Der Erbe des dunklen Herrschers Kapitel 13

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1 Kapitel - 1.800 Wörter - Erstellt von: Morgoth25 - Aktualisiert am: 2015-03-20 - Entwickelt am: - 561 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Von der bösartigen Überraschung in Khazad Dum

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Kapitel 13
Von der bösartigen Überraschung in Khazad Dum
Währenddessen blieb es in Khazad Dum still und Farin, wie auch seine Heerführer und Fürsten entschlossen sich dazu, dort auf ihrem langen Marsch nach Bruchtal eine Pause einzulegen. Bereits einige Tage zuvor entsandte der Neffe Gimlis einen Boten nach Khazad Dum, zusammen mit dreihundert, bis auf die Zähne bewaffnete Hüter, da er aus Bruchtal die Warnung bekam, dort sollte sich die Armee der Finsternis ihren beschwerlichen Weg hindurch bahnen. Allerdings blieb es in den riesigen Weiten der großen Festung still und hin und wieder verirrte sich nur ein Windhauch in die vereinzelten Hallen von Durins Volk. Farin und seine Gefolgsleute nahmen einen unterirdischen Geheimgang, um nicht über den Caradhras nach Bruchtal gehen zu müssen. Dieser wurde nach dem dritten Zeitalter von einzelnen Zwergen angelegt. Als sich Farin, der eine silberne Rüstung und Dains Hammer trug, den er von Gimli als Erbstück geschenkt bekam, auf einen Felsen am Eingang von Moria saß, um auf seine Boten zu warten, beriet mit seinem Zwergenfürst Durin IV, wie sie den Feind am besten in die Flucht schlagen könnten. Als er aber seine drei abgesandten Boten erspähte, wie sie ihm keuchend und erschöpft entgegen kamen, nickten diese verzweifelt:,, Mein Herr, die Brücke von Khazad Dum ist der einzige Weg durch die Festung hindurch. Diese ist aber nach wie vor seit dem Kampf zwischen Durins Fluch und Gandalf zerstört. Es würde Tage dauern, sie wieder herzurichten!`` Farin ließ einen markerzitterten Schrei los und befahl:,, Schickt all unsere Minenarbeiter hinein, um die Brücke zu erneuern!`` Daraufhin versammelten sich sämtliche Baumeister des Erebor, der glitzernden Grotten, wie auch des Ered Luin und Norinbad an der Brücke und konstruierten diese erneut. Nach fünf Tagen der Schufterei und des Wartens teilte einer der Minenarbeiter mit, die Zwergenarmee könnte die Brücke überqueren. Mit Stahlseilen hang die Konstruktion der Zwerge über dem tiefen Abgrund, hielt die kleinwüchsigen Zwerge aber aus. Als alle Soldaten die Brücke überquerten, marschierte Farin ehrfürchtig und den alten Tagen der Zwerge nach trauernd durch die Hallen der größten Festung Mittelerdes. Durin bemerkte allerdings die Trauer seines Königs, denn auch ihm traf der Anblick Khazad Dums, wie ein Stich ins Herz. Durin klopfte somit seinen König auf den Rücken und seine Stimme hallte durch die großen Ebenen der Zwergenhallen:,, Eines Tages werden die Minen von Moria wieder das sein, was sie einst waren und ihre Herren Farin und Durin werden Denkmäler errichten, die an die dunklen Zeiten erinnern. So werden die Zwerge unsere Heimat nie mehr wieder aufgeben! Bald wird man hier wieder tosendes Gelächter hören und die Fackeln an den Wänden werden heller strahlen, denn je. Vergiss nicht! Auch Erebor war für eine zeitlang verloren, doch als Thorin sein Königreich zurück eroberte, schmiedete Dain Eisenfuß aus der so verlorenen Stadt der Naugrim ein Reich des Wohlstandes und des Friedens!`` Der sonst so stolze Farin musste sich bei dieser Ansprache sogar eine Träne aus dem Gesicht wischen und lächelte seinen Vetter zuversichtlich an.Viele Momente des Schweigens vergingen, bis sie die Stadt der Zwerge erblickten. Große, prächtige Säulen, umhüllt von der Dunkelheit und der darauf liegenden Trauer um die Geschehnisse einstiger Tage in dieser stolzen Festungsruine. Gimli, Gloins Sohn, wie auch jetzt Farin entsandten immer wieder vereinzelte Truppen nach Khazad Dum, um das große Reich der Zwerge vom Orkabschaum zu befreien. Inzwischen sichtete man in Moria keinen einzigen Ork mehr. Moria war leer und ausgestorben. Somit schwor sich Farin, falls die Thronkriege vorbei sein sollten, würde Khazad Dum prächtiger und größer werden, als je zuvor und kein Balrog aus Morgoth Brut könnte sie dieses Mal daran hindern.`` So kam es, dass das sturköpfige Volk nach einigen Tagen die Einöden Morias durchquerte und sie am anderen Ende des Berges heraus kamen. Allerdings legten sie eine letzte Pause ein, bevor sie das alte Reich der Zwerge verließen. Über achttausend Zwerge legten sich in der Nähe des felsigen Abgrunds zum schlafen nieder, während andere sie bewachten. Farins königliches Zelt wurde in der Mitte seiner Schar aufgebaut, um vor jeglichem Unheil beschützt zu werden. Allerdings wurde der Zwergenkönig von seinem Vetter und zwei Wachen des Ered Luin aus dem Bett gejagt. Farin verließ daraufhin augenblicklich das Zelt, wo sich bereits andere Zwerge versammelten. Das Heer war still und das einzige, was man hörte, waren ihre Atemzüge. Auch Farin spitzte gespannt seine Ohren. Durin sah seinen Herren verängstigt an und flüsterte:,, Trommeln aus der Tiefe!`` Farin erwiderte diesen Blick und nuschelte mit schwitzigen Händen:,, Arnariel hatte Recht! Der Feind gräbt sich durch die Berge!`` Als das Trommeln immer näher kam, bekamen die sturköpfigen Zwerge Angst und jedem einzelnen standen die Schweißperlen auf der Stirn. Farin schrie nur noch:,, Lauft, Zwerge Durins! Lauft!`` Hastig packten die Zwerge das Nötigste zusammen und rannten zum Ausgang. Hinter ihnen bröckelten bereits einzelne Felsbrocken von der Decke und plötzlich stieß ein gewaltiger, Feuerspeiender Rammbock durch die Wand der Festung. Agandaur nannte ihn den Khorondrim Drachen. Dies war ein Hammer, mit dem Gesicht Ancalagons, der sich zur Bergwand richtete. Aus dem eisernen Maul des Drachen spuckte dieser die Feuer Uduns, die dafür sorgten, dass sich die Felswand erhitzte. Anschließend spuckte der Hammer glühendheiße Lava gegen das Berginnere und die Trolle zogen danach den Drachen nach hinten, so dass der Drachenkopf gegen die Felswand prallte und diese bröckelte. Als der Hammer die Wand durchdrang, marschierten tausende von Orks und Uruks im Gleichschritt aus der Höhle und brüllten entschlossen und siegessicher:,, Khorondrim draagh!``, was soviel bedeutete, wie:,, Khorondrim Hammer!``
Derweil rannten die Zwerge so schnell, wie sie nur konnten. Nach einer Weile hingen sie den Feind ab und marschierten hastig nach Imladris.
Als sie dort endlich ankamen und ebenfalls den Pass ins Tal nahmen, sahen die Anführer der Elben bereits von weitem, dass den Zwergen irgendetwas dazwischen gekommen war, denn müde und durstig waren sie. Farin und Durin hetzten sich die letzten Stufen zum Sitz des weißen Rates hinauf, wo auch schon Arnariel, Galadriel, Glorfindel, Gorbulus und die Istari auf des Zwergenkönigs Botschaft warteten. Erleichtert saßen sich die beiden Zwerge auf die weißen Marmorstühle und berichteten:,, Herrin Arnariel, ihr hattet Recht! Als wir gerade die letzte Rast einlegten, bevor wir Moria verließen, kam die Armee des Feindes durch die Felswand. Ich blickte nur kurz zurück, wollte ich doch nicht den Anschluss an mein Volk verlieren und sah tausende von ihnen im Gleichmarsch aus der Höhle marschieren!`` Glorfindel zuckte kurz mit den Augen, nachdem er erwiderte:,, Wir haben es hier also nicht mit irgendwelchen verwilderten Orks zu tun, sondern mit ausgebildete, schwer bewaffnete, für den Krieg gezüchtete Orks und Uruks!`` Ithindil lachte spottend:,, Gezüchtete Orks und Uruks? Als ich und Radagast auf Hardors Rücken saßen, sahen wir das Land des Feindes und ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser nicht nur Orks und Uruk- Hai in den Krieg schicken wird!`` Glorfindel und Galadriel mussten sich derweil zusammen reißen, sich nicht küssend in die Arme zu fallen, wollten sie ihre Liebe doch vor den anderen geheim halten. Also ballten sie stattdessen die Fäuste und konzentrierten sich auf die bevorstehende Schlacht. Arnariel ließ sich währenddessen eine pergamentartige Karte bringen, die sie auf den weißen Tisch ausbreitete:,, Ein Bote Arnors berichtete mir, dass Eldarion heute Nacht hier sein wird. Er mobilisierte seine Heere vor zwei Tagen von Chair Andros aus. Wann die Adler und die Menschen des Ostens kommen, ist allerdings ungewiss!`` Ithindil, die sich am Meisten für das neue Bündnis der Königreiche im Norden und Mittelerde interessierte, hinterfragte:,, Habt ihr schon etwas aus den Reichen des Nordens gehört? Entsandten die Elbenkönige, oder Amandils Erbe einen Boten?`` Die Herrin Bruchtals nickte enttäuschend. Die Gefährtin Allarons konnte somit nur tief einatmen und hoffen, dass der Norden Mittelerde in dieser schweren Zeit beistehen wird. Arnariel fuhr fort:,, Um das Ende dieser Schlacht aber solange, wie es nur möglich ist, hinaus zu zögern, feilten ich und die Söhne Elronds an einem Plan! Gorbulus, der nun neben Farin stand, bemerkte, dass es Farin immer noch peinlich war, dass er den Bürgermeister des Auenlands einst für einen Orkspäher hielt. Der Auenländer konnte es aber kaum erwarten, den Plan der Elbenherrin zu hören und ignorierte einfach die roten Wangen des Zwergenkönigs.,, Entsendet eine gewisse Anzahl eurer Eliteeinheiten zur westlichen Schlucht. Durch den Zauber, der diesen heiligen Zufluchtsort hält, sollten eure Krieger dort an dieser Grenze kämpfen. An forderster Front sollte Farin seine standhaften Hüter mit ihren breiten Schilden aufstellen. So verhindern wir, dass die Orks voran kommen. Dahinter reihen sich die Turmwachen Arnors und die Wächter von Imladris ein. Diese können mit ihren langen Speeren und Lanzen zwischen die Schilder der Zwerge die Orks töten. Danach nehmen die Schwanenritter aus Dol Amroth und die Schwertkämpfer der grauen Anfurten ihre Formation ein, sollte die Linie durchbrochen werden. Zuguterletzt zielen die Silberdornbogenschützen und die Waldläufer Gondors ihre Pfeile auf die Armee des Feindes. Somit kämen wir auf eine gesamte Truppenstärke von 2000 Elitesoldaten. Wird die Linie durchbrochen, stehen noch genug Soldaten und Reiter zur Verfügung, die diese Festung halten. Außerdem ist diese Schlucht der einzige Weg, um Imladris zu erobern. Die anderen Spalten und Pässe sind zu eng und zu gefährlich!`` Die Anführer der freien Völker nahmen diese Formation als einzige siegessichere Methode und gaben daraufhin augenblicklich ihren Hauptmännern Bescheid.
Noch in derselben Nacht hörte man die Hörner Gondors. König Eldarion, wie auch seine Fürsten kamen nach Imladris. Er brachte zehntausend Soldaten aus Fornost, Minas Tirith, Chair Andros, Dol Amroth, Amon Sul und Pelargir mit. Nun fehlten noch die Menschen des Ostens, unter Sahalatins Führung, die Ents, Hardor und seine Adler, wie auch die Legionen des Nordens. Nur so könnte Bruchtal diese Schlacht gewinnen.

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