Meggy and the Caribbean, Teil 10

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1 Kapitel - 1.177 Wörter - Erstellt von: OceanWave - Aktualisiert am: 2015-04-07 - Entwickelt am: - 976 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Zu erfahren, dass man Teil einer Prophezeiung ist kann einen schon stutzig machen. Aber Meggy Beitrag zu einer Prophezeiung setzt da noch einmal einen drauf...
Der 10. Teil:) freue mich übrigens sehr über die Aufrufe und Kommentare meiner Story, danke dafür und viel Spaß weiterhin beim Lesen:))

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    Auserwählt*Meggy*Wellenrauschen, Schritte mehrerer Menschen, Flattern von Segeln und das ächzen und knarzen von aneinander reibendem Holz empfing mi
    Auserwählt

    *Meggy*

    Wellenrauschen, Schritte mehrerer Menschen, Flattern von Segeln und das ächzen und knarzen von aneinander reibendem Holz empfing mich, als ich meine Augen aufschlug. Ich blickte an die Decke und sah das schwarze Holz der Pearl über mir. Benommen richtete ich mich auf. In meinem Kopf drehte sich alles. Ich hatte einen leeren, traumlosen Schlaf hinter mir, das ließ er mich spüren. Ich richtete mich auf und drehte mich zu meinem ‘Bett‘ um. Mein Blick fiel auf zwei alte, löchrige Säcke, die auf eine Kiste gebettet worden waren. Ich befand mich unter Deck. Verwirrt sah ich mich um. Es dauerte einen Moment bis ich mich erinnerte, was passiert war, doch da fiel es mir wie aus dem Nichts wieder ein. Der nächtliche Aufenthalt in Tortuga, das Degenkämpfen mit Henry, das Auftauchen von Captain Barbossa. Erschrocken blickte ich auf. Barbossa, was hatte er mit Henry gemacht? Plötzlich war ich hellwach. Mit einem großen Satz sprang ich von der Kiste und lief zur Treppe, die nach oben aufs Deck führte. Es war eine Crew an Board, die, etwas verwundert über mein stürmisches Auftauchen, zur Seite trat und mir den Weg zum Steuer frei machte. Dort stand Barbossa und ließ seinen Blick über das Meer schweifen. Wir waren inmitten des Ozeans, nirgends war Land zu sehen. Auf seiner Schulter saß ein… ein Affe? Das kleine Äffchen hatte mich bereits bemerkt und kündigte seinem Herrchen meine Anwesenheit mit einem lauten Schrei an. Meine kurze Verwunderung über das Tier auf der Schulter des Captains endete genauso schnell, wie sie gekommen war. Ohne zu zögern und mit schnellen Schritten ging ich auf ihn zu. „Wo ist Henry! Was habt Ihr mit ihm gemacht!“, kam ich sofort zum Punkt und starrte Barbossa wütend an. „Guten Morgen Missi. Hattet Ihr eine angenehme Nacht?“, wich der nur meinen Fragen mit einer eiskalten Ruhe und Gelassenheit aus, die einem das Blut in den Adern gefrieren ließ. Leicht eingeschüchtert entgegnete ich mit versuchtem Selbstbewusstsein: „In Anbetracht der Tatsache, dass ich auf einer Kiste und ein paar alten Stofffetzen geschlafen habe muss ich da leider verneinen.“ Ich schaffte es, ein wütendes Anfunkeln zustande zu bringen und wich leicht erschrocken zurück, als sich der Captain plötzlich umdrehte und mit einem boshaften Unterton leise lachte, wobei man erneut seine dreckigen Zähne sehen konnte. Dabei ließ er mich nicht aus den Augen. Ich tat es ihm gleich und brachte noch etwas mehr Distanz zwischen mich und den dämlich grinsenden Piraten. „Ich halte die Versprechen, die ich gebe, Missi.“, antwortete er nachdem er seinen widerlichen Lachanfall beendet hatte. „Oder sollte ich sagen Megan Gibbs, Tochter von Joshamee Gibbs?“ Sichtlich erschrockener als zuvor wich ich vor dem, auf einmal immer näher kommenden Captain, zurück. Erst als er direkt vor mir, nur noch wenige Zentimeter entfernt, stand, blieb er stehen und schaute wie auf Ungeziefer auf mich herunter. War da etwa eine Spur von Respekt in seiner Stimme zu hören gewesen? Aber das passte doch gar nicht mit diesem unterwerfenden Blick zusammen. Leider schaffte ich es nun nicht mehr, Selbstbewusstsein in der Stimme mitschwingen zu lassen. Es klang eher verwirrt und das war ich ohne Frage: „Joshamee Gibbs? Ich heiße zwar mit Nachnamen Gibbs, aber mein Vater heißt nicht Joshamee. Sein Name ist Josh. Und was wisst Ihr überhaupt von ihm?“ Ich konnte es nicht verhindern. Meine Augen brannten und ich spürte wie sich die Tränen ihren Weg bahnten, doch ich schluckte sie mit viel Mühe herunter und hielt angestrengt dem Blick des Captains stand. Mist. Er schien den Schmerz in meinem Gesicht bemerkt zu haben, denn er löste sich zufrieden lächelnd von dem bedrängend kleinen Abstand und stellte sich breitbeinig zurück an die Rehling. Na super, er schien erreicht zu haben was er wollte. „Ihr wisst nicht wer ihr seid, nicht wahr?“, wandte sich Barbossa plötzlich erneut an mich. Immer noch voller Anstrengung die aufsteigende Trauer zu verstecken sah ich auf. Jetzt verstand ich gar nichts mehr, schon wieder. „Ich bin Megan Gibbs, genannt Meggy. Natürlich weiß ich wer ich bin.“, entgegnete ich schließlich, aber da lag nicht viel Sicherheit in meiner Stimme. Captain Barbossa grinste wieder und kam noch einmal auf mich zu, diesmal zum Glück nicht so nah, wie vorher. „Ihr, Megan Gibbs, seid Teil einer Prophezeiung.“ Verdutzt blickte ich ihn an. „Oder glaubt Ihr etwa nicht an derartige Dinge?“, lachte er mit einem wissenden Unterton. Oh doch, nach alldem was mir in den letzten Tagen passiert war glaubte ich sehr wohl an derartige Dinge. „Die Meeresgöttin Calypso hat vor mit uns abzurechnen.“, fuhr der Captain fort, während er einen Apfel aus seiner Jackentasche hervorholte. „Wer bitte ist ‘uns‘?“, warf ich ein und sah Barbossa fragend an. „Die Piraterie.“, antwortete der knapp. Ich nickte zögernd und schaffte es endlich wieder, eine selbstbewusstere Haltung einzunehmen. Auch die aufsteigende Trauer schien fast vertrieben. „Es gibt einen Weg, wie wir sie überzeugen können, uns zu verschonen.“ Captain Barbossa musterte den saftigen roten Apfel in seiner Hand. „Wir müssen ein Opfer bringen, ein Lebewesen aus einer anderen Zeit muss zu ihren Ehren geopfert werden.“ Mit schweren Schritten kam er auf mich zu, das Äffchen auf seiner Schulter dabei nachdenklich musternd, und blieb erneut nur wenige Zentimeter von mir entfernt stehen. „Dank euch haben wir dieses Lebewesen nun gefunden.“ Ich starrte ihn an. Furcht lag in meinen weit aufgerissenen Augen. Furcht und Schock. Nachdem sich kurze Zeit keiner von uns rührte, stieß ich mich plötzlich panisch und entschlossen von der Rehling ab und rannte los. Ich rannte auf direktem Weg die Treppen, die unter Deck führten, hinunter und brach dort zusammen. Ich rollte mich auf dem Holzboden zusammen und weinte. Alle Zurückhaltung war dahin, es brach heraus, all das was sich über die Stunden, die Tage, die Jahre angestaut hatte. Ich weinte und schrie. Ich schrie Barbossa an, ich schrie das Flugzeug an, ich schrie meinen Stiefvater an, ich schrie die Prophezeiung an. Ich schrie einfach alles raus. Lange lag ich so da, eine gefühlte Ewigkeit liefen die Tränen über meine Wangen. Ich wusste nicht, ob ich schlief oder wach war, aber ich lag einfach so da. Und ich blieb so liegen.

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Meggy and the Caribbean, Teil 10
Meggy and the Caribbean, Teil 10
Zu erfahren, dass man Teil einer Prophezeiung ist kann einen schon stutzig machen. Aber Meggy Beitrag zu einer Prophezeiung setzt da noch einmal einen drauf...Der 10. Teil:) freue mich übrigens sehr über die Aufrufe und Kommentare meiner Story, danke d...
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2015-04-07
402B
Fluch der Karibik

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