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Warrior Cats: Wolkenpelz' fabelhafte Geschichten

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7 Kapitel - 1.655 Wörter - Erstellt von: Wolfstern - Aktualisiert am: 2015-05-04 - Entwickelt am: - 1.038 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Wolkenpelz ist Älteste im Echoclan und Meisterin im Geschichtenerzählen. Die Jungen kommen sie immer gerne besuchen und die Schüler untersuchen sie freiwillig nach Zecken. Hier kommen Wolkenpelz fabelhafteste Geschichten!

    1
    "Wolkenpelz! Wolkenpelz!", ertönte die quietschende Stimme von Falterjunges. Wenig später rannten sie und ihre zwei Geschwister in den Ältestenbau und kamen quietschend zum stehen. "Erzählst du uns eine Geschichte?", bat Qualmjunges und sah Wolkenpelz mit hoffnungsvollen Augen an.
    Ihre Mutter Blattfarn kam herein. "Falterjunges, Holunderjunges, Qualmjunges!", schimpfte sie, "Ich habe euch schon hundert mal gesagt, das ihr Wolkenpelz nicht immer stören sollt!" Streng sah sie ihre Jungen an. "Lass sie ruhig!", schnurrte Wolkenpelz. "Macht es euch was aus, wenn ich ihnen eine Geschichte erzähle?", fragte sie Wasserbart und Dunkelschatten, den zwei anderen Ältesten. "Ist okay.", grummelte Wasserbart. "Ich höre deine Geschichten auch immer wieder gerne!", miaute Dunkelschatten belustigt. "JA!", riefen Falterjunges, Qualmjunges und Holunderjunges im Chor. "Gut, gut, setzt euch hin!", miaute Wolkenpelz. Sofort setzten sich die drei Jungen hin und sahen sie erwartungsvoll an. "Ich passe auf sie auf!", versprach Wolkenpelz Blattfarn, "Du kannst dich ausruhen, oder etwas jagen gehen!" "Vielen Dank Wolkenpelz!", sagte Blattfarn, "Sag mir sofort Bescheid, wenn sie Ärger machen." "Ich bin mir sicher, sie werden wie drei kleine Engel sein!"
    Als Blattfarn weg war fragte Wolkenpelz die Jungen:
    "Welche Geschichte wollt ihr denn hören?"
    Sofort begannen die Jungen durcheinander zu rufen.
    "Die, in von dem Tiger und der Löwin!", quiekte Holunderjunges.
    "Nein, die, wo Quallenpelz den schrecklichen Anführer Dunkelstern besiegt!", rief Falterjunges dazwischen.
    "Ach, und warum nicht die, mit dem größten Eichhörnchen, das je gefangen wurde?", wollte Qualmjunges wissen. Wolkenpelz schwirrte der Kopf. "Beruhigt euch!", sagte sie, "Wie wäre es, wenn ich euch eine ganz neue Geschichte erzähle."
    "Super!", riefen die drei Jungen.
    "Jetzt macht es euch gemütlich, es ist eine lange Geschichte. Sitz jeder bequem? Gut!"
    Und Wolkenpelz begann zu erzählen.

    2
    Dies ist die Geschichte, von Mohnjunges, die als Junges ihre Geschwister vor einem Fuchs gerettet hat.
    Mohnjunges wuchs im Himmelsclan auf, das ist ein Clan, weit weg von unserem Wald und liegt so weit in der Vergangenheit, wie wir es uns gar nicht vorstellen können. Mohnjunges hatte drei Geschwister: Farnjunges, Rehjunges und Felsjunges.
    Sie waren fast sechs Monde alt und somit fast alt genug, um Schüler zu werden. Doch ihnen war schrecklich langweilig, und so beschlossen sie, ihr Territorium alleine zu erkunden. Heimlich schlichen sie sich aus dem Lager, als ihre Mutter gerade schlief. Sie waren ganz begeistert von der neuen Umgebung und den ganzen wunderbaren Gerüchen.
    Plötzlich schnupperte Mohnjunges in die Luft. "EIN FUCHS!", schrie sie, als sie die riesige Gestalt sah, die sich an sie anschlich. "Schnell! Da rauf!", rief Mohnjunges und drängte ihre Geschwister auf einen Baum zu. Dazu muss man wissen, dass ihr Territorium größtenteils aus Moorland bestand und es war ein großes Glück, dass es überhaupt einen Baum in der Nähe gab. Doch der Baum hatte nicht viele Äste, nur einen, der dick genug für die vier Jungen war. Und schon bald bemerkten sie etwas Schreckliches. Der Ast war morsch und bald würde er brechen. Sie hörten schon die ersten Knack-Geräusche als die Rinde unter ihren Pfoten zu bröseln begann. Da fasste Mohnjunges einen Entschluss. Sie würde den Fuchs ablenken, sie würde rennen, wie der Wind und den Fuchs weit weglocken, damit er nur sie, und nicht auch noch ihre Geschwister fraß. Die kleine Kätzin sprang und lief, wie sie noch nie in ihrem Leben gelaufen war und der Fuchs folgte ihr und rannte wutschnaubend hinter ihr her. Mohnjunges lief und lief, bis sie nicht mehr konnte, der Fuchs hatte sie fast eingeholt, als sie einen verlassenen Hasenbau entdeckte und hineinschlüpfte. Der Fuchs hockte draußen, knurrte und begann sich mit den Pfoten hineinzugraben. Mohnjunges zitterte vor Angst, als die Fuchspfoten ihr immer näher kamen. Als sie schon dachte, sie müsste gleich sterben, kam von draußen ein Fauchen, gefolgt von einem bösartigem Knurren des Fuchses. Eine Patrouille ihres Clans hatte sie rechtzeitig gefunden und den Fuchs schließlich in die Flucht geschlagen. Sie holten Mohnjunges aus dem Hasenbau und brachten sie ins sichere Lager zurück, wo ihre Geschwister unversehrt warteten.
    Natürlich wurden alle vier Jungen bestraft, weil sie das Lager unerlaubt verlassen hatten, sie mussten einen Mond lang den Ältestenbau säubern, doch man lobte Mohnjunges auch wegen ihres Mutes.
    Sie wurden Schüler und schließlich Krieger, die ihrem Clan lange Zeit gut dienten. Und wisst ihr was?
    Mohnjunges durfte sich ihren Kriegernamen selbst aussuchen, als Belohnung dafür, das sie ihre Geschwister gerettet hatte!

    3
    Als Wolkenpelz geendet hat schauten Falterjunges, Qualmjunges und Holunderjunges sie erst aus großen Augen an, dann begannen sie vergnügt zu quietschen und zu beraten, wie sie sich nennen würden, wenn sie ihre Kriegernamen selbst auswählen dürften.
    "Bitte, ihr könnt euch ja woanders beraten.", stöhnte Wasserbart. Sofort waren die drei still.
    "Nein! Bitte, nur noch eine Geschichte!", bettelte Holunderjunges.
    "Also gut!", miaute Wolkenpelz, "Welche denn jetzt?"
    "Die, von dem Tiger und der Löwin!", seufzte Holunderjunges. Die alte weiße Kätzin räusperte sich, dann erzählte sie die Geschichte.

    4
    Löwen sind große Wesen, viel, viel größer als eine Katze. Und sie bewegen sich elegant und geschmeidig.
    Doch Tiger sind noch großer als die Löwen. Tiger haben riesige Pranken und ein dichtes, orange-schwarz gestreiftes Fell.
    Eines Tages streifte ein Tiger durch die Gegend, er war auf der Suche nach Beute. Und wie er so durch sein Territorium streifte, nahm er einen fremden Geruch war. Es war eine Löwin, die sich verirrt hatte.
    Der Tiger folgte ihrer Spur und fand sie schließlich.
    Die beiden sahen sich eine Weile lang sprachlos an.
    Dem Tiger gefiel, wie die Löwin sich bewegte und er mochte die Art, wie sie mit dem Schwanz zuckte.
    Die Löwin staunte über die Größe des Tiger und sein gestreiftes Fell. Und wie sie sich so anschauten, stieg ein Schnurren in ihren Kehlen auf. Die Löwin schnurrte leiser, aber melodisch und der Tiger laut und grollend. Er lud sie ein, etwas zu essen und sie stimmte zu. Gemeinsam liefen sie, Seite an Seite.
    Als es Zeit war, nach Hause zu gehen, wollte die Löwin nicht weg. Sie mochte den Tiger und auch er wollte nicht, dass sie ging. Sie beschlossen, dass sie zusammen leben würden und das taten sie. Sie waren sehr glücklich, die Löwin und der Tiger, und als sie starben, wandelten sie zusammen in den Sternen.

    5
    Holunderjunges seufzte. "Nun, ihr Kleinen, jetzt geht zu eurer Mutter! Wasserbart möchte schlafen!", befahl Wolkenpelz. Wasserbart gab nur ein unverständliches Brummen von sich. "Ja, Wolkenpelz!", miaute Qualmjunges und machte sich auf den Weg zum Ausgang.
    "Vielen Dank!", miaute Falterjunges.
    "Du kannst am allerbesten Geschichten erzählen!", meinte auch Holunderjunges. Dann sprangen die drei Jungen hinaus.

    6
    Wolkenpelz gähnte und streckte sich. Zwei Monde waren vergangen. Die Jungen waren jetzt Schüler, doch sie liebten ihre Geschichten noch immer.
    "Wolkenpelz!" Holunderjunges kam kurz vor ihr zum Stehen. "Ich soll die Ältesten nach Zecken untersuchen!", miaute sie vergnügt, "Kannst du mir eine Geschichte erzählen?" Die weiße Älteste schnurrte. "Natürlich! Du kannst bei Wasserbart anfangen!" Holunderpfote nickte. Wolkenpelz dachte nach, dann erzählte sie, während Holunderpfote Wasserbart die Zecken aus dem Pelz zog, eine Geschichte.

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    Weißstern ist unser Anführer. Er ist ein guter Anführer, gerecht und ruhig, doch ich weiß noch ganz genau, wie er als Junges war. Weisjunges war ungestüm, hatte keine Geduld und brachte sich und seine Wurfgefährten öfter in Schwierigkeiten, als du in deinem Leben Mäuse gegessen hast. Dann wurde Weisjunges zu Weißpfote. Er lernte zwar schnell, war aber schrecklich vorlaut. Er glaubte immer alles besser zu wissen als sein Mentor. Ich habe noch nie einen Schüler gekannt der die Ältesten öfter nach zecken absuchen oder öfter die Nester in der Kinderstube säubern musste, als ihn. Und das alles nur wegen seiner großen Klappe! Irgendwann wurde er schließlich zum Krieger ernannt. Sein Kriegername lautete Weißkralle. Wie alle neuen Krieger musste er Nachtwache halten. Seitdem hat er sich verändert. Ein Fuchs schlich sich an, doch er bemerkte ihn und konnte ihn vertreiben. Seit dem Punkt war er vorsichtiger und ruhiger. Er war ein sehr guter Krieger und wurde nach vielen Monden zum zweiten Anführer gemacht. Als unsere Anführerin Graustern bei einem Fuchsangriff starb, wurde er der Anführer. Ja, und das ist der Weißstern, den du kennst, weise, klug gerecht.

Kommentare (5)

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Distelfedertanz (71578)
vor 580 Tagen
Lil hat das nachgemacht. "Wiesenherz Märchen" sind voll die Nachmache.Und sie beschwert sich bei Wildpfote, dass sie das auch macht. (Blumenkralles Geschichten)
Rosenstern* (16603)
vor 736 Tagen
Ja
MInzpfote (90505)
vor 810 Tagen
Ich auch! :) Das ist wirklich eine gute Idee von dir und du hast auch einen tollen Schreibstil!
Flockensturm (95193)
vor 812 Tagen
Ich möchte noch mehr Geschichten von Wolkenpelz hören! ;)
Wolfherz (39514)
vor 812 Tagen
Schön geschrieben Wolfstern* schnurr*