Meggy and the Caribbean, Teil 6

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1 Kapitel - 1.557 Wörter - Erstellt von: OceanWave - Aktualisiert am: 2015-03-23 - Entwickelt am: - 1.062 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Meggy trifft zum ersten Mal auf die Menschen, die sie schon aus ihrem Traum kennt. Aber wer sind sie nur? Auf Antworten folgen neue Fragen...

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    Mein Traum und die Realität*Meggy*„Wir sehen uns bald, Meggy, wir sehen uns bald… bald…“ Ich schreckte hoch und wurde sogleich von warmer Seelu
    Mein Traum und die Realität

    *Meggy*

    „Wir sehen uns bald, Meggy, wir sehen uns bald… bald…“ Ich schreckte hoch und wurde sogleich von warmer Seeluft empfangen, die dann und wann von kühlen Briesen abgekühlt wurde. Langsam versuchte ich mich aufzurichten, doch sofort brach ich wieder zusammen. Unsanft schlugen meine Knie auf den grobkörnigen, aufgeheizten Sand auf. Ein stechender Schmerz durchfuhr mein Bein und meinen Kopf. Da viel es mir wieder ein. Der Flugzeugabsturz, der kalte, nächtliche Ozean. Zum ersten Mal an diesem Morgen schaute ich an mir herunter. In meinem Top hatte sich Seetang verfangen, ich war von oben bis unten klatschnass. Als mein Blick auf mein Bein traf sah ich eine blutende Schürfwunde auf der Seite. Sie brannte höllisch und zog sich von der Kniekehle bis hinunter zum Fußknöchel. Als ich mein Bein heranzog, um es genauer zu betrachten, stieß das Stechen wieder hindurch und ich verzog vor Schmerz das Gesicht. Das hätte ich lieber lassen sollen, denn schon meldete sich meine Platzwunde an der Schläfe wieder. Hämmernde Kopfschmerzen ließen mich mir an den schmerzenden Kopf fassen. Als sich die Kopfschmerzen etwas beruhigt hatten robbte ich zum Wasser, welches vom Meer ans Ufer des Sandstrandes gespült wurde. Ich setzte mich vorsichtig auf, formte eine Schale mit meinen Händen und ließ das kühle Meerwasser über meine blutende Beinwunde laufen. Das salzhaltige Wasser ließ die Wunde mehr brennen als je zuvor. Vor Schmerz stöhnte ich auf, Tränen traten mir in die Augen. Es tat so weh!
    Als das Meerwasser endlich von der Seeluft getrocknet worden und die Wunde einigermaßen sauber war, richtete ich mich ganz auf und setzte vorsichtig einen Fuß vor den anderen. Sofort begann die Schürfwunde erneut zu bluten. Ich würde sie verbinden müssen, sonst könnte ich nicht aufbrechen. Ein Blick an mir herunter und ich hatte eine Idee. Mit einer scharfkantigen Muschel schnitt ich gekonnt den Bauchteil meines Tops, der sowieso schon total zerfetzt war, ab und wickelte den Stofffetzen um mein blutendes Bein. Es funktionierte. Die Blutung stoppte innerhalb weniger Sekunden und ich probierte erneut zu laufen. Jetzt ging es, wenn auch ziemlich schmerzhaft, aber es war auszuhalten. Leicht humpelnd richtete ich mich endlich komplett auf und sah mir zum ersten Mal richtig an, wo ich war. Ich schaute direkt auf eine kleine Ansammlung von Palmen. Sie standen auf einer Insel, die nicht sehr groß zu sein schien. Von meinem Standort aus konnte ich beide Enden von ihr sehen. Sie schien länglich zu sein und ich war wohl nicht die Erste, die hier gestrandet war. Wie ich darauf kam? Ein paar Meter weiter konnte ich einen Teil des kleinen Palmenwaldes erkennen, der abgefackelt worden war. Ein paar verkohlte Überreste der Palmenstämme ragten dort aus dem sandigen Boden. Verwirrt humpelte ich auf den abgebrannten Palmenwald zu und hielt erstaunt inne, als ich zwischen den im Sand knatschenden Schritten einen quietschenden vernahm. Ich sprang an der Stelle ein paar Mal auf und ab, wohl einmal zu viel, denn plötzlich brach ich ein und landete hart auf ein paar alten Holzkisten. Benommen kletterte ich von ihnen herunter und öffnete eine davon. Zum Vorschein kamen… Flaschen? Alte, glasige Flaschen, gefüllt mit einer leicht durchsichtigen, braunen Flüssigkeit. Verwundert zog ich den Korken aus einer von ihnen und roch an dem seltsamen Inhalt. Angewidert verzog ich das Gesicht, verschloss die Flasche und stellte sie zurück in die Kiste. Alkohol, es war ohne Frage irgendwas mit Alkohol. Ich versuchte wieder aus dem komischen Loch zu klettern, doch meine Beinverletzung hinderte mich erheblich daran. Immer wieder rutschte ich ab, da ich das Bein nicht genug belasten konnte um es nach oben zu schwingen. Genervt stöhnte ich auf, da viel mein Blick auf die Kisten. Bei dem Gedanken an meine Idee musste ich grinsen. Kurze Zeit später stapelten sich die Kisten schön aufeinander und bildeten ein perfekte Treppe. Triumphierend lächelnd stieg ich mit Leichtigkeit mein Werk hinauf. Ich warf einen letzten belustigten Blick auf das Loch, doch ich hätte wohl besser hinsehen sollen, wohin ich laufe. „Hoppla.“, sagte der Mann, mit dem ich ungeschickterweise zusammenstieß belustigt und grinste mich schadenfroh an. Lachte der mich etwa aus! Gerade wollte ich davonlaufen, als ich plötzlich bemerkte, dass ich ihn kannte. Es war der Mann aus meinem Traum, der am Steuer des Schiffes stand auf dem ich lag. Er hatte einen Kompass in der Hand gehabt. Ich stutzte. Einen Kompass? Unauffällig griff ich in meine Jacke und umfasste das noch leicht feuchte Holz des besagten Gegenstandes. Mit erschrockenem Gesichtsausdruck, den ich vergebens zu verstecken versuchte, sah ich den Mann mit den langen, geflochtenen und geknoteten Haaren an: „Wer sind Sie?“, fragte ich mit zum Glück gelungener Festigkeit in der Stimme. „Also Liebes, erstens heißt es ‘Wer seid Ihr‘ und zweitens bin ich Captain Jack Sparrow, du hast bestimmt schon mal von mir gehört.“, fügte er hinzu und grinste schon wieder, diesmal ziemlich selbstverliebt. Gelangweilt verdrehte ich die Augen und ergänzte genervt: „Und was macht Ihr von Beruf? Seid Ihr Touristenführer oder einfach ein freier Kapitän?“ Der selbstverliebte Gesichtsausdruck auf dem Gesicht des Captains wurde kurz zu einem verwirrtem, dann wurde er wieder amüsiert. „Nun ja, ‘freier Kapitän‘ kann man es auch nennen, aber ich bevorzuge die Bezeichnung ‘Pirat‘.“, verkündete er theatralisch und ruderte selbstbewusst mit den Armen. Langsam begriff ich, dass das hier kein lustiger Gag sein sollte. Nein. Das hier war echt und durch und durch ernst gemeint. Nun verstand ich gar nichts mehr. Das musste Jack wohl gemerkt haben und deshalb sah er mich kurz darauf verwirrt an. „Und wer seid Ihr Miss?“, fragte er ernst, dabei bemerkte ich seinen nach Alkohol riechenden Mundgeruch und rümpfte kurz die Nase. „Mein Name ist Megan, Ihr könnt mich auch Meggy nennen.“, antwortete ich nach kurzem Zögern und hielt selbstbewusst Augenkontakt, weshalb ich auch sofort bemerkte, wie Jacks Augen sich für einen Moment erschrocken weiteten, als er meinen Namen hörte. Er wusste etwas, aber was? „Nun ja Meggy, dann willkommen an Board der Black Pearl.“, sagte er schließlich, plötzlich höchst freundschaftlich lächelnd, und bedeutete mir, mit ihm zu kommen. Er führte mich zu einem kleinen Beiboot, das zu dem großen schwarzen Schiff gehören musste, welches ein paar Meter entfernt im Ozean trieb. Nur mit halbem Ohr hörte ich zu, wie Jack den Männern im Boot befahl, die Kisten mit Rum zu holen und das Beiboot zu beladen. „In den Kisten war also Rum.“, stellte ich für mich fest. Als dann plötzlich mein Name fiel, drehte ich neugierig meinen Kopf zu dem Captain und seiner Crew herum. „Diese Dame hier kommt mit uns.“, hörte ich Jack sagen und sah, wie er auf mich deutete. „Nein, nein, nein Sir, es bringt furchtbares Unglück eine Frau mit an Board…“, der Mann stoppte mitten im Satz. Er sah mich an, lange. Und ich sah ihn an, lange. Da fiel mir wieder mein Traum ein. Er war es gewesen, der mir gesagt hatte, ich solle Heim kommen. Er hatte neben Jack gestanden, welcher auch in diesem Moment meinen Gedankengang unterbrach: „Master Gibbs, glaubt mir, diesmal wäre es wirklich viel schlimmer sie nicht dabei zu haben.“ Er zwinkerte dem Mann zu, der anscheinend Gibbs hieß. Dieser verstand Jacks Mimik wohl nicht besonders, was man ihm aber auch nicht verübeln konnte. Der Captain bedeutete mir ins Boot zu steigen, was ich dann auch tat. An Board angekommen erkannte ich viele Stimmen wieder, die ich zuvor immer nur in meinem Kopf gehört habe. Zwei Männer hatten wohl den Befehl die Leinen los zu machen. „Du ziehst zu fest!“, rief der eine dem anderen zu. „Du ziehst nicht fest genug!“, konterte darauf der andere. Ich sah, wie Jack genervt die Augen verdrehte. Da kamen plötzlich zwei Crewmitglieder direkt auf ihn zugelaufen. „Wie lautet der nächste Kurs Captain?“, fragte schließlich einer der beiden. Er war wirklich klein… wirklich sehr klein. Neben ihm stand ein normalgroßer Mann, der einen Papageien auf der Schulter trug. Der Vogel bestärkte die Frage des kleinen Mannes: „Aye, gleiche Frage wie Marti.“ Der kleine hieß also Marti. Das Gekrächze des Papageien schien den Captain gerade auch etwas zu nerven. Gibbs kam dazu und sagte zu den beiden Männern: „Marti, Cotton, geht doch lieber auf eure Posten.“ Ich hörte Marti noch zu Cotton sagen: „Irgendwie ist der Captain in letzter Zeit etwas merkwürdig.“ Dann wandte ich meinen Blick wieder Jack und Gibbs zu. Gibbs sah Jack wissend an: „Tortuga?“ „Aye. Tortuga.“

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Meggy and the Caribbean, Teil 6
Meggy and the Caribbean, Teil 6
Meggy trifft zum ersten Mal auf die Menschen, die sie schon aus ihrem Traum kennt. Aber wer sind sie nur? Auf Antworten folgen neue Fragen...
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2015-03-22
402B
Fluch der Karibik

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