Der Erbe des dunklen Herrschers Kapitel 17

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2 Kapitel - 4.785 Wörter - Erstellt von: Morgoth25 - Aktualisiert am: 2015-04-09 - Entwickelt am: - 589 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Nun kommt die Zeit der Trauer, doch unseren Helden bleibt nicht viel Zeit, denn die Finsternis rüstet sich für die nächste Schlacht und wird in ihrem Vorhaben von einer Intrige gestärkt!

Viel Spaß beim Lesen!

1
Von der Trauerfeier und den merkwürdigen Familienverhältnissen
An jenem Tag nach der großen Schlacht von Imladris sah man keine betrunkenen Männer und auch kein großes Feuerwerk am Himmel, denn zu groß waren die Verluste in der Schlacht gewesen. Hunderttausende Leichen lagen vor den Toren der geheiligten Mauern. Überall fanden die Soldaten abgehackte Köpfe und zerstückelte Männer, die zerhackt wurden, nachdem sie bereits tot waren. Nachdem die Krieger der freien Völker und auch deren Könige voller Trauer und Zorn ihre tapferen, gefallenen Soldaten auf einen Haufen, außerhalb des Tals auf einer weiten, grünen Wiese nieder legten, kamen mehrere Fackelträger und zündeten den Leichenhaufen an. Um den brennenden Hügel standen sämtliche Männer, die um ihre Freunde und Verwandten trauerten. Einer der Soldaten, in den Gewändern der Menschen aus Chair Andros gekleidet, schritt aus der Menge und sah unter Tränen den Rauch an, der hinauf in den bewölkten Himmel stieg. Verzweifelt kniete sich der ältere Soldat mit dem dunklen Bart auf den Boden und strich sich mit den Handflächen über sein verweintes Gesicht,, Wieso mein Junge? Wieso musste mein Sohn sterben!``, schrie er schluchzend. Galadriel, die dem Gondorianer helfen wollte, schlenderte in ihrem blauen, langen Kleid über den Boden. Die Tochter Aragorns kniete sich zu dem Mann, fasste mit ihren reinen Handflächen an seine Schultern und meinte:,, Der Tod deines Sohnes war nicht umsonst! Er diente seinem Vaterland und darauf kannst du stolz sein! Dein Abkömmling bewies Mut und Stärke! Sei stolz auf ihn!`` Da der Mann aber unter seiner tiefen Trauer die Wörter der Herrin Loriens kaum vermögen zu schien, nahm sie ihren linken Arm und legte diese auf seine Brust. Mit reinen Worten des Lichts flüsterte die Schwester Eldarions:,, Ich bin Galadriel! Telin le thead. Lasto beth nin. Tolo dan na ngalad!``, was soviel bedeutete, wie:,, Ich bin Galadriel! Ich komme, um dir zu helfen! Höre meine Worte und kehre ins Licht zurück!`` Nach diesem elbischen Zauber hob der trauernde Vater seinen Kopf und sah um Galadriel nur das Licht der Valar. In seinen Augen veränderte sich auch ihr blaues Kleid und wurde strahlend weiß. In diesem Moment leuchteten seine Augen und der Gondorianer entspannte seinen Körper, nachdem er ruhig auf den Boden fiel und einschlief. Die Tochter Arwens rief daraufhin sofort zwei Wachen in ebenfalls blauen Mänteln, die den Mann in das Bett eines Gästezimmers legen sollten. Wenige Sekunden später stand die Geliebte Glorfindels wieder auf und forderte mit einem Handzeichen ihre beiden Geschwister dazu auf, nach vorne zu kommen und mit ihr vor den brennenden Leichen ein Lied zu singen. Vor über zweihundert Jahren sang es auch ihr Vater König Elessar bei seiner Krönung. Es war der Eid Elendils. Übersetzt bedeuteten diese Worte:,, „Aus dem Großen Meer bin ich nach Mittelerde gekommen. Hier werden ich und meine Erben sein bis ans Ende der Welt.“ Sämtlichen Anwesenden lief bei diesem Anblick und bei diesem traurigen Gesang der drei Erben die Tränen über deren Wangen. Sogar Farin und seine stolze Zwergenschar kamen um eine Träne nicht herum. Dieser Tag war wohl einer der schlimmsten Augenblicke in der Geschichte des vierten Zeitalters. Die Männer und Frauen legten Blumen neben die Massenverbrennung und gedachten an jene, die ihnen nahe standen. Dieser Tag gehörte ganz allein der Trauer um den Gefallenen.
Am nächsten Tag kamen bereits im Morgengrauen die Anführer der freien Völker die Treppen zum weißen Rat hinauf. Farin war erzürnt über diese Brutalität des Feindes und fluchte, ehe sich alle unter der weißen Kuppel versammelten:,, Verfluchte Orkmeute! Ich werde sie jagen und ausrotten, bis man keinen einzigen mehr zu Gesicht bekommt!`` Elboron legte seine Hand auf die Schulter des Zwergenkönigs und flüsterte ihm zu:,, Ich glaube wohl kaum, dass wir momentan in der Lage sind, willkürlich Orks durch unsere Lande zu jagen, nicht wahr, Herr Zwerg?`` Ehe Farin aber antworten konnte, standen Arnariel und Gorbulus bereits am Eingang und die Herrin von Imladris begrüßte ihre Mitmenschen mit einem müden Lächeln. Langsam striff sie mit ihren langen, glitzernden Kleid zum weißen Tisch und saß sich hin, während die meisten der Könige und Fürsten Mittelerdes stehen blieben, da es für sie keine Plätze mehr gab. Nur Galadriel, Eldarion und Glorfindel saßen sich noch hin und der Hochkönig von Gondor begann mit bedrückter Stimme:,, Wer in Uduns Namen war dieser schwarze Magier, der das Heer des Feindes anführte? Noch nie begegnete ich so einem unheimlichen Wesen!`` Alatar, der etwas abgelegen mit Radagast und Pallando von der Menge stand hustete bei dieser Aussage, da er gerade eine Pfeife rauchte:,, Das war Agandaur! Er verwandelte mich zusammen mit seinen Herren in diesen schwarzen Magier! Seine Macht war beeindruckend, da ich mich kaum mit ihm messen konnte und er kannte sich mit der Morgulmagie bestens aus!`` Arnariel sah ihren Hintermann besorgt an und warf in den Rat:,, Also lernte er seine Künste der schwarzen Magie einst beim dunklen Herrscher!`` Glorfindel nickte besorgt und strich sich dabei über sein langes, goldenes Haar, denn er kannte Agandaur, da er ihm schon einmal begegnete:,, In der Tat! Agandaur stammt höchst wahrscheinlich aus Mittelerde. Ob Mensch, Elb, oder Zwerg ist ungewiss. Ich begegnete diesem damals unscheinbaren Magier bereits schon einmal auf der Ebene von Carn Dum!`` Der König der Naugrim strich sich über seinen langen, dunklen Bart und hackte nach:,, Was meint ihr damit?`` Glorfindel sah den Zwerg besorgt an und fuhr fort:,, Ich war dort vor über zweitausend Jahren! Im Auftrag Elronds sollte ich mit einem Heer aus Elben und Menschen nach Angmar reiten, um der Herrschaft des Hexenkönigs endgültig ein Ende zu bereiten! Bereits einige Jahre zuvor marschierte ich unter Elronds Banner nach Carn Dum, um den Hexenkönig zu vernichten. Allerdings kam uns ein Troll, namens Rogash mit einer Legion aus Schnee und Hügeltrollen in die Quere. Somit mussten wir uns zurückziehen und dabei zu sehen, wie der oberste der Neun Arnor in den Ruin trieb. Erst, als auch Fornost fiel und der letzte König von Arnor, König Arvedui floh, berieten wir uns erneut in Bruchtal und kamen zu dem Entschluss, gemeinsam mit Earnur von Gondor nach Angmar zu reiten und der Regentschaft des Hexenkönigs ein Ende zu bereiten. Seite an Seite kämpften wir gegen den obersten Diener Saurons und zwangen ihn nach einigen Tagen des Krieges, zu fliehen. Wir rissen Carn Dum in seinen Grundmauern nieder und hofften, das Böse würde nie mehr wieder dorthin zurückkehren. Allerdings erspähte ich während des Kampfes einen schwarzen Reiter, der, ehe der Sieg von uns davon getragen wurde, floh. Wir hielten ihn alle für einen der königlichen Wache des Hexenkönigs, doch nun weiß ich, dass er der eigentliche Erbe Saurons sein sollte und nicht der Hexenkönig von Angmar.`` Nach diesem historischen Rückblick wurde es kurz still, nachdem Elrohir im Anlitz der blutroten Abendsonne rief:,, Wir müssen heraus finden, wer dieser Agandaur wirklich ist und woher er stammt!`` Alatar erklärte sich daraufhin bereit, nach Mordor zu reiten, um dort vielleicht irgendetwas über den schwarzen Magier heraus zu finden. Nachdem der Rat dem blauen Zauberer zustimmte, gab Farin an, er würde erneut mit den restlichen Überlebenden seiner Sippe nach Khazad Dum marschieren, um den Gang, der die Armee der Finsternis nach Mittelerde führte zu verschütten und Moria endgültig für sich zu beanspruchen. Arnaria war diese Unternehmung aber zu riskant, denn zu viele Zwerge starben schon in den einst prächtigen Hallen Durins:,, Ihr könnt eure Heimat zurück erobern, doch zuerst versammelt alle Zwergenkrieger der sieben Stämme im Erebor! Ich werde ebenfalls einige hundert Grenzwächter meines Reiches mit euch schicken. Somit seit ihr vor einem erneuten Orkangriff geschützt, verfügen diese doch über heilende und schützende Zauber!`` Farin knurrte nach dieser Aussage und klagte:,, Elben unter der Erde? Ich weiß nicht so Recht!``,, Vergesst nicht! Ich und meine Männer fanden auch Gorbulus in den glitzernden Grotten, die, wie es mir scheint, ihr ja bereits wieder verlassen habt!``, entgegnete die Elbenkönigin. Der Erbe Durins kratzte sich daraufhin an der Brust und errötete in seinem behaarten Gesicht:,, Wir schürften zu tief, bis wir auf eine Wasserquelle stießen. In den Grotten gibt es nichts mehr zu holen. Sämtliche Edelsteine Aglaronds landeten bereits in unserer Schatzkammer im Erebor. Aber von mir aus sollen eure Männer uns begleiten. Vorausgesetzt sie beschweren sich nicht!`` Arnaria nickte und glaubte nicht, dass es ihre Grenzwächter nicht unter der Erde aushalten würden. Nachdem die Anführer der freien Völker letztendlich die offene Kuppel wieder verließen, pfiff Ithindil nach ihren weißen Drachen. Als Eldarion und Radagast dies bemerkten, stürmten beide Männer auf Arien zu und fragten sie ahnungslos:,, Was habt ihr vor? Wollt ihr nicht noch im Tal von Imladris bleiben und euch ausruhen?`` Im selben Moment flog aber Allaron das Tal an und Ithindil saß sich rasch auf ihre Gefährtin:,, Dafür bleibt keine Zeit! Es gibt Fragen, die nach einer Antwort verlangen!`` Eldarion kniff von der einen Sekunde auf die nächste seine braunen Augen zu und sah den weiblichen Maiar zweifelnd von unten herab an:,, Was für Fragen? Ich verstehe nicht!`` Ehe Ithindil aber in ihrem leuchtenden Gewand antworten konnte hörte man von den Bergen aus ein lautes Rufen. Als die drei in den Himmel sahen, erkannten sie Hardor, den Adlerfürsten, der mit zwei anderen seines Volkes kam. Kurze Zeit später landete Hardor im Innenhof und Ithindil, Eldarion und Radagast begrüßten den Diener Manwes. Dieser kam aber gleich zur Sache und sprach:,, Die Elben des Nordens sind erzörnt über eine Lüge, die die Finsternis in die Welt streute! Ithindil, ihr müsst so schnell, wie es nur geht, mit mir kommen!`` Die einstige Gärtnerin Vanas stieg auf Hardors Bitte von Allaron ab und kletterte auf des Adlerfürstens Rücken. Der zweite König des wiedervereinigten Königreiches verstand die Welt nicht mehr, doch dafür hatte er auch gar keine Zeit, denn ein Bote auf einem weißen Pferd mit dem Zeichen des weißen Baums brachte erfreuliche Kunde in dieser dunklen Stunde:,, Mein Herr, euer Sohn! Eure Frau hat ihn vor wenigen Tagen zur Welt gebracht!`` König Eldarion blieb plötzlich das Herz stehen, als er hörte, dass seine Gemahlin Indris aus Pelargir ihren Sohn Galadhron in der weißen Stadt zur Welt brachte. Mit Einverständnis des hohen Rates ritt der neu gewordene Vater so schnell, wie es nur ging, grinsend bis über beide Ohren mit einigen seiner Turmwachen nach Gondor, um seinen Nachwuchs kennen zu lernen. Währenddessen flogen Ithindil und Radagast, da dieser unbedingt mit kommen wollte auf Hardors und Allarons Rücken nach Gal Menegroth, um von Hochkönig Elured zu erfahren, wieso sie nicht kamen, als die Völker Mittelerdes sie am dringendsten brauchten. Auf dem Flug zu den nördlichen Elbenländern wurde die Luft über dem grauen Gebirge immer giftiger und die Wolken immer dunkler. Am Horizont, als sie bereits das nördliche Grenzgebirge hinter sich ließen, da erblickten Ithindil und Aiwendil erneut das schwarze Land, jenseits von Forodwaith.,, Hardor, bitte flieg über Khorondrim nach Gal Menegroth.``, flüsterte Arien dem Adlerfürsten zu. Diesem gefiel die Idee zwar überhaupt nicht, erneut über das schwarze Land zu fliegen, aber so waren sie auch schneller bei den Elben des Nordens. Im Schattengebirge gingen nach wie vor tausende von Orks ihre Wege, doch Ithindil wollte durch ihre neuen Fähigkeiten einen Blick in das schwarze Land erhaschen und als Hardor über dem Reich Rhachs hinweg flog, rief Ithindil:,, Thoron hen!``, was soviel bedeutete, wie:,, Adlerauge``. Augenblicklich leuchteten ihre Augen weiß auf und sie sah erneut den Barad Thorongrim mit den schwarzen Zwillingstürmen Smaug und Glaurung. Allerdings schienen die Orks noch tiefer gegraben zu haben, da das Ende der Schluchten nicht mehr zu erkennen war. Stattdessen erblickte man aus ihnen nur das giftgrüne Licht, dass das Land vergiftete. Selbst für die Kreaturen aus der alten Zeit ließ Rhach gewaltige Höhlen und Schluchten errichten. So brüteten die letzten Drachen Morgoth nun im Schattengebirge, während die Werwölfe und Balrogs jetzt in den gewaltigen Schluchten hausten. Tausende von Gruben spuckten Orks und Urkus aus. Trolle vermehrten sich in den Höhlen des Gebirges. Doch was Ithindil besonders beunruhigte waren vier gigantische schwarze Türme, die die Orks aus den Bergen meiselten. Diese könnten zu Grenzfestungen werden, wie es auch einst Minas Morgul und Cirith Ungol in Mordor waren, nur mit dem Unterschied, dass diese Türme beinahe so hoch waren, wie Barad Dur selbst. Ithindil wusste, wer auch immer der Herr Agandaurs sein mag, er vermag es, das Erbe Morgoth weiter zu führen und seit der Belagerung von Bruchtal wusste sie auch, dass diese Finsternis eine größere Gefahr da stellte, als es Sauron im zweiten und dritten Zeitalter je tat. Durch Ithindils Magie vermochte auch Radagast auf Allaron dasselbe zu sehen, wie die einstige Gärtnerin Vanas. Radagast kämpfte bei diesem Anblick mit den Tränen, denn eine so gewaltige Zucht an dunklen Kreaturen machte ihm Angst. Außerdem erblickte er etwas, was der weibliche Istari nicht sah. Hinter der Festung Rhachs, inmitten des schwarzen Landes stachen drei große Lager heraus, die mit jeweils fünf Kerkern gekennzeichnet wurden. Abgetrennt durch eine hohe, schwarze Mauer mit Kampftürmen und Katapulten. Was sich aber hinter den Lagern versteckte, blieb für Ithindil und Radagast im Verborgenen, da ein dunkler Zauberbann die Lager umgab. Die beiden Istari wussten, dass Rhachs und Agandaurs Rache grausam werden würde.

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