Der Erbe des dunklen Herrschers Kapitel 18

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1 Kapitel - 1.997 Wörter - Erstellt von: Morgoth25 - Aktualisiert am: 2015-04-25 - Entwickelt am: - 585 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Alatar und Pallando machen eine unglaubliche Entdeckung!

Viel Spaß beim Lesen!

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    Kapitel 18

    Die Enthüllung
    Zur selben Zeit wollten sich Pallando und Alatar von Bruchtal in Richtung Osten aufmachen, um Hinweise auf die Herkunft Agandaurs zu finden. Als sie soeben aber im Innenhof der heiligen Stätte der Elben standen und die Sonne auf ihre blauen, reinen Mäntel strahlte, da begegneten sie auch einer Horde Zwerge, bis an die Zähne bewaffnet, angeführt von König Farin unter dem Berg:,, Nanu? Wollt ihr schon aufbrechen, Herr Zwerg?`` Farin erwiderte stolz in seiner silbernen Rüstung und seinen langen, braunen Bart, der bereits erste graue Ansätze besaß:,, Natürlich! Wir warten nur noch auf die Elben, die uns Arnariel mit schickt! Merkt euch diesen Tag, denn er wird in die Geschichte eingehen! Durins Söhne kehren zurück in ihre alten Hallen und dort werden sie bleiben! Alatar nickte zufrieden und ergänzte:,, Zulange ist es her, dass Zwerge in Khazad Dum lebten! Dies ist euer gutes Recht!`` Im nächsten Moment schlenderte auch schon die Tochter Aragorns die Treppen hinab in den Innenhof, gefolgt von Glorfindel, ihrer Schwester Galadriel, der obersten Heerführerin der Eldar, Andriel und Gorbulus Gamtschie, wie auch Rowen. Diese kamen mit dreihundert Bruchtal Wächtern und Silberdorn Bogenschützen aus Lorien, um den Zwergen bei ihren Einzug in Moria zu helfen. Gorbulus bemerkte aber, dass kein einziger Mensch mehr unter den Anwesenden war und fragte:,, Wo sind König Eldarion und seine Fürsten?`` Galadriel antwortete hoffnungsvoll:,, Hast du es noch gar nicht erfahren? Eldarion ist Vater. Er und die anderen Fürsten des wiedervereinigten Königreiches sind auf den Weg nach Minas Tirith, um den Thronerben willkommen zu heißen.`` Der Hobbit konnte es kaum fassen und machte einen Luftsprung nach dem anderen, da er sich so über den Nachwuchs freute:,, Es wird doch sicher bald auch eine Feier für den kleinen Prinzen geben, oder?`` Glorfindel fasste dem Nachfahren Samweis Gamtschies auf die Schulter:,, Elboron versicherte uns, dass demnächst Boten kommen, die uns die Einladungen zum großen Fest überreichen werden!`` Die freien Völker konnten sich aber nicht lange an diesem Gedanken erfreuen, da jeder Bewohner Mittelerdes wusste, dass im Norden ein noch namenloses Grauen seinen nächsten Angriff auf die Lebewesen Mittelerdes plante. Deswegen bestiegen die blauen Zauberer ihre beiden braunen Hengste und ritten gen Osten, während Farin sich ins Nebelgebirge aufmachte.
    Im Laufe der nächsten sechs Tage schlugen Alatar und Pallando den Weg über Isengart ein, um danach den Anduin entlang nach Chair Andros zu galoppieren, wo sie letztendlich an Osgilliath vorbei kamen und danach ins einstige Morgultal ritten. Inzwischen existierte der Pass zwischen Mordor und Minas Morgul nicht mehr, da durch Saurons Fall ein Teil des Schattengebirges und der Ebene von Gorgoroth mit in die Tiefe gezogen wurde, wie auch Cirith Ungol und Kankras Lauer. Nur Minas Morgul selber mussten die Edain des Westens noch zerstören und beschossen die verfluchte Festung mit riesigen Felsbrocken, die von Katapulten Gondors und Arnors abgeschossen wurden. Dadurch lag der Weg nach Mordor für die blauen Istari vollkommen frei und konnten ohne jegliche Hindernisse in das einstige Reich Saurons vordringen.,, Glaubst du, wir finden in den Trümmern von Barad Dur noch irgendwelche Hinweise auf Agandaurs Herkunft?``, bezweifelte Alatar. Pallando rief ahnungslos seinem Hintermann zu:,, Ich habe keine Ahnung!`` Seit zweihundertfünfzig Jahren ist Mordor nun schon von der Bosheit Saurons befreit und man erkannte deutliche Unterschiede. Der noch bis vor hundert Jahren bewölkte Himmel war nun klar und jedes Mal, wenn in Gondor die Sonne strahlte, strahlte sie auch in Mordor. Durch die vielen Niederschläge in den letzten hunderten von Jahren waren die Gesteinsbrocken auch nicht mehr rußig und das Aschenland Mordor entwickelte sich zu einer Felsen-, küstenartigen Region. Auf einigen Landstrichen der Ebene begegnete man sogar schon dem ein, oder anderen Unkraut und zwischen den Steinen fand man Eidechsen und Käfer. Es würde allerdings noch weitere dreihundert Jahre brauchen, bis sich die Natur in Mordor wieder vollkommen erholt hätte. Der Schicksalsberg erlosch fünfzig Jahre, nach Saurons Fall und wurde zu einem großen, kahlen Berg. Als aber Pallando und Alatar auf den Schicksalsberg zu ritten und diesen bestiegen, ahnten sie etwas fürchterliches und Alatar grub langsam mit seinem Zauberstab in der sandigen Erde herum:,, Der Boden ist warm! Ich dachte, der Schicksalsberg wäre vor vielen Jahren erloschen?`` Pallando wunderte sich ebenfalls über die Hitze, die sich im Boden ausbreitete:,, Wie ist das möglich? Der Feind hält sich doch im Norden auf! Irgendetwas stimmt hier nicht! Lass uns zu den Ruinen von Barad Dur gehen. Vielleicht finden wir dort heraus, was hier los ist!`` Vorsichtig und mit wachen Augen pilgerten die beiden zu den Ruinen Saurons. Dabei bemerkten sie, dass die einstigen Gefangenen von Sauron verschwunden waren, obwohl diese das Land von König Aragorn als Entschädigung für ihre endlosen Qualen in den Kerkern Mordors erhielten. Die Sonne schien nach wie vor am Himmelszelt, doch fühlten sich die beiden blauen Zauberer nicht sicher. Endlich erreichten sie die Trümmer des Turms. Die lange, dunkle Brücke, über die hunderttausende von Orks die Bastion Saurons verließen, um sich den Horden Mordors anzuschließen, existierte nicht mehr. Als Barad Dur fiel, stürzte der Eingang zusammen und füllte die giftigen Schluchten mit dessen Überresten. Obwohl die Grundmauern des Turms nicht mehr standen, ragten doch noch einige Überreste in die Höhe und zwischen den Ruinen erspähten die beiden blauen Istari so manche Knochen eines verrotteten Trolls, Orks, oder Uruks. Pallando und Alatar kamen dem Zentrum des Turms immer näher. Einzelne Stufen ließen erahnen, über wie viele Gänge und Stockwerke der Turm verfügte. Hier und da lagen auch noch rostende Ketten, oder Gitter, die einst Bestandteile der berüchtigten Kerker Mordors waren. Pallando und Alatar erhofften sich aber, Bücher, geschrieben in der schwarzen Sprache vorzufinden, da die Orkaufseher stets ein Protokoll über das Verhalten ihrer Legionen führen mussten, welche von Saurons Mund und dem Stadthalter aus Minas Morgul, Gothmog kontrolliert wurden. Dadurch behielten die beiden die leise Hoffnung, in einem Buch auch etwas über Agandaur herauszufinden. Achtsam bohrten sie mit ihren Zauberstäben im Schutt herum, um diese Bücher zu finden.,, Warte! Irgendetwas stimmt hier nicht! Bruder, fühlst du auch diese bedrückende Finsternis?``, rief Alatar dem Zauberer zu. Plötzlich hörten sie eine leise und heuchelnde Stimme, als würde jemand, der gerade gefoltert wurde, um Hilfe bitten:,, Helf mir!`` Rasch hoben die beiden ihre Zauberstäbe und gingen in Angriffsposition, indem sie ihre Beine tief in der Erde,, vergruben``. Auf einmal wurde es windig und der Boden kühl. Dann wurde es still. Man hörte nur noch das flache atmen der beiden Zauberer. Von der einen Sekunde auf die nächste sammelten sich diese grauenerregenden Winde auf einer dunkelgrauen Stufe, im Zentrum von Barad Dur. Aus ihnen formte sich eine große Gestalt, mit einer silbernen, spitzen Krone. Der Mann trug einen weißen Umhang und trat in einer braunen Rüstung auf. Des Mannes Augen waren matt und seine Haare weiß, wie die eines Gespenstes. Sein Gesicht war entstellt und gezeichnet mit Unmengen von Narben und Verletzungen. Müde und schwach kam einen diese Gestalt vor, wenn man ihr in die Augen sah und dann fing der Geist auch noch an, auf der Treppe zu jammern:,, Ihr haltet mich sicher für einen Grabunhold, so schwach und fürchterlich, wie ich aussehe!`` Alatar, der seinen Stab mit beiden Händen in die Richtung des Geistes hielt, zischte:,, Ein Grabunhold, oder ein kläglicher Rest des dunklen Herrschers, der dem Schicksal des einen Ringes entkommen ist und sich jetzt aufs neue erhebt!`` Der Geist lachte, wenn auch unter qualvollen Schmerzen:,, Da muss ich euch leider enttäuschen! Ich bin nur eine hilflose Seele, gequält von Saurons Dienern, der nun einen Weg sucht, um aus diesem Land der Verzweiflung zu entfliehen!`` Pallando konnte das Gejammere dieses Mannes nicht mehr hören schrie:,, Wer seit ihr und warum seit ihr noch hier?`` Die scheinbar hilflose Seele entgegnete mit müden Augen:,, Mein Name ist Herumor und einst war ich einer der Numenor, doch ich schloss mich, was ich heute zutiefst bereue, dem dunklen Herrscher Sauron an und er gab mir einen, der neun Ringe.`` Alatar und Pallando konnten es kaum glauben und warfen dem einstigen Numenorer vor:,, Du bist ein Nazgul! Einer der Neun!`` Herumor nuschelte daraufhin:,, Das war nicht ich! Der dunkle Herrscher gab mir den verfluchten Ring. Ich dachte, dies wäre ein einfaches Geschenk seiner Dankbarkeit gewesen, doch stattdessen spaltete der Ring meine Seele und Sauron nahm meinen verfallenen Körper mit nach Barad Dur!`` Dort warf man mich in einen der Kerker und wartete, bis der Ring meine gute Seite komplett vernichtete. Jahrelang erflehte ich unter diesen Qualen um die Hilfe der Valar, doch als keine kam, sah ich keinen anderen Ausweg, als meinen Körper zu verlassen, ewig dazu verdammt, in der Zelle, ungesehen zu verbleiben, bis der dunkle Herrscher und meine böse Seite fallen würden. Als es aber soweit war und ich spürte, wie eine tapfere Maid ihre Klinge in das Gesicht meines bösen ichs rammte und dieser fiel und auch der dunkle Herrscher kurz darauf nicht mehr war, konnte ich aus der Zelle fliehen, doch ich wusste nicht wohin, also blieb ich hier und wartete, bis jemand mächtiges kommen würde und mich retten könnte!`` Alatar und Pallando konnten es kaum fassen, was ihnen da zu Ohren kam, doch glaubten sie dem Geist, da, wie es schien, dieser vollkommen harmlos war, entgegengesetzt zum Hexenkönig von Angmar:,, Nun gut, wir glauben dir, doch was gedenkst du nun zu tun?``,, Ich möchte meine Ehre zurück erlangen, die der Hexenkönig so schamlos beschmutzte und euch deswegen helfen, denn nicht ohne Hintergedanken kommen fremde Zauberer nach Mordor und halten sich in den Ruinen Barad Durs auf!``, hoffte Herumor. Alatar kam da aber auf eine Idee und fragte den Geist:,, Gibt es noch andere hilflose Seelen, die sich von den Nazgul abspalten konnten?`` Herumor nickte verneinend und Pallando wollte wissen:,, Sagt dir der Name Agandaur etwas?`` Herumor überlegte, doch auf einmal atmete der Geist tief durch und offenbarte:,, Ja! Agandaur war der eigentliche Erbe Saurons! Ich hörte vor vielen Tausenden von Jahren, wie die Orkaufseher über diesen Agandaur sprachen. Gerüchten zufolge war er einst ein Zauberer, namens Bemegron, angeblich wurde er als junger Mann aus Arnor verbannt, doch eines Tages wandte er sich der Dunkelheit zu und kam nach Dol Guldur, wo Sauron ihm zu seinen Erben ausbildete und ihm den Namen Agandaur gab.`` Die Istari waren dem Geist für diese Information unglaublich dankbar, doch der Geist wollte ihnen noch etwas zeigen. Seine bleiche Hand verschwand auf einmal unter seinem Umhang und als die Hand wieder hervor kam, hatte Herumor einer große, dunkle Kugel in der Hand. Die Istari konnten nicht glauben, was der Geist da bei sich trug:,, Das ist einer der Palantire, geschaffen von Feanor im Zeitalter der Bäume! Woher hast du ihn?`` Herumor entgegnete stolz:,, Als Barad Dur fiel, nahm ich den Palantir an mich und beschützte ihn. Allerdings ist dessen Sicht nur auf das Böse begrenzt!`` Herumor übergab den sehenden Stein an Alatar, der sofort mit seinen Bruder hinein sah, doch was sie sahen, löste in den beiden Furcht und Trauer zugleich aus…..

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