Traum von Mittelerde - Hobbit Teil 1

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1 Kapitel - 1.815 Wörter - Erstellt von: Lossiel Niquesse - Aktualisiert am: 2015-05-17 - Entwickelt am: - 1.976 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Willkommen zum Beginn eines Traums! Oder vielmehr: der Verwirklichung eines Traums. Diese Geschichte spielt im allseits bekannten wie geliebten Mittelerde. Meiner (und vielleicht auch eurer) Traumwelt. Erste Story, erstes Kapitel!

    1
    Weltenwechsel

    Dunkelheit ist über mir. Auch wenn meine Augen sich längst an sie gewöhnt haben, nehme ich nichts anderes wahr als Schwärze. Das liegt nicht daran, dass ich die Augen geschlossen habe, sondern vielmehr daran, dass ich seit gefühlten drei Stunden an die Decke über meinem Bett starre. Ich weiß nicht mal, ob ich in der Zeit geblinzelt habe. Es kümmert mich auch nicht, denn ich versuche, nicht zu denken. Dass ist schwieriger, als ich gedacht habe, nach einer Woche Übung spüre ich immer noch, wie sich Gedanken in meinen Kopf schleichen. Meine Gefühlseindrücke habe ich bereits erfolgreich ausgeblendet, jetzt gilt es nur noch, meinen Kopf frei zu bekommen. Frei von all den Gedanken, die sich niemals verwirklichen können. Frei von all den Gedanken, die mich die letzten Jahre vollständig beherrscht haben. Gedanken an Mittelerde...
    „Hör auf“ ermahne ich mich selbst, doch wieder verhält sich mein Kopf genauso, wie in all den Nächten zuvor: mein liebster Traum lässt mich einfach nicht los. Ein Seufzer entfährt meiner Kehle, das erste Geräusch seit langer Zeit. Es ist zwecklos. Ich habe alles versucht, um die quälende Sehnsucht nach der fernen Welt abzuschütteln, doch zu lebhaft sind die Bilder in meinem Kopf: hohe Berge, höher als die höchsten der unseren, tiefe Wälder, unberührt von der Händen der Zivilisation, keine Asphaltwege, keine lärmenden Autos und keine stinkenden Großstädte. Natürlich herrscht kein Weltfriede, die ständigen Kämpfe gegen die Orks, die Trolle, Die Warge... doch das ändert nichts an der Sehnsucht in meinem Herzen. Mittelerde ist der schönste Ort, den ich mir vorstellen kann. Ich will etwas anderes als mein jetziges Leben! Ich will ein Schwert schwingen, und keinen Füller! Ich will Orks erschlagen, anstatt mich mit meinen Geschwistern zu prügeln! Ich will mich mit Zwergen unterhalten, nicht mit meinen Klassenkameraden! Ich will Elben singen hören, keine Menschen! Und ich will mit jemandem zusammenkommen, der mich liebt, so, wie ich geliebt werden möchte. Obwohl ich den wahrscheinlich auch in meiner Welt finden würde... mit einem erneuten Seufzer schließe ich die Augen und singe ganz leise eines meiner mir liebsten Lieder:

    „Könnte ich nur
    so sein wie ich bin
    denn in mir steckt
    noch so vieles drin.
    Schön wär's wenn
    ich mutig und auch stark sein könnt
    auch nur für einen Moment
    Schön wär's wenn
    Ich möchte so sein wie ich wirklich bin
    ich bin viel mehr,
    als man bisher sah
    ich zeig der Welt, wer ich wirklich bin
    lasse jetzt raus
    was man so schlecht sah
    finde ein' Platz für mich
    und lebe mein wahres ich.*

    Mit dem letzten Vers fühle ich, wie mir die Augen zufallen. Ich scheine aus meinem Körper zu fließen und nach hinten zu sinken, die Dunkelheit um mich herum wird noch schwärzer. Ein tiefes Loch verschlingt mich, ich falle, ich falle und falle immer tiefer... meine Haare schlagen mir übers Gesicht... bis mich ein jäher Schmerz im Rücken aus meiner Trance reißt. Es tut so weh, als sei ich mindestens von einem Hausdach geradewegs auf die Wirbelsäule geknallt. Ich will schreien, doch meine Lunge hat sich so verspannt, dass ich nicht mal mehr atmen kann. Aus meinem Mund kommt nur ein sehr gepresstes, sehr leises und sehr schmerzvoll klingendes Stöhnen. Dann erst beginnt sich ganz langsam die entsetzliche Spannung zu lösen. Plötzlich höre ich Stimmen. „Mein Gott!“, „Ist sie tot?“, „Wer, sie?“, „Sieht ganz danach aus.“, „Nein, sie atmet!“, „Was? Wie kann man so einen Sturz überleben?“, „Wer ist sie?“, „Das Mädchen.“, „Welches Mädchen? Ich kann gar nichts erkennen!“, und dann eine etwas lautere Stimme: „Lasst mich gefälligst durch!“ Ich höre Geraschel, es wird etwas leiser, doch im Hintergrund raunen die Stimmen weiter. Links von mir höre ich ein Knirschen; jemand kniet sich neben mich. Verzweifelt versuche ich die Augen aufzureißen, was ist passiert!, doch ich kann mich kaum bewegen. Meine Lider sind wie zugenäht. Ich versuche zu sprechen, doch wieder kommt nur dieses Stöhnen, allerdings etwas lauter als vorher, denn die Stimmen werden unruhiger: „Kein Zweifel, sie lebt!“, „Wie ist das möglich?“. Dann spricht die Stimme, die die anderen aufgefordert hat, beiseite zu gehen, wieder, diesmal direkt über mir. „He! Kannst du mich hören?“ Die Stimme ist mir unbekannt, ebenso wie die anderen. Ich nehme alle meine Kraft zusammen und schaffe es, die Augen zu öffnen. Ein schwarzer Schatten beugt sich über mich und ich zucke erschrocken zusammen. Im Hintergrund sind noch mehr Schatten, sie verdecken das Licht, das hinter ihnen hervor strahlt, fast völlig. Die Schatten sehen erschreckend merkwürdig aus, einer wirkt, als hätte er Eselsohren. Mittlerweile gehorcht mir mein Körper wieder, und ich schiebe mich, so schnell ich kann, rückwärts von den Schatten weg. Der, der vor mir kniet, hebt eine Hand. „Warte! Wir wollen dir nichts tun!“ Ich weiche noch schneller zurück. Dabei ertaste ich, dass der Boden kalt und sandig ist, ich bin also draußen. Wie? Hat man mich aus meinem Bett verschleppt, von einem Dach geworfen und versucht jetzt, mein Vertrauen zu gewinnen? Welchen Sinn macht das? Gar keinen. Die Gestalt richtet sich auf und macht einen Schritt auf mich zu. Entsetzt will ich noch weiter nach hinten kriechen, doch da drücken sich die Zweige einer Hecke in meiner Rücken. Ich sitze in der Falle. Angst breitet sich in mir aus, ich bin verletzt, allein und trage nichts als ein dünnes Nachthemd. Die Stimmen der Schatten vor mir sind allesamt rau und tief, eindeutig männlich. Sie reden wild durcheinander, doch ich höre nicht hin, sondern starre sie nur an. Dann spricht eine neue Stimme: „Geht doch mal endlich ein Stückchen auseinander! Sie kann euch nicht erkennen, ihr steht vor dem Licht!“ Die Gestalten weichen zurück und geben dadurch die Lichtquelle frei, anscheinend eine Laterne. Das plötzliche Licht blendet mich schmerzhaft, ich kneife die Augen zusammen und sehe, wie eine andere Person, größer als die übrigen, vortritt. Sie scheint mich einen Moment zu mustern, dann hebt sie einen langen Ärmel ihres Umhangs vor das Licht, sodass es mich nicht mehr blendet. Ich öffne die Augen wieder etwas weiter und versuche, ihr Gesicht auszumachen, doch ich erkenne nur an ihren Schattenriss, dass sie einen spitzen Hut und in der rechten Hand einen langen Stab trägt. Hexe? Quatsch, es gibt kein Hexen! Außerdem hat die Gestalt ebenfalls eine männliche Stimme, als sie mit beruhigender Stimme spricht: „Ganz ruhig. Dir wird nichts passieren. Wir wollen dir wirklich nichts tun, wir sind nur etwas... überrascht.“ „Ja, es fällt nicht alle Tage ein Mädchen vom Himmel!“ sagt ein anderer mit leicht ironischen Unterton. Vom Himmel? Was soll das denn schon wieder heißen? Wer sind diese Typen überhaupt? Wo bin ich? Und was zum Teufel soll das alles hier? Jetzt schalten sich meine Instinkte wieder ein. Auch meine Rückenschmerzen sind etwas abgeklungen, doch ich bezweifle, den Männern entkommen zu können, die zwar größtenteils recht klein, dafür aber umso stämmiger wirken. Normalerweise bin ich eine gute Läuferin, momentan aber nicht gerade in der Verfassung ein Wettrennen zu gewinnen, zumal es Nacht ist, ich nicht weiß, wo ich bin und die Männer vielleicht mehr sind als nur die schätzungsweise zehn bis fünfzehn, die vor mir stehen. Ich beschließe, erst mal zu schauen, wo sie mich hinbringen, und dann eine Fluchtweg zu suchen. Langsam versuche ich, aufzustehen, da brandet unvermittelt eine Schmerzwelle durch meinen Rücken in meinen Kopf und ich sacke wimmernd auf die Knie zurück. Der Mann mit dem spitzen Hut streckt mir die Hand hin. Ich schaue ihn einen Moment zögernd an, dann ergreife ich sie und er zieht mich kraftvoll auf die Beine. Erneut schmerzt mein Kopf, mir wird schwindelig und ich fange an zu schwanken. Einer der anderen greift nach meinem Arm und hält mich aufrecht. Nach ein paar Sekunden lassen Schmerz und Schwindel nach, und ich mache einen langsamen Schritt, dann noch einen. Die beiden Männer halten mich trotzdem noch fest, entweder, um mich am Fliehen zu hindern oder sie denken, dass ich gleich wieder abklappe. Mittlerweile haben sich meine Augen soweit an das Licht gewöhnt, dass ich meine Umgebung wieder erkennen kann. Sofort drehe ich den Kopf zu dem Mann mit dem Hut und spähe in sein Gesicht. Er macht keinen Versuch, es zu verdecken, und obwohl die Hutkrempe seine Züge verdunkelt, erkenne ich ein von falten durchzogenes Gesicht mit einem langen, grauen Bart, einer kräftigen Nase, buschigen Augenbrauen und darunter sehr lebhaft und klug funkelnden Augen. „Wer seid ihr?“ finde ich endlich meine Stimme wieder. Sie klingt heiser. „Oh!“ der alte Mann lächelt. „Wir haben uns ja noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Gandalf der Graue.“ Schwups, ist mein frisch kurierter Gleichgewichtssinn wieder im Eimer. Ich taumele zur Seite, der andere Mann, der mich festhält, verhindert, dass ich hinfalle. Als ich ihn ansehe, blicke ich in ein sanftes, von langen dunklen Haaren umrahmtes Gesicht mit braunen Augen. Mein Blick wandert langsam zu den anderen, die ich jetzt klar erkennen kann. Die Männer tragen mittelalterliche Kleidung aus Leder und Pelz, breite Gürtel und fast alle einen langen Bart. „Das ist unmöglich!“ Meine Stimme ist nur noch ein raues flüstern und meine Beine geben endgültig unter mir nach. Der Zwerg neben mir fängt mich auf. Ja, Zwerge, das sind sie: die Zwerge! Die dreizehn Zwerge aus meinem Lieblingsbuch „Der kleine Hobbit“! Ich schaue zu der Laterne hinüber und sehe dahinter eine von Kletterpflanzen umwucherte, runde Tür, vor der ein Mann steht, noch kleiner als die Zwerge, ohne Bart, mit einfacherer Kleidung und einem erschrockenen Gesicht. „Bilbo“ denke ich noch, „Beutelsend“ und „Mittelerde!“. Dann wird mir schwarz vor Augen.

    * Lied „Wer bin ich?“ aus Tinkerbell und die Piratenfee

Kommentare Seite 12 von 12
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Traurig😢 ( 60313 )
Abgeschickt vor 164 Tagen
Wann schreibst du den endlich wieder weiter,für so lange warten war dein letztes Kapitel sehr enttäuschend 😣
Lossiel niquesse ( 75593 )
Abgeschickt vor 184 Tagen
Meine sind: Das Mädchen und der Tod;-), sing mir deine Lieder, Niënna und Nachtigall. Aber die anderen kommen auch nur einen Nanometer dahinterXD
Kimber ( 71475 )
Abgeschickt vor 188 Tagen
Übrigens, meine Songfavoriten sind : Das Mädchen und der Tod, Zeit der Sommernächte, Aule und Yavanna & Sonnenwendnacht.
Obwohl eigentlich alle Songs richtig gut sind.
Lossiel Niquesse ( 15717 )
Abgeschickt vor 188 Tagen
Hey Kimber!
Danke für dein Feedback! Bin immer froh, wenns dir gefällt^^
Und das Album!
ES IST LIEBE!
WAHRE LIEBE!!!
Jaira ( 44865 )
Abgeschickt vor 202 Tagen
Ich bin zu arm, ich kann mir die CD nicht leisten. :( Ne, aber ich hab momentan so viel Kinogeld rausgehauen... *räusper* Ja, also wir gehen in Paderborn auf ihr Konzert, am 9.2.
Und, ja, WhatsApp kann echt nerven... Aber irgendwie wird das schon. Hoffentlich. ;)
Kimber ( 35872 )
Abgeschickt vor 203 Tagen
Heeey, ich hab das Kapitel auch erst jetzt gesehen. Aber ist wie immer richtig nice, vor allem die Idee mit dem Khuzdûl.^^
Zu dem neuen Album: Ich habs auch schon (auch in Deluxe xD) und es ist wirklich richtig gut.
LG, Kimber
Lossiel Niquesse ( 45282 )
Abgeschickt vor 205 Tagen
Und Jaira aka Filuna: SCHÖN!!! dass du wieder dabei bist! ;-)
Freut mich, dass dir das Kapitel gefällt! (bisschen kurz, aber najaaa^^)

Ich gehe übringens mit meiner Freundin am 14.02.2017 auf das Oonaghkonzert in Berlin! Wollt ich nur anmerken, wär ja abgefahren, wenn ihr auch kämtXD
Ist ihr neues Album nicht einfach der HAMMER?! Ich hab es vorbestellt, so dass ich es sofort bekommen habe (natürlich die Deluxe-EditionXP) und ich höre es wieder und wieder!
Favoriten:
Das Mädchen und der Tod
Nienna
Sing mir deine Lieder
Sonnenwendnacht
usw...haha:D
Was sind deine? Antworte mir... *hypnotischer Blick*
Kann übrigens die neuste WhatsApp-version nicht runterladen, deshalb kann ich nicht schreiben-_- [BEEP] you, Handy!
BB, Lossiel
Lossiel Niquesse ( 45282 )
Abgeschickt vor 205 Tagen
Miakis!
Geduld ist eine Tugend.
Okay, vergiss dasXD
Ich möchte gerne schnell weiterschreiben, das Problem ist nur, dass ich momentan in ziemlich vielen Fandoms gefangen bin. Mittelerde, klar, aber auch (sehr dominant) Youtube und seit neustem auch (SEHR dominant) BTS. Also, mal gucken:-/
Aber schön, dass du diese Geschichte so sehr feierst:-)
Lossiel Niquesse ( 45282 )
Abgeschickt vor 205 Tagen
So, erste Antwort an Lana^_^
Danke! Hat echt lange genug gedauert, was?-_-
Mal sehen, wann´s weitergeht.
Jaira ( 99658 )
Abgeschickt vor 206 Tagen
Hi! Danke! Bei Mahal, ich hab es fast nicht mehr ausgehalten, DANKE! (Auch wenn ich das neue Kapi jetzt erst gesehen hab...)
NeDas Kapi: Mega cool! Das mit dem Khuzdûl war ein naheliegender Einfall, aber trotzdem muss man darauf erstmal kommen!
Ach, ich bin übrigens Filuna.
Miakis Warinja ( 64230 )
Abgeschickt vor 210 Tagen
Jetzt sind es schon bald zwei Monate und du hast bei dem hir nicht mehr weiter geschrieben und bei dem anderen noch garnicht. 😢 Ich bin verzweifelt 😭
Lana ( 68030 )
Abgeschickt vor 225 Tagen
Super..... tolles Kapitel.... Ich konnte es fast
nicht mehr aushalten zu warten......
Ich hoffe du schreibst bald weiter😆👍👍
Lossiel Niquesse ( 78278 )
Abgeschickt vor 231 Tagen
Ach, Miakis... Du scheinst die Geschichte ja echt zu lieben!
Das ehrt mich^^
Ich sitze momentan eher am dritten Kapitel für "Ambar en írima" aber hier wird es auch weitergehen. Kann noch ein weilchen dauern-_- aber nicht so lange wie letztes mal!
Miakis Warinja ( 60313 )
Abgeschickt vor 237 Tagen
Wann schreibst du hier weiter*hundeblick*
Lossiel Niquesse ( 73671 )
Abgeschickt vor 251 Tagen
Kann ich gerne machen;-)
Miakis Warinja ( 83362 )
Abgeschickt vor 252 Tagen
Wenn du wieder mal eine Schreibblockade hast kannst du ja auch mal bei meiner Geschichte vorbeischauen, dann fällt dir sicher wieder was ein. Hobbit - Brins Legende in Mittelerde. Mel suilad.
Lossiel Niquesse ( 68237 )
Abgeschickt vor 254 Tagen
Ist lustiger, jaXD Die andere hat (finde ich) höheres Schreibniveau. Trotzdem, schön, dass du sie gut findest^^
Miakis Warinja ( 83362 )
Abgeschickt vor 254 Tagen
Ja habe ich. Es ist gut aber die hier finde ich etwas besser.
Lossiel Niquesse ( 68237 )
Abgeschickt vor 254 Tagen
Noch nicht. Ich möchte auch meine andere FF "Ambar en írima" weiterschreiben, aber da hab ich das nächste Kapitel
schon angefangen^^ hast Du da schon vorbeigeschaut?
Miakis Warinja ( 83362 )
Abgeschickt vor 254 Tagen
Schreibst du schon an dem nächsten Kapitel?