Das Biest und der Tyrann - Teil 8

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1 Kapitel - 5.633 Wörter - Erstellt von: Ronja - Aktualisiert am: 2015-02-16 - Entwickelt am: - 2.290 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ich freue mich echt riesig über das ganze positive Feedback. Hier ist der nächste Teil für alle, die es kaum aushalten können, wie es weitergeht. Und natürlich auch für alle anderen ;)

    1
    Grits Sicht
    Nach einiger Zeit setzt sich jemand zu Kid. „Guten Morgen!“, sagt dieser jemand. Ich habe ihn schon öfter gesehen, aber ich kenne seinen Namen nicht. „Guten Morgen Mika!“, sagt Kid. Aha, Mika also. Die beiden reden ein bisschen über dies und das. Ich höre nur mit halbem Ohr zu. „Also wegen der nächsten Insel, nä“, sagt Mika und ich horche auf. Das interessiert mich auch. „Ich habe da einiges rausgefunden. Wie du weißt hat sich die Nadel auf dem Logport ja so mittelmäßig bewegt. Auf der Insel ist eine Marinebasis, aber das kann nicht das Gefährliche an dieser Insel sein, denn die Marine ist ja eigentlich ein Grund zur Sicherheit. Zu mindestens für die meisten. Also wie ich gehört habe, soll es dort unsicher sein, wegen Räubern und so.“ Hm… das klingt interessant. Ich trinke mein Glas Milch aus und lehne mich zurück. Mein Bauch ist voll. Da geht nichts mehr rein. „Puhhhhhhh“, atme ich laut aus. Kid und Mika schauen mich erstaunt an. Ich grinse sie an. „Was ist?“, frage ich. „Nichts!“, antwortet Kid. „Dann guck mich auch nicht so an!“ Mika guckt Kid an und zeigt auf mich. „Die ist ganz schön frech, kann das sein?“ Kid nickt. „Das kannst du laut sagen.“ Es ist ungewohnt ganz ohne John und Kalle zu essen. Ich frage mich, ob die wohl schon wach sind… Wahrscheinlich pennen die noch, die sind ja noch später ins Bett gegangen, als ich. „Guten Morgen, Grit!“, sagt jemand und setzt sich neben mich. Es ist der Doc. „Oh, guten Morgen, Doc!“, antworte ich fröhlich. Er lächelt und mustert mich. „Wie geht es dir?“ „Mir geht es super. Echt! Besser kann es mir nicht gehen.“ Der Doc lacht und ich grinse. „Das ist gut. Wenn du fertig mit frühstücken bist, dann komm doch noch mal bitte zu mir. Ich muss dir einen neuen Verband anlegen.“ „Oh, ich bin fertig mit essen“, sage ich und setze mich auf. „Na dann“, antwortet der Doc und steht auf. Ich schaue geradeaus zu Kid. Er hat sich zurückgelehnt und beobachtet mich. Am liebsten würde ich ihn auch beobachten. Aber ich muss aufstehen und die Prozedur über mich ergehen lassen. Der Doc und ich gehen ins Krankenzimmer. Ich setze mich aufs Bett und halte mein Pullover und das Top hoch. Der Doc macht sich an die Arbeit den Verband abzumachen. Seine Hände sind kalt. Hoffentlich beeilt er sich ein bisschen. „Oh!“, sagt der Doc überrascht, als der Verband ab ist. Was ist los? War das ein gutes oder ein schlechtes oh? „Ich hätte nicht gedacht, dass der Heilungsprozess so schnell verlaufen würde“, fährt er fort. Ich atme erleichtert aus. Es war also ein gutes oh. Ich rutsche vom Bett runter und stell mich vor den Spiegel. Tatsächlich! Der Schnitt ist fast verheilt. „Komm zurück! Ich muss dich untersuchen“, sagt der Doc bestimmt. Ich trotte zurück und setze mich wieder brav aufs Bett. Der Doc schaut sich die Wunde ganz genau an und drückt in meinem Bauch rum. „Tja“, sagt er schließlich. „Da kann ich nichts mehr machen.“ „Was heißt das?“, frage ich erschrocken. Ist die Wunde etwa doch nicht so gut verheilt? „Ab jetzt kann die Salbe nichts mehr tun. Die Heilung ist fast abgeschlossen. Du brauchst auch keinen Verband mehr. Du bist absolut außer Gefahr. Die Wunde ist jetzt nicht mal mehr schlimmer als ein aufgeschürftes Knie“, erklärt mir der Doc und lächelt mich an. „Was? Echt?“, frage ich erstaunt. „Das ist super!“ Ich freue mich sehr darüber und verstecke meinen Bauch wieder unter meiner Kleidung. Gleich viel wärmer. „Ist dir immer noch so kalt?“, fragt der Doc. Ich nicke. „Ich nehme an, dass liegt daran, dass es jetzt immer kälter wird. Du scheinst ziemlich intensiv auf Temperaturumschwünge zu reagieren“, sagt er. „Ja ich weiß. Das habe ich mir auch schon gedacht“, antworte ich grinsend. „Na dann bist du entlassen.“ „Dankeschön“, sage ich lächelnd und gehe aus dem Zimmer raus. Das heißt jetzt wohl, dass ich wieder mit anpacken darf. „Hey Grit!“ John kommt mir auf dem Gang entgegen. „Hallo!“, rufe ich und winke ihm zu. Wir treffen aufeinander. „Warst du grade beim Doc?“, fragt er. Ich nicke. „Und?“ „Der Schnitt ist fast ganz verheilt. Ich brauche keinen Verband mehr. Er meinte die Wunde ist jetzt nicht mehr schlimmer als ein aufgeschürftes Knie“, erkläre ich und strecke beide Daumen in die Höhe. „Das ist super“, antwortet John begeistert. „Hast du schon gefrühstückt?“ „Jap!“, antworte ich. „Achso. Naja. Also ich geh dann mal. Ich habe nämlich noch nichts gegessen.“ Ich haue ihm freundschaftlich auf die Schulter. „Ich komme mit.“ Der Speisesaal hatte sich nicht im Geringsten geleert. Es sind jetzt sogar noch mehr Leute als vorher da. Warum gehen die nicht raus? Oder an die Arbeit? Kid und Killer sind nicht mehr da. Auch Mika ist verschwunden. Dafür sitzen Bob und seine Freunde auf den Plätzen gegenüber von unseren Stammplätzen. John und ich setzen uns. „Hi“, sage ich zur Begrüßung. „Hey Schwester! Was geht?“, sagt Bob und lächelt mich mit einem total gechillten Gesichtsausdruck an. „Eure Musik gestern war echt der Hammer. Ihr habt es echt drauf“, gebe ich als Antwort. Ich weiß immer nicht, was ich antworten soll, wenn mich jemand sowas fragt. „Danke Schwester. Ich habe mir gleich gedacht, dass du davon was verstehst. Du trägst die Musik im Herzen.“ „Ich trage was?“, frage ich nach. Habe ich grade richtig gehört? „Du trägst die Musik im Herzen. Schwester, du hast es einfach drauf, man“, erklärt Bob. Seine Freunde nicken gechillt. Okay, das hört man doch gerne. Ich habe es drauf, man! John ist mit seinem anderen Sitznachbarn in ein Gespräch vertieft. „Okay Bruder, aber was bedeutet das?“, frage ich. Ich habe echt keine Ahnung, was sie damit meinen. „Ohhhhh! Sie sagt Bruder, man. Die Schwester hat grade wirklich Bruder gesagt“, sagt einer von Bobs Freunden beeindruckt. Ich grinse. Keine Ahnung, was bei denen so abgeht. Einfach nur grinsen. Das kommt immer gut an. „Hast du Lust ein bisschen was mit uns zu singen? Du kannst doch singen, oder Schwester?“, fragt Bob. Ich nicke begeistert. „JA! Super gerne“, antworte ich breit grinsend. Bob stellt eine Flasche mit rötlicher Flüssigkeit auf den Tisch. „Dann lass uns auf unsere Zusammenarbeit trinken“, sagt er begeistert. „Oh nein, nein, nein, nein, nein. Auf gar keinen Fall, Bob“, mischt sich plötzlich John ein. „Wenn du ihr davon was zu trinken gibst, dann kriegst du gewaltigen Ärger mit Kid. Glaub mir, dass willst du nicht.“ John klingt ziemlich ernst. Was ist denn eigentlich in der Flasche? Und warum würde Bob riesigen Ärger mit Kid bekommen? Was geht hier eigentlich vor? „Okay, okay Bruder. Okay, okay“, sagt Bob und hebt verteidigend seine Hände. „Dann stoßen wir eben mit was anderem an.“ Ruhig nimmt er ein paar Becher und gießt ein bisschen Milch in jedes ein. „Ist doch alles kein Problem, Bruder!“, sagt Bob beschwichtigend. Jeder von uns nimmt einen Becher, außer John, weil er ja nicht mitmacht. „Auf ein nächstes Meisterstück“, sagt Bob und hebt sein Becher ein wenig hoch. Würde er ihn höher halten, würde es wahrscheinlich nicht mehr so lässig aussehen. „Auf ein nächstes Meisterstück“, antworten wir und stoßen an. Ich trinke den Schluck Milch aus. „So Schwester. Wir haben noch etwas zu tun, aber später gehen wir es an, alles klar?“, sagt Bob. „Alles klar, Bruder!“, antworte ich grinsend. Die Jungs stehen auf. „Lass es krachen“, sagt einer zur Verabschiedung. Ich schaue ihnen hinterher, wie sie ganz lässig zur Tür gehen. Kopfschüttelnd muss ich lachen. „Puh!“, macht John. „Es ist immer wieder speziell, wenn man sie trifft.“ Ich schaue zu ihm. „Warum sollte ich das rote Zeug nicht trinken?“, frage ich neugierig. „Was ist das?“ John nimmt seinen Becher Kaffee und trinkt etwas. Er stellt den Becher vor sich ab und schaut mich an. „Bob und seine Freunde brennen eigenen Alkohol“, sagt er. Ich ziehe meine Augenbrauen hoch. Er fährt fort: „Das ist vom Ding her ja ganz gut, aber sie sind nicht wirklich talentiert. Ich meine, das Zeug ist echt heftig. An deiner Stelle würde ich es lieber nicht trinken. Schon gar nicht morgens.“ „Ah, verstehe! Deswegen hast du gesagt, dass sie Ärger mit Kid kriegen“, antworte ich und nicke. John grinst. „Nein! Jeder an Bord darf ruhig davon trinken, wenn er sich traut, aber du nicht!“ Wie bitte? Hab ich das etwa richtig verstanden? Ich darf nicht? Das ist jetzt mal wieder richtig typisch. Ich darf mal wieder etwas nicht, dass die anderen dürfen. „Hat das etwa Kid gesagt?“, frage ich verärgert. „Ja hat er“, antwortet John breit grinsend. „Das ist so Scheiße. Warum gelten für mich eigentlich andauernd andere Regeln? Nur weil ich eine Frau bin oder was? Ich bin nicht so ein Weichei, wie ihr denkt“, meckere ich John an. Im Grunde genommen, kann er ja nichts dafür, aber er grinst so doof und das erinnert mich an Kids provozierendes Grinsen. „Das ist nicht der Grund!“, sagt John ruhig. „Zu mindestens glaube ich nicht, dass das der Grund ist.“ Ich schaue ihn verständnislos an. „Und was sollte sonst der Grund sein?“ Aber John lächelt nur so, als würde er etwas wissen, was ich nicht weiß. „Ach übrigens, ich habe da so etwas gehört“, sagt er. „John! Lenke jetzt nicht vom Thema ab!“, pflaume ich meinen Freund an. „Doch, mache ich. Hattest du mit Kid Sex?“, fragt John mich, breit grinsend. Oh nein! Ich hau mir mit der Hand ins Gesicht. Na toll! Jetzt denkt sogar John, dass ich mit Kid geschlafen habe. Ich atme einmal tief ein und aus und schüttel dann langsam den Kopf. „Wer hat dir das erzählt?“, frage ich und schaue bedrohlich auf. John schaut mich überrascht an. „Killer. Sag nicht es ist doch wahr?“ „NEIN! IST ES NICHT!“, schreie ich los. Lauter als beabsichtigt. Eigentlich wollte ich überhaupt nicht schreien. Jeder Anwesende hat seinen Kopf zu mir gedreht. Ich schaue in lauter erschrockene Gesichter. John ist bis auf die Knochen erschrocken. Ich glaube ich sollte lieber weg von hier. „Merk dir eins“, sage ich halblaut und pickse ihn in seinen Oberkörper. „So etwas mache ich nicht. Das kannst du jedem sagen.“ Ich stehe auf und gehe im zügigen Schritt aus dem Speiseraum. Wo ist dieser bescheuerte Maskenmann? Ich suche alle möglichen Räume ab. Letztendlich lande ich im Bug des Schiffes. Killer und Mika stehen dort. Überall hängen Karten und Navigationszeug. „KILLER!“, schreie ich aufgebracht. Er dreht sich zu mir um. Wütend stapfe ich auf ihn zu und halte ihm meine geballte Faust vor die Maske. „Du hast rumerzählt, dass ich mit Kid Sex hatte!“ Killer fängt an zu lachen. „Das ist verdammt noch mal NICHT lustig!“, sage ich aufgebracht. „Doch, schon“, sagt er und schiebt meine Hand weg. „Keine Sorge! Niemand hält dich für jemanden, der es mit jedem macht. Die Männer halten sogar sehr viel von dir. Ich bezweifle, dass es überhaupt jemand ernst genommen hat. Amüsiere dich doch lieber darüber und fühle dich geschmeichelt, dass man über dich Gerüchte verbreitet.“ Ich gucke ihn noch immer böse an. Wieso sollte ich mich bitte geschmeichelt fühlen? Ein Lachen ertönt hinter mir. Kid! Ich drehe mich um und gucke auch ihn böse an. Er kommt näher. „Killer hat Recht. Du wirst von meinen Männern hoch angesehen und respektiert. Also keine Sorge!“ Kid bleibt direkt vor mir stehen. „Ich hab das auch nicht geglaubt!“, ertönt Mikas Stimme. Wir drei gucken ihn alle überrascht an. Er zieht den Kopf ein und sagt: „Tschuldigung!“ Okay! Vielleicht haben die beiden ja Recht und das Gerücht ist eine offensichtliche Lüge. Ich atme einmal durch und beruhige mich. „Sorry, Killer!“, entschuldige ich mich. „Kein Problem“, sagt dieser. Ich wende mich wieder Kid zu. Um ihm ins Gesicht zu schauen, muss ich immer leicht hochgucken. Ich gucke ihm direkt in die Augen. Hm… wollte ich nicht grade noch etwas sagen? Ooookay! Langsam wird es peinlich. Anstatt etwas zu sagen, gehe ich schnell raus. Eigentlich könnte ich die Abkürzung übers Deck nehmen, aber es regnet ganz schön. Deshalb sind wahrscheinlich auch noch so viele im Speisesaal geblieben. Jetzt muss ich John finden. Ich muss mich bei ihm entschuldigen. Doch ich kann ihn nirgends finden. Er ist weder im Schlafsaal, noch im Speiseraum. Ich gebe die Suche auf. Früher oder später werden wir uns schon noch über den Weg laufen. Markus hantiert in der Küche rum. Ich geselle mich zu ihm und setze mich auf den Tresen. Er sieht mich an und muss lachen. „Was ist?“, frage ich überrascht. Er trocknet gerade eine Pfanne ab. „Hast du nicht vorhin so rumgeschrien? Ich glaube John ist bis zu seinem Lebensende verängstigt.“ Ich stimme in sein Lachen ein. Mir ist jetzt auch klar, dass ich überreagiert habe. „Ich weiß. Es tut mir auch echt Leid“, antworte ich kichernd. „Was hat er denn gemacht?“ Ich reibe meine Schläfen. „Also… das war nur, weil… ja wegen dem Gerücht halt“, gebe ich kleinlaut zu. „Sorry, was hast du gesagt? Es ist hier so laut, dass ich dich nicht verstanden habe.“ Ach Mist! Jetzt muss ich das noch einmal sagen. „Wegen dem Gerücht, das rumgeht.“ Markus lacht laut auf. „Achso. Keine Sorge, niemand nimmt es ernst!“ „Das weiß ich jetzt auch“, sage ich schmollend. „Wir kennen alle die Wahrheit“, muntert Markus mich auf und nimmt sich einen großen Topf vor, den er nun abtrocknet. Die Wahrheit? Klingt, als wäre das noch mehr, als nur die Wahrheit hinter dem Gerücht. John hat vorhin doch auch irgendetwas angedeutet. „Was meinst du damit?“, frage ich skeptisch. „Ach nichts!“, sagt Markus und schüttelt lachend den Kopf. Die haben doch alle einen Knall. Warum deutet er mir etwas an, bringt es aber doch nicht zu Ende? Das nervt! Warte… Kid hat doch nicht etwa… Nein! Bestimmt nicht! oder doch… Hat er etwa herumerzählt, dass ich mich heute Nacht an ihn herangekuschelt habe? Wenn das so ist, dann bekommt er Ärger. Ich kann mich ja jetzt wieder prügeln. „Soll ich dir eigentlich helfen, fällt mir jetzt so grade auf“, frage ich Markus und schaue auf den großen Berg an nassem Geschirr. Der Koch mustert mich skeptisch und scheint gründlich zu überlegen. „Bist du nicht krankgeschrieben?“ Ich schüttel stolz den Kopf. „Nein! Nicht mehr! Die Wunde ist fast verheilt. Ich muss nicht mal mehr einen Verband oder so tragen.“ „Na gut. Dann gerne. Aber wenn du mich verarschst und Kid kommt, dann…“ „Keine Sorge!“, unterbreche ich ihn. Ich schnappe mir ein Handtuch und mache mich an die Arbeit. In aller Ruhe trocknen wir das Geschirr ab und reden dabei. Irgendwann kommt Killer. „Ey Markus. Kid meint, du sollst heiße Getränke machen, weil das Lagerfeuer jetzt draußen abgebaut wird. Es ist arschkalt und es regnet und damit sich die Männer aufwärmen können, sollst du das halt machen“, erklärt er etwas umständlich. Markus nickt und sagt: „Ja, kein Problem. Ich mache mich gleich an die Arbeit.“ Er trocknet seine Hände ab und setzt einen Topf mit Wasser auf. Ich trockne währenddessen weiter ab. „Bist du nicht krankgeschrieben?“, fragt mich Killer. „Nein, nicht mehr!“, antworte ich gut gelaunt. Der Streit von vorhin ist schon lange nicht mehr aktuell. Ich bin nicht nachtragend.

    Kids Sicht
    Verdammt! Es ist schrecklich nass und eklig. Ich fühl mich relativ schwach, aber ich kann die anderen auch nicht alleine abbauen lassen. Bei Regen schwinden Teufelskräfte zum Glück nicht ganz so stark wie in Meerwasser. Hoffentlich hat Markus Tee und andere heiße Getränke vorbereitet. Die Männer werden es brauchen. „Kid! Pack mal mit an!“, ruft Kalle mir zu. Der Regen prasselt wie nichts Gutes aufs Deck. Was für ein Sturm! Als alles verstaut ist, rufe ich laut: „Gute Arbeit Männer! Jetzt rein und aufwärmen!“ Ich betrete den Speisesaal und schüttel mich einmal kräftig. Die nasse Kleidung klebt an meinen Körper und kühlt mich ab. Ich gehe erst einmal heiß duschen. Wahrscheinlich machen das die meisten anderen auch so. Zum zweiten Mal an diesem Tag stelle ich die Dusche an und genieße das heiße Wasser. Meinen Mantel habe ich aufgehängt. Der ist klitschnass. Ich ziehe mir eine neue Hose an und rubbel mir mit dem Handtuch durchs Haar. Ich starre in den Spiegel und begutachte die Narben auf Gesicht und Oberkörper. Oh, wie habe ich gelitten! Aber es war nicht umsonst. Ich fahre mit einer Hand über die Narbe in meinem Gesicht. Der Schmerz, den ich erleben musste, kommt wieder in mir hoch. Es war grauenhaft… Ich ziehe mir ein T-Shirt an. Ohne Mantel ist es nämlich mittlerweile kalt. Es würde mich nicht wundern, wenn es heute Nacht schneien würde. Ich schnalle mir meinen Waffengurt um und gehe zurück in den Speisesaal. Fast die ganze Crew hält sich hier auf. Die Männer sitzen am Tisch oder in den Sofaecken und spielen oder vertreiben sich die Zeit anders. Ich setze mich an den Tresen. Es stehen diverse Becher und Kannen herum. Ich nehme mir einen Becher und gieße mir Kaffee ein. Es ist laut, wie immer. Durch den Lärm hindurch höre ich Musik. Wahrscheinlich probt Bob mit seiner Band ein neues Lied. Ich schaue in die Richtung, aus der die Musik kommt. Da sitzen sie in einer Sofaecke. Aber wer ist denn die sechste Person? Ist das etwa Grit? Ja, sieht so aus. Sie scheint mitzusingen. Stimmt ja! Als wir zusammen Nachtwache hatten, hat sie auch gesungen. Ziemlich gut sogar. Sie hat offensichtlich großen Spaß, mit den anderen zu singen. Ich muss lächeln. Sie ist aufgestanden und tanzt ein bisschen zu der Musik oder wie Bob sagen würde, sie groovt.

    Grits Sicht
    Ein leckerer Geruch breitet sich im ganzen Raum aus. Bald gibt es Abendessen. Ich bin vom Singen total erschöpft. Keine Ahnung wie lange wir Musik gemacht haben, aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Es tat gut, mal wieder zu Singen. Ich schau mich um. Von John ist immer noch keine Spur zu sehen. Wo steckt der Kerl bloß? Ich will mich doch noch entschuldigen, dass ich ihn so angeschrien habe. Gemütlich schlendere ich zu meinem Stammplatz. Kalle sitzt auf seinem üblichen Platz. Die anderen sind noch nicht da. „Hey, sorry, dass ich euch unterbreche, aber hast du eine Ahnung wo John ist?“, frage ich Kalle, der grade in einer Diskussion vertieft war. Er schaut mich an und grinst. „Dem hast du ordentlich zugesetzt. Er war vorhin ziemlich verstört. Keine Ahnung wo er ist, aber das Essen wird er sich nicht entgehen lassen“, antwortet Kalle und dreht sich wieder seinem Gesprächspartner zu. Ich schaue ungeduldig umher. Durch die Tür kommen ein paar Crewmitglieder. John ist auch dabei. „Hey John!“, rufe ich und winke. Schnell laufe ich zu ihm hin. Er schaut mich schmollend an. „Sorry, man. Ich wollte dich vorhin nicht so anschreien. Das war echt gemein. Ich hatte nur vorher schon eine Diskussion mit Kid und Killer darüber und war etwas genervt, dass solche Gerüchte über mich im Umlauf sind. Anscheinend glaubt es aber eh keiner. Tut mir echt Leid!“, erkläre ich überstürzt und schaue ihn dann erwartungsvoll an. John lächelt. „Ist schon okay! War halb so wild. Habe mich nur ziemlich erschrocken, als du mich plötzlich angeschrien hast. Ehrlich! Ich dachte schon du würdest auf mich losgehen.“ Wir lachen. Puh! Da fällt mir ein Stein vom Herzen.

    Nach dem Abendessen spiele ich mit John, Kalle und noch zwei anderen eine ganze Zeitlang das Kartenspiel vom letzten Abend. Kalle schlägt sich heute etwas besser. Als es schon relativ spät ist, kann ich einfach nicht mehr. Ich bin müde und will einfach nur noch ins Bett. „So Jungs“, sage ich schließlich und gähne. „Das war‘s für mich. Ich geh jetzt ins Bett.“ „Gute Nacht!“ „Gute Nacht!“, sage ich und gehe in die Kajüte. Ich mache die Tür auf. „Huch!“, entfährt es mir. Kid sitzt bereits in Pyjamahose in seinem Sessel und liest glaube ich etwas. Er schaut auf. „Irgendwie habe ich nicht gedacht, dass du schon hier bist“, sage ich und schließe die Tür hinter mir. „Ich muss mir ein neues Gerücht ausdenken, dass ich über dich erzählen könnte“, antwortet Kid und grinst mich an. „Ha. Ha. Ha.“, sage ich und gehe ins Badezimmer. Ich ziehe schnell meine Schlafsachen an. Zwar habe ich jetzt meine eigene Kleidung, aber ich benutze immer noch die Hose und das T-Shirt von Kid zum Schlafen. Kid sagt ja aber auch nichts dagegen, also gebe ich sie ihm auch nicht zurück. Mir wird bereits wieder ziemlich kalt. Schnell ins Bett! Ich kuschle mich in die warme Bettdecke ein. So ist mir warm genug. Ich verstehe nicht, warum ich mich letzte Nacht an Kid gekuschelt habe. War mir etwa zu kalt? Ich hoffe das passiert diese Nacht wieder. Ein Lächeln stiehlt sich auf mein Gesicht. Heute Morgen war das einfach nur… unbeschreiblich. Dieses Gefühl. Ich hätte noch stundenlang so liegen bleiben können, wenn ich mich nicht so erschreckt hätte. Vielleicht wache ich morgen ja wieder so auf. Im Halbschlaf merke ich noch, wie Kid sich zu mir ins Bett legt.

    Wilde fröhliche Musik kommt von überall. Ein großes Lagerfeuer ist mitten auf einer Waldlichtung. Drum herum sitzen seltsame Fantasiewesen. Ich sitze auch dabei. Die Hitze schlägt in mein Gesicht, doch es ist nicht unangenehm. Ich gehe immer dichter ans Feuer ran. Plötzlich verschmelze ich mit den heißen Flammen. Ich bin jetzt selber eine Flamme. Eine andere Flamme bittet um einen Tanz. Wir wirbeln durch das Feuer und tanzen zu der Musik. Doch plötzlich wird die andere Flamme weggezogen. „Nein! Geh nicht!“ Ich mache schlagartig meine Augen auf und mir wird bewusst, dass ich das Letzte mal wieder laut gesagt habe. Mein Gesicht ist ganz heiß. Brennt es hier etwa? Nein! Ich liege nur wieder mit dem Kopf auf Kids Brust. Augenblicklich geht es in meinem Bauch wieder los und in meinem Kopf… also… ähm… Ich mag Kekse. „Meinetwegen! Ich bleibe solange du willst!“ Och nö! Kid ist schon wach. Ich drehe meinen Kopf langsam nach oben. Kid grinst mich dick und fett an. Ich würde ja was Freches antworten, aber es geht halt nicht. Es scheint, als hätte sich mein Gehirn komplett von meinem Körper gelöst und sich irgendwohin abgesetzt um Urlaub zu machen. Sein Grinsen… seine Augen… seine Nähe… Was soll ich denken? Was soll ich tun? In meinem Kopf herrscht Chaos. Ich liebe ihn. VERDAMMT NOCHMAL ICH LIEBE IHN! Hätte ich es doch bloß mal vorher gewusst, wie krass es ist, wenn man sich verliebt. Ich habe absolut kein Zeitgefühl mehr. Wie lange liegen wir schon so? Kids Grinsen hat sich mittlerweile in ein unwiderstehliches Lächeln verwandelt. Er streichelt mich sanft über den linken Arm. Seine Berührungen brennen wie Feuer und tun gleichzeitig so gut, wie Balsam auf einer Wunde. Ich falle gleich in Ohnmacht oder ich muss kotzen. „Ich glaube es ist Zeit aufzustehen“, sagt Kid schließlich. Damit holt er mich wieder ein bisschen zurück aus meiner Lähmung. Ich kann mich wieder bewegen. Während er sich aufsetzt, gelingt es mir irgendwie mich ebenfalls hinzusetzen. Erst jetzt realisiere ich wie schnell mein Herz schlägt. Kid sitzt auf dem Bettrand. Ich muss erst einmal wieder klare Gedanken bekommen, aber das geht kaum, wenn ich mit ihm in einem Raum bin. Unbeholfen krabble ich zum Bettrand. Das ist irgendwie… Hupps! Ich liege auf dem Boden. Anscheinend habe ich den Bettrand verfehlt. „Was machst du denn?“, fragt mich Kid überrascht und hilft mir hoch. Ein bisschen unsicher stehe ich auf den Beinen. „Geht schon…“ Ich räuspere mich. „Danke!“ Kid mustert mich kritisch. Seine Lippen umspielt ein leichtes Lächeln. „Alles in Ordnung?“ „Ja… ich…“ Ich räuspere mich wieder. „Ich… ähm… ich geh dann mal… ins Bad.“ Mir gelingt es echt nicht, einen klaren Satz hervorzubringen. Ich gehe ein paar Schritte rückwärts stolpere und dreh mich dann um. Bin ich betrunken oder was? Ich lege meine Hand auf die Klinke. „Das ist die falsche Tür“, sagt Kid. Tatsächlich! Das ist die falsche Tür. Ich schaue mich um. Die Badezimmertür ist weiter rechts. „Danke!“, sage ich und nicke Kid zu. Mir ist schlecht, mein Herz rast wie verrückt und meine Wahrnehmung hat einen Knacks. Verdammt! Ich muss schnellstens ins Badezimmer. Endlich schließe ich die richtige Tür hinter mir. Erschöpft lasse ich mich an der Tür auf den Boden sinken und vergrabe mein Gesicht in meinen angezogenen Knien. Puhh… Komm endlich drauf klar! Du bist bis über beide Ohren verliebt. Das ist in Ordnung! Aber bitte, BITTE behalte einen kühlen Kopf. Ich muss jetzt erst einmal aus meinen Gedanken raus kommen. Unbeholfen stehe ich auf und gehe zum Waschbecken. Ich schaue in den Spiegel. Da drin ist eine Frau mit knallroten Wangen, wild abstehenden braunen Dreads und weit aufgerissenen Augen. Oh Shit! Als erstes muss ich meine Dreads richten. Das sieht ja schrecklich aus. Ich flechte sie zu einem dicken Bauernzopf. Als ich fertig bin, sind meine Arme müde und schwer. Ich mache den Wasserhahn an und wasche mein Gesicht mit kaltem Wasser. Und zwar ausgiebig. Meine Gedanken sammeln sich wieder einigermaßen. Also wenn das jetzt jeden Morgen so ist, dann weiß ich echt nicht, wie ich das aushalten soll. In mir steigt eine schreckliche Hitze auf. Ich gehe zu dem Bullauge und öffne es um die kühle Morgenluft einzuatmen. Ein kalter Wind weht durch den Spalt und lässt mich sofort frösteln. Ich schaue eine Weile aus dem Fenster raus. Kann das sein? Ist es das was ich denke? Ich habe es schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Das letzte Mal, als ich ein kleines Kind war. Oh nein! Ich glaube es ist tatsächlich Schnee. Schnell mache ich das Fenster zu. Mir ist bereits arschkalt. Ich muss mir jetzt unbedingt etwas Warmes anziehen. Meinen Körper umklammernd, gehe ich schnell zurück ins Zimmer. Kid ist schon weg. Wahrscheinlich weckt er die Crew. Ich ziehe mich an. Der Pullover von Kid, den ich bisher getragen habe, riecht ziemlich nach Lagerfeuer. Wie konnte mir das gestern nicht auffallen. Der muss auf jeden Fall gewaschen werden. Erstmal muss ich allerdings einen anderen nehmen. Ich betrachte mich im Spiegel. Also so ein ganz schwarzer Pulli ist doch echt schrecklich langweilig. Ich mache meinen Bauch frei und schaue mir die Wunde an. Die Medizin vom Doc scheint echt Wunder zu bewirken. Der Schnitt ist fast verheilt und das, obwohl ich doch vor ein paar Tagen erst verletzt wurde. Es wird wohl eine ziemlich große Narbe zurück bleiben. Tja! Daran lässt sich nichts ändern. Dann sind Kid und ich im Partnerlook. Oh… Kid! Hm… Ich schweife ab! Kopfschüttelnd verdecke ich meinen Bauch wieder. Versuch wenigstens ab und zu einigermaßen klare Gedanken zu haben. Wahrscheinlich gibt es bald Frühstück. Ich schlendere zum Speisesaal. Gedankenverloren stoße ich die Tür auf. Verwirrt blinzle ich. Die sind alle schon beim Essen. Na dann komme ich ja genau richtig. Ich gehe zu meinem Platz. Kid sitzt auf seinem üblichen Platz. Ich kann meine Augen einfach nicht von ihm abwenden. Wenn ich da an vorhin denke… Rumms! Ich bin in jemanden reingelaufen. Abrupt werde ich aus meinen Träumereien geweckt. „Es tut mir so Leid. Entschuldigung, das war absolut gar nicht mit Absicht. Ich habe nicht aufgepasst. Sorry!“, entschuldige ich mich hastig. Die Person, die ich angerempelt habe, legt eine Hand auf meine Schulter. „Kein Problem, Schwester. Ist doch nichts passiert. Immer schön lässig bleiben.“ Bob! Er klopft mir sachte auf die Schulter und geht dann weiter. Ich atme einmal tief durch. Puh! Das hat mich vielleicht erschreckt. Ich komme an meinen Platz, wo sich Kalle und John bereits kaum noch auf ihren Stühlen halten können vor Lachen. Grinsend setze ich mich hin. Als die Meisten schon aufgegessen haben, steht Kid auf und verschafft sich Verhör. „Wir kommen morgen Abend auf der nächsten Insel an.“

    Kids Sicht
    „Deshalb wird morgen Nachmittag Geld verteilt. Tom macht das wie immer hier im Speiseraum“, beende ich meine Erklärung. Anstatt mich wieder hinzusetzen, verlasse ich den Raum. Ich muss nachdenken. Mein Weg führt mich zur Gummizelle. Ich schließe die Tür hinter mir zu und setze mich an die Wand. Diese Frau! Sie bringt mich um den Verstand. SO habe ich mich in meinem ganzen Leben noch nie gefühlt. Ich will sie nicht haben, ich will sie einfach „nur“ lieben. Es ist nicht ihr Körper, der mich anzieht, sondern sie selbst. Einfach alles an ihr! Ich will nicht einfach eine Nacht mit ihr verbringen, ich will ein ganzes Leben mit ihr verbringen. Scheiße! Ich werde schon wieder so sentimental. Komm schon Kid, du bist doch ein Mann! Hör auf mit diesem Quatsch! Fuck! Frauen und Kinder sind die einzigen Ausnahmen. Da darf man schon mal sentimental werden. Wenn ich nur an vorhin denke… Grit ist so liegen geblieben. Sie ist nicht zurückgeschreckt wie gestern. Wie lange haben wir einfach nur dagelegen? Es war wunderschön… In ihr tolles Gesicht zu schauen, mit den süßen Sommersprossen auf ihren Wangen. Der Moment dauerte viel zu kurz, auch wenn es wie eine Ewigkeit schien. Und dann… das bereitet mir echt Kopfzerbrechen. Was war bitte mit ihr los? Sie war wie betrunken. Erst fällt sie vom Bett, dann stolpert sie und dann nimmt sie auch noch die falsche Tür. War Grit etwa so drauf, wegen… wegen mir? Ich glaube… hm… ich glaube schon. Sie hätte auf jeden Fall protestiert, wenn es ihr nicht gefallen hätte, an mir gekuschelt zu liegen. Da bin ich mir hundertprozentig sicher. Das heißt dann… Ich grinse. Mein Körper füllt sich mit Freude. Ich nehme einfach mal an, dass sie mich auch liebt oder wenigstens auf mich steht. Alles klar! Das ist eine großartige Neuigkeit.
    Nach einiger Zeit stehe ich auf und gehe, in bester Laune, aufs Deck. Ich staune nicht schlecht. Das ganze Schiff ist mit ein bis zwei Zentimeter Schnee bedeckt. Es hat also tatsächlich letzte Nacht geschneit. Der Weg bis zum Bug wurde bereits freigeräumt. Einige aus der Crew leisten sich eine erbitterte Schneeballschlacht. Es fällt noch immer der Schnee vom Himmel. Scheint als wären wir tatsächlich bald auf der nächsten Insel. Ich gehe ganz nach vorne an die Spitze des Schiffes. Obwohl ich angestrengt gucke, kann ich am Horizont nichts erkennen. Ich kann eigentlich noch nicht einmal den Horizont erkennen, wenn ich ehrlich bin. Der Schnee fällt in dichten großen Flocken vom Himmel. Sobald er das Wasser berührt verschmilzt er. Das wird ein langer, höchstwahrscheinlich langweiliger, Tag. Ich stütze mich mit den Unterarmen auf die Reling und schaue eine Weile in das dichte Schneetreiben. Jemand kommt und stellt sich neben mich. Es ist Killer. Er stützt sich ebenfalls mit seinen Unterarmen auf die Reling. Eine Weile sagt niemand etwas. Ich frage mich was er wohl will? Wir lauschen dem Geräusch der brechenden Wellen und dem lautlosen Fallen der Schneeflocken. „Du liebst sie wirklich, stimmt’s?“, unterbricht Killer schließlich unser Schweigen. Überrascht schaue ich ihn von der Seite an. Er guckt weiter aufs Meer vor uns. Und wie ich sie liebe! „Ja!“, antworte ich leise. „Wie sehr liebst du sie?“, fragt Killer und schaut mich an. „Ich habe noch nie zuvor eine Frau so sehr geliebt!“ Durch zwei der Löcher in seiner Maske, kann ich ein bisschen Killers Augen sehen. Vermutlich mustert er mich eingehend. Nach einem Augenblick nickt er kaum merklich und wendet sich ab. „Dann behandle sie anders als all die anderen Frauen. Sie ist nicht wie die, das weißt du!“, sagt er und geht davon. Ja das weiß ich… Killer ist ein guter Beobachter und hat eine Menge Menschenkenntnis. Er weiß Dinge aus meinem Handeln, die ich selber nicht mal kenne. Ich bin sicher Killer meinte nicht einfach nur, dass ich sie nicht wie meine übliche Beute behandeln soll. Denn das weiß ich schon. Da steckt noch mehr hinter.

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