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Das Jugendamt von Mittelerde

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1 Kapitel - 1.013 Wörter - Erstellt von: Amaraen - Aktualisiert am: 2015-03-09 - Entwickelt am: - 1.089 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Nachdem Isengart von Saruman befreit und von den Ents gereinigt wurde, stand lang die Frage offen, was man mit dem Orthanc anfangen sollte. Viele Jahre stand er leer, doch zu Beginn des vierten Zeitalters wurde er eingeweiht. Das Jugendamt von Mittelerde wurde eröffnet und die Tore standen für jeden Besucher offen.

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    Nachdem Isengart von Saruman befreit und von den Ents gereinigt wurde, stand lang die Frage offen, was man mit dem Orthanc anfangen sollte. Viele Jahre stand er leer, doch zu Beginn des vierten Zeitalters wurde er eingeweiht. Das Jugendamt von Mittelerde wurde eröffnet und die Tore standen für jeden Besucher offen.
    Das Problem in Mittelerde war einfach, das hunderte junge Frauen einfach verloren gingen. Zumeist blieb nur ein einziges Kind von mehreren Dutzend übrig und die restlichen wurden von Bauernfamilien aufgefunden oder einfach in die Obhut anderer Elben gegeben, die zuvor auch schon Kinder verloren. Elrond, Galadriel und Thranduil waren dafür Paradebeispiele.
    Es war erst der erste Tag der Eröffnung, als am späten Abend ein Reiter eintraf. Er hatte die Kapuze seines Mantels weit ins Gesicht gezogen und hielt den Kopf gesenkt. Er wollte nicht erkannt werden. Der Warteraum des Amtes war leer und an einem kleinen Tisch saß eine ältere, kräftige Frau. Vor ihr stand ein kleines Schild „Frau Cindy“. Schnurrstraks ging er auf den Tisch zu und beugte sich darüber.
    » Ich bringe Kunde aus Bruchtal. Lord Elrond hat… « begann er mit tiefer, dunkler Stimme.
    » Ja, ja. Schätzen, du ziehst dir hier erst Mal eine Nummer und dann setzte dich uf deine vier Buchstaben, bis deine Nummer aufgerufen wird. Hier herrscht Ordnung, nicht so wie in deinem kleinen Holzhäuschen draußen im Wald, ne. « Sie drehte sich um und unterhielt sich mit einer weiteren Angestellten über ihre Teetassensammlung. Sie hatte schon zweihundertfünfzig Unikate, am liebsten waren ihr die mit den Katzen drauf.
    Missmutig zog der Fremde eine Nummer und setzte sich auf den Stuhl, der dem Tisch am nächsten stand.
    » 23… « flüsterte er als er auf das Stück Papier sah. Nach und nach rief die Frau am Tisch die Nummern auf. Bei 23 erhob er sich endlich und gab der Frau seine Nummer. Als er weiter laufen wollte, hielt sie ihn am Kragen fest.
    » Du Schätzen, das ist die 32, also setzte dich jetzt bitte noch Mal hin und wartest, ne. «
    » Es ist doch sonst niemand da! «
    » Ey, du brauchst mich jetzt nicht anzuschreien. ICH hab die Regeln nicht gemacht und dann hab ich auch noch bitte gesagt. Das ist schon ziemlich unhöflich und unfair von dir, ne. « Grummelt und mit geballten Fäusten setzte sich der Mann wieder und wartete weitere 10 Minuten auf seine Nummer. Er knallte die Nummer auf den Tisch, der eine Delle zurück behielt, und lief dann durch die Tür.
    Mehrere Angestellte saßen an ihren Tischen, die durch Wände voneinander getrennt wurden, und schienen sehr beschäftigt zu sein. Dabei probierten sie nur die neuen Stempel aus den Ü-Eiern aus. Eine junge Frau winkte ihn heran und er setzte sich vor ihren Tisch. Sie kaute lautstark auf etwas herum und trug einen pinken Lippenstift.
    » Hi, ich bin die Mandy, was kann ich denn für dich tun? « kreischte sie ihn fast mit ihrer hohen Stimme an.
    » Ich bringe Kunde aus Bruchtal. « begann er erneut. » Lord Elrond hat mehrere hunderte Töchter verloren, was mit den vielen Söhnen passiert ist, weiß ich nicht. Doch in den Trollhöhen haben sich ganze Dörfer gebildet, in denen jedes Bauernpaar eine Elbentochter hat. Wir Bruchtaler befürchten das Schlimmste. «
    » Ja, ist schon nicht so schön, wenn eine Frau Kinder rausschießt wie ein Rasensprenger Wasser. Das gleiche Problem hatten wir heute schon zweimal. In Lórien und im Grünwald. Die Prinzessinnen tauchen jetzt stündlich auf. Man weiß einfach nicht wohin mit denen. Im Grünwald ist es sogar noch schlimmer, weil Thranduil, laut der Brigitte, ja hunderte Affären neben seiner Frau hatte. «
    Sie tippte etwas auf ihrem neumodernen Computer ein und sah konzentriert auf den Bildschirm.
    » Ich würde dir empfehlen einen Vaterschaftstest zu machen. Beim 10ten Mal ist er auch kostenlos und danach immer nach weiteren 20 Anwendungen. Dafür brauchen wir einfach nur ein Haar von Elrond und dann jeweils eines von den vermeidlichen Töchtern. «
    » Das wären hunderte Haare! « entgegnete der Mann.
    » Einfacher geht es leider nicht. So weit ist die Technologie noch nicht. « Aus ihrem hochmodernen Drucker kam ein Formular.
    » Das füllst du bitte aus und gibst es dann Cindy vorne am Schalter. Vielen Dank für ihren Hinweis und noch einen schönen Abend. «

    Im Wartezimmer füllte er wie aufgefordert das Formular aus und gab es der kräftigen Frau.
    » So geht das ja nicht. Da fehlt dein Name. « Mit ihren langen Nägeln deutete sie auf die leere Zeile.
    » Ich bin anonym hier! «
    » Du wählst hier nicht einen Bürgermeister, also schreib deinen Namen auf! « kreischte sie ihn genervt an. Langsam hatte sie von seinen Starallüren genug, nur weil er vermutlich in den Herr der Ringe Filmen aufgetaucht war. Meckernd riss er ihr den Stift aus der Hand.
    » Geht doch… Glorfindel. Oh… « Eine peinliche Stille breitete sich im Raum aus. » Du warst ja gar nicht in den Filmen. Ist schon doof, wenn eine Frau einem die Rolle stielt, hm? «
    So schnell wie nur möglich verließ er das Jugendamt und ritt nach Hause. Bis heute hat man keine Lösung für die hunderten von Frauen gefunden, die darauf warten ihre richtigen Eltern kennenzulernen.

Kommentare (2)

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mellon (23791)
vor 692 Tagen
Klasse Idee, ne? 😂
Kate (28105)
vor 1009 Tagen
Das ist einfach super witzig schreib bitte weiter.