Der Herr der Ringe - Die Vergessene Tochter (Kapitel 8.1)

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1 Kapitel - 1.907 Wörter - Erstellt von: Pho3nixx - Aktualisiert am: 2015-03-27 - Entwickelt am: - 2.268 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Also, das hier ist der 'erste Teil' des achten Kapitels, da ich ihn weder völlig abgeschlossen, noch völlig zusammengehörend mit dem zweiten Teil finde.: x Kompliziert erklärt, und auch bestimmt völlig unverständlich, aber egal: D Macht euch einfach keine Gedanken über mein Geschreibe, sondern genießt das Kapitel, auch wenn es manche seeeehr aufregen kann und ich mir unsicher bin, ob der Verlauf der Handlung denn so überhaupt 'richtig' ist, aber ich mach das jetzt einfach so und ich hoffe, ihr könnt mir vergeben ;)
Der 'zweite Teil' oder auch das neunte Kapitel, je nachdem, wie man es sieht folgt in Kürze, wenn die Ferien angefangen haben und ich mit allen 'Pflichten' durch bin und wieder ungestört zum Schreiben komme... ;)

Ganz viel Spaß beim Lesen und ganz liebe Grüße,
Eure Pho3nixx (n.n)

1
Die wenigen Minuten, welche ich alleine in meinem Kummer versinke und nur schwer nach einem kleinen Faden greifen kann, welcher mich nur völlig unter
Die wenigen Minuten, welche ich alleine in meinem Kummer versinke und nur schwer nach einem kleinen Faden greifen kann, welcher mich nur völlig untergehen lässt, reißt eine helle und besorgte Stimme mich aus der Finsternis in meinem Kopf und mein Blick springt ruckartig in die Höhe, wo meine Augen die des kleinen Hobbits fokussieren.
„Karliah?“ ruft Pippin erleichtert aus – scheinbar glücklich, mich mehr oder weniger wohlbehalten aufzufinden. Mit tippelnden Schritten kommt er auf mich zu, seine Hände verlegen in den kleinen Taschen seiner Weste versteckt. „Ich... Ich wollte nur nach dir sehen...,“ erklärt er sein Erscheinen, ohne dass ich gefragt habe und das Murmeln mit der verbundenen Unsicherheit in seiner Stimme, entlocken mir ein schwaches Lächeln.
„Es ist alles gut Pippin...,“ versuche ich ihn zu beschwichtigen, doch so ganz scheint er meinen Worten keinen Glauben schenken zu wollen, denn sein Blick wird ernst und trotzig bleibt er stehen, sodass sein Schatten auf mein Gesicht fällt, welcher von den Fackeln an den Rändern der Terrasse leicht flackert.
„Nichts ist gut!“ sagt er laut und blickt mit fest in die Augen. „Wenn jemand weinend aus einem Raum flüchtet und man ihn wenige Minuten später schluchzend und gebrochen an einer Säule in der Kälte wiederfindet, dann geht es dieser Person NICHT GUT!“ Leicht erschrocken über seine eigenen Worte zieht er eine Decke unter seinem Arm hervor und legt sie mir sanft über die Schultern. „Verzeih meine Worte, Karliah... Ich denke, du möchtest lieber alleine sein... Ich wollte nur sichergehen, dass du nicht frierst...,“ hängt er sanft an und völlig erstaunt über den kleinen Hobbit kann ich nicht anders, als ihn unendlich dankbar anzusehen, während kein Wort über meine Lippen kommt, nur eine einzelne Träne, welche über meine Wange fließt, sammelt sich auf meiner Oberlippe und erst der salzige Geschmack auf meiner Zunge lässt mich gewahr werden, wie dämlich ich mir eigentlich gerade vorkomme.
„Ich bin so blöd...,“ murmle ich vor mich hin, als Pippin sich gerade wieder der Eingangstüre zugewendet hat und nun unsicher inne hält. Mit einem aufmunternden Ausdruck im Gesicht, lächelt er mir noch sanft zu, während er meine Worte mit einem Kopfschütteln verneint und Blicke sagen mehr als tausend Worte an dieser Stelle... Es war nur ein kurzer Moment, dennoch gab der kleine Hobbit mir das Gefühl wertvoll zu sein und ein kleiner Funke, welcher schon längst erloschen schien, glühte wieder auf und ein kleines Feuer breitete sich in meinem Inneren aus. Ein Feuer, welches all meine Erinnerungen wieder aufkeimen lässt – die Guten, als auch die Schlechten... Doch es sind die Erlebnisse, die Andenken an unsere Vergangenheit, die uns zu dem machen, was wir sind. Fest entschlossen umschließe ich das Tuch, welches Pippin mit geschenkt hatte und trockne mit ihm die Tränen von meinen Wangen, auf das ich so schnell keine neuen mehr verschenke.
Ich zerre die Decke fester um meiner Schultern und erhebe mich flink vom Boden, während mein Blick über die Ebenen Rohans streift. Ich bin so unheimlich froh, dass wir den Krieg überstanden haben – doch etwas sagt mir, dass dies nicht das Ende war... Etwas Größeres steht uns noch bevor, ob hier in Rohan, vermag ich nicht zu sagen... Die Dunkelheit lässt selbst die Nächste finsterer erscheinen und eine seltsame Kälte macht sich auf meiner Haut bemerkbar, dass trotz der warmen Decke ein Schauer über meinen Rücken kriecht.
Schnellen Schrittes bahne ich mir einen Weg über den Balkon und wende meinen Kopf gerade in die Goldene Halle, als ich mit jemandem zusammenstoße und perplex nach hinten taumle. Gerade, bevor ich endgültig das Gleichgewicht zu verlieren scheine, greift die Hand meines Gegenübers nach der meinen und ich erkenne den belustigt schmunzelnden Éomer vor mir.
„Was bist du so hastig, Füchsin?“ neckt er mich und es scheint, als merke er direkt, dass ich mich wieder beruhigt habe, denn er legt seinen Arm um meine Schulter und zieht mich mit sich auf den Balkon, welchen ich gerade erst verlassen wollte.
„Éomer... Können wir nicht...?“ möchte ich ihn gerade fragen, ob wir nicht kehrt machen können, doch er schüttelt nur stumm sein Haupt und zieht mich näher an sich, während er direkt auf die Treppen, welche hinunter auf den Marktplatz führen, zu steuert.
„Ich muss mit dir reden, Karliah,“ wird er plötzlich wieder ernst und lässt sich auf die oberste der Treppenstufen nieder, während er mir mit einem Blick deutet, dass ich seinem Beispiel folgen sollte.
„Was ist denn...?“ frage ich vorsichtig und zupfe die in meinem Kleid entstandenen Falten zurecht, während ich meinen Blick neugierig zu meinem Bruder wende, welcher jedoch leicht gedankenverloren in die Umgebung schaut... Der Mond erhellt schwach die Dächer der Hauptstadt und erneut schweifen meine Gedanken nach Gondor ab... Wie die Weiße Stadt diese Zeiten erlebt? Leiden sie unter der unmittelbaren Nähe zu Mordor, oder sind dies nur die Ausläufe Isengarts unter der Tyrannei Sarumans? Wird der Schatten sich auch nach dorthin ausbreiten? Und werden wir ihn aufhalten können? Wird nun, durch den Tod des Verräters ein Teil Mittelerdes in Frieden leben können? Doch was ist, wenn er, wie Gandalf in Isengart erwähnt hat, nur eine Marionette Saurons war? Erwartet uns nun noch größeres Grauen, da wir Saurons Plan zunichte gemacht haben, als wir es geschafft haben, Rohan zu verteidigen?
Eine sanfte Berührung an meiner Schulter lässt mich wieder Aufsehen und meine Gedanken verfliegen. Éomer sieht mich mit einem weichen Blick an – völlig fremd zu dem, was er sonst vorgibt zu sein. Der sonst so schlagfertige Rohir ist einem Mann gewichen mit einem Blick, der mir nur allzu bekannt vorkommt... Es ist eine Harmonie des Kampfgeistes vereint mit der Zartheit eines warmen Frühlingsmorgens, an dem die Sonne gerade über die Hügel Rohans lugt und den Morgentau in den verschiedensten Farben glitzern lässt. Ein Blick, welcher mir das letzte Mal vor Théodreds Tod geschenkt wurde.
Leicht verunsichert rücke ich ein Stück von meinem Bruder fort, auch bin ich mir nicht sicher, ob er immer noch eine Schwester in mir sieht...
„Weißt du noch, als Onkel dich bei uns aufgenommen hat?“ beginnt er die Unterhaltung mit einem eher ungewöhnlichen Thema. Ich kann mich nicht entsinnen, dies schon einmal gefragt worden zu sein und so unwohl fühle ich mich auch bei dieser Frage.
„Nur... Nur an weniges... Ich war wohl einfach noch zu jung...,“ meine Kehle schnürt sich bei diesen Worten beinahe gänzlich zu. Meine Erinnerungen an diese Zeit sind noch wie Wunden, die nie wirklich heilen konnten, da man immer wieder auf die Knie gefallen ist und die gerade zu heilen beginnende Stelle von neuen Erschütterungen davon abgehalten wird, sich vollständig zu regenerieren...
„Meine Mutter starb, bei meiner Geburt – das ist das, was mein Vater mir jeden Tag, meines noch so kurzen Lebens, vorhielt... Ich sah ihr zu ähnlich, berichtete Onkel Théoden immer wieder und auch Gandalf hielt an diesem Glauben fest, als er mich das erste Mal sah. Als ich hier von dem König Rohans aufgenommen wurde, lernte ich als erstes seinen Sohn kennen... Dann euch...“ Ein trauriges Lächeln schleicht auf meine Lippen, doch ebenso schnell verblasst es wieder, da diese Tage dunkel in meiner Erinnerung liegen und ich nicht immer gerne an sie zurückdenke...
„Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen...,“ unterbricht Éomer urplötzlich meine Gedanken und sieht mich mit funkelnden Augen an. „Der König rief Éowyn und mich zu sich – Théodred begleitete uns auf dem Weg zu seinem Vater und deutete euphorisch auf das kleine Kind, welches in den Armen seines Vaters lag. Es war das bezauberndste Wesen, das meine Augen bis zu dem Tag erblickt haben... Das Mädchen glich einer Fee, die von weither gekommen war … und dieses Mädchen warst du...!“ Er hielt kurz inne, während seine Augen mein Gesicht musterten. Vorsichtig hebt er seine Hand an und streicht mit der Rückseite seiner wärmenden Finger über meine kalte Wange und auch wenn mich diese Berührung im Zusammenhang mit seinen Worten zurückschrecken lassen sollte, fühle ich mich bei der Wärme seiner Hand geborgen und seit langem wieder sicher und... geliebt...
„Und über die Jahre, war es nicht nur Théodred, welcher deiner Liebe nacheiferte... Es war nicht nur er, der dich lächeln sehen wollte... Doch es war nur er, der es schlussendlich schaffte, dein Herz für sich zu gewinnen...“ Sein Blick senkt sich langsam zu Boden und in seiner Stimme schwingt eine Mischung aus Schmerz und Verlangen mit, dass ich nicht recht weiß, was ich antworten soll...
„Éomer... Ich...,“ versuche ich meine Gedanken laut zu sammeln, doch weiter als die beiden Worte komme ich nicht, denn die Hand Éomers greift nach meinem Nacken und ich spüre seine Lippen auf den meinen! Überwältigt von meinen Gefühlen – von Schmerz, Trauer, Unsicherheit und Geborgenheit – verfalle ich in eine Starre, welche mich solange in ihren Klauen gefangen hält, bis ich meine zusammengekniffenen Augen wieder öffne, und den Platz gegenüber von mir, leer vorfinde...
Was?, frage ich mich in meinen Gedanken, während ich Spuren nach dem vorhergegangenen Ereignis absuche, doch je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr realisiere ich, dass ich all die Jahre, die ich mit Théodred an meiner Seite verbracht habe, immer zu einen Menschen verletzt habe, welcher mit lieb und teuer war... Dass ich all die Jahre, in denen Éomer mich 'Schwester' nannte, mich lieber an seiner Seite gewusst hätte, auf dass ich von seinem Cousin ablassen würde und gemeinsam mit ihm in die Schlacht reiten würde... Doch er war es nicht – das wusste er. Und er weiß auch, dass er es nie sein wird...
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Der Herr der Ringe - Die Vergessene Tochter (Ka...
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Also, das hier ist der 'erste Teil' des achten Kapitels, da ich ihn weder völlig abgeschlossen, noch völlig zusammengehörend mit dem zweiten Teil finde.: x Kompliziert erklärt, und auch bestimmt völlig unverständlich, aber egal: D Macht e...
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2015-03-26
402C
Herr der Ringe

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