Leben und Liebe in Mittelerde - Teil 15

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2 Kapitel - 986 Wörter - Erstellt von: Tariel - Aktualisiert am: 2015-02-05 - Entwickelt am: - 1.684 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

1
Lange irrte ich im Garten, zwischen den Rosensträuchern, umher, bis ich endlich begriff, dass die Stimme aus einem der geöffneten Fenster drang. Ich hob meinen Kopf und blickte auf die hellerleuchteten Fenster über mir. Von dort oben kam sie also her, diese bezaubernde Stimme. Ich wollte nicht zögern dort hinaufzugehen und so machte ich mich sogleich auf den Weg dorthin. Ich erklomm Treppe um Treppe und stand schließlich vor einer unscheinbaren geschlossen Türe. Sollte ich wirklich das Zimmer betreten? Ich musste es tun, ich musste einfach wissen, wer da so bezaubernd sang!
Zaghaft klopfte ich an die Türe. Niemand antwortete. War es überhaupt das richtige Zimmer? Ich wiederholte das Klopfen nach einer Weile, da ich mir nicht sicher war, ob ich überhaupt gehört worden war. Nun war das Trippeln leiser Schritte zu hören. Vorsichtig wurde geöffnet. Ein kleiner Junge sah mit riesengroßen Augen zu mir hoch. Elboron. Hatte dieser Knabe etwa gesungen oder hatte ich mich tatsächlich im Zimmer geirrt?
„Was gibt es, Herrin?“, fragte er. Ich überlegte kurz.
„Entschuldige, aber weißt du, wer hier sang? Ich habe ein Lied gehört und suche nun den Sänger“, antwortete ich zögernd. Elborons Wangen färbten sich dunkelrot.
„Habe ich etwa zu laut gesungen?“, fragte er und schaute mich schüchtern an. „Entschuldigt bitte, Herrin, doch ich konnte nicht schlafen.“
„Also warst du es?“, erwiderte ich. „Du brauchst dich doch dafür nicht zu schämen. Es war wunderschön. So schön, dass ich dich bitten möchte, mir ebenfalls etwas vorzusingen. Möchtest du das für mich denn tun?“ Die Augen des kleinen Jungen wurden noch größer, falls das überhaupt noch möglich war und nickte nur mit offenem Mund. Seine Augen aber glänzten begeistert.
„Kommt herein.“ Ich folgte ihm und betrat das kleine Zimmer, schloss hinter mir die Türe. Ein Bett, zerwühlt, und ein Kasten waren die einzigen Möbel in diesem hohen Raum und doch war wenig Platz.
„Hübsch hast du es hier“, meinte ich, lächelte Elboron aufmunternd zu und ließ mich auf das weiche Bett sinken. Mittlerweile war auch er auf das Bett geklettert und zog die Beine eng an die Brust.
„Aber Ihr müsst wissen, ich wohne hier gar nicht. Ich bin nur mit meinen Eltern auf Besuch hier, aber wie ist eigentlich Euer Name?“, fragte er.
„Ich heiße Thallyá“, antwortete ich ihm. „Singst du mir nun etwas vor?“ Elboron nickte und holte tief Luft. Dann begann er zu singen. Seine Stimme klang so hell und so zart. Ich saß wie verzaubert am Bett des Jungen und lauschte seinem wunderbaren Gesang.

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