Die Geschichte von Hinotama (Naruto Fanfiktion)Teil 1

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1 Kapitel - 5.031 Wörter - Erstellt von: Yamiyo - Aktualisiert am: 2015-02-14 - Entwickelt am: - 2.663 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Schon seit langem gammelt diese Fanfiktion in meinem Regal, jetzt bin ich endlich motiviert genug, sie abzutippen. Es geht hauptsächlich um Deidara, Sasori und meinen selbst erfundenen Charakter Hinotama. Die Geschichte wird auch fast nur aus den Blickwinkeln dieser drei Personen erzählt. Viel Spaß beim Lesen! (falls überhaupt Jemand diese Geschichte lesen will....)

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    (Kleine Vorabinformation: Öfters kommentieren Personen die Geschichte, die sie euch hier erzählen werden. Diese Kommentare sind umklammert.)///(Deid
    (Kleine Vorabinformation: Öfters kommentieren Personen die Geschichte, die sie euch hier erzählen werden. Diese Kommentare sind umklammert.)
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    (Deidara: Eigentlich wäre Sasori-danna zuerst dran mit Erzählen, aber er ist gerade so vertieft in seinen Marionettenbau, da können wir bis morgen warten, dass er anfängt zu erzählen!)
    *im HQ, aus Deidaras Sicht*
    „Ihr werdet eine Nukenin namens Hinotama Shiokaze zu Akatsuki bringen.“ befiehlt Pain barsch, der an seinem riesigen Tisch im Büro sitzt. „Geht klar, Pain. Ich sage es gleich Sasori-danna, un." erwidere ich grinsend und verlasse den Raum. Wie sich Sasori freuen wird, wieder auf Mission gehen zu dürfen. Ironie. Er ist nämlich viel lieber in seiner Werkstatt und baut seine dämlichen Puppen. Von wegen Kunst der Ewigkeit und blabla, Kunst des Moments; so muss es heißen! Ich laufe gut gelaunt durch die dunklen Gänge des Hauptquartiers (abgekürzt: HQ), bis ich die Tür zu Sasoris Werkstatt erreiche. Als ich die mit Dutzenden von Marionetten vollgestellte Werkstatt betrete, zischt knapp an meinem Kopf eine Flammenkugel vorbei. „Verdammt Danna! Ich bin's nur, Deidara, nicht Hidan!" rufe ich zornig in Richtung meines Dannas, der auf dem Boden sitzt und an einer Puppe werkelt. „Ach so... Sorry." erwidert Sasori ungerührt und schleift weiter das Holz der Puppe, ohne mich eines Blickes zu würdigen. „Bist aber selber schuld, ich habe dir doch gesagt, dass du anklopfen sollst." fügt er streng hinzu. Darf ich vorstellen? Mein Danna–griesgrämig und mürrisch wie immer. Normalerweise würde ich jetzt etwas schön Bissiges erwidern, was unweigerlich zu einem erbitterten, langen Streit führen würde, aber leider müssen wir jetzt sofort zur Mission aufbrechen, sonst wird Pain wütend. „Danna, wir haben von Pain eine Mission bekommen, un." erkläre ich mit einem breiten Grinsen. Sasori stöhnt genervt auf. „Och nee, warum ausgerechnet wir? Ich bin doch gerade dabei, Hiruko zu verbessern. Was sollen wir machen?" „Eine Nukenin in der Nähe von Suna finden und zu Akatsuki bringen." antworte ich fröhlich. Sasori seufzt deprimiert und räumt die Holzstücke beiseite. „Neulinge suchen! Warum bekomme ich immer solche Missionen? Orochimaru, du und jetzt auch noch sie! Hoffentlich ist sie nicht so stur wie du und weiß, was wahre Kunst ist!" schimpft Sasori genervt und steht auf. Ach, ich habe vorhin vergessen zu erwähnen, dass mein Danna nicht nur mürrisch und griesgrämig ist, sondern es auch liebt, mich zu provozieren. Okay...das beruht auch etwas auf Gegenseitigkeit. Sasori-danna hat Recht, ich bin stur, vor allem wenn es um die wahre Kunst geht. Aber er ist es auch, was eine wichtige Grundlage für einen Kunststreit ist. Und so einen Kunststreit haben wir mindestens einmal am Tag. Kunst des Moments vs. Kunst der Ewigkeit. Leider wird unser Streit meistens von irgendetwas oder irgendjemanden gestört. „Pack schon mal deine Sachen zusammen und geh zum Ausgang, ich komme gleich." befiehlt Sasori und beginnt Marionetten in Schriftrollen zu versiegeln. Ich nicke und verlasse die Werkstatt, um den Anweisungen meines Dannas zu folgen. Als ich bereit für die Mission am Ausgang des HQs ankomme, wartet Sasori-danna schon auf mich. Mein Danna muss immer auf mich warten. Ich weiß gar nicht, wie er es immer schafft, so pünktlich zu sein. Ich bin zwanghafter Zuspätkommer, was ihn, den chronischen Zufrühkommer furchtbar aufregt. Noch eine Sache, die man über meinen Danna wissen sollte, bevor man ihn sympathisch nennt, obwohl ich sowieso die Leute nicht verstehe, die ihn so bezeichnen. Denn meiner Meinung nach ist sogar Sauerkraut sympathischer als er–meistens zumindest. Versteht mich nicht falsch, Sasori-danna ist wirklich ein cooler Danna, vor allem weil man mit ihm so gut über Kunst diskutieren kann und es gibt tatsächlich Momente, in denen er nett und offen ist. (Leider passiert das nicht allzu oft...), aber seine Überpünktlichkeit und seine unerträgliche Laune, wenn man eine Minute zu spät kommt, ist echt nervig.
    (Sasori: Bist du mal endlich fertig mit dem lächerlichen Gejammer, Deidara? Lass mich lieber weiter erzählen!)
    *aus Sasoris Sicht*
    Grinsend blickt mich mein Teampartner Deidara an, während ich vor Wut koche. Wieso kann er nicht einmal, EINMAL pünktlich sein? Langsam frage ich mich ernsthaft, ob er das überhaupt mit Absicht macht. Vielleicht kann er wirklich zwanghaft nicht rechtzeitig kommen. Ach völliger Blödsinn, jeder kann pünktlich sein, man muss es nur wollen. Und Deidara will offensichtlich NICHT. Verwundert mustere ich sein Gepäck, das bloß aus seiner Augenkamera und seiner kleinen Tasche besteht. „Hast du wirklich alles? Dein Gepäck ist so spärlich." frage ich misstrauisch. Ich traue es Deidara sofort zu, dass er den Großteil seines Gepäcks im Zimmer vergessen hat. So unorganisiert und schusselig wie er ist...„Klar ich habe alles, un!" erwidert Deidara selbstbewusst. Zum besseren Verständnis sollte ich kurz erklären, was es mit dem "un" auf sich hat. Das ist eigentlich ganz einfach: Deidara hängt an jeden Satz, jede Frage, die er betonen möchte, ein "un". Seit wann? So lange, wie ich ihn kenne und wahrscheinlich schon davor. Sein "un" ist eine seiner nervigsten Angewohnheiten nach seiner barbarischen Einstellung zu Kunst. Wie kann man nur auf die dämliche Idee kommen, dass Kunst vergehen soll? Dann wäre ja der ganze Aufwand beim Erschaffen des Kunstwerks umsonst gewesen! Doch das will Deidara nicht einsehen. Leider. Zusammen laufen wir in Richtung Suna. Es geht zwischen Bäumen, durch hohe Gräser und an Bächen entlang. Irgendwie habe ich ein flaues Gefühl im Magen, wenn ich daran denke, dass ich meinem Heimatdorf Suna immer näher komme. Plötzlich fällt mir wieder ein, was ich Deidara fragen wollte. „Hey Deidara, wie heißt die Nukenin eigentlich?" Deidara überlegt kurz und antwortet dann: „Hinotama. Hinotama Shiokaze." Ich erstarre bei Deidaras Antwort und bleibe wie angewurzelt stehen. „Hinotama?" frage ich fassungslos. Deidara blickt mich irritiert an. „Ja wieso? Kennst du sie?" fragt er verwirrt. Ich bringe keinen Ton hervor. Hinotama...
    (Deidara: Du mit deiner Hinotama! =_= Ich übernehme wieder!)
    *aus Deidaras Sicht*
    Völlig verwirrt beobachte ich meinen Danna der wie zur Salzsäule erstarrt gedankenverloren durch mich hindurch starrt. Habe ich etwas Falsches gesagt? Irgendwie habe ich das ungute Gefühl, dass Sasori-danna einen Ton blasser ist als sonst. Komisch...„Deidara, du musst die Mission alleine durchführen. Ich muss sofort zum HQ zurück!" erklärt da Sasori auf Einmal bestimmt. „Warum denn?" stammele ich verdattert. „Wenn sie erfährt, dass ich bei Akatsuki bin, dann wird sie nie im Leben beitreten! Sie hasst mich wie den Tod persönlich!" Okay...mein Danna war ja schon immer schräg, aber jetzt ist er wirklich durchgeknallt! Aber er meint es anscheinend todernst, denn wortlos dreht er sich nun um und geht stumm den Weg zurück. Na Klasse...Ich blicke ihm noch eine Weile ratlos hinterher, bis ich ihn nicht mehr sehen kann, dann gehe ich weiter in Richtung Suna– schließlich muss ja irgendwer die Mission ausführen! So schwer kann das ja nicht sein! Trotzdem bereitet mir Sasori-dannas Verhalten Sorgen. So aufgewühlt habe ich ihn noch nie erlebt! Wer ist bloß diese Hinotama und wieso hasst sie meinen Danna? Ob sie...ich muss kichern...ob sie seine Freundin ist? Nein–das kann ich mir nur schwer vorstellen. Wer ist schon in eine Puppe verknallt, vor allem in eine so unfreundliche wie Sasori? Außerdem hat Sasori sich vorgenommen, ohne Emotionen zu leben, woran er bisher meiner Meinung nach kläglich gescheitert ist. Was sind seine Wutausbrüche sonst? Meiner Ansicht nach ja wohl pure Emotion! Leider eine ziemlich unangenehme Emotion. Die blauen Flecken vom letzten Mal sind erst nach circa 3 Wochen verheilt. Und nein, ich übertreibe nicht! Mein Danna kann ziemlich brutal sein, vor allem in Hiruko. Kein Wunder, dass sein früherer Partner Orochimaru die Organisation so schnell verlassen hat.
    (Sasori: Entschuldigung, dass ich mich einmische, aber ich bin nicht schuld an seinem Austritt! Er ist wegen der Niederlage gegen Itachi gegangen!
    Deidara: Seine Version. Wobei mir meine Version glaubhafter vorkommt. ^^ )
    So gehe ich also alleine nach Suna und frage mich, was oder besser gesagt WER mich dort erwarten wird.
    (Deidara: Wechsel! Ich kann nicht mehr!
    Sasori: Tse...die Jugend von heute...hat überhaupt keine Ausdauer mehr!)
    *aus Sasoris Sicht*
    Währenddessen kehre ich zum HQ zurück. Ich weiß, es ist ziemlich riskant, Deidara alleine die Mission machen zu lassen, denn einerseits ist er sehr unvorsichtig und handelt überstürzt
    (Dei: Stimmt gar nicht!*versucht Sasori zu schlagen*
    Sas: Deidara, hör auf mich zu schlagen!*wirft genervt nach Deidara ein paar vergiftete Kunais)
    , andererseits wird Pain mir mein Fehlen sicherlich nicht ohne Weiteres verzeihen. Aufgewühlt erreiche ich das HQ und laufe mit vor Angst pochenden Herzen zu Pains Büro. Deidara würde jetzt sagen, ich bin lebensmüde, aber mir bleibt keine andere Wahl, als Pain über mein Problem mit Hinotama zu informieren. Hoffentlich wird er meine Reaktion verstehen... Zaghaft klopfe ich an die Tür, drücke nach einem unfreundlichen "Herein!" die Klinke herab und betrete das mit Akten vollgestellte Büro von Pain. Was für ein furchtbares Chaos! Mein Vorgesetzter sitzt an seinem gigantischen, einschüchternden Tisch und starrt mich mit seinen gruseligen Rinnegan an. „Wieso bist du schon zurück, Sasori? Habt ihr Hinotama schon gefunden? Und wo ist Deidara? Drückt er sich wieder um das Bericht Erstatten?" fragt Pain mit drohendem Unterton. Mir ist, als ob die Luft im Zimmer 20 Grad kälter wird. „Nein, er wird Bericht erstatten–keine Sorge." antworte ich so ruhig wie möglich. Tief hole ich Luft und fahre dann fort. „Er sucht noch nach Hinotama." „Und wieso DU nicht?" fragt Pain verärgert und steht auf. „Weil das das Ende der Mission bedeuten würde. Hinotama kennt mich nämlich...und ich sie." erkläre ich mit leiser Stimme. Pain zieht die Augenbrauen interessiert hoch. „Inwiefern?" hakt er mit mühsam versteckter Neugier nach. „Ich hatte als Genin mit Hinotama eine Mission. Kurz vor Suna wurden wir von Iwa-Ninjas angegriffen. Damals hat sich unser Sensei, Hinotamas Vater für uns geopfert, um uns die Gelegenheit zur Flucht zu geben. Das hat Hinotama mir jedoch nie verziehen. Sie hält mich für den Schuldigen an dem Tod ihres Vaters. Wenn sie erfahren würde, dass ich Mitglied von Akatsuki bin–ich weiß nicht wie sie reagieren würde. Ich schätze sie würde dann nicht Akatsuki beitreten wollen. Deswegen hielt ich es für klüger zum HQ zurückzukehren." erkläre ich mit stockender Stimme. Pain nickt nachdenklich. „Aber warum hast du das nicht mir gesagt, bevor ihr losgegangen seid?" fragt er streng. „Weil ich ihren Namen erst nach dem Verlassen des HQs von Deidara erfahren habe." Pain seufzt und setzt sich wieder. „Wie sollen wir jetzt deiner Meinung nach vorgehen? Muss ich die Mission abbrechen oder bleibt uns eine Alternative, Sasori?" fragt Pain mich ruhig. Wieso fragt er MICH das? ER ist der Leader, nicht ICH! Aber jetzt erwartet er eine Antwort von mir und ich muss seine Wünsche erfüllen, also muss ich antworten. Mist. „Ich...ich glaube, dass ich es schaffen kann, ihr nicht zu begegnen, während sie im HQ ist. Aber es darf niemand in ihrer Anwesenheit meinen Namen nennen." Ich überlege kurz und fahre dann motiviert fort. „Man könnte ja sagen, dass der Partner von Deidara namens...Susumu auf langer Spionagemission in Hoshigakure ist und dass Hinotama ihn ersetzt." Pain lächelt leicht. „Das klingt gut. Ich werde dich natürlich trotzdem noch mit Deidara auf Missionen schicken. Für Hinotama wird es jedoch so aussehen, als ob Deidara auf Einzelmission gehen würde. Über die Versammlungsinhalte werden wir dich informieren. Aber wo willst du wohnen?" plant Pain nachdenklich. Ich grinse und antworte bestimmt: „In meiner Werkstatt. Die ist schallgedämmt, keiner wird mich hören. Und ein Bad ist dort ja auch eingebaut." Pain nickt wohlwollend und befiehlt mir freundlich: „Gut. Dann räume jetzt deine Sachen in die Werkstatt. Ich werde die Mitglieder informieren." Erleichtert verlasse ich Pains Büro und laufe zu Deidaras und meinem Zimmer, wo ich beginne, mein Hab und Gut zusammenzupacken. Meine Kleidung, Waffen, Schriftrollen, Bücher, Gifte,...und zu guter Letzt mein zerkratztes Sunastirnband. Ich starre es, als ich es in meiner Hand halte, mit gemischten Gefühlen an. Ich habe gehofft, meine Vergangenheit ausgelöscht zu haben. Aber da ist noch jemand: Hinotama. Die Vergangenheit hat mich eingeholt.
    (Dei: Wow, wie dramatisch Danna! Lass mich mal wieder weiter erzählen!)
    *aus Deidaras Sicht*
    Es ist schon Abend, als ich Suna von einer Sanddüne aus am Horizont entdecke. Irgendwie mystisch und verträumt wie es da so im roten Sonnenlicht liegt. Das ist also das Heimatdorf von Sasori. Jetzt kann ich verstehen, warum er manchmal Heimweh hat. (Sas: Habe ich gar nicht!
    Dei: Hast du wohl! Wir wohnen im selben Zimmer, ich merke natürlich, wie du manchmal verträumt dein Band anstarrst!
    Sas: Halt deine Klappe...
    Dei: Hey du hast nicht widersprochen!
    Sas: Weil das bei dir nutzlos ist...
    Dei: Das nehme ich dir nicht ab^^)
    Wie ich da so auf der Sanddüne stehe und ein wenig Pause mache, durchfährt plötzlich ein stechender Schmerz meinen Kopf. Pain ruft uns! Ich setze mich im Schutz der Düne hin und schließe die Augen. Schon befinde ich mich in Form eines Hologramms im Versammlungssaal. Die anderen Mitglieder sind auch schon anwesend. Das sind Hidan, Kakuzu, Pain, Konan, Kisame, Itachi, Zetsu und da ist auch Sasori. Gespannt warte ich, dass Pain die Versammlung eröffnet, was er auch sofort macht. „Ich habe euch gerufen, weil es eine wichtige Mitteilung an euch alle gibt. Bald wird ein neues Mitglied namens Hinotama in unserem HQ eintreffen. Leider kennt sie Sasori von früher und hasst ihn. Wenn sie erfahren würde, dass er bei Akatsuki ist, würde sie womöglich austreten, was unbedingt verhindert werden muss. Deswegen wird Sasori offiziell nur noch Susumu genannt. Susumu ist zwar noch der Partner von Deidara, ist aber gerade auf einer langen Spionagemission in Hoshigakure. Hinotama wird Deidara Ersatzpartnerin, wenn er angeblich eine Einzelmission hat, führt er jedoch eine Mission mit Sasori aus. Ihr dürft auf keinen Fall in Hinotamas Anwesenheit Sasoris Namen erwähnen. Klar?"erklärt Pain ruhig. „Klar." bestätigen wir alle synchron. Plötzlich blickt Pain mich an und fragt: „Für dich ist das auch okay?" Ich nicke zögerlich. Eigentlich will ich gar keinen anderen Partner, aber wenn es nicht anders geht...„Ach ja Deidara, du wirst die Mission alleine ausführen. Später wirst du der Senpai von Hinotama." fügt Pain bestimmt hinzu. „Verstanden." erwidere ich Pain pflichtbewusst. „Gut. Dann ist die Versammlung hiermit beendet." Sofort wird alles um mich herum schwarz und ich öffne ruckartig die Augen. Was für verwirrende Nachrichten! Ich springe auf und merke entnervt, dass meine Beine eingeschlafen sind. Nachdem ich ein wenig auf und ab gesprungen bin, um meine Beine wiederzubeleben, gehe ich in Richtung Stadtmauer von Suna. Auf einmal höre ich einen leisen Schrei. Neugierig gehe ich über einige Sanddünen, bis ich hinter der dritten Düne im Tal drei Personen entdecke. Zwei Männer mit Sunastirnbändern und eine Person, die einen Kapuzenmantel trägt. Gespannt kauere ich mich hinter die Kuppe der Düne und beobachte von dort aus den erbitterten Kampf. Obwohl die Kapuzenperson in der Unterzahl ist, kämpft sie sehr mutig und stark. Staunend sehe ich, wie um sie Eiskristalle entstehen, die sie mit zwei unterarmlangen, silbernen Fächern in Richtung der Gegner weht. Sehr beeindruckend! Ob das... Aufgeregt ziehe ich das Papier heraus, auf dem mir Pain einige Informationen über Haruka aufgelistet hat. Mal sehen...Hinotama Shiokaze; Kampfstil: Fernkampf; benutzt silberne Fächer und Futon und Hyoton...Ein strahlendes Lächeln geht über mein Gesicht. Diese Person muss Hinotama sein! Alles passt! Plötzlich sehe ich, wie Hinotama von einem Kunai im Bauch getroffen wird und zusammensackt. Erschrocken springe ich auf und werfe zwei Bomben in Richtung der Männer. Im Rauch der Explosion schultere ich Hinotama, die mittlerweile bewusstlos geworden ist und mache mich so schnell und leise wie möglich aus dem Staub. Einige Dünen entfernt setze ich Hinotama ab, säubere, reinige und verbinde ihre tiefe Bauchwunde notdürftig. Ich muss so schnell wie möglich zum HQ zurück, dort kann Kakuzu die Wunde nähen! Nach einer kurzen Verschnaufpause laufe ich weiter und weiter, die ganze Nacht, bis ich am Morgen das HQ erreiche. Kakuzu übernimmt gleich die Behandlung, sodass ich mich eine Weile von dem Marathon ausruhen kann. Als ich mein Zimmer betrete, stelle ich verwundert fest, dass das halbe Zimmer leer ist. Ach ja–Sasori schläft ja jetzt woanders. Wo eigentlich? Da fällt mir ein kleiner Zettel auf, der auf meiner Bettdecke liegt. Als ich ihn auffalte, erkenne ich sofort Sasoris saubere, kleine Handschrift.
    “Ich wohne jetzt in der Werkstatt. Wenn du reinkommen willst, klopfe zweimal lang und einmal kurz. Wir sehen uns. Sasori “
    Mit gemischten Gefühlen betrachte ich den Zettel. Sasori wohnt jetzt also in der Werkstatt. Schade, unsere abendlichen Kunstdiskussionen im Zimmer haben immer so viel Spaß gemacht. Das ist wohl jetzt erst einmal vorbei. Und das nur wegen dieser verflixten Hinotama! Wütend zerknülle ich den Zettel und sprenge ihn in tausend Fetzen. Dann lasse ich mich auf mein Bett fallen und starre frustriert die Decke an. Ich sollte meine Wut nicht an kleinen, unschuldigen Zetteln auslassen, ich weiß, aber Tobi war leider nicht in der Nähe. Tobi, der Untergebene von Zetsu, ist für mich wie ein Sandsack beim Boxen. An ihm kann ich ohne Probleme meine Wut auslassen, weil er immer einen Grund dazu bietet. Außerdem ist er ein tolles Testobjekt für meine explosive Kunst. Er verzeiht mir alles immer, er freut sich sogar, dass ich mit ihm "spiele". Ich weiß nicht, wie lange ich da so liege und die Decke anstarre, aber es muss eine ganze Weile sein, denn als jemand zaghaft an die Tür klopft und sie dann langsam öffnet, ist es zu meiner großen Überraschung Hinotama. Anstatt aufzustehen und sie freundlich zu begrüßen, wie es sich für einen Senpai gehört, bleibe ich auf dem Bett liegen und starre weiter unbewegt die Decke an. „Sind Sie Deidara?" fragt sie leise schüchtern. Ich seufze genervt. Eigentlich will ich doch nur meine Ruhe haben, um mir Gedanken machen zu können. „Was willst du, un?" frage ich unfreundlich. Das Mädchen tritt einige Schritte ins Zimmer. Kurz huscht mein Blick aus Neugier zu ihr. Sie scheint ein wenig älter zu sein als ich, ist jedoch ein Stück kleiner als ich. Ihre sandgelben, schulterlangen Haare hängen ihr rechts ins Gesicht, dadurch verdecken sie teilweise eines ihrer blattgrünen Augen. Das ist also Hinotama. Was hat Sasori wohl angestellt, dass sie ihn jetzt hasst? Ich richte wieder den Blick an die Decke, was Hinotama sichtlich irritiert. „Sind Sie der, der mich hergebracht hat?" will sie als Nächstes wissen. „Gut möglich, un." lautet meine knappe Antwort. Hinotama seufzt leise genervt. „Pain-sama hat gesagt, dass ich Ihre Team-und Zimmerpartnerin werden soll." erklärt sie entnervt. Sie scheint mich jetzt schon nicht zu mögen. Ich schmunzele innerlich, antworte ihr jedoch im gleichgeblieben unfreundlichen Ton: „Ich weiß, un. Dein Bett ist das da hinten. Im Schrank ist noch Platz." Hinotama setzt sich auf ihr Bett und starrt mich erwartungsvoll an. Erwartet sie etwa, dass ich mit ihr rede? Wahrscheinlich. Aber ich habe keine Lust. Sicher hat sie keine Ahnung von Kunst. „Habe ich irgendetwas falsch gemacht, Deidara-senpai? Sind Sie wütend auf mich?" fragt sie nach einer Weile unsicher. In mir brüllt meine innere Stimme durchgehend JA, aber das kann ich ihr ja schlecht sagen. Deswegen antworte ich stattdessen mit gelangweiltem Tonfall: „Nein. Ich bin nicht wütend auf dich, un. Noch nicht.” Mir ist das An-die-Decke-starren jetzt zu blöd und ich schließe die Augen. „Sind Sie müde? Es ist 16 Uhr am Nachmittag, das wissen Sie doch, oder?" stellt Hinotama verwundert und vorwurfsvoll fest. So macht sie sich sicher nicht beliebt bei mir. Ich hasse solch altkluges Gelaber, Sasori macht das auch häufig. Ich knurre verärgert, öffne ein Auge und starre sie damit zornig an. Zu meiner Freude sieht Hinotama daraufhin etwas verängstigt aus. „Oh entschuldigt Deidara-senpai, Ihr seid sicher noch müde von der Mission. Ich lasse Sie wohl lieber schlafen!" erklärt Haruka schnell und geht zügig zur Zimmertür, um das Zimmer zu verlassen. „Pass auf Hidan auf, un." ermahne ich sie halbherzig. Fragend blickt sie mich an. „Wer ist denn Hidan, Senpai?" „Ein Jashinist, der noch Leute sucht, die er seinem Gott opfern kann. Ich würde mich an deiner Stelle vor ihm in Acht nehmen, un." antworte ich gelangweilt und schließe wieder die Augen. Kurz darauf höre ich, wie die Tür geschlossen wird. Endlich ist Hinotama weg. 1:0 für mich!^^
    (Hinotama: Du bist so ein furchtbarer Angeber, Deidara! Jetzt erzähle ich weiter!)
    *aus Hinotamas Sicht*
    Ziemlich genervt schlendere ich durch die dunklen Gänge des HQs. Mein neuer Senpai ist ja extrem komisch! Was hat er bloß gegen mich? Irgendwie habe ich das ungute Gefühl, dass er mich am liebsten in der Wüste gelassen hätte. Was habe ich ihm nur getan? Als Deidara-senpai mich so mordlustig angeschaut hat, als ich ihm bloß die Uhrzeit gesagt habe, da habe ich wirklich Angst bekommen. Bei meinem Beitritt hat Pain erwähnt, dass Deidara-senpai eventuell etwas abweisend sein könnte, wegen seinem alten Partner–was auch immer er damit gemeint hat. Zu dem Zeitpunkt habe ich mir noch keine großen Sorgen gemacht, aber jetzt schon. Der Typ ist ja schrecklich unfreundlich und mürrisch! Das Seltsamste ist, dass mir Konan vorhin noch erzählt hat, dass Deidara angeblich freundlich und kunstinteressiert sei und immer ein Grinsen auf dem Gesicht habe. Also freundlich sieht irgendwie anders aus. Und ein Grinsen habe ich bisher bei ihm auch noch nicht entdeckt. Sehr komisch... Gibt es vielleicht zwei Deidaras? Ich bin so in Gedanken versunken, dass ich viel zu spät den Mann bemerke, der aus seinem Zimmer auf den Flur tritt. Mit voller Wucht laufe ich in ihn hinein, woraufhin er mich wütend anbrüllt: „Du [BEEP], hast du Tomaten auf den Augen? „Du hättest doch auch aufpassen können!" knurre ich verärgert und gehe ein paar Schritte zurück. „Wie bitte?" schreit der Mann empört. Er packt mich blitzschnell am Hals und presst mich gegen die Wand. „ICH soll aufpassen?" knurrt er bedrohlich und kommt näher. Plötzlich ändert sich sein wütender Gesichtsausdruck zu einem interessierten. „Hey..." Sein Blick wandert von meinem Gesicht zu meinem Hals und abwärts. „Du siehst ja richtig scharf aus." gurrt er begierig. Ich werde blass. Wer zum Teufel ist das? „Ich glaube, du bist es wert, Lord Jashin geopfert zu werden." stellt er zufrieden fest. Lord Jashin? OPFERN? Oh nein, ist das etwa...„Ach ich bin übrigens Hidan.“ stellt sich der Mann mit den silbernen Haaren pervers grinsend vor. Dabei kommt er mir unangenehm nahe, sodass ich seinen Geruch, der dem Geruch von Blut ähnelt, wahrnehme. Langsam bekomme ich wirklich Angst...Plötzlich greift er mir in den Ausschnitt meines Tops, weswegen mir ein entsetzter Schrei entfährt. „Zier dich doch nicht so!" lacht Hidan dreckig. „Du wirst sicher seeeehr viel Spaß mit mir haben."
    *aus Deidaras Sicht*
    Nachdem Hinotama das Zimmer verlassen hat, habe ich nach einigen Minuten keine Lust mehr die Decke zu betrachten. Ich habe mich gerade entschlossen, nach draußen zum Trainieren zu gehen und stehe gerade im Flur, als ich einen leisen, gequälten Schrei höre. Diesen Schrei kenne ich doch! Das ist Hinotama! Erschrocken renne ich los, bis ich endlich den Gang erreicht habe, woher der Schrei kam. Voller Wut bemerke ich, wie Hidan seine Hand unter dem Top von Hinotama umhergleiten lässt. Hinotama selber ist kreidebleich und versucht vergeblich sich zu wehren. Zornig nehme ich zwei Bomben und schleudere sie Hidan mit voller Wucht an den Kopf, sodass dieser überrascht zurückstolpert. „Lass sie in Ruhe Hidan, hörst du! Ich bin ihr Senpai und wenn ihr etwas passiert, bekomme ich von Pain Ärger! Also zisch ab, bevor ich C2 benutze, du perverser Sadist!" Hidan starrt mich ungläubig an. „Du bist ja richtig spießig geworden, Deidara! Du benimmst dich ja fast wie Sas...äh...Susumu!" Hastig dreht er sich um und rennt schwankend durch die Flure davon. „Halt bloß deine Klappe, Baka!" zische ich leise verärgert. Dann gehe ich zu Hinotama, ziehe ihr mit einem Ruck das Top zurecht, packe sie an der Hand und schleife sie zurück in unser Zimmer. Völlig verstört setzt sie sich auf ihr Bett und starrt ins Leere. Einige Zeit schweigen wir Beide, dann blickt sie mich plötzlich mit schimmernden Augen an und flüstert zitternd: „Danke, Deidara-senpai." „Gern geschehen." antworte ich freundlich grinsend.
    (Hinotama: Bevor du noch anfängst anzugeben, was für ein toller Retter doch bist, erzähle ich lieber weiter!)
    *aus Hinotamas Sicht*
    Ich staune Bauklötze, als ich sehe, dass mein Senpai nicht nur geantwortet hat, sondern auch mich anblickt und grinst. Das ist also sein berühmtes Grinsen, von dem mir Konan erzählt hat! So gefällt er mir tausendmal besser! „Jetzt weißt du, wer Hidan ist, un." stellt Deidara trocken fest und setzt sich auf sein Bett. „Ja. Und er ist VIEL schlimmer als ich ihn mir vorgestellt habe!" Bedrückt schlucke ich. Wie er mich mit seinen von Schweiß klebrigen Fingern begrabscht hat. Widerlich! Unwillkürlich beginne ich zu zittern, als ich daran denken muss, was wohl passiert wäre, wenn Deidara-senpai nicht rechtzeitig gekommen wäre. Deidara beobachtet mich eine Weile, dann steht er auf, setzt sich neben mich und legt mir beruhigend die Hand auf die Schulter. „Ssh...alles gut Hinotama..." Nun beginne ich auch noch, ohne es zu wollen, zu weinen. Na toll... Etwas erschrocken mustert mein Senpai mich und reicht mir unbeholfen ein Taschentuch. „Hier bitte, un." murmelt er verlegen und kratzt sich am Hinterkopf. Ich nehme es schniefend entgegen und wische mein tränenfeuchtes Gesicht damit ab. „Besser..." seufze ich erleichtert und atme tief ein und aus. Nach einer Weile frage ich aus Neugier meinen Senpai: „Wer ist eigentlich dieser Susumu, von dem Hidan gesprochen hat?" Deidara zuckt leicht zusammen und blickt kurz weg, dann antwortet er mir zögerlich: „Er ist mein Teampartner." Überrascht blicke ich ihn an und frage:” Du bist in zwei Teams?“ Er grinst „So in etwa. Sas...äh...Susumu ist gerade auf langer Spionagemission in Hoshigakure. Ich habe keine Ahnung, wann er zurückkommen wird. Leider haben wir seit einem Monat keine Nachricht mehr von ihm bekommen, un." Ich nicke verständnisvoll. „Ihr seid wohl gute Freunde, Susumu und du?" stelle ich mitfühlend fest. Mein Senpai lacht ironisch auf. „Naja nicht wirklich. Er kann ziemlich nerven mit seiner Überpünktlichkeit und seiner mürrischen, verschlossenen Art, aber er interessiert sich sehr für Kunst, genau wie ich, und man kann mit ihm super Kunstdiskussionen führen!" erklärt er und beim Wort Kunst beginnen seine himmelblauen Augen zu strahlen, was mich total freut. Kurz blicke ich mich im Zimmer um und zeige dann auf mein Bett. „Hat Susumu dort geschlafen?" Deidara nickt. „Ja. Da, wo du schläfst, hat er geschlafen und da, wo deine Sachen jetzt liegen, lagen vor einigen Monaten noch seine." „Ach so." erwidere ich freundlich und lächele Deidara-senpai an. „War die Erinnerung an Susumu der Grund dafür, dass Sie vorhin so abweisend zu mir waren, Deidara-senpai?" frage ich zaghaft. Deidara wird vor Verlegenheit rot und antwortet beschämt: „Nein...ja…nein…ach ich war vorhin einfach generell mies gelaunt. Kein Wunder, meine Füße fühlen sich wie plattgewalzt an wegen dem Wüstenmarathon. Und Hinotama–du brauchst mich nicht zu Siezen. Ein Du akzeptiere ich völlig." „Okay, Deidara-senpai! Dann sieze ich Sie…äh dich nicht mehr! Oder ich versuche es zumindest..." antworte ich schief grinsend. Ich will gerade noch etwas fragen, als ein strenger Ruf durchs Haus schallt: „ABENDESSEN! DER, DER ALS LETZTES KOMMT, MUSS ABWASCHEN!" Beim Abendessen sitze ich neben Kisame gegenüber von Deidara. Nach dem Essen zeigt mir mein Senpai noch ein wenig das HQ, dann ist schon Schlafenszeit.

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Die Geschichte von Hinotama (Naruto Fanfiktion)...
Die Geschichte von Hinotama (Naruto Fanfiktion)...
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2015-02-14
407D
Naruto

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