Warrior Cats-Die Prophezeiung von Nacht und Mond (5. Kapitel)

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1 Kapitel - 1.646 Wörter - Erstellt von: Mondpfote:) - Aktualisiert am: 2015-04-15 - Entwickelt am: - 585 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Der 5. Teil meiner FanFiction
Bitte um Kommentare und Verbesserungsvorschläge!:)

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    5. Kapitel

    Am nächsten Morgen fand sich Mondjunges in der tröstlichen Wärme Kinderstube wieder. Sie mussten wohl beide draußen eingeschlafen sein, denn sie konnte sich nicht erinnern selbst in die schützende Wärme der Kinderstube gekrochen zu sein. Wahrscheinlich hatten ein paar ältere Krieger die zwei Jungen halb eingeschneit auf der Lichtung schlafen gesehen und sie in die Kinderstube gebracht. Mondjunges sah sich nach ihrer Schwester um, die zusammengerollt dicht neben ihr schlief. Sanft stupste sie die nachtschwarze Katze an um sie aufzuwecken. Nachtjunges hob träge den Kopf, der Schlaf lag ihr noch in den Augen. „Lass mich schlafen“, brabbelte sie schläfrig, schniefte und fiel sofort wieder in einen tiefen Schlaf. Ihre Schwester schüttelte den Kopf. Sie konnte ihre Wurfgefährtin nicht verstehen. Mondjunges selbst hatte sich noch nie ausgeschlafener und frischer gefühlt. Aber Nachtjunges war schon immer ein Morgenmuffel gewesen, also sorgte sie sich nicht um sie, sondern versuchte selbst noch ein wenig zu schlafen, da es noch lange dauern würde bis die Sonne aufging. Lange lag sie ruhelos in ihrem Nest und rollte sich von einer Seite auf die andere, doch irgendwann fiel sie dennoch in einen tiefen und erholsamen Schlaf.
    Mondjunges fand sich auf einer saftig grünen Wiese wieder. Sie konnte sich nicht erinnern, wie sie hierher gekommen war und was sie an diesen Ort geführt hatte. In einem der vier Territorien konnte sie nicht sein, da es ja dort jetzt Blattleere war. Aber welcher Ort konnte es dann sein? Mondjunges wusste es nicht. Also beschloss sie dieses ungewohnte Gebiet zu erkunden und ging in eine beliebige Richtung los. Erst jetzt bemerkte sie, dass sich auf der Lichtung einige Katzen tummelten. Von welchem Clan sie stammen konnte Mondjunges nicht sagen, denn die Gerüche gehörten zu keinem der Clans, die sie kannte. Es war eine Mischung aus allen vier Clans, zusammen ergaben sie ein Ganzes. Es fühlte sich hier so magisch an, so fremd und doch alles so vertraut. Doch Mondjunges konnte mit Sicherheit sagen, noch nie an diesen Ort gekommen zu sein und diese fremden Katzen noch nie gesehen zu haben. Keiner dieser Katzen beachtete sie, als wäre die grau-schwarze Katze nicht da, doch Mondjunges wusste, dass diese Katzen sie genauso gut wahrnahmen wie sie sie. Mondjunges fühlte sich hier so geborgen, so beschützt und behütet wie in ihrem Clan, in der Kinderstube bei ihrer Schwester Nachtjunges und ihrer Ziehmutter Möwenfede, die sie immer beschützte, als seien sie ihre eigenen Jungen. Was für ein Glück ich habe eine so schöne Familie zu haben! Plötzlich sah Mondjunges eine schwarze Katze. Sie hatte etwas an sich, dass sie faszinierte und sie fühlte ihr sich auf seltsame Art verbunden. Mondjunges konnte den Blick nicht von dieser fremden und doch so vertrauten Katze abwenden. Sie war nachtschwarz, doch anders als ihre Schwester hatte sie keine weißen Flecken auf Brust und Schweif. Sie war schlank und muskulös und gleichzeitig anmutig und sanft in ihren Bewegungen wie eine zarte Blüte im Morgentau. Die Katze hatte lange Beine und smaragdgrüne Augen, in denen sich das Licht Milliarden von Sternen spiegelte. Erst jetzt bemerkte Mondjunges, dass die Katze langsam und mit hoch erhobenem Kopf auf sie zu kam. Erst als sich ihre Nasen fast berührten blieb die fremde Katze stehen. „Mondjunges“, sagte sie und in ihren Augen spiegelte sich Stolz. „Mondjunges, erkennst du mich? Es war lange her als du mich das letzte Mal gesehen, oder viel mehr gerochen hast“, meinte die Katze und sah auf einmal unendlich traurig aus. „Schwarzblüte“, hauchte Mondjunges mit erstickter Stimme, „Mama!“ „Mondjunges!“, rief Schwarzblüte und schlang ihren langen Schweif um ihre Tochter. Jetzt wusste sie wo sie war: Im SternenClan. Doch warum war sie hier? War sie etwa tot? Und warum war Nachtjunges nicht bei ihr, mit ihr zusammen hier? „Ich weiß was in deinem Inneren vorgeht“, meinte Schwarzblüte, „Und nein, du bist nicht tot und deine Schwester schläft tief und fest in ihrem Nest.“ „Ja aber warum?“, fragte Mondjunges, „Warum bin ich hier, im SternenClan? O…Oder bist du zu mir gekommen? Bin ich wach, oder träume ich? Ich versteh es nicht! Schwarzblüte ist etwas passiert?“ Ihre Mutter wirkte auf einmal abwesend, als wäre sie nicht hier, sondern irgendwo in der Vergangenheit…oder in der Zukunft? Man konnte es nicht sagen. „Mutter? Was ist geschehen? Sag es mir!“, flehte Mondjunges, denn das Verhalten ihrer Mutter machte ihr Angst. Doch stattdessen meinte Schwarzblüte: „Du und deine Schwester, ihr seid etwas ganz besonderes. Ihr…ich kann es euch nicht sagen!“, ihre Stimme erstarb, „Ihr werdet es bald selbst erfahren. Fragt Palmenblatt, die weiß es und kann es euch sagen.“ Mondjunges verstand nicht was ihre Mutter ihr sagte. Es kam ihr alles so seltsam vor. Wovon redete Schwarzblüte? Sie wusste es nicht. „Was werden wir erfahren? Warum kannst du es mir nicht selbst sagen? Bitte, ich verstehe nicht!“, flehte sie ihre Mutter an. Doch diese wurde bereits immer blasser bis sie schließlich eins mit der Luft wurde. Gleichzeitig wurde Mondjunges schwarz vor Augen und sie wachte auf.
    Sie atmete den milchigen Geruch der Kinderstube ein und als sie ihre Augen öffnete, fand sie sich in ihrem Nest neben ihrer Schwester Nachtjunges wieder. Die war inzwischen schon aufgewacht und streckte sich. „Aufwachen. Es ist fast Sonnenhoch“, gähnte sie und stieß Mondjunges sanft mit der Pfote in die Seite. Diese rappelte sich verschlafen auf und ließ sich ihren Traum noch einmal durch den Kopf gehen. Soll ich gleich mit Palmenblatt darüber reden? Und soll ich Nachtjunges davon erzählen? Mondjunges beschloss ihrer Schwester vorerst noch nichts von ihrem Traum zu erzählen. Erst muss ich selbst mehr darüber herausfinden. „Mondjunges? Hallo? Bist du noch da? Ich habe dich jetzt schon dreimal gefragt, ob ich dir eine Maus oder ein Eichhörnchen bringen soll!“ „Oh…äh… ja, ein Eichhörnchen bitte“, meinte ihre Schwester und schüttelte sich. Nachtjunges schoss aus der Kinderstube und stürzte sich auf den Frischbeutehaufen. Mondjunges sah sich inzwischen nach ihrer Mutter Möwenfeder um, konnte sie jedoch in der Kinderstube nicht finden. Sie trat hinaus auf die Lichtung um sie zu suchen, als plötzlich Palmenblatt auf sie zu geeilt kam. „Palmenblatt, ich muss dich etwas Wichtiges fragen...“, hob die junge Katze an, doch weiter kam sie nicht mehr. „Mondjunges! Ein Glück, dass ich dich gerade treffe. Ich bin im Moment in Eile, deshalb wollte ich dich fragen ob du den Ältesten ihre Mohnsamen bringen könntest“, fragte die Heilerin gestresst. „Ja aber…“ „Danke! Du weißt schon, Mohnsamen, das sind die schwarzen kleinen Samen unter dem zweiten Stein in meinem Bau“, unterbrach sie Palmenblatt. „Aber…“, hob Mondjunges noch einmal an, doch die braune Heilerin war schon verschwunden. Das grau-schwarze Junge schüttelte verwirrt den Kopf, doch sie gehorchte der Heilerin und machte sich auf den Weg zum Heilerbau.
    „Federherz?“, fragte Mondjunges. Sie war gerade im Bau der Ältesten und brachte der alten Katze ihre Mohnsamen. „Was hast du auf dem Herzen, meine Kleine?“, fragte sie und sah das Junge aus ihren blauen Augen sanft an. „Ich…ich hatte diese Nacht einen Traum. Aber es war ein besonderer Traum. Ich war im SternenClan und meine Mutter ist mir erschienen.“ „Hmmm…“, machte Federherz und hörte dem grau-schwarzen Jungen aufmerksam zu. Genau das war es, was Mondjunges an der alten Katze so gefiel. Sie war noch nie eine Katze der vielen Worte gewesen, aber zuhören konnte sie schon immer und einen guten Rat hatte ebenfalls. „Sie sagte Nachtjunges und ich, wir wären etwas Besonderes und dabei war sie sehr ernst. Was auch immer sie mir sagen wollte, es muss wichtig gewesen sein. Ach Federherz, ich weiß nicht was ich jetzt tun soll“, meinte Mondjunges und sah die alte Katze erwartungsvoll an. Diese nickte verständnisvoll: „Alles hat seine Zeit, meine Kleine. Vielleicht wirst du es jetzt noch nicht verstehen, aber was auch immer deine Mutter gemeint hat, du wirst es herausfinden. Früher oder später wirst du es wissen. Keine Geheimnisse können auf ewig verborgen bleiben“, meinte Federherz und sah Mondjunges aus ihren Augen warm an. „Aber das ändert nichts an meiner Verwirrung. Ich weiß noch immer nicht weiter“ „Mehr kann ich dir auch nicht sagen“, meinte Federherz und schüttelte den Kopf. Mondjunges merkte, dass sie hier nichts mehr herausfinden konnte und trat wieder auf die Lagerlichtung hinaus. Sie wollte gerade nach Palmenblatt suchen um ihr etwas über ihren Traum erzählen, als plötzlich eine fremde Katze ins Lager stürzte. Sie war goldfarben mit seltenem Leopardenmuster am Fell. Erst jetzt bemerkte Mondjunges, dass die Katze aus mehreren Wunden stark blutete und völlig außer Atem war. Allmählich bemerkte auch der restliche Clan die fremde Katze. „Das ist Leopardenherz, die 2. Anführerin des SandClans!“ „Aber was tut sie hier und warum blutet sie?“ „Was ist passiert?“ Das Getuschel der Katzen war im ganzen Lager zu hören. Plötzlich wurde es still. Die Anführerin Muschelstern stand mit hoch erhobenem Kopf und aufgerichtetem Schweif auf dem umgefallenen Baumstamm und musterte Leopardenherz eindringlich. „Was ist passiert, Leopardenherz? Sprich!“, fragte die Anführerin ungeduldig. „Der MuschelClan greift an! Wir sind in der Unterzahl! Ihr müsst uns helfen bevor es zu spät ist!“

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