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Roma l

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1 Kapitel - 1.456 Wörter - Erstellt von: Failariel - Aktualisiert am: 2015-03-01 - Entwickelt am: - 783 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Thalia, eine junge Griechin, flüchtet aus ihrer Heimatstadt Athen und kommt nach Rom, die Stadt eines riesigen Imperiums. Dort wird sie von einem Römer namens Caius aufgelesen. Er nimmt sie mit zu seinem Haus außerhalb der Stadt. Aber bevor ich mehr erzähle... lest selbst

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1. Kapitel

Schon als ich den Pfeil los lasse, weiss ich, dass er daneben gehen wird. Mit einem dumpfen Knall landet der Pfeil auf dem Boden, einen halben Meter neben der kleinen Zielscheibe entfernt. Mein Trainer und Lehrer Caius ruft: „Thalia, für eine Griechin ist es gut, aber das geht besser..“Ich nicke gehorsam, obwohl ich Caius am liebsten in seinen Hintern treten würde, aber ich halte mich zurück. Sonst müsste ich meine Ausbildung als Kriegerin und Jägerin aufgeben, da sich niemand ausser Caius finden lassen würde, der mich unterrichten würde.



Uns Frauen ist es verboten mit mehr als einem Fleischmesser umzugehen. Dass akzeptierten die meisten von uns, ich jedoch nicht. Also machte ich mich fort aus Athen, meiner Heimatstadt. Die griechische Demokratie schickte einige Reiter los, um mich zu fangen. Aber ich kletterte zu hoch in die Bäume um noch geschnappt zu werden. Daher ritten die Jäger zurück in die Stadt. Ich wanderte Monate, nutzte jede Gelegenheit um Vorwärts zukommen, bis ich die Stadt Rom sah.
Früher hatte ich nie daran gedacht, was ich machen würde wenn ich mein Ziel erreicht hatte. Nun wurde ich meinem Problem bewusst. Ich kannte niemanden in der Stadt, der mich aufnehmen würde, ganz zu schweigen von trainieren. Damals war ich Caius über den Weg gelaufen. Er hatte mich angeschaut und sein Blick war von meinem Gesicht zu meinem langen Dolch gewandert. Er befahl mir, meine Sachen zu nehmen und brachte mich auf ein grosses Landgut. Er zeigte mir ein kleines Zimmer und schloss dann die Tür. Ich fiel todmüde ins Bett.
Am nächsten Tag kam bei Sonnenaufgang eine Sklavin, die mir eine neue Tunika brachte. Ich zog sie an und folgte der Frau. Sie führte mich in das Triclinium1 und ich durfte mich Essen vollstopfen. Schon viel zu bald kam Caius, um das Training zu beginnen. Am Morgen würde ich Latein und römische Geschichte lernen und den Nachmittag würde ich mit Reiten, Bogenschiessen und Schwertkämpfen lernen. Wenn ich am Abend mich schlafen legte, überlegte ich oft, ob es sich lohnen würde, von hier abzuhauen. Aber diesen Gedanken verschob ich jedes Mal auf später. Dieses Training mache ich nun schon seit drei Monaten und ich werde jeden Tag besser



Caius befiehlt mir, mein Schwert zu ziehen, damit wir einen kleinen Zweikampf machen können, den ich sowieso verlieren werde. Mit einem Schrei stürzt Caius sich auf mich. Mit Müh und Not reisse ich mein Schwert in die Luft und kann dem Schlag gerade noch ausweichen. Ich drehe mich zu Caius um. Zu spät. Der Schlag mit dem Holzschwert drückt mir alle Luft aus der Lunge. Caius meint triezend: „Das kannst du besser.“
Das macht mich wütend. Ich stürze mich auf ihn. Das Lächeln auf seinem Gesicht verschwindet. Während er versucht meine Schläge zu parieren, denk ich darüber nach, was Caius mir mal gesagt hat: „Wenn du wütend bist, wirst du gefährlich.“ Nun beweist sich diese Aussage.

Uns beiden tropft der Schweiss vom Körper, als ich die Falle von Caius tappe. Ich will im gerade die Beine unter seinem Körper wegschlagen, als er eine Rolle vorwärts macht, direkt an meinen Beinen vorbei und mir von hinten die Klinge an die Kehle hält. Wie ich es gelernt habe lasse ich mein Schwert auf den Boden fallen. Ich murmele: „Ich gebe auf.“
Caius nickt anerkennend. Ich weiss das ich mich gut geschlagen habe, aber das was jetzt folgte erschreckt mich sehr: „Wenn du willst, kannst du zu einem Lager gehen, indem du Kämpfen lernt.“
Wie zu einer Salzsäule erstarrt schaue ich ihn an. Soll das sein ernst sein? Um in das Militärlager zu gehen, müsste er erst ein paar Probleme beseitigen:

1. Es dürfen nur Jungen kämpfen
2. Die Schüler dort trainieren schon seit
ihrer Kindheit, während ich ein Schwert
zu ersten Mal vor 3 Monaten in der Hand
gehalten habe.

Aber ansonsten ist es eine gute Idee. Ich mache ein erfreutes Gesicht, nenne ihm aber meine 2 Gründe, warum das nicht so gut geht. Er lächelt mich spöttisch an, warum auch immer. Er meint: „Noch bist du schlechter, aber bald nicht mehr..“
Wahrscheinlich meint er damit, dass wir ab jetzt sehr viel üben werden. Noch mehr!



Als ich das erste Mal auf einem Pferd sass, hatte ich so panische Angst, dass das Pferd ganz wild wurde. Caius hatte mir gesagt, dass diese Stute das ruhigste Pferd war, dass er hatte. Ich wollte gar nicht wissen, wie die anderen Pferde dann erst waren.
Aber anstelle mich vom Pferd zu holen, befahl er mir, die Absätze nach unten zu nehmen und mich aufzurichten. Das ist nicht einfach, wenn man auf einem tänzelnden Pferd sitzt. Wie ich nach weiteren drei Reitstunden feststellen darf, ist reiten gar nicht schwer. Man muss gut das Gleichgewicht halten, und dem Pferd zeigen, wer hier der Anführer ist.
Das Problem Gleichgewicht zeigt sich vor allem im Trab, da man einfach nur rumgeschüttelt wird. Da ist der Galopp um einiges einfacher.
Sogar meine Blessuren von der ersten Reitstunde verschwanden allmählich, dafür kamen immer mehr vom Schwertkämpfen dazu. Aber mein einziger Gedanke war und ist: üben bis zum umfallen!


Heute Nachmittag gehen wir ausreiten. Caius nimmt seinen Hengst Nobilis und ich meine Stute Pulchra, was soviel bedeutet wie Schöne. Was sie auch ist. Ihr Fell ist braunrot und ihre Mähne schwarz. Sie hat einen Stern und eine Schnippe an ihrem Maul. Ihre Augen sind schwarz, genau wie ihre Hufe.
Wir reiten den langen Feldweg entlang, weg von Caius Haus, direkt auf den Wald zu.
Plötzlich prescht Caius im Galopp los und ich reite hintendrein. Ohne ihn würde ich mich noch immer irgendwo verlaufen.
Das einzige, was ich höre, ist das Keuchen meines Pferdes, mein eigener Atem und die donnernden Hufschläge. Ich bin in eine Staubwolke eingehüllt und muss furchtbar husten. Ich setze mich auf und zupfe an den Zügeln meines Pferdes. So gehorsam wie Pulchra ist, wird sie sofort langsamer, obwohl sie eigentlich viel lieber Nobilis verfolgt hätte.
Ich reite im Schritt weiter bis ich Caius erkenne, der mir entgegengeritten kommt. Er fragt mich: „Warum bist du langsamer geworden?“ Ehe ich antworten kann höre ich ein nahes Donnergrollen. Also meine ich: „Deshalb“ Wir wenden unsere Pferde und treiben sie zum Galopp an.
Gerade als wir unter dem schützenden Dach ankommen beginnen die ersten, schweren Regentropfen zu fallen.



Eines Tages kamen mehrere Beamte aus einer griechischen Stadt. Mir schwante Übles. Zurecht, wie sich herausstellte. Die Reiter kamen aus Athen und suchten eine junge Frau, hüftlange, schwarze Haare, graue Augen, leicht spitze Ohren, gross gewachsen und bewaffnet. Anscheinend wurde es in der Stadt gemunkelt, dass Caius, ein ehemaliger hoher römische Beamte, eine junge Frau, auf die die Beschreibung zustimmte aufgenommen hat.
Um zu beweisen, dass dem nicht so ist, musste ich mich als Magd verkleiden und den Herren Essen servieren. Ich spürte die lüsternen Blicke der beiden Athener auf meinem Hintern und meinem Ausschnitt, sagte dazu aber nichts. Es hätte mich verraten.
Da die Herren keinen weiteren Grund zu zweifeln hatten, drehte sich ihr Gespräch schnell um mich. Die beiden Herren wollte mich kaufen, da sie dachten, ich sei nur eine Sklavin. Caius schlug ihnen dies sofort aus dem Kopf, mit der Erklärung, ich sei die persönlich Sklavin seines Sohns Artus. Enttäuscht verabschiedeten sich die Herren schon bald, und verliessen das Landgut.
Ich fragte Caius: „Euer Sohn, ihr habt Kinder?“ Er antwortete bloss, dass er einen Sohn namens Artus hätte und dass dieser bald zu Besuch käme.

Kommentare (1)

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WarmBodies (72632)
vor 783 Tagen
Bitte schreib weiter.Das ist voll gut :))