hängen aus ihren zerfetzen Leibern. Blut bildet eine Lache um ihre Leichen. Das Blut meiner Freunde... "D-Du Monster!", wimmere ich mit zitternder Stimme. "Aber... Aber ich liebe dich..." Ich drehe mich um und renne. Ich muss die Polizei benachrichtigen... Ich muss irgendjemanden holen! "Du kannst jetzt nicht gehen...", weint sie, während sie mich verfolgt, in der einen Hand einen Baseballschläger, in den anderen Gedärmen aus dem aufgeplatzten Bauch meines besten Freundes. Sie hatten mir einen Streich gespielt... Und jetzt hatte Nene meine Freunde dafür büßen lassen! Tränen kullern über meine Wangen, und ich renne weiter. Sie ist verrückt... Ich dachte, sie liebt mich einfach, aber sie ist ein Psychopath, der an mich gebunden ist. Ich habe Angst vor ihr! Ich schlage eine Tür zu und stolpere weiter. Holz splittert, als sie mit dem Schläger die Tür öffnet. "Ich liebe dich doch...", tönt ihre klagende Stimme durch das Geschoss. Ja, das tut sie... "Bleib weg, Monster! Ich kann niemanden lieben, der meine Freunde tötet!", brülle ich über meine Schulter, und dann wird mir klar, dass ich das vielleicht lieber gelassen hätte. Für sie bin ich ein unersetzlicher Teil ihres Körpers... Ein Schmerzensschrei erklingt, und dann brüllt sie in schauerlicher Stimmlage: "Das tut weh! Es tut so weeeh!" Ich will ihr keine solchen Schmerzen zufügen, aber ich habe keine Wahl. Wenn sie mich fängt, bin ich tot. "Ich werde dich für immer an mich binden...", schluchzt sie scheinbar von allen Seiten. Nein... "So warte doch!" Ich reiße eine Tür auf, und da steht sie. Ich drehe mich auf dem Absatz um, und der Baseballschläger zerschmettert die Stelle, an der ich hätte stehen sollen. "Komm zurüück!", schreit sie, und diesmal liegt tödlicher Hass in ihrer Stimme. Ich ignoriere sie. Ich muss hier raus! Am Fenster stelle ich fest, dass ich einen Sprung definitiv nicht überleben würde. Ich stürme weiter. "Ich liebe dich!" Aber in dem Schrei steckt keine Liebe mehr, nur noch Mordlust. Ich kann es nicht fassen. Warum habe ich ihre zerbrochene Persönlichkeit nie bemerkt! "Bleib mir fern..." "Das kann ich nicht", haucht sie mir aus einer Nische entgegen. Ihre Augen funkeln, und ich schreie, als der blutige Schläger meine rechte Schulter zerschmettert. Ich muss mich retten... Mit einem schmerzerfüllten, zornigen Schrei ramme ich ihr meine Faust ins Gesicht. Ihr schmaler Körper wird zurückgeschleudert, und sie presst die Hände auf ihr Gesicht und wimmert abartig. Ich stehe auf und halte mir die Schulter. "Warum... Hast du das getan...? Warum schlägst du Nene...?", flüstert sie tränenerstickt, und ich zögere. Ist sie wieder normal...? "N...Nene? Bist du's?" Sie schweigt eine Weile, dann nimmt sie die Hände vor ihrem Gesicht weg und lächelt mich mit gebrochener Nase und blutigen Lippen an: "Ja." Dann springt sie auf und ergreift ihren Schläger. "Nene darf nicht geschlagen werden! Das musst du lernen, Schatz!" Mir bleibt nur die Flucht, und ich renne wieder weg. Etwas nasses trifft mich am Kopf. Blutgeruch steigt mir in die Nase, und ich schlage es weg. "Bleib bei mir... Ich brauche dich!", schluchzt sie. Aber ich brauche dich nicht... Ich... Brauche dich... Wirklich nicht...? Ich denke an all die schönen Momente, die wir gemeinsam mit meinen Freunden gehabt haben. Bevor auf mir den Streich spielten... Bevor Nene durchdrehte. Wir waren so oft gemeinsam am See... Haben so oft zusammen Streiche gespielt... Ist das hier vielleicht meine Schuld? Hätte ich ihre Krankheit früher erkennen sollen? Ich brauche dich doch... Nene... "Ich liebe dich trotzdem...", flüsterte ich und drehe mich um, gerade in dem Moment, in dem ein Holzschläger meinen Schädel zertrümmert. Immer wieder schlägt sie auf mich ein, meine Gedärme platzen aus meinem Torso und Blut vermischt mit Gehirnfetzen tropft aus dem Loch in meinem Schädel. Dann steht sie da, keuchend und erschöpft. Sie beugt sich zu mir runter und küsst meine blutige Stirn. "Wir sehen und bald alle wieder... Dort, wo immer die Sonne scheint..." Dann schließe ich meine Augen.

Kommentare Seite 1 von 1
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Kami ( 59063 )
Abgeschickt vor 650 Tagen
Jo voll gut geshriben
Suigetsugirl*-* ( 44994 )
Abgeschickt vor 729 Tagen
Danke für das nette Kommentar
Eila ( 56509 )
Abgeschickt vor 732 Tagen
Wow, Hammer! Gut geschrieben und richtig eklig! ;)