Leben und Liebe in Mittelerde - Teil 20

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2 Kapitel - 1.205 Wörter - Erstellt von: Tariel - Aktualisiert am: 2015-03-23 - Entwickelt am: - 1.588 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Liebe oder doch nur etwas mehr als Freundschaft?

1
Erstaunt wandte ich mich Eldarion zu. Warum wollte er mit mir alleine sein? Hatte er etwas mit mir zu besprechen, etwas Wichtiges? Ich blieb wie eine Statue mitten im Zimmer stehen und bewegte mich keinen Millimeter mehr.
„Ist etwas?“, meinte Eldarion und blickte mich etwas überrascht an. Schnell schüttelte ich den Kopf und wollte etwas darauf antworten, doch die Wörter blieben mir im Hals stecken. Was war, verdammt noch einmal, nur plötzlich mit mir los? Das hier war nur Eldarion. Warum war ich so angespannt?
„Komm und setzt dich zu mir“, holte mich Eldarion in die Gegenwart zurück. Verblüfft stellte ich fest, dass er bereits auf dem steinernen Boden platzgenommen hatte, ohne dass ich es bemerkt hatte. Er saß dort, zusammengekauert, die Knie an die Brust gezogen und eng umschlungen. Ich zögerte kurz, bevor ich mich neben ihm niederließ und meinen Rücken gegen die Wand lehnte. Ein wenig schüchtern warf ich dem Königssohn einen neugierigen Blick zu und musste meinen ganzen Mut zusammennehmen, um die Worte laut auszusprechen.
„Was wolltet Ihr mit mir besprechen?“, fragte ich. Eldarion sah mich nicht an, doch ich bemerkte sehr wohl, dass es da etwas gab, das ihm auf dem Herzen lag.
„Eigentlich wollte ich gar nichts bereden“, antwortete er nach einer Weile und knetete nervös seine Finger. „Ich möchte nur nicht alleine sein.“ Unsicher starrte ich auf die Wand mir gegenüber. Eine weiße Wand, leer und weiß. Genauso leer wie meine Gedanken und doch schwirrten gleichzeitig tausende Fragen in meinem Kopf herum. Fragen, die mir vielleicht nie jemand beantworten würde. Fragen, auf die ich keine Antwort wollte.
Zärtlich nahm Eldarion meine Hand in seine und drückte sie. Warum? Ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich angefangen hatte zu weinen. Die Tränen flossen an meinen Wangen hinunter und tropften unaufhaltsam auf mein Kleid. Das helle Rot verfärbte sich zu einem dunklen Rot. Ich weinte, bis die Tränen nicht mehr wollten. Ich weinte, bis die Schwere von mir gewichen war. Mein Kleid war durchnässt. Endlich gab der Tränenschleier, der meine Augen bedeckte, Farben frei. Ich ließ meinen Blick durch das Zimmer schweifen und ließ ihn dann auf Eldarion ruhen, welcher mich ebenfalls mit einem besorgten Ausdruck im Gesicht betrachtete. Ich legte meinen Kopf auf Eldarions Schulter und gähnte. Ich war müde, obwohl es noch nicht einmal Mittag war. Meine Hand hatte Eldarion die ganze Zeit gehalten und ließ sie auch jetzt nicht los. Er legte seinen Kopf auf meinen und flüsterte mir ins Ohr.
„Schlaf nun, Prinzessin“, hauchte er und ich hörte sein Lächeln. „Schlaf, bis die Sonne dich weckt und du nicht mehr traurig sein musst. Schlaf, bis dein Prinz kommt und dich aus deinen Träumen und Albträumen befreit.“ Mein Prinz. Mein Prinz? War der nicht die ganze Zeit bei mir? War er es nicht, der meine Hand hielt und mich tröstete, bis ich schwach war vom Weinen und dann bereit war mich in seine Arme zu schließen?

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