Meggy and the Caribbean, Teil 5

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1 Kapitel - 1.944 Wörter - Erstellt von: OceanWave - Aktualisiert am: 2015-03-19 - Entwickelt am: - 1.193 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Zum ersten Mal aus der Sicht einer anderen Person als Meggy:) Und außerdem der erste Teil der richtig was mit dem Film zu tun hat ;)
PS: In meinen Geschichten werden übrigens Orte genannt, die es wirklich gibt und die ihr bei Google Maps finden könnt (hier z. B. 'Drunken Mans Cay' im Film ist das die Rumschmugglerinsel)

Hope you'll like it! Viel Spaß beim Lesen!:))

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    Drunken Mans Cay*Josh*„Vorsicht, hier wimmelt es von Riffen!“, rief Jack der an Deck hantierenden Crew zu, während er mit einer Hand die Black Pe
    Drunken Mans Cay

    *Josh*

    „Vorsicht, hier wimmelt es von Riffen!“, rief Jack der an Deck hantierenden Crew zu, während er mit einer Hand die Black Pearl entlang des Ufers der Schiffbruch Bay manövrierte. Nach dem Abenteuer der Suche nach der Quelle der ewigen Jugend heuerten wir gemeinsam neue Seeleute auf Tortuga an, dabei stießen auch viele der alten Crew wieder zu uns. Cotton, Marti und auch Pintel und Ragetti wurden erneut angeheuert, zusätzlich fanden wir noch 6 weitere Männer (zum Glück Männer, denn es bringt bekanntlich fürchterliches Unglück eine Frau mit an Board zu nehmen!). Ich liebte die See, genauso wie Jack und all die anderen Piraten, die es taten, doch ich vermisste mein altes Leben, das ich vor 4 Jahren noch gelebt hatte. Es war ein schreckliches Gefühl, das mich innerlich zerriss. Ich könnte nicht ohne das Leben der Freiheit auf See, doch ebenso wenig kann ich ohne sie, ohne meine kleine Tochter, die mittlerweile sicher gar nicht mehr so klein ist. Tränen traten mir in die Augen, doch sogleich zwinkerte ich sie weg, als ich hörte wie Jack nach mir rief: „Gibbs! Gibt es einen bestimmten Grund dafür, dass an Board nicht die Art von Disziplin herrscht die ich mir als Captain dieses Schiffes wünsche?“ Leicht irritiert blickte ich ihn an und erwiderte völlig unbeeindruckt (diese Nummer kannte ich schon in- und auswendig): „An welcher Art von Disziplin mangelt es Sir?“ Über mein Verhalten grinsend torkelte Jack mit leicht angewinkelten Armen zu mir herüber. „Wenn ein Mann erster Offizier eines Mannes ist, der der Captain ist, dann sollte dieser Mann dem Mann, der der Captain ist, zuhören, wenn er ihn ruft.“ „Entschuldige Jack.“, antwortete ich nun etwas ernster, worauf dessen Grinsen durch einen leicht irritierten Gesichtsausdruck abgelöst wurde. Er hatte anscheinend nicht mit solch einer plötzlichen Seriosität gerechnet. „Können wir reden Captain?“, fügte ich hinzu. Jack nickte und bedeutete mir, mit ihm unter Deck zu gehen. Er hatte verstanden, dass dieses Gespräch nicht jeder mitbekommen sollte. Gemeinsam stiegen wir die schmale Treppe hinunter und wurden von einem leicht modrigen Geruch, der sich mit dem süßen Duft von Rum vermischte, empfangen. „Es geht um meine Vergangenheit.“, setzte ich an. Jack hielt kurz inne, dann marschierte er schnurstracks auf das Rumregal zu, zog eine voll Flasche heraus und reichte sie mir. Dankend nahm ich an und trank in einem großen Zug die Hälfte aus. Jack starrte die halbleere Buddle an und rümpfte die Nase. „Also, wenn du schon meinen Rum wegsaufen willst, dann gib mir wenigstens was ab.?“, protestierte er beleidigt, nahm mir die Flasche aus der Hand und trank den restlichen Inhalt aus. Ein leichtes Lächeln spielte um meine Mundwinkel, doch sogleich wurde ich wieder ernst. „Seit 3 Jahren segle ich nun bereits als dein erster Offizier mit dir und du kennst meine Geschichte.“, machte ich weiter. Jack nickte und zog eine weitere Flasche aus dem Regal, öffnete sie und setzte sie an den Mund, während ich weitersprach: „Es geht um Megan.“ Jack stoppte in der Bewegung und sah mich prüfend an, was schon amüsant aussah mit halb geöffnetem Mund und einer Buddle Rum davor. „Jack?“, fragte ich als er sich nicht rührte. Dieser erwachte aus seiner Starre: „Was?“, lallte er. „Ich betrachte die Welt nur durch den Boden von einem Glas. Du kennst mich doch.“ Mein Blick genügte um ihm klar zu machen, dass ich gerade nicht für Spaß zu haben war. Also stellte er die Flasche bei Seite und sagte: „Joshamee Gibbs, ich kenne deine Vergangenheit und ich kenne auch deinen Willen dein altes Leben zurück zu erhalten, aber…“ „Nein Jack, ich will nur Meggy zurück, nicht mein altes Leben.“, unterbrach ich meinen Captain. „Oh.“, sagte Jack nur knapp und griff nach der Rumflasche. „Als ich in das Bermudadreieck hineinflog hatte ich ja keine Ahnung von dem Zeittor in Form eines schwarzen Lochs, was sich dort befand. Ich wurde als Nachfolger des damaligen Joshua Gibbs in die Zeitschleife eingeordnet und urplötzlich segelte ich bei der EastIndiaTrainingCompany.“ „Ja, und dann hast du deinen Namen zu einem passenden zu dieser Zeit geändert: Joshamee Gibbs.“, setzte Jack fort. „Aye.“, antwortete ich knapp und griff nach dem Rum, den Jack kurz zuvor neben sich gestellt hatte. Ich war schon längst immun gegen das Zeug. Der Alkohol machte mich nicht krank und betrunken wurde ich auch nicht mehr so schnell und so sehr, wie früher. Ab und zu vielleicht einen kleinen Kater nach dem Schlafen und natürlich der Gestank, den der Alkohol einem zulegte, das bekam ich noch. Aber als Pirat interessierte Hygiene eh niemanden mehr. Ich ließ den letzten Tropfen vom Boden des Glases in meinen Mund laufen. Als Jack meinen erneut deprimierten Blick bemerkte, griff er ohne zu Zögern hinter sich, um noch eine Buddle aus dem Regal zu ziehen. Als er mich kurz darauf mit großen Augen anblickte brauchten wir nicht lange, um die richtigen Worte für die Situation zu finden: „Wieso ist der Rum dauernd alle?“
    Mit schnellen Schritten stieg Jack die Treppe zum Steuer hinauf. „Ey!“, rief er der Crew zu, die erstaunt inne hielt. „Halt's Maul.“, krächzte es von Cottons Schulter. Jacks Hand bewegte sich langsam Richtung Pistole, den vorlauten Papageien starrte er dabei böse an. Schnell stapfte ich zu ihm und schob seine Hand mit einem vielsagenden Blick in Richtung Steuer, weg von der Waffe. Jack fing sich wieder und setzte erneut an zu sprechen: „Gentleman, unsere schlimmsten Befürchtungen sind Realität geworden.“ „Der Kroken ist wieder am Leben?“, unterbrach ihn Pintel. Der Captain verdrehte die Augen. „Ihr versteht die Dialekte von Gut und Böse auch nicht?“ Das war Ragetti. Jacks Hand bewegte sich schon wieder Richtung Pistole und ergriff sie diesmal auch. Diesmal konnte ich nicht mehr eingreifen, doch zu Ragettis Erleichterung sprang in diesem Moment der Affe, der zu Jacks Unglück auch noch seinen Namen trug, die Taue herunter. Kurzfristig entschied sich der Captain um, lieber auf den Affen zu schießen, doch leider ohne Erfolg. „Du weißt doch, dass das nichts bringt.“, merkte ich an. Jack drehte sich genervt zu mir um. „Also Ragetti hat es was gebracht.“, entgegnete er und schob seine Pistole wieder in seinen Gürtel, um sich darauf wieder an seine Crew zu wenden. „Die Rumvorräte sind uns erneut ausgegangen.“, verkündete er theatralisch. Kurz sagte niemand etwas, es schien, als müssten sie alle erstmal realisieren, was da gerade gesagt wurde. Doch es war nur die Ruhe vor dem Sturm, der kurz darauf losbrach:
    „Schon wieder alles weg!“
    „Wir waren doch erst vor kurzem neuen besorgen!“
    „Die Karibik hat sich so sehr verändert seit unserer Reise ins Bermudadreieck!“
    „Aye! Unter solchen Umständen ist das Plündern wirklich eine Fas!“
    „So sehr wie sich unsere Welt seit unserer Reise verändert hat, können wir uns doch in nichts mehr sicher sein!“
    „Es wird Zeit wieder dem ehrlichen Piratenhandwerk nachzugehen!“
    Jack lies fachmännisch seine Augen über die diskutierende Menge schweifen. „Politik?“, fragte ich grinsend. „Jap.“, antwortete Jack ernst, mit einer Spur von Selbstironie. „Haltet den Rand, und zwar alle!“, brüllte da plötzlich jemand, es war Pintel. Jack nickte ihm knapp zu, mehr Dankbarkeit konnte er wohl gerade nicht aufbringen. „Männer, ihr könnt allesamt beruhigt sein. Denn wir können uns den süßen, herben, herrlich brennenden und ach so unendlich geliebten, natürlich nicht so sehr geliebt wie die See, Geschmack dieser berüchtigten Delikatesse mit Leichtigkeit zurückholen, ohne dabei auch nur in die Nähe der neuen Welt zu geraten.“ Als ihn 10 Augenpaare fragend anstarrten, gesellte ich mich zu ihm, um zu übersetzen: „Der Captain möchte euch mitteilen, dass wir unsere Rumvorräte auffüllen werden und zwar nicht durch Plünderung einer der Städte, sondern indem wir zur Rumschmugglerinsel segeln und dort so viel nehmen wie wir nur tragen können.“ Ich drehte mich zu Jack um: „Aye?“ „Aye…“, antwortete dieser leicht beleidigt, schob mich dann zur Seite und stellte sich wieder zurück an die Front: „Ihr habt‘s gehört Männer, also los, auf eure Posten.“ „Und? Haben wir einen Kurs?“, fragte Marti und deutete auf Jacks Gürtel, an dem er den Kompass vermutete. „Ah, ein Kurs.“, gab Jack nur zurück und griff an seine Hüfte. Das kurz darauf folgende Stutzen versuchte er zwar zu verstecken, indem er schnell hinzufügte: „Setzt die Segel südwestlich, wir sollten Drunken Mans Cay schnell erreichen.“ Er richtete seinen Hut und bedeutete Marti auf seinen verunsicherten Blick, dass er und der Rest der Crew nicht fragen und an die Arbeit gehen sollten. Gerade als er sich auf den Weg nach unten machen wollte hielt ich ihn an der Schulter fest. „Jack, was war das gerade?“, merkte ich mit fragendem Gesichtsausdruck an. „Was? Ich habe nur den Kurs genannt und jetzt gedenke ich in meine Kajüte zu gehen und die Route zu berechnen.“, antwortete dieser im Gehen. Als ich bemerkte, dass sich sein Tempo beschleunigte lief ich ohne zu zögern hinterher. „Jack, ich lasse mich nicht zum Narren halten.“, setzte ich in der Kapitänskajüte angekommen fort. „Du trägst deinen Kompass immer bei dir, warum hast du eben nicht draufgeschaut?“ „Menschen ändern sich.“, entgegnete der Captain nach kurzem Zögern und lächelte, dabei kam allerdings keine besondere Selbstsicherheit rüber. „Du und dich ändern?“, lachte ich ihn aus und kam sofort wieder zur Sache. So leicht kam er mir nicht davon: „Was ist mit dem Kompass?“ Jack schaute unsicher von seinen Seekarten, die er versuchte zu studieren, auf. „Gar nichts.“, sagte er, doch sein Blick konnte meinem nicht sonderlich lange Stand halten. „Der Kompass ist nur… er ist… Er ist weg.“ Irritiert starrte ich ihn an und wartete darauf, den wahren Grund zu erfahren. Es dauerte eine Weile, bis ich begriff, dass es die Wahrheit war. „Wie kann er denn einfach weg sein? Hast du ihn jemandem gegeben? William oder so?“ „Nein, vor ein paar Stunden hatte ich ihn noch benutzt.“, erzählte Jack nachdenklich. „Hast du vor ein paar Stunden eventuell auch ein bisschen getrunken?“, fragte ich vorsichtig nach. Jack hob seinen Kopf zu einem perplexem Blick: „Also so betrunken war ich nun wirklich noch nie, dass ich vergesse, welchen Handel ich treibe.“ Prüfend musterte ich ihn, doch Jack erwiderte meinen Blick und er meinte es ernst. „Erstmal neuen Rum besorgen, dann sehen wir weiter, aye?“, schloss ich schließlich meinen Gedankengang. „Aye.“, antwortete Jack. Zufrieden lächelte er: „Nimm was du kriegen kannst.“ „Und gib nichts wieder zurück.“

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Meggy and the Caribbean, Teil 5
Meggy and the Caribbean, Teil 5
Zum ersten Mal aus der Sicht einer anderen Person als Meggy:) Und außerdem der erste Teil der richtig was mit dem Film zu tun hat ;)PS: In meinen Geschichten werden übrigens Orte genannt, die es wirklich gibt und die ihr bei Google Maps finden könnt (...
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2015-03-18
402B
Fluch der Karibik

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