Springe zu den Kommentaren

Das Biest und der Tyrann - Teil 12

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
1 Kapitel - 6.266 Wörter - Erstellt von: Ronja - Aktualisiert am: 2015-04-16 - Entwickelt am: - 2.786 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ja! Jippieh! Endlich stelle ich mal einen weiteren Teil hoch. Tut mir echt Leid, dass es so lange gedauert hat. Ich hoffe ihr wollt noch weiterlesen:)

    1
    Grits Sicht
    Was für Informationen? Und was ist unser nächstes Ziel? Ich habe echt keine Ahnung wovon Kid redet, aber irgendwie interessiert es mich nicht so sehr. Wahrscheinlich wird er es mir eh nicht sagen und dann werde ich vor Neugierde umkommen. So wie eben… Ich muss grinsen. Das war lustig. Puh! Mir wird grad ziemlich warm. Das bin ich ja fast gar nicht mehr gewohnt, nachdem ich fast eine Woche lang nur gefroren habe. Hektisch ziehe ich mir den Pulli über den Kopf und sitze nur noch im Top da. Alle schauen mich erstaunt an. „Mir ist warm“, erkläre ich. „Also es ist zwar ein paar Grad wärmer geworden, aber richtig warm ist es ja nun wirklich noch nicht“, sagt John skeptisch. Ich zucke mit den Schultern. „Aber mir ist trotzdem warm!“ Wir bleiben noch eine Weile am Tisch sitzen und unterhalten uns. Danach gehe ich mit Kalle und John nach draußen. Durch die Bullaugen am Ende des Raumes habe ich schon gesehen, dass gerade die Sonne scheint. Ich konnte es kaum erwarten nach draußen zu kommen. Kalle stößt die Tür auf und hält sie für mich und John offen. Warme Sonnenstrahlen treffen mein Gesicht, sobald ich nach draußen trete. Ich strecke meine Arme aus und dehne meinen Körper nach hinten. Ein Grinsen setzt sich auf meinen Lippen fest und geht nicht mehr weg. „Juhu!“, stoße ich laut aus. Es fühlt sich an wie Frühling. Im Frühling bekommt man neue Energie nach dem Winter. Zwar waren wir nur für ein paar Tage in einer Winterregion, aber es fühlt sich an, als würde nach wochenlangem Winter, endlich Frühling werden. Zu blöd, dass wir jetzt mitten auf dem Meer sind. Gerne würde ich zwitschernde Vögel und grüne Bäume sehen. „Hier!“ Ich werde aus meiner Träumerei gerissen. Mika hält mir und Kalle jeweils eine Schneeschaufel hin. „Der Matschschnee muss über Bord geschaufelt werden“, erklärt er. Ich nehme die Schaufel an. Meinetwegen! Ist ja nicht so schrecklich viel Arbeit. „Und ihr sollt gefälligst mitmachen!“, ruft Mika genervt zu zwei von Bobs Freunden. Sie lehnen sich lässig mit den Schneeschaufeln in der Hand an die Reling und rauchen ihre Zigaretten. „Immer locker, Bruder!“, ruft der eine mit ruhiger Stimme rüber. Er hebt lässig seine Hand und macht ein Peace-Zeichen. Mika schüttelt genervt den Kopf und stapft in seinen Navigationsraum. „Hey“, rufe ich fröhlich zu den beiden und winke ihnen zu. Fast gleichzeitig heben die beiden ihre Hände und machen ein Peace-Zeichen. Lustige Vögel. „Komm Kalle! Ein bisschen Sport am Morgen tut gut“, sage ich aufmunternd zu Kalle und packe den Schneeschieber fester, bereit anzufangen. Er grummelt vor sich hin und sagt schließlich: „Na gut!“ Ich lache, nehme Anlauf und schlittere übers Deck. Wässriger Schnee spritzt an den Seiten hoch und meine Jeans ist sofort nass. Ich drehe mich um. „Komm her! Das ist lustig!“, rufe ich Kalle zu und winke ihn zu mir. Er hat die Hände in die Hosentasche gesteckt, der Schneeschieber ist an seinem Körper gelehnt. Ich grinse breit. „Mach schon! Gib dir einen Ruck!“, rufe ich. Er zögert noch eine Weile, nimmt dann aber doch Anlauf und kommt auf mich zu geschlittert. „Juhu!“, juble ich im freudig zu. Plötzlich verheddert er sich mit der Schneeschaufel und er fällt der Länge nach auf den Bauch. John, der noch neben der Tür zum Speisesaal steht, fängt lauthals an zu Lachen. Er schlägt mit der Faust gegen die Wand und kriegt sich kaum ein. Ich muss auch Lachen. Das hat ihn jetzt wahrscheinlich nicht glücklicher gemacht, aber es war zu lustig. Kalle steht ruhig auf, klopft sich den matschigen Schnee von der Kleidung und wischt sich die nassen Haare aus dem Gesicht. Er ist echt komplett nass. Bei dem Anblick muss ich nur noch mehr lachen. Huch! Ich plumpse auf den Boden. Kalle hat mir die Beine weggezogen. Er steht mit der Schaufel voller Schnee über mir. Ich schreie auf. Schon fällt der kalte nasse Schnee auf mich und läuft mir am Körper runter. „Warte nur!“, rufe ich vergnügt und schmeiße mit Schnee nach Kalle. Das lässt er nicht auf sich sitzen und wirft grinsend zurück. „IHR SOLLT DEN SCHNEE ÜBER BORD WERFEN UND NICHT AUF EUCH!“, höre ich plötzlich Mikas laute und genervte Stimme. Sofort schnappe ich mir meinen Schneeschieber. Man ist der angsteinflößend! Lachend mache ich mich an die Arbeit. Meine Kleidung ist voll durchnässt und klebt an meinem Körper. Es ist ein bisschen kalt, aber die Sonne wärmt mir schön den Rücken, während ich den Schnee wegschaufle. Ich summe ein bisschen vor mich hin. Damit wird fast jede Arbeit leichter. Als wir fertig sind lehne ich mich auf den Stiel von der Schneeschaufel. „Puh!“, stoße ich erleichtert aus. Das war eine Menge Arbeit, schließlich ist das Deck groß. Meine Kleidung ist immer noch eklig feucht und klebt an meinem Körper. Ich gehe an Kalle und John vorbei und sage: „Bevor ich irgendetwas anderes mache, muss ich mich erst einmal umziehen. Das ist ja echt eklig mit diesen feuchten Sachen.“ „Du siehst übrigens so aus, als hättest du dir in die Hose gepisst“, ruft Kalle mir schadenfreudig nach. Ich hebe meine Hand und zeige ihm meinen kleinen Finger. In meiner Kajüte, da ich mit Kid jetzt zusammen bin, ist sie wohl auch meine Kajüte. In meiner Kajüte also, tausche ich mein nasses Top und meine nasse Jeans gegen ein trockenes Top und eine trockene Jeans um. Mein Zopf hat sich ein bisschen aufgelöst, aber es war Kid, der ihn mir geflochten hat. Ich grinse breit, während ich daran denke. Das war so süß. Mit ein bisschen Übung wird er bestimmt noch richtig gut darin. Ich nehme eine Dread und stecke sie zurück in den Zopf. Im Spiegel sehe ich mich mit einem Lächeln. In Erinnerung sehe ich Kid hinter mir stehen, wie er mir die Haare flechtet und dabei hochkonzentriert die Augenbrauen zusammen zieht. Doch im Spiegel ist nur mein verträumter Ausdruck zu sehen. Ich drehe mich um und gehe zur Tür. Gerade als ich durchgehen will, laufe ich in jemanden rein. Überrascht schaue ich hoch in das Gesicht der Person und erkenne Kid. Welche Ironie! Gerade habe ich an ihn gedacht. Augenblicklich muss ich wieder lächeln. Dieser Typ bringt mich jedes Mal aus der Fassung. Und jetzt bin ich sogar mit ihm zusammen. Eigentlich ist es unvorstellbar, dass ich mit einem Kerl zusammen bin und dann auch noch Kid. Er ist so unglaublich lieb, das ist echt der Hammer! Wenn ich bedenke, wie ich ihn kennen gelernt habe… Kid legt wieder seine Hand an meine linke Wange. Es fühlt sich so gut an, wenn er das macht. Ich schmiege mich an seine Hand. Wenn er das macht, fühle ich mich sicher und geborgen. Er ist ganz sanft und streicht mir über die Haut. Jede Berührung brennt wie immer. Ich hätte nie gedacht, dass der Frauenaufreißer, den ich am Anfang so verabscheut habe, so sanft und lieb sein kann. Ohne, dass ich jemals den Befehl gegeben habe, lege ich plötzlich meine Arme um Kids Körper. „Huch!“, sagt Kid überrascht und legt dann ebenfalls seine Arme um mich. Sein Körper ist so schön angenehm und warm. Nur seine Pistole drückt ein wenig. Ich lege meinen Kopf auf seine Brust und höre sein Herz klopfen. Es schlägt genauso schnell wie meins. Meine Arme können kaum Kids Oberkörper umschließen. Sie sind einfach zu kurz. Unter Kids Mantel halte ich mich an seinem T-Shirt fest. Er soll mich niemals verlassen. „Ich liebe dich!“, sagt er leise mit einer liebevollen Stimme. Mein Herz schlägt noch schneller. „Ich liebe dich auch“, flüstere ich. Noch traue ich mich nicht, das laut zu sagen. Diese Worte sind mächtig. Ein bisschen zu mächtig, um unüberlegt damit herumzuspielen. Wir lassen uns gegenseitig los. „So, kleines Biest!“, sagt Kid grinsend. „Wir beide haben jetzt Küchendienst.“ Ich ziehe eine Augenbraue hoch. „Küchendienst? Wir beide? Na da hat sich Killer bei der Verteilung der Dienste ja mal richtig was bei gedacht“, sage ich grinsend. Wir gehen Seite an Seite zur Küche. „Oder ist es etwa Zufall?“ Kid nickt mit dem Kopf. „Ja ich glaube das war Zufall“, antwortet er und grinst ebenfalls. Ich lache und schaue von der Seite zu ihm hoch. „Spinner!“, murmle ich. „Ach übrigens“, sagt Kid, als er die Tür aufstößt. „Du siehst echt heiß aus!“ Ich schubse ihn reflexartig leicht zur Seite. Was fällt ihm ein? Meine Wangen werden heiß. Oh Mist! Mein Herz macht wieder Doppelstunden und mein Hirn wird weich. „Was denn?“, fragt er in verführerischer Stimme und einem Lächeln. „Darf ich dem tollsten Mädchen auf der Welt etwa keine Komplimente machen?“ Was soll ich tun? Alles geht mit mir durch. Wie soll ich in seiner Gegenwart je einen klaren Gedanken fassen können? Ich schaue auf den Boden und versuche mich zu sammeln. Regenbogen… Was denke ich da bitte? Oh scheiße ey! Läuft das bei jedem so ab mit der Liebe? Kid berührt mich unterm Kinn und zwingt mich ihn anzugucken. Er schaut mich fragend an. Was hat er mich eigentlich gefragt? Sein Blick huscht über mein Gesicht. Mal schaut er mir in die Augen, mal schaut er auf meine Lippen. Ach ja… „Doch natürlich“, nuschle ich und lächle. „Grit! Kid! Da seid ihr ja endlich.“ Ich schrecke hoch. Markus steht in der Küche und winkt mit einem großen Messer. Ich winke ihm zu. Er hat mich voll rausgerissen und wieder zurück auf den Boden des vernünftigen Denkens geholt. „So spät sind wir nun auch wieder nicht“, ruft Kid gut gelaunt zurück. Er geht zwei Schritte vor und dreht sich zu mir um. Ich schaue ihn mit einem verführerischen Lächeln an. Also ich hoffe, dass es verführerisch aussieht und nicht einfach total peinlich ist. „Willst du, Eustass Kid, mit dieser deiner Freundin Küchendienst machen, ihr dabei helfen und die Arbeit teilen bis, dass der Dienst zu Ende ist, so antworte nun mit ja“, frage ich mit verstellter Stimme. Kid grinst. „Ja das will ich“, antwortet er. „Und willst du, Margrit ohne weiteren Namen, mit diesem deinen Freund Küchendienst machen, ihr dabei helfen und die Arbeit teilen bis, dass der Dienst zu Ende ist, so antworte nun mit ja.“ „Ja ich will“, antworte ich feierlich und mit ernster Miene. „Toll, dann könnt ihr ja jetzt die Messer tauschen. Ich brauche nämlich eure Hilfe beim Gemüse schneiden“, ruft Markus dazwischen. Kid und ich verfallen in Gelächter und gehen die letzten Meter in die Küche. „Hier habt ihr Brokkoli und Mören. Außerdem muss die Paprika geschnitten werden. Aber nicht in kleine Stücke. Es reicht wenn ihr sie achtelt“, erklärt Markus und reicht uns Bretter, Messer und natürlich das Gemüse. Ich nehme das Zeug entgegen und setze mich mit dem Rücken zum Raum hin an den Tresen. Fröhlich summend fange ich an zu schnippeln.

    „Kannst du Schach spielen?“, fragt John mich und schenkt sich noch etwas Bier ein. Ich sitze zurückgelehnt im Stuhl und halte mir den vollen Bauch. „Joa“, antworte ich. Ich kenne zwar die Regeln, aber ich bin nicht sonderlich gut. Tatsächlich verliere ich so gut wie immer und meistens dauern die Partien nicht lange an. „Lust bisschen zu spielen?“ Ich zucke mit den Schultern. „Klar. Warum nicht? Aber lass rausgehen. Die Sonne scheint so schön.“ „Dann müssen wir aber einen Tisch mitnehmen und ich kann ihn nicht tragen“, merkt John an. Mein Blick geht sofort zu Kid. „Ach so? Ich soll dir den Tisch tragen?“, fragt er amüsiert. Ich nicke grinsend. Er lacht. „Erst einmal müssen wir abwaschen.“ Ich mache große Augen und haue mir gegen die Stirn. „Ach ja! Das habe ich total vergessen“, sage ich überrascht. John lacht. „Dann spielen wir danach. Ich organisiere es schon, dass ein Tisch dann draußen steht“, sagt er. Die meisten sind schon fertig mit essen. „Ich glaube wir können mit dem Abwasch anfangen“, sage ich zu Kid. Er stimmt mir zu und wir räumen das restliche Zeug ab. In der Küche wasche ich das Geschirr und Kid trocknet ab. „Schneller! Du bist zu langsam“, provoziere ich ihn aus Spaß. „Nun mach mal halblang. Das Abtrocknen ist eine sehr schwierige Aufgabe. Die darf man nicht so locker nehmen“, erklärt er ernst. Ich lache. „Pah! Als ob! Das Abwaschen ist eine viel komplexere Aufgabe. Man muss darauf achten, dass alles richtig sauber wird und… Upps!“ Ein Teller ist mir aus der Hand gerutscht und zurück ins Wasser geplumpst. Mist! Jetzt bin ich voll nass gespritzt. „Schau dir das an!“, sagt Kid empört. Er ist auch dabei nass geworden. „Ich glaube, das bekommst du zurück.“ „WAS? NEIN! Ich bin doch auch nass geworden“, versuche ich ihn panisch zu überzeugen. Er wird mich nass machen. Das besteht kein Zweifel. Ich weiche einen Schritt zurück. Kid hat schon die Schüssel voll Abwaschwasser in der Hand. Meine letzten Sekunden sind gezählt. „Ohhhh! Iiiiihhh!“, kreische ich. Mein Top ist von vorne total nass. Schon wieder! Ich ziehe eine Grimasse und versuche mein Shirt irgendwie auszuwringen. Igitt! „Bist du jetzt zufrieden?“, frage ich. Kid grinst zufrieden. „Ja das bin ich.“ Vorsichtig tapse ich zurück zum Waschbecken. Ich bin barfuß und der Boden ist eklig nass. Weiter geht's! Ich nehme einen Teller, aber anstatt ihn abzuwaschen ditsche ich Wasser auf Kid. Rache ist Abwaschwasser! „So! jetzt bin ich zufrieden“, sage ich gehässig und grinse. „Du Biest!“, sagt Kid grinsend und zieht mich an der Hüfte zu sich ran. Ich bin ihm wieder so nah. Was soll ich nur tun? Was soll ich nur denken? Ich neige wieder meinen Kopf und meine Wangen werden wieder heiß. Mit einer Hand streiche ich mir eine lockere Dread hinters Ohr. „Hey“, sagt Kid mit leiser verführerischer Stimme. Ich habe das Gefühl zu sterben, wenn ich ihm in die Augen gucken würde. Aber ich hebe trotzdem langsam mein Gesicht. Feuerwerk. Irgendwie fühlt sich mein Gleichgewichtssinn etwas defekt an. Ich halte mich an Kids rechten Arm fest. Ein lautes Räuspern ist zu hören. „Also ich störe euch ja nun wirklich ungern, beim gegenseitigen angucken, aber ihr solltet bald mal fertig werden.“ „Verpiss dich, John!“, befiehlt Kid, ohne mich aus den Augen zu lassen. „Ich sag's ja nur“, verteidigt sich John und schlurft zur Tür. Ich grinse. „Ich glaube er hat Recht“, gebe ich leise zu. Mein Herz schlägt immer noch wild. Wir waschen noch die restlichen Sachen ab und machen die ganze Zeit Witze dabei. Kid schmeißt das Handtuch zur Seite. „Fertig!“, sagt er erleichtert. Ich schaue an mir runter. „So wie es aussieht, muss ich mich wieder umziehen“, stelle ich grinsend fest. Mein Top ist noch feucht und es stinkt ein bisschen nach Abwasser. Kid lacht. „Wäre besser. Ich will nicht, dass du hier als Stinkbombe rumläufst.“ „Ha. Ha. Ha.“, antworte ich. „Keine Sorge. Du wirst dich nicht für mich schämen müssen.“ Ich zwinkere ihm zu und laufe in die Kajüte. John hat schon lange genug gewartet. Draußen scheint die Sonne die ganze Zeit und es ist bestimmt richtig warm. Ich ziehe mir ein lockeres luftiges Shirt an und eine knielange dunkelbraune Hose. Schuhe sind natürlich unnötig. Aus den Tiefen des Schrankes krame ich noch eine Sonnenbrille, die ich mir irgendwann mal geholt habe. Mit der Brille in der Hand laufe ich raus aufs Deck. John sitzt mit Kalle und zwei anderen an einem Tisch. Das Schachbrett ist vor ihm aufgebaut. „Da bin ich!“, rufe ich freudig, als ich aus der Tür komme. John schaut auf. „Na endlich! Ich dachte schon ich müsste gegen Kalle spielen“, antwortet er. „Und das ist eher langweilig.“ „Ey!“ Kalle schaut John empört an. Ich komme näher und klopfe Kalle auf die Schulter. „Mach dir nichts draus“, muntere ich ihn auf. Ich setze mich John gegenüber auf die Bank. „Weiß oder schwarz?“, fragt er mich. Ich zucke mit den Schultern. „Ist mir egal“, antworte ich. John dreht das Spielfeld um. „Gut, dann nehme ich weiß. Ich musste schließlich lange auf dich warten.“ Ich grinse. Er macht den ersten Zug. Ich bin echt nicht so der Stratege und Schach konnte ich nie besonders gut, aber die Schachpartie dauert immerhin schon länger als fünf Minuten. Das ist schon mal ganz gut. Viele meiner Figuren sind bereits weg. Zum Glück habe ich noch meine Dame. John ist dran. Er überlegt noch, was er als nächstes tun soll. Von ihm sind noch viel mehr Figuren im Spiel und es sieht ganz gut für ihn aus. Die Sonne scheint mir auf den Rücken und wärmt mich. Ich genieße das richtig. Wie lange war mir nicht mehr so schön warm? Okay, also eigentlich war mir jede Nacht so schön warm. Wegen Kid! Ein Lächeln zeichnet sich auf meinen Lippen ab. Aber ich konnte schon lange nicht mehr so die Sonne genießen. Vitamin D. „Schach!“ John hat seinen Zug gemacht. Sein Läufer bedroht meinen König. Mist! Wie soll ich den blöden König da jetzt retten? Meine Dame schiebe ich ganz sicher nicht dazwischen. Habe ich noch einen Bauer, der dazwischen kann? Ne… Dann muss ich halt mit dem König ausweichen. Ich schiebe die Figur einen nach links. John überlegt wieder. Ich habe ihm meine Sonnenbrille gegeben, weil die Sonne ihn so blendet. Am Tisch sitzt mittlerweile nur noch Kalle, der seinen Kopf auf den Tisch gelegt hat und pennt. Also es sieht auf jeden Fall so aus. Einige andere haben ebenfalls Bänke und Tische rausgeholt und genießen die Sonne. Es wird Karten gespielt, Ausrüstung kontrolliert und repariert oder einfach nur geredet. Heute ist echt ein gemütlicher Tag. Ich höre ein leises Klacken. John hat seinen Turm bewegt. Immer mehr von meinen Figuren verlassen das Spielfeld. Meine Dame ist mittlerweile auch weg. Ich versuche meinen König irgendwie zu schützen, aber er ist ziemlich hilflos. Meine Niederlage war im Prinzip schon von Anfang an vorbestimmt. Ich konnte sie nur ein bisschen hinaus zögern. „Schach Matt!“ Ach mist! Ich schaue mir das Feld ganz genau an, aber er hat Recht. Mein König ist Schach Matt. „Du hast gewonnen“, gebe ich zu und kippe meinen König um. „Du bist eine gute Verliererin“, sagt John lachend. Ich grinse. „Du bist halt ein besserer Schachspieler“, antworte ich. „Pah! Du solltest mal gegen Killer spielen. Da bist du innerhalb drei Minuten platt.“ Während er redet, packt John die Schachfiguren in das Spielfeld und klappt dieses zu. „Wollen wir was anderes spielen? Das Kartenspiel, das wir letztens gespielt haben?“, fragt er mich. Ich lehne meinen Kopf nach hinten und schließe die Augen. Die Sonne wärmt mir so schön den Rücken. Erst jetzt merke ich, wie müde ich bin. „Hmm…“, mache ich. „Ich glaube, ich würde lieber ne Runde in der Sonne liegen. Lass uns später noch was spielen, okay?“ „Kein Problem“, antwortet John. Ich bin so ein richtiges Sonnenkind. Mein Sonnenvorrat kann sich wieder auffüllen. Ich muss grinsen bei der Vorstellung. Als hätte ich in mir ein Fass, welches mit Sonnenstrahlen gefüllt ist. „Ich hab da noch eine Frage“, sagt John. Ich schaue ihn erstaunt an. Er neigt sich nach vorne und sagt mit etwas gedämpfter Stimme: „Seid ihr jetzt eigentlich zusammen?“ Mir entfährt ein Lachen. Es ist lustig, wie er versucht die Frage so diskret abzuhandeln, wo ich doch nicht versuche es geheim zu halten. „Ja, wir sind zusammen“, sage ich noch immer lachend. John lehnt sich überrascht wieder zurück. „Oh! Also kein Geheimnis?“, fragt er. „Wieso sollte es denn ein Geheimnis sein?“, frage ich überrascht. Wie soll man auf einem Schiff bitte eine Beziehung verheimlichen? Man kann es zwar versuchen, aber früher oder später kommt es eh raus. „Na ich dachte nur…“, nuschelt John. Ich ziehe die Bank etwas vom Tisch weg damit sie in der Sonne steht und lege mich rauf. „Seit gestern Nachmittag. Falls du noch weiteres wissen willst, frag einfach“, sage ich grinsend. „Herzlichen Dank. Bei weiteren Fragen werde ich mich melden“, antwortet John mit ironischer Stimme. „Hm“, mache ich und schließe meine Augen. Es ist so entspannend hier zu liegen. Ich hoffe ich bekomme keinen Sonnenbrand…

    „Grit! Hey Grit! Wach auf!“ Jemand rüttelt mich. Ich mache langsam die Augen auf. Irgendetwas liegt auf meinem Kopf. Ich nehme es in die Hand und erkenne, dass es ein Lederhut ist. Orientierungslos schaue ich mich um. Kalle hockt am Kopfende der Bank, auf der ich liege, und war wohl die Person, die mich wachgerüttelt hat. Ich gähne herzhaft und stütze mich auf die Unterarme. „Du solltest aus der Sonne raus, sonst bekommst du noch einen Hitzeschlag“, rät er mir. Ich nicke schläfrig. Meinetwegen… Langsam setze ich mich auf und strecke mich. Das Nickerchen hat echt gut getan. „Außerdem gibt es jetzt Abendessen.“ „Ja ja“, antworte ich, während ich gähne. Wem gehört eigentlich dieser Hut? Egal. Die Person wird sich schon melden. Ich setze mir den Hut auf. Mir ist echt warm. Das fühlt sich richtig gut an. Die Tische, die vorher hier draußen standen wurden schon wieder reingebracht. Nur einige Bänke stehen noch draußen. Ich stehe auf und gehe kraftlos und müde in den Speisesaal. Der Geräuschpegel steigt plötzlich an. Lautes Gerede, Gelächter und Gepolter ist zu hören. Stühle werden hin und hergerückt und Besteck schlägt an Geschirr. Ich halte mir leicht die Ohren zu um die Geräusche abzudämpfen. Boah ist das laut! Ich schlurfe ans andere Ende des Raumes und setze mich auf meinen Platz. Kid ist noch nicht da. „Na? Gut geschlafen?“, fragt John mich gut gelaunt. „Oh ja!“, antworte ich. „Ganz vorzüglich.“ „Gefällt dir mein Hut?“ Ich schaue ihn an. „Ach das ist deiner? Ich habe mich schon gefragt von wem der ist. Ja. Er gefällt mir tatsächlich sehr gut. Danke übrigens, dass du ihn auf meinen Kopf gelegt hast.“ Ich gebe ihm den Hut zurück. John hängt ihn über die Stuhllehne. „Ihr könnt anfangen!“, höre ich laut Kids Stimme. Ich drehe mich zu ihm um. Er kommt mit Killer, Heat und Wire in den Raum rein. Alle vier haben ein ernstes Gesicht. Ich frage mich worüber die geredet haben… Kid reibt sich mit den Händen übers Gesicht. Er sieht ein bisschen aufgewühlt aus. Als sein Blick meinen kreuzt, grinst er breit. Ohne mich aus den Augen zu lassen, kommt er zum Tisch. „Guten Appetit!“, ruft er laut und in normaler Lautstärke zu mir gewandt, sagt er: „Stalkst du mich etwa?“ Ich lächle geheimnisvoll. „Ich beobachte. Das gehört zu meinem Job als Spionin“, antworte ich. Kid setzt sich. „Ah! Du hast dich also bei mir eingeschlichen, um mich auszuspionieren. Für wen arbeitest du? Für die Marine?“, reagiert er auf mein kleines Spiel. Ich schüttle kurz den Kopf. „Ich arbeite für die Weltregierung. Die wollen wissen, wie du so privat bist.“ Kid lacht. Er stützt seine Arme auf den Tisch und legt seinen Kopf auf die gefalteten Hände. „Na da hast du ja reichlich zu erzählen, nicht wahr?“ Ich nicke und schmiere mir ein Brot. „Mittlerweile habe ich schon drei ganze Notizbücher gefüllt“, antworte ich grinsend. Das ist natürlich absoluter Quatsch. Tagebuch führen habe ich noch nie konsequent durchgezogen. Das ist mir echt zu nervig. Ich weiß ich habe es mal zwei Monate ausgehalten, als ich dreizehn war. Oder war ich schon vierzehn? Ich weiß es nicht mehr. Dann habe ich das Tagebuch irgendwann verbrannt, weil ich sauer war. Ich frage mich, worüber Kid und die anderen drei geredet haben. Vielleicht hat es ja etwas mit dem zu tun, was er heute Morgen gesagt hat. Es müssen irgendwelche Informationen gesammelt werden. Aber worüber? Wird Kid mir antworten, wenn ich ihn danach frage? Ich kann es ja versuchen. „Du, Kid?“, frage ich. Er guckt auf und schaut mich erwartungsvoll an. „Ja?“ Frag einfach. Was soll schon passieren? „Worüber habt ihr vier eben geredet?“ Kid schaut mich einen Augenblick nur an. Dann lächelt er. „Erzähl ich dir später, okay?“, antwortet er im sanften ruhigen Ton. Ich lächle auch und nicke. „Okay.“ War doch gar nicht so schlimm, Grit. Ich strecke meine Füße aus und will sie auf den Mittelbalken stellen, aber da stehen schon welche. „Willst du dich wieder breit machen?“, sagt er und lacht. „Eigentlich schon“, antworte ich und grinse. „Aber da du schneller warst, werde ich wohl stapeln müssen.“ Ich stelle meine Füße auf die von Kid. Er grinst. „Hey Leute! Wie wärs…“ „AH! Verdammt noch einmal!“, unterbreche ich schreiend Kalle. Meine Fresse tut das weh! Kalle hat seine Arme um mich und John geworfen und das tat extrem doll weh. Als ich aufschrie, ist er sofort zurückgesprungen. „Was ist los?“, fragt Kid sofort. Die Aufmerksamkeit aller Leute, die in meiner Nähe sitzen, habe ich jetzt auch. Ich berühre die Schulter, die so geschmerzt hat. Autsch! „Ich habe einen Sonnenbrand“, sage ich beleidigt. „Und ich dachte, ich hätte dir deine Schulter gebrochen“, sagt Kalle erleichtert und kommt wieder näher. „Wie es aussieht hast du dir nicht nur die eine Schulter verbrannt, sondern auch die andere und deinen Nacken noch dazu.“ Och nö! Ich taste meinen Schulter- und Nackenbereich ab. Meine Finger fühlen sich schön kühl an. Kalle setzt sich hin. „Der Doc hat ne Salbe dagegen“, kommentiert Killer tonlos. Ich zeige einen Daumen hoch und beschäftige mich mit essen. Der Sonnenbrand wird pellen und dann wird es eklig. Echt blöde! Ich hoffe die Salbe hilft richtig gut. Mir wird etwas schummerig. Wahrscheinlich habe ich einen leichten Sonnenstich oder so. Ich muss viel trinken! Am besten fange ich gleich damit an. Ich gieße mir Wasser ein und trinke das Glas in einem Zug leer. Das mache ich auch gleich mit dem nächsten Glas Wasser. „Ah!“, mache ich. „Schmeckt's?“, kommentiert Kid grinsend. „Jap!“, antworte ich ebenfalls grinsend.

    Nach dem Essen setzen wir uns mit ein paar anderen nach draußen. Das Wetter ist noch richtig schön und es ist warm. Ich setze mich neben Kid und lehne mich mit dem Rücken an seine linke Seite. „Ihr glaubt nicht, was ich gestern auf der Insel gehört habe“, sagt irgendwer aufgeregt. Er erzählt irgendwelche Neuigkeiten von ein paar anderen Rookies. Ich höre nur mit halbem Ohr hin. Es interessiert mich zwar, aber der Augenblick ist grade zu schön, als dass ich ihn mit irgendwelchen Problemgeschichten verderben möchte. Wer auch immer grade erzählt, ich habe nicht nachgeschaut wer es ist, berichtet von irgendwelchen Kämpfen zwischen irgendwelchen Piraten. Ich habe meine Augen geschlossen und lasse mich von der Abendsonne noch einmal so richtig schön durchwärmen. „Wer hat Bock auf'n Bier?“, sagt jemand laut und holt mich damit aus meinen Träumereien raus. Ich setze mich normal hin. Aus der Runde kommen begeisterte Zurufe. „Kannst du mir Wasser mitbringen?“, frage ich Heat, der in Begriff ist, das Bier zu holen. Er nickt. Die Sonne ist bereits dabei, am Horizont unterzugehen. Es kommt eine leicht kühle Brise auf. Ich fröstle ein wenig. Schließlich sitze ich hier nur in kurzer Hose und T-Shirt. Der Sonnenbrand hilft auch nicht gerade, dass mir wärmer ist. Kid zieht mich näher zu sich ran und legt mir ein wenig seinen Mantel um. Er fässt mich vorsichtig um die Taille und lässt seinen Arm dort. „Ist dir kalt?“, fragt er mich leise. Meine Wangen werden heiß. Na ganz offensichtlich ist mir nicht kalt. Also nicht mehr… Ich ziehe meine Beine auf die Bank und lege meinen Kopf an Kids Schulter. „Jetzt nicht mehr“, antworte ich genauso leise wie er. Es fühlt sich so gut an. Jetzt weiß ich, was ich all die Jahre ohne Freund vermisst habe. Dieses Gefühl von Sicherheit, von Geborgenheit. Ich bin glücklich. Einfach nur glücklich. Jedes Mal wenn Kid und ich zusammen sind. „So Leute. Jetzt geht's los!“, ruft Heat und stellt zwei Kästen Bier in die Mitte. Er nimmt eine Glasflasche und hält sie mir hin. „Und hier haben wir ein Wasser für die Braut vom Käpt'n. Wir wollen ja nicht, dass du wieder auf den Tischen tanzt.“ Ich greife nach der Flasche. „Ha. Ha. Ha. Sehr lustig“, antworte ich und strecke ihm grinsend die Zunge raus. Das Bier wird verteilt und man hört ein Ploppen nach dem anderen. Plopp! Meine Flasche ploppt auch beim Öffnen. Ich grinse. Das macht mich glücklich haha… „Okay Männer. Was ist das Gefährlichste, das euch mal passiert ist?“, fragt John und nimmt einen Schluck aus seiner Flasche. Man sieht in jedem Gesicht, wie es im Hirn rattert. „Darf ich auch was erzählen, obwohl ich kein Mann bin?“, frage ich grinsend. Die Jungs lachen. „Na klar!“, antwortet John grinsend. Das Gefährlichste? Hm… Also so richtig dem Tode nah, war ich wohl nur als ich aufgeschlitzt wurde. Ich fasse mir mit der rechten Hand an den Bauch. Ein Kribbeln durchfährt meine Fingerspitzen. Sie berühren die von Kid. Wir spielen ein bisschen rum und verschränken schließlich die Finger ineinander. „Also ich war ja schon in ein paar heftige Kämpfe verwickelt“, fängt einer von Bobs Freunden an. „Ich habe ja auch schon einiges an Zeugs ausprobiert, aber das Gefährlichste, das mir je passiert ist, war wohl, als mich eine Bärenmutter gejagt hatte.“ „Das war dein gefährlichstes Erlebnis?“, kommen skeptische Stimmen. „Ja man! Ich habe direkt vor deren Höhle ein bisschen was gesammelt, nä, und auf einmal kommt die da aus der Höhle raus, mit einem mega Tempo und ich so, ich war ja noch fast betrunken oder so, also irgendwas hatte ich auf jeden Fall genommen, also ich war halt voll überrascht und konnte kaum laufen und diese Bären können richtig schnell laufen. Auf jeden Fall versuch ich da wegzulaufen und diese Bärin abzuhängen. Ich bin dann auf einen Baum geklettert, aber diese blöden Bären können ja auch klettern, das hatte ich ganz vergessen. Naja, ich bin dann glaub ich wieder runtergesprungen und weiter gelaufen. Irgendwann hatte ich dann wieder die Stadt erreicht und der blöde Bär hat mich nicht mehr verfolgt.“ Bei seiner Erzählung muss ich lachen. Ich kann es mir nun bildlich ganz gut vorstellen, wie er da vor dem Bären geflohen ist. „Mein gefährlichstes Erlebnis war, glaube ich, als ich auf einer hohen Klippe kämpfen musste. Da waren so ein Dutzend Angreifer, vielleicht auch ein zwei weniger, aber es waren halt viele und ich stand mit dem Rücken zum Abhang. Bei jedem Schritt hatte ich das Gefühl abzurutschen. Das war echt scheiße, man!“, erzählt ein anderer. Es dauert eine Weile, bis der nächste etwas sagt. So geht es reihum, bis Bob seine Geschichte bringt. „Also ich weiß ja nicht ob meine Geschichte mit euren mithalten kann, aber es war schon echt heftig was mir passiert ist, man. Das war vor ein paar Jahren, nä. Da habe ich mal versucht so etwas Neues zu rauchen.“ Es kommt schon leises Gelächter. War ja klar, dass seine Geschichte was mit Drogen zu tun hat. Ich grinse. „Das Zeug war echt heftig. Hab ich danach nie wieder genommen. Ich war echt voll weg davon, kann mich auch gar nicht mehr erinnern. Weiß nur noch, dass es ein Höllentrip war. Es fühlte sich an als würde ich krepieren, man.“ „Muss ne schlimme Zeit für dich gewesen sein“, sagt Kid in einem sarkastischen Beileidston. „Ja, Bruder. Das war es“, antwortet Bob ernst nickend. Ich verkneife mir ein Lachen. Es folgt eine Pause. „Naja. Mein gefährlichstes Erlebnis war wohl, als mir letztens jemand versucht hat, Kiemen auf den Bauch zu machen. Da war ich wohl ziemlich den Tod nah“, antworte ich lässig. Kid verstärkt bei dem letzten Satz seinen Griff um meine Taille. Ich frage mich, was er die ganze Zeit gemacht hat, als ich im Krankenzimmer lag. Warum ist er eigentlich nie gekommen? Hat er sich nicht für mich interessiert, oder was war da los? Ich glaube ich muss ihn das nachher unbedingt fragen. „Ah! Da bist du ja!“ Der Doc kommt mit einer Lampe zu uns. „Ich habe gehört, du hast einen Sonnenbrand?“, fragt er mich. „Ja. Leider“, antworte ich. „Zeig mal her!“ Kid lässt mich los und nimmt den Mantel von meinen Schultern. Brr! Jetzt wird es wieder kalt. Ich neige meinen Kopf, damit der Doc einen besseren Blick auf meinen Nacken hat. „Hmm…“ Er hält die Lampe hoch und schaut sich den Sonnenbrand genau an. „Okay, also ich habe da eine Salbe, die du morgens und abends raufmachen solltest. Wenn du sie nachher einmal raufschmierst, wird der Sonnenbrand schon morgen nicht mehr groß wehtun. Hast dich zum Glück nicht so doll verbrannt“, sagt der Doc. Was? Morgen schon? Ich strahle übers ganze Gesicht. „Danke! Das ist echt toll!“ „Kein Problem“, antwortet der Doc und grinst in seinen Bart rein. „Ich leg sie dir aufs Bett.“ Er hebt die Hand zum Gruß und geht dann wieder. „Puh! Ist das kalt“, sage ich und rutsche wieder näher an Kid. Ich nehme seinen Mantel und lege ihn mir über die Schulter. Kid lacht leise und legt seinen Arm wieder um mich. „Was ist?“, frage ich ihn verwirrt. Irgendjemand erzählt grad seine Story. Kid schaut zu mir runter. „Es ist nur“, antwortet er leise. „Wie du dich am Anfang gesträubt hast überhaupt in meinem Bett zu schlafen und jetzt kuschelst du dich sogar freiwillig an mich.“ Ich kichere. „Naja. Die Aussichten waren am Anfang ja auch nicht besonders großartig. Mit dir Tyrann in einem Bett schlafen? Klang nicht gerade toll für mich. Außerdem hast du mir verschwiegen, dass ihr noch einen zweiten Schlafsaal habt, du Idiot! Echt gemein, muss ich schon sagen“, antworte ich trotzig. Kid lacht. Mein Körper bebt mit ihm. „Stimmt. Das hatte ich dir verschwiegen. Hast dich ja aber auch so ganz wohl bei mir gefühlt.“ Ich grinse. „Das stimmt!“ „Hey Kid. Was ist deine Story?“, unterbricht Kalle uns laut. „Tja. Das Gefährlichste, das ich je getan habe, war wahrscheinlich dieses Biest in meinem Bett schlafen zu lassen“, antwortet er grinsend. „Ey!“, rufe ich empört aus und boxe ihm mit dem Ellbogen in den Bauch. „Es war ja wohl gefährlicher für mich in deinem Bett zu schlafen. Ich wäre mehrmals fast umgekommen.“ „Ach Quatsch! Du hättest mich einmal beinahe erstickt“, protestiert Kid empört. Ich richte mich auf und drehe mich ihm zu. Dabei rutscht mir der Mantel runter und Kid lässt mich los. „Pah! Du hast mich mit Kissen abgeworfen und mir deinen Arm auf den Hals geworfen. Ich glaube ich habe mehr gelitten!“ Um mich herum höre ich kichern und Anfeuerungsrufe. „Zeig's ihm, Grit!“ „Ja aber ich wusste nicht, ob ich dir trauen kann. Du hättest mich im Schlaf ja ständig angreifen können. Außerdem redest du im Schlaf. Wer weiß, was du noch alles machst, wenn du träumst.“ Ich verschränke die Arme vor der Brust und tue so, als wäre ich beleidigt. „Es ist ja unglaublich, was du mir alles zutraust. Ein bisschen mehr Vertrauen hätte ich ja schon erwartet“, sage ich. Er macht Witze und ich mache Witze. Es ist ganz klar, dass er nicht so paranoid war, weil ich in seinem Bett geschlafen habe. Er sucht nur ein paar Gründe, damit er mich toppen kann. Ich grinse. Blöderweise kann ich manche Emotionen einfach nicht für mich behalten. Wut und Freude bahnen sich immer einen Weg an die Oberfläche, auch wenn ich versuche es zu unterdrücken.

Kommentare (116)

autorenew

Monkey D. Sophie (49701)
vor 13 Tagen
cool das du weiter schreibst ich hatte schon argst das es nicht weiter geht
Luzybel ( von: Luzybel)
vor 14 Tagen
Endlich geht's weiter mit Teil 47 \^o^/
~ £∆D¥ ~ (14139)
vor 54 Tagen
Finde deine Geschichte wirklich spannend und extrem fesselnd.
Man kann gar nicht genug davon bekommen.
Die Charaktere kann man sich wirklich bildlich vorstellen in ihrer Mimik und Gestik.
Hoffe du schreibst schnell weiter (:
Denn das ist bis jetzt die beste Story die ich je gelesen habe. ❤
Natürlich hoffe ich des weiteren das deine Geschichte noch kein schnelles Ende findet!
Denn ich denke nämlich es gibt noch so einiges zu erzählen (;
Dafür das deine Geschichte so faszinierend und auch so ‚‚man denkt man ist hautnah dabei'' ist würde ich dir gerne mehr als nur 5 Sterne geben!
Mach bloß weiter so! ❤
Luzybel ( von: Luzybel)
vor 58 Tagen
Ich liebe deine Geschichte lese sie von Anfang an und warte immer fleißig auf ein neues Kapitel

Freue mich schon wieder aufs nächste :D
Ronja (17555)
vor 63 Tagen
Herzlichen Dank! Man tut ja was man kann nicht wahr?!
Ayumi (20597)
vor 67 Tagen
Wow was für eine lange und schöne Story *-*
Das gibt erstmal 5 fette Sterne *-* Probs an den Autor ich bin so gefesselt...da muss ich dich fast schon anzeigen wegen Freiheitsberaubung xD
Rosa (03587)
vor 92 Tagen
Wann schreibst du wieder weiter?
Bahar (99888)
vor 374 Tagen
Ich finde es echt klasse das du immer am
Spannendesten Platz aufhörst da bekommt Mann
ja mehr Lust zu lesen
Hikari (52165)
vor 385 Tagen
Nein würde ich nicht Ronja , aber deswegen iSt es so blöd weil es genau wirklich die spannendste stelle ist
Ronja (57034)
vor 386 Tagen
Ich weiß, ich weiß. Würdest du schlecht über mich denken, wenn ich dir sage, das war mit Absicht? Fortsetzung folgt bald...
Hikari (52165)
vor 386 Tagen
OMG! SO ETWAS DARF MAN KEINEM ANTUN😱 an der spannendsten
Stelle einfach aufhören.......Bitte schreib schnell weiter!!!!!!!
P.S.
Respekt, ich könnte Soetwas nicht . Mach weiter so😉
alegssa (22446)
vor 390 Tagen
Ich hab schon so gespannt gewartet. Bitte schreib schnell weiter 😍😍
Bahar (10063)
vor 392 Tagen
Respekt du kannst schreiben wie ne Profi.
P.S
Mich hast du schon als Bewunderer
angle of life (63895)
vor 393 Tagen
Coool der neue Teil ist echt so toll 😊
Ich finde die Story eine von den besten ! Bitte mach schnell weiter!
Ich möchte gern wissen wie es weiter geht. Mach weiter so!
loliee (10932)
vor 463 Tagen
Das ist DIE BESTE ff, die ich bis jetzt gelesen hab, um ehrlich zu sein;)
♥☺♥☺♥☺♥☺♥☺
Monkey D Woosmann (89282)
vor 472 Tagen
cool der neue Teil
SAKURA (64916)
vor 499 Tagen
Wann kommt der 36 Teil die Geschichte is voll cool
Ronja (14911)
vor 516 Tagen
Ich find es super cool, dass du dir so Gedanken machst, wie es wohl weitergeht. Ob Grit Königshaki hat weiß ich nicht so genau. Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, aber wer weiß. Sie überrascht einen immer wieder ;)
Gol D. Lea (64467)
vor 516 Tagen
Bittttee schreib weiter ich finde diese geschichte so cool ich hätte
sogar eine Idee wie es weiter gehen könnte ; nähmlich das die kid piratrn
in einen kampf mit der marine haben aber da dabei auch der admiral
kuzan oder wie der heisst dabei ist könnnen die kid piraten nicht gewinnen
Den sie sind dan alle auch schon stark mitgenommen und als dan dieser
Admiral dan kid und die anderen töten will setzt dan Grit Königshawki frei
Und besiegt sie dan weil du hast schon so mit dem Hawki angefangen das
Sie und kid es trainieren da wäre das glaube ich eine coole wenden das dan
Grit Königshawki erweckt aber es ist deine FF es wäre jetzt nur von mir
Ein Vorschlag.
Bahar (00301)
vor 542 Tagen
Ist nicht schlimm aber es würde mich freuen wenn
du bald weiter schreiben könntest den das ist
meine aler Liebste Geschichte überhaupt ❤️😍😂😜