Der Erbe des dunklen Herrschers Kapitel 5

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2 Kapitel - 2.641 Wörter - Erstellt von: Morgoth25 - Aktualisiert am: 2015-02-09 - Entwickelt am: - 732 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Viel Spaß beim Lesen!

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Kapitel 5
Es kommt immer alles anders, als man denkt
Am nächsten Tag, nachdem das Erdbeben, das durch Saurons Bruder herbei geführt wurde, wieder verschwand, marschierten Ithindil und Radagast in die weißen Königshallen Elureds und baten ihn um ein Treffen der drei obersten Könige des Nordens. Beide Istari standen vor den prachtvollen, blau, silbern glänzenden Thron, der in der Mittagssonne so hell strahlte, wie einst der Arkenstein im Erebor. Allerdings dies nicht ohne Grund, da die Elben im Turgongebirge doch auch das Material fanden, aus dem Mithril gewonnen wurde. So erbaute man den Thron der beiden Elbenbrüder fast nur aus Mithril und ein paar Edelsteinen. Ithindil verbeugte sich nun ehrfürchtig vor dem Thron, der am Ende der Halle stand, über ihm ein großes Fenster mit elbischen Runen:,, Mein Herr, ich und Aiwendil erbitten um ein Treffen der Könige!`` Elured konnte mit diesem Vorschlag erst nichts anfangen:,, Wieso sollte ich meinen Bruder und den Erben Amandils hier her rufen lassen, wo es doch keinen Grund für ein Treffen der Mächtigsten gibt?`` Radagast, der nur wenige Schritte hinter der obersten Istari stand, schlenderte langsam mit seinem Stab vor:,, Mein Herr, ich fühlte eine Erschütterung Ardas! Irgendetwas wütet im Herzen der Welt und ich vermag es nicht, zu sehen. Es fühlt sich beinahe so an, wie damals, als der dunkle Herrscher seine Armeen für den entscheidenden Schlag gegen die freien Völker aufmarschieren ließ!`` Elured, der mit seinem blauen Kleid und seiner silbernen Sternenkrone auf seinem Mithrilthron saß, mit der Sonne im Rücken, entgegnete mit wenig Verständnis:,, Wer sollte unsere Länder bedrohen? Morgoth wurde vor langer Zeit aus dieser Welt verbannt und Sauron, wie ihr berichtet habt, wurde auf seinem Turm Barad Dur vernichtet. Ich sehe also keinen Grund, einen Rat einzuberufen, zudem wir noch nie einen Krieg in unseren Ländern hatten!`` Radagast wurde jetzt zornig:,, Mein Herr, es gibt dunkle Zeichen! Nicht ohne Grund flogen Manwes Adler hier her und wie erklärt ihr euch bitte das Erdbeben, das gestern stattfand?`` Der Hochkönig der Eldar blieb aber stur und rief:,, Es reicht! Ich möchte nichts mehr von einer dunklen Bedrohung, oder einem kommenden Krieg hören! Verlasst diese Halle und kehrt erst wieder zurück, wenn ihr wieder bei klarem Verstand seit!`` Ithindil erlebte ihren Herren noch nie so erzürnt, aber befolgte seinen Befehl und verließ mit ihrem Drachen und Radagast seine Hallen. Wenige Augenblicke später flüsterte sie ihrem Bruder aus dem Grünwald zu:,, Er hat Angst! Ich spüre es! Angst, ein Krieg könnte den Frieden des Nordens zerstören. Ihre Erinnerungen an das Erste Zeitalter zeichnen Elured und Elurin nach wie vor!`` Radagast und Ithindil wollten aber der Gefahr ins Auge blicken. Also beschlossen sie, zurück nach Mittelerde zu fliegen, wo ihnen vielleicht eher Gehör geschenkt werden würde. Ehe es aber dazu kam, wurden beide Zauberer auf Allarons Rücken unruhig, denn die Wolken, etwas weiter abgelegen von Forwaith wurden dunkler und blaue, wie auch grüne Blitze erschwerten dem weißen Drachen den Weg. Da befahl die weiße Zauberin ihrem Reittier, sie solle tiefer fliegen, um nicht von den unheimlichen Blitzen getroffen zu werden. Danach aber konnten sie nicht glauben, was sie am Boden, tief unter ihren Füßen erblickten. Ein schwarzes Land, erleuchtet von abertausenden von Fackeln und gruselig grünen Licht. In der Mitte erhob sich nach wie vor der schwarze Berg mit den beiden Zwillingstürmen. Auch bekannt, als der Khorondrim. Giftige Dämpfe traten, wie einst aus Mordor empor. Im schwarzen Gebirge erhaschten sie noch schnell einen Blick, wo sie tausende von modernden Höhlen, voll mit Orkscharen erspähten. Der Anblick trieb der obersten Zauberin die Tränen in die Augen und so kehrten sie mit dieser Erinnerung zurück nach Gal Menegroth, um durch einen magischen, blauen Spiegel, den Ithindil einst von Ulmo geschenkt bekam, als sie sich noch um die Gärten Vanas kümmerte, Elured das Gesehende zu zeigen. Als dieser das Schwarze Land und die Orkscharen erblickte, überkam dem Herren der Elben eine Gänsehaut und er entsandt sofort Boten in das Königreich der Menschen und das Königreich seines Bruders. Als die Boten die Nachricht nach Ered Amroth und Dol Gondolin brachten, verließen Elurin und Beren sofort ihre prachtvollen Festungen und ritten mit ihren getreuen Soldaten nach Gal Menegroth, um sich mit Elured zu beraten, denn noch nie war die Bedrohung ihren Ländern so nah.
Zwei Nächte später war es soweit. Radagast, Ithindil und die drei obersten Könige saßen an einem großen runden Tisch, im obersten Turm der Festung. Dieser war rund und der obere Teil bestand fast nur aus Glas. An jenem Tag wurde der Palast des Hochkönigs Elured von den Elitesoldaten aller drei Königshäuser bewacht. Die stärksten Krieger aus dem Hause Elureds waren die Feanoren, benannt nach Feanor, dem Herren der Silmaril. Aus dem Hause Elurins waren es die Tirn ed Calad, die Lichtbringer und Berens Eliteeinheit waren die königlichen Numenorwachen des Windes. Hoch oben im Turm beriet der Rat nun um die Vorgehensweise gegen den Feind. Ithindil leitete die Sitzung ein:,, Meine Herren, der Feind befindet sich näher an unseren Grenzen, als je zuvor. Ungewiss ist, wer der dunkle König ist, der seinen Sitz in diesem schwarzen Berg hat. Jedoch sind seine Scharen zahlreich und stark. Die freien Völker Mittelerdes haben sich noch nicht erholt. Aus diesem Grund sollten wir ihnen beistehen und die bevorstehende Bedrohung durch unsere Armeen zum Guten wenden!`` Beren, der nach wie vor die alte Krone Numenors trug, wie sie einst auch die Könige der untergegangenen Insel auf ihrem Haupt hatten, meinte:,, Ihr wollt also damit sagen, dass wir unsere Heere gemeinsam anführen sollten, um den Feind zu vernichten und Mittelerde somit zu helfen?`` Aiwendil lenkte ein:,, Ja! Die Könige Mittelerdes haben viele Niederlagen einstecken müssen. Jetzt, wo der Feind erneut angreifen wird, sind sie wohl kaum in der Lage, diesen in seine Schranken zu weisen. Hochkönig Elurin fragte daraufhin mit runzelnder Stirn:,, Über wie viele Krieger verfügen die Länder Mittelerdes?`` Radagast entgegnete mit ernster Miene und seinem Hut auf dem Kopf:,, Nicht mehr, als sechstausend Mann!`` Die Könige des Nordens atmeten tief, denn sie wussten, würde Mittelerde fallen, käme der Feind in den Norden. Nach wenigen Augenblicken der Beratung stimmten somit alle drei Könige einer Mobilisierung ihrer Armeen zu. Ithindil und Radagast wussten, welche Hilfe dies für die freien Völker Mittelerdes sei und Radagast beschloss:,, Ich muss zurück nach Mittelerde. Die Anführer müssen von der Hilfe und der Bedrohung erfahren. Ithindil aber wusste mehr, als Aiwendil:,, Sei unbesorgt! Die freien Völker wurden längst von Hardor gewarnt. Manwe zeigte mir in einem Traum die Begegnung Hardors mit den Königen der Völker in Imladris!`` Radagast fiel ein Stein vom Herzen und wollte gerade mit seiner Gefährtin zum Haupttor der glänzenden Festung, um die Könige zu verabschieden, als ihm etwas einfiel:,, Ich muss dennoch zurück kehren. Es gibt ein Volk, das in der Schuld der Menschen Mittelerdes steht. Außerdem können diese mir sicher auch sagen, wo sich unsere beiden Brüder befinden, denn zu fünft kamen wir einst nach Mittelerde. Unser Anführer, Saruman kam durch einen Verrat um. Gandalf der Weiße segelte vor langer Zeit in den Westen, doch zwei Zauberer blieben nach wie vor verschollen!`` Ithindil wollte Radagast helfen und nahm seine Hand:,, Sei unbesorgt! Ich werde mit dir kommen und wir werden gemeinsam erfahren, was mit ihnen geschah!`` Hastig verabschiedeten sie sich noch von den Königen des Nordens und sagten, sie würden sehnsüchtig ihre Ankunft in Mittelerde erwarten. Jetzt flogen die beiden Istari auf Ithindil's Drachen in den weit entfernten Osten und ließen den die kalte Schneelandschaft zwischen den weit entfernten Norden und Mittelerde durch einen Feuerzauber schmelzen. Sie rechneten dabei aber nicht, dass ein Orkspäher auf einem Warg dies sehen würde, denn zu nah kamen Ithindil und Radagast dem schwarzen Land, jenseits von Forwaith. Als dieser den weißen Drachen und die beiden Zauberer am Horizont erblickte und wie sie einen grünen Strich durch die eisige Einöde zogen, ritt er zurück nach Barad Thorongrim und erzählte seinen Herren davon. Als Agandaur und Rhach dies hörten, wurde ihr Zorn auf die Istari größer, denn je und Agandaur wusste, dass es sich bei dem braunen Zauberer nur um Aiwendil handeln konnte. Rhach wusste dafür, dass es nur eine Person geben konnte, auf die die Beschreibung der leuchtenden Zauberin passte, denn er liebte vor langer Zeit Arien, als beide noch Maiar waren. Doch dort, wo er einst Liebe für sie empfand, spürte er jetzt nur noch Hass und den unstillbaren Durst nach Blut.
Daraufhin beschloss Rhach, der grünen Spur, die die Zauberer hinterließen, zu folgen, denn er wollte wissen, woher sie kamen. Also rief er Agandaur mit grausamer und rauchender Stimme zu:,, Du bleibst hier, während ich mich in diesen braunen Möchtegern Zauberer verwandle und mir mal ansehe, aus welchen Landen die beiden kommen!``

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