Tintenwelt-Nach dem Krieg

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2 Kapitel - 856 Wörter - Erstellt von: Pretty Wolf - Aktualisiert am: 2015-04-06 - Entwickelt am: - 633 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Nach dem Tod des Natternkopfes in Cornelia Funkes Buch "Tintentod" ist mehr oder weniger Frieden eingekehrt. Marlea ist ein Mädchen, das allein durch die Tintenwelt zieht. Oder auch nicht, denn sie kann mit dem Wind sprechen und der beschützt sie vor den zahlreichen Gefahren, die auf ihrem Weg auf sie lauern...

    1
    Pfeile und Wind

    Der Nebel waberte um mich herum, aber ich konnte die Krieger rufen hören und das Schnauben ihrer Pferde.
    Ich wusste, dass sie mich umzingelt hatten und ihre Bögen und Armbrüste waren auf mich gerichtet.
    Ich streckte die Arme aus und zischte Windworte.
    Der Wind erfasste mich und trug mich hoch. Nun war ich für alle gut sichtbar. Der Wind wurde zum Sturm und wehrte alle Pfeile ab, die auf mich zuflogen. Ich wurde fort getragen, hörte noch das zischen, als mir in den Arm schoss. Ich stürzte, wurde von der Luft aufgefangen und immer weiter und weiter getragen.
    Fassungslos starrte ich auf das Blut, das meinen Arm herunter lief. Mit einem Ruck zog ich den Pfeil heraus, drückte meine Hand auf die Wunde und versuchte den Blutstrom zu stoppen. Meine Kleidung färbte sich augenblicklich rot, vom Blut. Ich wurde schwächer. Alles um mich herum verschwamm.
    Ich merkte es kaum, als ich auf Gras fiel und benommen liegen blieb. Ich hörte schnelle Schritte und sah ein Gesicht vor mir auftauchen. Es war ein Mann mit hellen Haaren. "Kannst du mich hören?", fragte er. Ich rührte mich nicht. "Roxane!"
    Alles um mich wurde schwarz. Ich konnte eine andere Stimme hören, dann verlor ich endgültig das Bewusstsein.

    2
    Roxane und Staubfinger

    Als ich wieder zu mir kam, war ich in einem Haus.
    Ich lag auf Stroh. Als ich auf meinen Arm schaute bemerkte ich, dass die Wunde verbunden war.
    Ich schaute auf, als eine Frau herein kam. Sie hatte ein hübsches Gesicht und freundliche Augen.
    "Ah, du hast also beschlossen aufzuwachen!", sagte sie, "Ich bin Roxane!" Ich starrte Roxane an. "Wo...bin ich?", fragte ich. "In meiner Hütte! Staubfinger hat dich vor drei Tagen im Garten gefunden."
    Sie lächelte. "Vor drei Tagen?", fragte ich ungläubig.
    "Ja, du hast lange geschlafen. Die Wunde ist schlimm und hat sich endzündet, ich hatte Angst, das du es nicht schaffst." Ich schaute wieder auf den Verband. "Und wie heißt du?", wollte Roxane wissen.
    "Marlea." "Nun, Marlea, ich muss deinen Verband wechseln." Ich nickte ihr zu und sie wickelte vorsichtig den Verband ab. Ich zuckte zusammen, als ich die Wunde sah. Sie hatte aufgehört zu bluten, war aber rötlich und gelber Eiter trat daraus hervor.
    Ich wandte ich ab, als Roxane einen neuen Verband darum wickelte.
    "Willst du etwas essen? Du solltest auch etwas trinken!" Ich nickte und sie brachte mir Brot, einen Streifen Trockenfleisch und einen Krug Wasser.
    Ich dankte ihr und begann zu essen. Da ging die Tür auf und der Mann, Staubfinger, kam durch die Tür. Er gab Roxane einen Kuss und wandte sich mir zu.
    "Du bist wach.", stellte er fest. Ich nickte. Dann sagte ich: "Ich weiß gar nicht, wie ich euch danken soll! Ihr habt mir das Leben gerettet!"
    "Das ist schon in Ordnung!", erwiderte Roxane, "Mich interessiert allerdings, wie es zu dieser Wunde kam." Ich holte tief Luft. "Ich war bei den Hügeln", begann ich, ", als die Krieger vom Hänfling mich angegriffen haben."
    "Bei den Klippen!", rief Staubfinger, "Wie hast du es geschafft, hier her zu kommen?"
    Ich lächelte schwach. "Der Wind hat mir geholfen. Er hat mich hochgehoben, hat alle Pfeile abgewehrt und wollte mich fort tragen, aber ein Pfeil hat mich doch erwischt. Der Wind kennt alles. Wahrscheinlich dachte er, ihr könnt mir helfen und hat mich hier her getragen!" Eine Weile sagte niemand etwas.
    "Der Wind...hat dir geholfen?", fragte Staubfinger schließlich. Ich nickte. "Ich kann mit ihm reden. Wie du mit dem Feuer." Als Beweis dafür sprach ich ein paar schnelle Worte in der Windsprache. Eine leichte Brise wehte durch das Zimmer und zerzauste Roxane das Haar. "Ich wusste gar nicht, dass der Wind auch eine Sprache hat!", meinte sie.
    "Alles hat eine Sprache. Wasser, Feuer, Luft, Bäume-alles!", erwiderte ich.
    "Das ist erstaunlich!"

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