Meggy and the Caribbean, Teil 12

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1 Kapitel - 1.096 Wörter - Erstellt von: OceanWave - Aktualisiert am: 2015-05-07 - Entwickelt am: - 947 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Meggy hat wirklich Pech in dieser Welt, doch ihr werdet euch hoffentlich über das Dazukommen einer weiteren FdK-Hauptperson (oder auch 2) freuen.

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    Ein lebendig gewordenes Wrack*Meggy*Laute Rufe ließen mich aus einer unruhigen Nacht hochschrecken. Nachdem ich mich gestern ausgeheult hatte und all

    Ein lebendig gewordenes Wrack
    *Meggy*
    Laute Rufe ließen mich aus einer unruhigen Nacht hochschrecken. Nachdem ich mich gestern ausgeheult hatte und all den Schock und Schmerz einigermaßen hinter mir lassen wollte, war ich anscheinend einfach auf dem alten, schmutzigen Holzboden der Black Pearl liegen geblieben und dort eingeschlafen. Ich hatte die lauten Rufe, die mich geweckt hatten, schon wieder vergessen und meine Konzentration auf meine hämmernden Kopfschmerzen gerichtet, die beim Aufrichten meines Oberkörpers erst so richtig begannen, da ließ mich ein ohrenbetäubendes Krachen auf einmal jeglichen Schmerz vergessen. Angespannt wie ein Flitzebogen saß ich nun da, geschockt und wie zu Stein erstarrt auf die splittrigen Überreste der Treppe blickend, die eigentlich mein Weg nach oben sein sollte. Erst jetzt realisierte ich das in nahezu regelmäßigen Abständen ertönende Kanonenfeuer und den Lärm von aneinander rasselnden Degen und Schwertern. Was sollte das denn jetzt? Konnte das hier denn wirklich noch schlimmer werden! Immer noch etwas benommen richtete ich mich komplett auf und stand schließlich endlich auf meinen Füßen. Das durch den Ozean verursachte Schwanken des Schiffes wurde mir jetzt erst so richtig bewusst. Gestern hatte ich es noch gar nicht so wirklich wahrgenommen. Hektisch suchte ich das Unterdeck mit den Augen ab. Irgendwie musste ich doch hier raus kommen! Als ich schon fast aufgegeben hatte, blieb mein Blick an einem Loch in der robusten Holzwand des Rumpfes hängen. Es war ungefähr handgroß und groß genug um… um es mit einem Holzbalken größer zu schlagen. Trotz der ernsten Lage spielte doch ein leichtes belustigtes Lächeln um meine Mundwinkel, als ich realisierte, dass der einzige brauchbare Holzbalken von dem Regal stammte, in dem sich die ach so heiß geliebten, frisch von Drunken Mans Cay erbeuteten, Rumvorräte von Jack befanden. Trotz der Gewissheit, dass Jack in tiefste Depressionen verfallen wird, da ich sein wunderschönes Rumregal zerstöre, stapfte ich schnurstracks auf den linken Balken zu, der Teil des Grundgerüsts des Regals war. Ich atmete einmal tief durch, dann zog und riss ich mit aller Kraft an dem alten Holzstück. Es ging leichter als ich dachte. Die verrosteten Schrauben lösten sich aus dem morschen Holz und es viel in meine Arme, die das Ding allerdings etwas leichter geschätzt hatten. Gut, dass diesen peinlichen Sturz niemand mitbekommen hatte. Ich zerrte den Balken zu dem Loch in der Wand, schwang es einmal kräftig nach hinten und schleuderte es dann mit aller Kraft gegen die schwarzen Planken. Krachend und splitternd brach das Holz und viel in die aufspritzende Gischt, die, kaum war das Loch groß genug, in mein Gesicht spritzte. Ich holte tief Luft und sprang. Das kühle Meerwasser war angenehm und durch den Salzgehalt konnte ich trotz Kleidung ziemlich gut schwimmen. Ich kraulte geschickt zu der Strickleiter, die an der Seite der Black Pearl hinunter baumelte. Was ich an Deck angekommen sah, ließ mir den Atem stocken: Ein großes Schiff mit mindestens so zerrissenen und zerfetzten Segeln, wie die Pearl, lag direkt neben unserem Schiff und griff uns an. Es sah so unwirklich aus. Überall hangen Algen und klebten Seepocken. Sowohl an Deck und Rumpf, als auch an den Segeln. Es sah eher so aus, als würde dieses Schiff nicht über, sondern unter die Wasseroberfläche gehören, wie ein wieder lebendig gewordenes Wrack.
    Die Kanonenschüsse hatten aufgehört; anscheinend haben sie nun ihre Munition aufgebraucht, doch der Waffenkampf an Deck war immer noch in vollem Gange. Ich zögerte nicht lange. Jetzt konnte ich Gebrauch von dem machen, was Henry mir auf Tortuga beigebracht hatte. Henry… ein kurzes Stechen durchfuhr mein Herz, doch schnell schüttelte ich es wieder ab. Ich musste jetzt konzentriert bleiben, wenn ich lebend hier raus kommen wollte. Flink und unauffällig kletterte ich über die Reling und hatte endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Es muss Schicksal gewesen sein, dass genau in diesem Moment, genau hier, ein Pirat stand, der einen ziemlich verlockend aussehenden Degen in seinem Gürtel stecken hatte. Vorsichtig schlich ich mich von hinten an ihn heran und zog ihm gekonnt, wie ein hinterhältiger Taschendieb es mit Portemonnaies macht, den Degen aus dem Gürtel. Jetzt war ich bewaffnet und stürzte mich mutig ins Gefecht. Ich weiß nicht warum, aber in diesem Moment hatte ich keine Angst mehr. Meine Gedanken kreisten nur um das Hier und Jetzt, nur um diesen Kampf. Adrenalin schoss durch meinen Körper und brachte mich zu härteren und gekonnteren Hieben, als ich sie je zuvor gemacht hatte. Ein Gefühl von Freiheit erfüllte mich und ließ mich beim Kampf lachen, nicht böse oder so, es machte mich glücklich, glücklich und zufrieden.
    Mein Vorgehen trieb mich bis zu einem braunhaarigen, etwas jüngeren, Mann. Er hatte braune Augen, seine Haare waren leicht gewellt und vielen zu beiden Seiten an seinem Kopf hinab, dazu thronte ein kleiner brauner Bart über seiner Oberlippe. Als ich den ersten Schlag setzte parierte er geschickt und hielt plötzlich Inne. „An irgendjemanden erinnerst du mich…“, sagte er, mich prüfend musternd. Als ich ihn sprechen hörte, stoppte ich erschrocken in der Bewegung. Ich kannte diese Stimme. Es war eine von denen gewesen, die ich in meinem Traum und in dem seltsamen Stimmenwirrwarr herausgehört hatte. Meine Grübeleien wurden unterbrochen. Ein etwas älterer, verwirrter Mann stürmte von hinten auf mich zu. Reflexartig fuhr ich herum und sah seinen Degen auf mich zu sausen. Das Gefühl was folgte, will ich definitiv nie wieder fühlen. Geschockt sah ich an mir herunter. In meiner Hüfte steckte die Waffe. Warmes Blut überfloss meine Hände, die sich wie von allein auf die Wunde pressten. Mit großen Augen sah ich den Mann an, der mir so bekannt vorkam, dann sackte ich an der Reling zusammen. Das Letzte, was ich hörte, war seine Stimme: „Halte durch Mädchen, halte durch.“ Dann wurde mir schwarz vor Augen.

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Meggy and the Caribbean, Teil 12
Meggy and the Caribbean, Teil 12
Meggy hat wirklich Pech in dieser Welt, doch ihr werdet euch hoffentlich über das Dazukommen einer weiteren FdK-Hauptperson (oder auch 2) freuen.
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2015-05-05
402B
Fluch der Karibik

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