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Narutos Welt mal anders: Der Bürgerkrieg (Teil 8) Die Jagd auf Sokuron

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9 Kapitel - 15.319 Wörter - Erstellt von: C - Aktualisiert am: 2015-05-19 - Entwickelt am: - 1.169 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Wir kommen zum achten Teil unseres Abenteuers.

Was bisher geschah: Asugakure lag in Trümmern und die Kaiserlichen machten sich auf die Suche nach Sokuron. Zur selben Zeit hat der Großmeister des Silbernen Kreises Turass, Serra und Kisina beauftragt, die Kunoichi Fuu aus Takigakure, die Jinchuuriki des Shichibi, zu entführen. Es gelang ihnen, Fuu zu fassen, bevor Akatsuki sie kriegen konnte, und brachten sie in ein geheimes Labor.
Zur selben Zeit wurde Zanun Modira, König von Morodas, und Prinzessin Kyra von Sokuron getötet.

Wegen dem Attentat auf die Herrscherfamilie wird Sokuron von allen Einheiten des Kaiserreiches gejagt. Tausende und Abertausende von Ninjas machen sich nun auf die Fersen des Irren Ninjas Sokuron und jagen ihn pausenlos. Zur selben Zeit macht sich Akatsuki auf die Suche, um den verlorenen Shichibi zu finden.
Währenddessen stellt sich Tsunade die Frage, ob Konohagakure weiterhin neutral bleiben sollte oder sie ein Team schicken sollte, um Sokuron zur Hilfe zu eilen.

1
Die vier Könige

Dafür, dass sie eine solche Macht besaßen, betraten die mächtigsten der Mächtigen eher bescheiden ihr Räumlichkeiten. Jedoch war es auch nicht nötig, dass die Herrschaften mit Soldaten oder umhertanzenden Frauen auftauchten, die Kränze um sich warfen.
Sakina kannte jeden der „jungen Könige“, wie sie von der Unterwelt auch bezeichnet wurden.
Zwei Jungs und ein Mädchen betraten das Büro, die kaum älter waren als Sakina selbst. Doch trotz mit ihren fünfzehn Jahren hatte jeder von ihnen sich einen Namen gemacht und besaß mehr Einfluss als die meisten Politiker in ihrer gesamten Amtszeit.
Als erstes betrat Juki Masuri das Büro. Sie wurde auch die „Weiße Königin“ genannt, und das zu recht. Ihre schneeweißen Haare wallten über ihre Schulter, ihre hellblauen Augen wirkten so kalt, als wäre sie eine Eisdämonin. Ihre rechte Gesichtshälfte war durch eine linienartige Tätowierung eingeschlossen, so als würden finstere Zeichen ihre Seele rauben wollen.
Es wirkte gespenstisch, aber zugleich so unzerbrechlich schön. Eine Eigenschaft, die Sakina immer an Juki geschätzt hatte. In der Regel trug Juki einen dunklen Kampfanzug, doch für die heutige Nacht hat sie sich für einen weißen Kimono, der mit Symbolen übersät war, die aussahen wie Sichelmonde, entschieden. Sakina fragte sich gerade, welche Waffen Juki wohl unter dem Kimono versteckte.
Nicht umsonst wurde Juki als die Weiße Königin bezeichnet.
Ursprünglich war sie die Prinzessin vom Königreich Turian. Doch als dann Turian von den anderen drei großen Königreichen überrannt und in Stücke gerissen wurde, konnte Juki fliehen. Jedoch wurde sie von Sklavenhändler aufgegriffen und sollte meistbietend verkauft werden. Jedoch hatte Juki kein Interesse daran, für irgendjemanden die Gespielin zu sein. Eines Tages hatte sich Juki losgerissen und den Anführer der Sklavenhändler getötet. Es hieß, sie soll dem Anführer beim lebendigen Leib den Kopf abgerissen haben. Ob das der Wahrheit entsprach, konnte keiner klären, aber das war Sakinas Lieblingsstelle in Jukis Geschichte.
Juki hatte die Sklavenhändler getötet und danach die Gefangenen frei gelassen. Nur fünf der Sklaven blieben bei Juki und folgten ihr. Mit dieser kleinen Kampftruppe griff sie die Syndikate nacheinander an und übernahm sie. Innerhalb eines Jahres hatte Juki alle Verbrechersyndikate unter Kontrolle gebracht und galt seither als die Herrscherin der Unterwelt.
Ihre Organisation hatte nicht nur sämtliche Syndikate im Tal der Mondberge unter Kontrolle, sondern unterhielt auch noch Kontakt zu anderen Organisationen wie Akatsuki oder Orochimaru. Sakina würde es nicht überraschen, wenn Juki den Namen von jedem abtrünnigen Ninja kannte.
Als nächstes betrat Vitu Arass das Zimmer, der auch als der „Handelskönig“ bekannt war. Seine kastanienbraunen Haare waren kurzgeschnitten und fein gekämmt. Er trug einen schwarzen Anzug mit blutroten Hemd, dunkelroter Krawatte, einer schwarzen Weste und einem Kurzmantel, der ihn zu den Knien reichte. In seiner rechten Hand hielt er einen schwarzen Gehstock, der einen silbernen Griff hatte.
Was besonders hervorstach, waren seine Augen. Die Iris war tiefschwarz wie die Nacht und weiße Flammen umhüllten die Pupille. Es sah aus, als wären seine Augen Schwarze Löcher, die einen weißen Feuerrand hatten.
Sakina erkannte sofort, dass es weder eine Anomalie noch ein Zaubertrick war.
Es war das Schurugan, eines der Acht Suragans.
Sie besaß die Macht, den Schatten und jede Form der Dunkelheit zu kontrollieren. Damit gehörte sie, genau wie das Liongan, zu den stärksten Suragans. Jedoch hatte das Schurugan einen hohen Preis.
Ihre Träger waren blind.
Um das Schurugan zu erlangen, mussten deren Träger ihr Augenlicht opfern. Nur mithilfe des Schurugan konnten sie sehen. Vitu hat eine Methode entwickelt, wie er das Schurugan die ganze Zeit benutzen kann, ohne dabei zu viel Chakra zu opfern.
Dieser Anblick wirkte auf viele Menschen sehr gruselig. Einer der Gründe, warum Vitu auch gerne als der schattenhafte Handelskönig genannt wurde.
Mit gerade mal zwölf Jahren hatte Vitu die Kontrolle über den Arass-Konzern übernommen, nachdem seine Eltern starben. Ursprünglich war es eine Rüstungsfirma, doch mittlerweile hatte der Arass-Konzern sich in vielen Industriezweige ausgebreitet und unterhielt sogar eine eigene Handelsflotte.
Allerdings gab es über den mächtigsten Konzern der Welt viele Gerüchte. Es hieß, dass Vitu Anschläge auf rivalisierende Firmen durchführen ließ, Politiker oder andere hochrangige Leute, die ihm im Weg standen, töten ließ und dass er eine Piratenflotte unterhielt, die die Seewege der Konkurrenz überfielen.
Jedoch wusste Sakina, dass es keine Gerüchte waren. Vitu war nicht umsonst der reichste Junge im Kaiserreich. Sein Gespür für Geschäfte und sein kriminelles Genie waren legendär unter den Schattenherrschern.
Der nächste Gast war niemand geringerer als der stellvertretende Ossakage Jurak Fukana, oder auch in Kurzform der Vize-Ossakage. Mit gerade mal fünfzehn Jahren der zweitmächtigste Mann in Ossakage zu werden, war schon eine Glanzleistung.
Jurak wies nicht nur ein unglaubliche Kampfkraft auf, sondern auch großes strategisches Geschick. Mit gerade mal acht Jahren hatte Jurak den Rang eines Jonins besessen und wurde immer mit den schwierigsten Aufträgen vertraut. Er war es auch, der damals das Bündnis zwischen Ossagakure und den Silberröcken in die Wege leitete. Als dann aber die Rebellion der Drei Schwertninjas einen Kagen nach dem anderen aus dem Weg schaffte, war es auch Jurak, der die Silberröcke zum Verrat leitete. So konnte ein Bündnis zwischen den Rebellen und den Silberröcken geschlossen werden.
Nach der Rebellion wurde Rana Asak die neue Ossakage, die kurz darauf Jurak zum Vize-Ossakage ernannte. Obwohl er nur der zweite Mann war, so war Jurak in Wirklichkeit der Herrscher über das Dorf. Die junge Ossakage war nur noch seine Marionette.
Auf diese Weise besaß er große Macht innerhalb des Kaiserreichs, ohne dass es die Öffentlichkeit wusste.
Statt seiner üblichen Robe, tauchte Jurak in seiner leichten Panzerung auf und trug einen violetten Umhang. Seine Haare waren pechschwarz, die Augen violett und auf seiner rechten Wange war eine tiefe Schnittnarbe, die über sein Auge zog.
„Ich freue mich, dass Ihr gekommen seid“, begrüßte Sakina freundlich. „Jedoch muss ich darauf bestehen, dass Ihr euch ausweist. Ich muss wissen, ob Ihr es wirklich seid oder nur Schattendoppelgänger oder irgendwelche Trottel, die sich verwandelt haben. Glücklicherweise gibt es etwas, was kein Verwandlungsjutsu der Welt verfälschen könnte.“
Sakinas Augen verwandelten sich in das tiefgraue Nurogan. Sie starrte ihre Gäste an, als wäre sie die Torwächterin am Tor zur Unterwelt, die die Seelen prüfte.
Juki und Jurak schlossen für eine Sekunde ihre Augen. Als sie ihre Augenlieder wieder öffneten, schauten völlig andere Augenpaare die Gastgeberin an.
Jukis Augen wurden so weiß wie ihre Haare, eiskalt und glitzernd wie die Sterne am Nachthimmel. In der Iris tauchten zackenartige Symbole auf.
Das Asyragan, eines der Acht Suragan und Beherrscher des Eises.
Jurak wiederum zeigte blutrote Augen, in dessen Iris schwarze Flammen aufflackerten wie bei einem Lagerfeuer. Diese gruselig aussehenden Augen war das Furugan, auch eines der Acht Suragans, welches das Feuer beherrschte.
Da Vitu sein Schurugan schon permanent einsetzte, brauchte er es nicht noch einmal zu aktivieren. Nun konnte Sakina sicher seien, dass die Ankömmlinge keine Betrüger waren. Egal, wie gut ein Ninja eine Verwandlung beherrschte, niemand konnte ein Suragan fälschen. Sie könnten es versuchen, aber ein Suragan würde immer einen anderen Suragan erkennen können.
„Ich danke euch“, sagte Sakina und ließ ihr Nurogan wieder verschwinden. „Ich hoffe, ihr versteht, dass ich sichergehen musste.“
„Wir haben dafür durchaus Verständnis“, erwiderte Jurak ruhig. Sowohl Juraks wie auch Jukis Augen nahmen wieder ihre ursprünglichen Formen an. „Man kann nie vorsichtig genug sein.“
„Wohl wahr“, meinte Juki und lächelte dabei finster. „Lieber paranoid als naiv, sage ich immer.“
„Bitte, nimmt doch Platz“, bot Sakina an.
Vor Sakinas Schreibtisch befanden sich zwei Sofas, die vor einem kleinen Tisch standen. Jurak und Vitu setzten sich auf das eine Sofa, während sich Juki gegenüber setzte. Nachdem Sakina ihnen Drinks anbot, nahm sie neben Juki Platz.
„So sehr ich deine Gastfreundschaft schätze“, fing Vitu an, „doch wir würden gerne wissen, wieso du uns herbestellt hast.“
Nachdem Sakina einen Schluck von ihren Tee nahm und die Tasse auf den Tisch abstellte, lehnte sie sich auf das Sofa zurück und schaute ihre Gäste an, als wäre sie eine Königin, die von ihren Generälen umgeben war.
„Jeder von uns ist der Kopf einer mächtigen Organisation“, sagte Sakina in ihrer gewohnten ruhigen Art. „Jedoch tobt nun dieser alberne Krieg, der unsere Geschäfte stört. Jeder von uns hat große Verluste erlitten, wenn ich mich nicht täusche.“
„Allerdings“, wandte Vitu gehässig ein. Er rümpfte dabei die Nase, als hätte er gerade etwas Ekelhaftes gerochen. „Ich habe mehr Schiffe durch diese dreimal verfluchte kaiserliche Flotte verloren als in den letzten drei Monaten zusammengenommen. Diese Penner von Morodas haben einen nervösen Zeigefinger. Ständig ballern sie los, bevor sie fragen. Einige Milliarden Ryos sind mir dadurch schon durch die Lappen gegangen.“
„Gibt es nicht die Möglichkeit, die Piraten darauf anzusetzen?“, hakte Juki nach.
„Das wird wohl kaum gehen“, brummte Vitu weiter. „Es ist eine Sache, Handelsschiffe zu überfallen, aber ein völlig anderes, schwer bewaffnete Kriegsschiffe anzugreifen. Die Piraten tun für Gold alles, aber sie sind nicht lebensmüde. Davon abgesehen, beschlagnahmen die Kaiserlichen immer mehr von meinen Schiffen oder übernehmen Rüstungsfirmen von mir. Das reicht mir langsam. Sollen sie doch ihre Scheißwaffen selber bauen. Ich bin doch nicht ihr Geldautomat.“
„Und bei mir stehen sie auch immer vor der Tür, weil ihnen die Truppen ausgehen“, brummte der Vize-Ossakage. „Und da unsere Ossakage so nutzlos ist wie ein Schuhkarton, bleibt alles an mir hängen. Nur, was soll ich denn machen? Ich kann doch keine Truppen aus den Rippen schneiden. Schließlich brauche ich meine eigenen Einheiten für meine Operationen. Aber wenn dieser Krieg weitergeht, habe ich bald keine eigenen Leute mehr.“
„Ist sie wirklich so lausig?“
„Hm?“
„Du hast gesagt, die Ossakage sei nutzlos“, wandte Vitu ein. Sein Blick wirkte etwas skeptisch, aber gleichzeitig amüsiert. Jurak ließ seinen Kopf hängen und stöhnte schwerfällig, als hätte er es jeden Tag mit einer Analphabetin zu tun. Dann hob sich sein Kopf wieder.
„Die Ossakage kann ja kämpfen, hat Charisma und sieht auch noch verdammt gut aus, aber als Führungspersönlichkeit ist sie eine Null.“
Jurak wischte mit seiner Hand einmal über das Gesicht, als würde er sich über ein störrisches Kind aufregen.
„Sie hat keine Ahnung von Strategie und schickt die Leute willkürlich über die Karte, weil sie es nach Gefühl macht. Ehrlich, wenn ich nicht ständig eingreifen würde, wäre Ossagakure schon längst von der Bildfläche gefegt worden. Es grenzt an ein Wunder, dass sie überhaupt gewählt wurde.“
„Warum hast du nicht den Posten übernommen?“, warf Juki ein. „Du hättest die Möglichkeit dazu gehabt, die Wahl nach deinen Bedingungen zu manipulieren, oder nicht?“
„Das schon“, erwiderte Jurak mit einem gespielten Lächeln, „aber ich stehe nicht so gerne in der Öffentlichkeit. Es ist angenehmer, wenn nicht alle Augenpaare auf einen gerichtet sind. So kann man in Ruhe seinen eigenen Interessen nachgehen, ohne dabei auf die Macht zu verzichten.“
Jurak genehmigte sich noch einen Schluck von dem Whiskey, bevor er weitersprach.
„Außerdem müsst ihr es auch mal so sehen: Derjenige, der auf dem Thron sitzt, hat immer die Arschkarte. Wenn ein Attentäter in den Saal stürmt, auf wen, glaubt ihr, würde er das Messer werfen? Dem König oder dem Mann, der hinter den Thron steht?“
„Da ist was Wahres dran“, stimmte Juki hinzu. „Ich persönlich genieße es, der Schattenboss zu sein. Die Vorzüge der Anonymität ist wie eine wärmende Decke.“
„Und da alle mit dem Krieg beschäftigt sind, wird dein Syndikat wahrscheinlich auch nicht angegriffen…“
„Naja, schön wäre es“, unterbrach Juki ruhig. „Vergiss nicht, dass wir nur ein Haufen Verbrecher in ihren Augen sind. Uns rücken nicht nur die Kaiserlichen, sondern auch die Rebellen auf die Pelle. Und seit einiger Zeit gehen mir auch Akatsuki und Orochimaru gehörig auf den Sack. Ständig versuchen sie, den Krieg für ihre Zwecke auszunutzen, um meine Organisation auszuhebeln. Das muss ein Ende haben.“
„Ich denke, ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass sowohl der Krieg wie auch das Ärgernis mit Akatsuki und Orochimaru endlich ein Ende finden müssen“, mischte sich Sakina ein.
Jeder von ihnen stimmte mit einem Nicken zu.
„Aus dem Grund schlage ich vor, dass wir unsere Ressourcen bündeln“, fuhr Sakina fort, „um gemeinsam den Krieg nach unseren Bedingungen zu beenden und gleichzeitig unsere Konkurrenten aus dem Spiel zu schmeißen.“
„Du meinst ein Bündnis zwischen uns vier?“
„Wieso nicht? Jeder von uns führt eine mächtige Organisation und ist ein Meister in dessen Fach. Vitu kennt sich mit der Wirtschaft, dem Handel und allen Industriezweigen besser aus als jeder andere hier. Jurak wiederum verfügt über politische Macht und weiß über jedes Reich und dessen Politik bestens Bescheid. Und unsere Juki hat jede noch so große Verbrecherorganisation unter Kontrolle und kennt jeden abtrünnigen Ninja auf der Welt. Meine Wenigkeit kann ohne Probleme finanzielle Mittel aus dem Nichts zaubern und ich kontrolliere sämtliche Banken, Casinos und andere Kreditinstitute. Jeder fünfte im Reich schuldet mir Geld. Damit hätten wir eine gute Mischung: Finanzen, Wirtschaft, Politik und Verbrechen.“
„In der Tat“, stimmte Juki zu. „Zusammen könnten wir alles erreichen. Was mich betrifft, bin ich einverstanden, solange ich nicht die Kontrolle über mein Syndikat verliere.“
„Nein, keine Sorge. Ich denke an eine Zusammenarbeit, nicht an eine neue Hierarchie.“
„Und wie genau hast du dir das vorgestellt?“
Plötzlich fing das Telefon an zu klingeln.
Sakina seufzte und rollte mit den Augen. Auch wenn sie ruhig blieb, war ihr die Verärgerung deutlich anzusehen.
„Entschuldigt mich kurz.“
Sakina stand auf, ging zum Schreibtisch und hob das Telefon von der Gabel. Sie presste die Ohrmuschel gegen ihr Ohr.
„Ich hatte doch gesagt, dass ich nicht gestört werden will“, brummte Sakina in den Hörer. „Was ist daran nicht zu verstehen?“
„Verzeihung, aber sie ist dran.“
Sakina fuhr mit der Hand einmal über ihr Gesicht.
„Na schön, stellen Sie durch.“
Im Hörer war ein kurzes Knistern zu hören, bevor die Stimme anfing zu sprechen.
„Was ist? Fass dich kurz.“
„Ich brauche unbedingt deine Hilfe“, sagte die Stimme. „Sokuron hat nun den König und die Prinzessin von Morodas umgebracht.“
„Das weiß ich auch“, erwiderte Sakina tonlos. „Stell dir vor, ich lebe nicht auf dem Mond.“
„Dann sollte dir klar sein, dass wir ihn aufhalten müssen!“
„Wir? Das glaube ich kaum. Das ist nun wirklich dein Problem.“
„Du steckst da genauso mit drin. Sokuron will uns alle erledigen. Wenn das passiert, wird alles zusammenbrechen.“
„Ich habe dir nur geholfen, das Gas zu bekommen. Alles andere hast du verzapft, mein Fräulein“, stellte Sakina klar. „Sokuron bringt nur deine Leute um, weil er Rache will, und ich kann es ihm nicht mal verübeln. Schließlich hast du sein Dorf abgefackelt wie eine brennende Mülltonne. Ich finde, Sokuron ist noch zu zaghaft. Ich hätte ja ganz andere Dinge mit dir angestellt.“
„Aber er ist auch hinter dir her!“
„Ja, aber nicht so sehr wie hinter dir. Davon abgesehen, habe ich ihm auch nicht solche Dinge angetan. Was hätte ich auch davon?“
„Hör zu, du musst mir helfen! Das ist ein Befehl!“
„Befehl?“, erwiderte Sakina verwundert, als hätte sie einen schlechten Witz gehört. „Was glaubst du eigentlich, mit wem du redest? Ich bin keiner deiner Arschlecker, Fräulein. Nur weil dein kleiner Arsch auf dem Kaiserthron sitzt, kannst du mich nicht wie ein Aufziehäffchen tanzen lassen, wenn es dir passt.“
Die Stimme wollte was sagen, aber sie wurde durch Sakina unterbrochen.
„Und spar dir deine Drohungen! Es gibt keinen Soldaten, der mich verhaften würde oder keinen Staatsanwalt, der verrückt wäre, mich anzuklagen und schon gar nicht einen Richter, der mich verurteilt. Und falls ich eines Nachts einen Killer in mein Bett finden sollte, dann solltest du künftig gut auf deinen Arsch aufpassen. Hast du mich verstanden?“
Der Hörer schwieg.
„Ich fragte, ob du mich verstanden hast.“
„Ja, ich habe verstanden.“
Sakina stöhnte abfällig.
„Gut, dann würde ich vorschlagen, du hörst auf, mir die Ohren vorzuheulen und schnappst dir Sokuron“, zischte Sakina weiter. „Das wirst du ja wohl noch hinkriegen, oder, meine liebe Cousine?“

Kommentare (111)

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Cozuria (alias C) (61632)
vor 8 Tagen
Hehe, freut mich zu hören. Klingt so, als gehörst du zu den Wenigen, die das von Anfang an verfolgt haben^^ Und was Sorine angeht, im nächsten Teil wird man mehr erfahren ;)

Oh, und die Frage bleibt weiterhin offen. Mich interessiert weiterhin, ob ihr eine Lieblingsfigur habt und wenn ja, warum er oder sie^^
Niiika^^ (92654)
vor 9 Tagen
Was das mit dem Lieblingschara angeht: ich mag die meisten deiner Charaktere^w^ ich mochte auch mal Sorine... Betonung auf mochte :')
LG
Cozuria (alias C) (61632)
vor 14 Tagen
Also ich kenne das eigentlich so, dass man kein Passwort braucht, um eine FF zu schreiben. Man braucht das Passwort nur dann, wenn man seine eigene FF ändern will.
Und normalerweise ist das so, sobald man eine FF geschrieben und abgespeichert hat, kommt man auf eine Seite, wo auch nochmal der Link zu seiner FF aufgeführt wird. Und da wird eigentlich das Passwort angezeigt, zumindest das früher so. Ich weiß leider nicht, ob sich das zwischenzeitlich geändert hat.
Angi (76756)
vor 14 Tagen
Was soll ich wegen den Passwort machen
Angi (76756)
vor 14 Tagen
Das Problem bei mir ist das ich kein Passwort habe und so keine Geschichte schreiben kann
Cozuria (alias C) (61632)
vor 15 Tagen
Übrigens, würde mich auch mal interessieren, ob ihr auch Lieblingsfiguren habt. Ich meine jetzt nicht die Original-Figuren, sondern die zahlreichen von mir ausgedachten Figuren wie Sokuron, Sia, Sinea, Ira, Vinuru usw. usw.
Ahri z. B. ist ein großer Fan von Vinuru^^

Ich frage nur aus reiner Neugierde^^
Cozuria (alias C) (61632)
vor 15 Tagen
Ja, manchmal kann ich ziemlich fies sein. In den nächsten Teilen wird ebenfalls heftig werden. Keine Sorge, die Abenteuer werden bald fortgesetzt^^
Niiika^^ (54178)
vor 15 Tagen
Nein, einfach nein:( das ist fieß.... Aber eine interessante Wendung und so unvorhersehbar^w^ das nenne ich Spannung
LG
Cozuria (alias C) (61632)
vor 20 Tagen
Es freut mich immer zu hören, dass mein Ratgeber hilfreich ist. Weiterhin freue ich mich über Feedback.

Oh, und falls du wirklich meine FF lesen willst, muss ich dich warnen. Was im neunten Kapitel stand, war keine Untertreibung. Meine FFs, vor allem die Naruto-FF, ist ziemlich lang :P

Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß^^
Midnight (54243)
vor 20 Tagen
EDIT: Meine 1:07 Uhr^^
Midnight (54243)
vor 20 Tagen
Guten Abeeeend,
Ich habe mir alles durchgelesen alle 8 Kapitel inklusiv das neunte, es hat mir zwar mehr als ne Stunde Zeit gekostet um deinen Beitrag komplett durchzulesen aber es hat sich in jedem Fall rentiert, du hast mir & vielen anderen wirklich verdammt gut geholfen & darauf angeregt was zu schreiben... dein Humor feiere ich übrigens auch ;)
Kam auf die Webside durch Langeweile & siehe da nun habe ich schon ne geraume Zeit ne Beschäftigung, ich hoffe dass ich mal Zeit finde ein wenig in deine FF's reinzulesen, das ist das mindeste was ich nun tun kann für die tolle aufgelistete Hilfe ^^
Ich glaube ich fange heute schon damit an n bisschen was zu schreiben, schreiben tu ich ja schon seit Ewigkeiten Fanfictions hab ich aber nochnie über PC geschrieben ^-^ (1.07 am 05.07.2017)

Ganz Liebe Grüsse
Midnight :3
Cozuria (alias C) (61632)
vor 37 Tagen
Freut mich zu hören, wenn euch die Ratschläge weiterhelfen^^.

Wundert euch nicht, warum hier auch die Kommentare von meinen FFs hier landen. Früher war das mal getrennt gewesen, aber aus irgendeinen Grund sind jetzt die Kommentare meiner FF und dem Ratgeber zusammengewürfelt worden. Aber naja :P

Ich wünsche euch trotzdem viel Spaß^^
Nebelblüte ( von: Nebelblüte)
vor 38 Tagen
Ich finde deine Ratschläge echt gut! Haben mir sehr weitergeholfen! : )
Cozuria (alias C) (17422)
vor 89 Tagen
Psst, die waren darin gefangen, weil nur einer das Sazurigan besaß.

Aber es freut mich, auch mal wieder ein Kommentar zu lesen. Manchmal hatte ich mich schon gefragt, ob es überhaupt noch welche gibt, die meine Geschichte lesen, hehe :P

Wie gesagt, wer noch nicht genug hat, kann im nächsten Abschnitt das Abenteuer weiterverfolgen^^
Niiika^^ (68353)
vor 91 Tagen
Hi^^
Also ich sags mal so: das kam sehr sehr unerwartet
aber es macht schon Sinn wenn man genau drüber
nachdenkt. Ich meine wer sollte es sonst sein?
Was ich mich allerdings noch frage ist, warum die dann
noch in der Illusion waren...
Naja eigentlich auch egal wird schon so richtig sein^^
Cozuria (alias C) (93320)
vor 97 Tagen
Ach was, dein Kommentar ist nicht unnötig. Ich freue mich immer über Feedback^^

Also, ich studiere jetzt auch keine Literatur, falls man das von mir geglaubt hat. Ich studiere ein juristisches Fach, weil ich später sowohl als Rechtsberater wie auch als Schriftsteller arbeiten will. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen bei deinem Weg, Ärztin und Autorin zu werden.

Freut mich, dass der Ratgeber dir geholfen hat. Ich wünsche dir viel Spaß beim Schreiben^^
Zoé Way ( von: Zoé Way)
vor 97 Tagen
hey, danke das hat mir alles voll weiter geholfen. ich will später Ärztin werden, aber mein Traumberuf war schon immer Autorin. ich schreibe auch ein bisschen hier auf testedich aber ich hab mir nie richtig mühe gegeben. jetzt hab ich echt richtig Lust diese ganzen Ideen in meinem Kopf aufzuschreiben und alte Geschichten zu überdenken. das was ich von dir an Beispielen gelesen habe hat mir echt voll gut gefallen und ich werde echt auf jeden fall deine ff lesen. ja guut, das ist wahrscheinlich der unnötigste Kommentar der je geschrieben wurde...
Cc (12297)
vor 323 Tagen
Oh, keine Sorge, ich mache auf jeden Fall weiter. Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Der nächste Teil ist auch schon in Bearbeitung^^
Chadur (91353)
vor 327 Tagen
Tolle Geschichte. Hoffe du machst weiter *_*
Cc (80052)
vor 519 Tagen
Hallo shikuka,
ja, ich weiß noch, wer du bist. Schön, dass dir meine FF so gefällt. Keine Sorge, die Fortsetzung wird bald kommen. Ich hatte nur viel zu tun und arbeite auch nebenbei eine FF zu "Attack on Titan".

Deine FFs werde ich mir auch noch ansehen.

Ansonsten wünsche ich euch noch viel Spaß^^