Der Erbe des dunklen Herrschers Kapitel 8

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1 Kapitel - 1.575 Wörter - Erstellt von: Morgoth25 - Aktualisiert am: 2015-03-03 - Entwickelt am: - 610 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Durch eine Vision lag das Schicksal Mittelerdes nun auf dem Rücken Ithindils

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    Kapitel 8

    Die Vision

    Pallando, Ithindil und Radagast machten sich also auf, um den verschollenen Istari Alatar zu finden. Als aber der blaue Zauberer, der noch vor kurzen in den Hallen Sahalatins stand, den weißen Drachen Allaron in der weiten, sandigen Wüste entdeckte, rutschte dem Maiar das Herz in die Hose:,, W.., Was hat dieses Untier hier zu suchen? Diese Brut aus dem Hause Smaugs und Ancalagons gehört vernichtet!`` Ithindil lächelte ebenso, wie auch damals, als Aiwendil in Gal Menegroth so große Angst vor Allaron bekam:,, Sei unbesorgt! Ich zog Allaron wie mein eigenes Kind auf. Sie wird niemanden etwas tun, außer ich befehle es ihr!`` Vorsichtig und mit erhobenen Zauberstab näherte sich der Zauberer dem geflügelten Wesen und stieg mit Ehrfurcht auf dessen Rücken. Kurz darauf begann der weiße Drache mit den Flügeln zu schlagen und die sandigen Dünen unter dessen Klauen flogen in Massen davon. Mit einer Hand hielten sich die Maiar an den Schuppen des Feuerspuckers fest, während sie mit der anderen Hand ihre Zauberstäbe hielten. Hin und wieder klopfte Radagast mit dem Zauberstab auf seinen etwas schäbigen braunen Hut, um zu sehen, ob seine Kopfbedeckung und die darunter lebenden Vögel noch da seien. Die langen Haare der drei Reisenden wehte ihnen immer wieder um die Ohren, da Allaron rasch in Richtung Küste flog und sie sich bereits über den südlichen, am Meer gelegenen Lehen Gondors befanden. Eher gesagt flog der weiße Drache über Pelargir, einer, der größten Hafenstädte Gondors. Aiwendil brannte es bereits seit längeren unter den Fingernägeln, die großen Siedlungen Gondors zu erblicken und fragte Ithindil, die vor ihr auf dem schuppigen Tier saß, wie auch Pallando, der sich hinter dem braunen Zauberer befand, ob sie nicht einen kleinen Abstecher nach Minas Tirith machen konnten. Pallando und Ithindil verweigerten aber diesen Vorschlag, da Alatars Rettung wichtiger war und Ithindil rief ihrem Hintermann hoffnungsvoll zu:,, Keine Sorge, Radagast! Bald wirst auch du die glänzenden Mauern der weißen Stadt erblicken! Falls uns noch Zeit bleibt, werden wir uns nach Alatars Rettung dorthin begeben und mit Eldarion die weiteren Schritte bereden!`` Ein paar Stunden später machten die drei in Lebennin Rast. Es dauerte nicht einmal mehr einen halben Tag, bis sie in der Hauptstadt Umbars ankamen. Der weiße Drache hätte diesen Weg aber nicht mehr zurück legen können und ihre großen, weißen, Fledermaus ähnlichen Flügel wären taub geworden und,, die magische Gemeinschaft`` wäre abgestürzt. Auf einer großen Lichtung, nahe der Grenze zu Umbar, die durch den Strom des Anduin gekennzeichnet war, der in das Meer floss, schlugen sie ihr Lager auf und entzündeten ein kleines Lagerfeuer, um den kalten Brisen des Windes entgegen zu steuern. Als sich die drei hin legten und Ithindil neben Allaron lag, schlief die hübsche Zauberin friedlich ein. Plötzlich erwachte sie im nächsten Moment auf einem harten, weißen Boden. Vor Ithindil erstreckte sich ein langer Gang, der durch weiße Säulen an den jeweiligen Seiten ausgeschmückt wurde. Erst nach wenigen Schritten bemerkte der weibliche Maiar, dass sie ihren Zauberstab gar nicht bei sich hatte. Aufgeregt suchte sie am Boden, bis eine Stimme am anderen Ende des Ganges rief:,, Du brauchst hier, in meinen heiligen Hallen keinen Zauberstab! Komm zu mir und höre dir an, was ich zu sagen habe!`` In kleinen Schritten bahnte sich die Freundin Elurins den Weg zu einem grellen Licht, von der die helle und sanfte Stimme aus ging. Als sie letztendlich bemerkte, in wessen Hallen sie stand und wer sie zu sich rief, verbeugte sich die Herrin des Lichts ehrwürdig und voller Demut vor ihrem Meister:,, Mein Herr Manwe und seine Gemahlin Varda? Es ist mir eine Ehre, dem Herren der Adler erneut gegenüber stehen zu dürfen, aber sagt mir, wieso brachtet ihr mich an diesen geheiligten Ort?`` Varda und Manwe lächelten müde in ihren edlen Gewändern und der oberste Valar begann:,, Du solltest hier heute vor mir, auf dem Tanequetil am Wendepunkt der Gezeiten stehen, damit ich dir die Wahrheit sagen kann!`` Ithindil schüttelte verwirrt den Kopf und fragte:,, Was für eine Wahrheit, mein Herr?`` Varda, die zur Rechten Manwes auf ihrem leuchtenden, goldenen Thron saß, erwiderte:,, Wie du sicher bereits schon weißt, warst du vor deiner Ankunft in Mittelerde ein äußerst mächtiger Maiar, namens Arien! Früher sorgtest du für die Gärten Vanas und warst äußerst erfahren in der Macht des Feuers. Allerdings gaben wir dir deine Gaben mit nach Mittelerde, um diese auch dort einzusetzen. Durch deine Hilfe lebten die Entfrauen in den Wäldern der nördlichen Elbenreiche, um die dort kranken Bäume zu heilen. Vielleicht ist es dir noch nicht aufgefallen, aber du bist anders, als die anderen Istari. Während sich Radagast und Pallando vor dem weißen Drachen fürchteten, sorgtest du stets für Allaron und gabst ihm im weitesten Sinn ein Zuhause. Die Wahrheit ist, dass du die wahre Herrin des Lichts bist. Durch dich gelingt es uns vielleicht sogar, Aman wieder einzurücken, wie es Illuvatar für dieses Zeitalter vorhergesehen hatte!`` Die leuchtende Zauberin wusste nicht wirklich, mit diesem Schicksal umzugehen und strich sich durch ihre langen Haare:,, So leid es mir tut, aber ich allein bin doch nicht in der Lage, den bevorstehenden Krieg aufzuhalten!`` Manwe, der stolz auf seinem hohen Thron saß, meinte:,, Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, wirst auch du dein wahres Ich erkennen!`` Ithindil spitzte auf einmal ihre Ohren und hinterfragte neugierig:,, Auch? Mein König, ich verstehe nicht ganz!`` Der höchste der Valar klärte den verwirrten Istari durch eine warme Stimme auf, die hinter Ithindils Rücken sprach:,, Ja, auch ich dachte immer, ich wäre nur ein gewöhnlicher Zauberer und müsste dem Obersten meines Rates gehorchen. Als die Herrin Galadriel mich als Vorsitzende des hohen Rates vorschlug und ich dies dankend ablehnte, kam Saruman an die Macht, was sich im Nachhinein als äußerst unklug herausstellte! Erst, als ich den Balrog von Morgoth in den Minen von Moria bekämpfte, wurde mir klar, dass auch ich für das Schicksal von Mittelerde am Ende des dritten Zeitalters entscheidend sei!`` Ithindil drehte sich während dieser Ansprache langsam um und obwohl sie den Mann in den weißen Gewändern noch nie in ihrem langen Leben sah, so konnte sie sich doch denken, wer er war:,, ihr seid Mithrandir, oder? Der Istari, der dafür sorgte, dass sich der Ringkrieg zum Guten wenden würde!`` Dieser erwiderte freundlich und dennoch zurückhaltend:,, Nun ja, ich gab lediglich einem Neffen und dessen Onkel einen kleinen Schubser zur Türe hinaus!`` Da begann Ithindil vor Manwes und Vardas Thron, lauthals zu lachen und jauchzte:,, Einen kleinen Schubser zur Tür hinaus? Ist das euer Ernst? Soweit ich von Radagast erfahren habe, habt ihr Bilbo Beutlin zwölf Zwerge in seine Hobbithöhle gejagt und seinem Neffen übergabt ihr den einen Ring, im Vertrauen, er würde ihn in den Schicksalsberg werfen!`` Gandalf umging die Feststellung, seine Abenteuer mit etwas fragwürdigen Anfängen einzuleiten und zog die Augenbrauen hoch:,, Soweit ich weiß, spielt auch nun wieder ein Halbling eine entscheidende Rolle für die Zukunft von Mittelerde! Ein junger Hobbit, namens Gorbulus Gamtschie!`` Ithindil überlegte kurz:,, Der Name Gamtschie kommt mir bekannt vor, aber da ich mich erst seit kurzen in Mittelerde befinde, kann ich nichts mit diesem Vornamen anfangen!`` Manwe unterbrach das kleine Gespräch zwischen den beiden Maiarn und fuhr fort:,, Ich danke dir, Mithrandir, dass du auf mein Geheiß gekommen bist, um Ithindil zu zeigen, was ein Einzelner bewirken kann, aber ich bitte dich nun, zu gehen!`` Auf Manwes Bitte verabschiedete sich der weiße Zauberer aus den Hallen Manwes und kehrte zurück in die Gärten von Valinor. Jetzt fuhr Manwes Gemahlin fort:,, Deine Entscheidung, nach Umbar zu gehen, ist wichtig. Allerdings kann ich dich nur vor der Gastfreundschaft der Korsaren warnen, da diese euch nicht willkommen heißen werden!`` Ithindil plante daraufhin:,, Keine Sorge! Ich überlegte mir bereits einen Plan, wie ich problemlos in die Stadt der Korsaren komme!`` Manwe las danach die Gedanken seiner Dienerin und hielt diese für nicht einmal schlecht.,, Wir müssen wissen, ob sich die Statue Alatars immer noch in der Stadt der Korsaren befindet! Leider vermag ich nicht, seinen Aufenthalsort zu erblicken, da dunkle Kräfte dies verhindern!``, rief der König Ardas. Somit verabschiedete sich Ithindil aus den Hallen des obersten Valars und wachte im nächsten Moment wieder auf der Lichtung zur Grenze zu Umbar auf. Sie behielt diese Vision erst einmal für sich, da sie diese große Bürde alleine tragen wollte, denn auf ihren Schultern lag nun das Schicksal der freien Völker und die Einrückung Amans.

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