Narutos Welt mal anders: Der Wiederaufbau (Teil 12) Das Vermächtnis des Vaters

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6 Kapitel - 6.666 Wörter - Erstellt von: C - Aktualisiert am: 2015-02-03 - Entwickelt am: - 919 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Wir kommen zum zwölften Teil unserer Serie.

Was bisher geschah: Sokuron, Naruto, Sakura und Jiraiya gingen zusammen nach Otogakure, um nach Sasuke zu suchen. Dabei trafen sie auf Turass und Kisina, die gleichzeitig vom Großmeister des Silbernen Kreises den Auftrag bekamen, Orochimaru zu töten. Für diese Mission gingen sie ein Zweckbündnis ein und durchsuchten das Versteck. Leider stellte sich heraus, dass Orochimaru nicht dort war und stattdessen nur ein Double seinen Platz einnahm.

Noch immer geht Sokuron die Worte von Cozuria nicht aus dem Kopf. Sokuron wird von Albträumen heimgesucht. Um die Antworten zu bekommen, wagt er ein gefährliches Experiment.

1
Erinnerungen

Ator Efuan stellte sich der Asukage entgegen. Hinter ihm stand seine gewaltige Armee des Efuan-Clans. Seine Augen waren jedoch auf seinen Sohn gerichtet. Fina, eine Leibwächterin der Asukage, hielt das Baby in den Armen.
„Ja, Sokuron, ich bin hier“, sagte Ator erleichtert. „Wir gehen jetzt wieder nach Hause.“
„Das glaube ich kaum!“, funkte die Asukage dazwischen.
Aus ihrer Hand schoss eine gewaltige Feuerwalze heraus. Die Efuans wurden von den Flammen zerfetzt. In der nächsten Sekunde wurde Ator von den Flammen erfasst…

Sokuron wachte schweißgebadet auf!
Sein Herz raste, sein Hals war trocken und seine Brust schmerzte so sehr, als hätte jemand heißes Eisen in ihn gestoßen. Verwirrt schaute er sich um. Er brauchte einen Moment, um zu realisieren, wo er war. Die verschwommenen Flammen wichen den vertrauten Wänden seines Zimmers. Die dunkle Decke, die er nächtelang angestarrt hatte, nahmen wieder feste Formen an. Er spürte eine kühle Brise, die durch das offene Fenster wehte.
Als er sich umwälzte, lag Sia neben ihm, die noch immer schlief. Wie sehr er sie liebte, konnte er kaum in Worte fassen. Vorsichtig kletterte Sokuron aus dem Bett. Er schlich rüber zum Badezimmer, beugte sich über dem Wasserhahn und warf sich Wasser ins Gesicht. Mit einem Handtuch wischte er das Gesicht trocken.
Er schaute in den Spiegel, um seine zahlreichen Narben zu betrachten. So viele Male hätte er sterben sollen, doch trotzdem überlebte er. Auf andere Menschen wirkten die Narben oft abschreckend. Sein Gesicht war gezeichnet, das wusste er. Aber die meisten Verletzungen waren in der Regel immer bedeckt.
Sokuron fühlte über seine Brust, die gezeichnet war von den Schusswunden. Jedes Mal, wenn er sie sah, wusste er, wie knapp er dem Tod entkommen konnte. Eigentlich sollte er gar nicht mehr hier stehen. Nur durch das beherzte Eingreifen von Sia hat er zu verdanken, dass er noch lebte.
Auf einmal schlangen sich Arme um seinen Bauch.
Sia legte ihren Kopf auf seine Schulter.
„Was hast du?“, flüsterte Sia besorgt.
Sokuron schaute überrascht.
„Du weißt doch, dass ich merke, wenn du nicht da bist.“
Sokuron lächelte und hielt ihre Hand.
„Hattest du wieder einen Albtraum?“
„Ja“, gestand Sokuron mit zittriger Stimme.
Sie spürte seine Angst. Sia drückte ihn noch fester an sich.
„Was hast du gesehen?“
„Meinen Vater“, flüsterte Sokuron. „Ich sah, wie er gestorben ist… wie er verbrannte… Und ich glaube, es war kein Traum, sondern… eine Erinnerung.“
Sokuron verstummte mitten im Satz.
„Aber wie ist das möglich?“, flüsterte Sia besorgt. „Du warst doch damals noch ein Baby, als deine Eltern getötet wurden.“
„Das ist wahr“, erwiderte Sokuron leise. „Aber es gibt auch Menschen, die sich an Sachen erinnern können, was andere vergessen. Besonders dann, wenn das Erlebnis etwas Besonderes oder sehr Traumatisches war.“
Er hielt Sias Hand ganz fest.
„Und es war nicht das erste Mal, dass ich diesen Traum hatte. Der verfolgt mich schon mein ganzes Leben.“
„Das tut mir so leid.“
„Das braucht es nicht“, flüsterte Sokuron und strich Sia über das Haar. „Du kannst ja nichts dafür. Aber als Cozuria davon sprach, ich solle mehr über meine Vorfahren herausfinden, sind die Träume wiedergekommen.“
Sia schaute ihm tief in die Augen.
„Was weißt du über deine Eltern?“
Sokuron löste sich von ihrer Umarmung, verließ das Badezimmer und öffnete im Schlafzimmer eine Schublade. Er holte eine kleine Metallbox heraus und setzte sich mit ihr auf dem Schoß auf das Bett. Sia setzte sich neben ihm.
„Ich habe nie sehr viel über meine Eltern gewusst“, fuhr Sokuron fort. „Erst nach der Rebellion, als die Asukage endlich weg war, fingen die Dorfbewohner an, mir davon zu erzählen. Doch da ging es nur darum, dass meine Mutter eine starke Jonin war oder dass mein Vater der Anführer der Efuans war.“
Er löste das Schloss an der Box.
„Eines Tages ging ich zu der Stelle, wo früher unser Dorf war, also die Heimat der Efuans. Es war nichts übrig geblieben, keine Ruinen, keine Überreste, gar nichts. Nur vertrockneter Boden, auf dem kein Gras mehr wuchs. Es war, als hätte unser Dorf niemals existiert. Ich habe gegraben und fand nur diese eine Box. Es war das einzige, was den Brand überlebt hat.“
Er öffnete die Box. Dann holte er ein Foto heraus und reichte es Sia.
„Bist du das?“, fragte sie überrascht nach.
„Ja, zusammen mit meiner Mutter und meinem Vater.“
„Oh, du warst ja ein süßes Baby“, kicherte Sia. „Man sieht, dass du das Gesicht deines Vaters hast. Naja, bis auf die Nase vielleicht.“
„Du mich auch“, lachte Sokuron und rückte näher zu ihr. Er legte seine Hand um ihren Nacken, um ihre Nähe zu spüren.
„Das ist nicht das einzige Foto.“
Er reichte ihr noch ein weiteres.
„Hier war sie noch schwanger“, erzählte er und zeigte auf den dicken Bauch. Dann folgte noch ein Bild. „Und hier haben sich viele Ninjas vom Efuan-Clan, die alle enge Freunde von meinem Vater waren, versammelt, um zusammen ein Bild mit meiner Mutter und den Stammeshalter zu machen.“
Eine Reihe von Shinobis und Kunoichis waren auf dem Bild zu sehen. Sie alle schienen sich für ihren Anführer zu freuen.
„Du wurdest sehr geliebt“, stellte Sia fest. „Und man sieht hier, dass deine Eltern sich sehr auf dich gefreut haben.“
„Uns.“
„Wie meinst du das?“
„Vergiss nicht, dass ich nicht alleine bin“, erwiderte Sokuron bedrückt. „Sie hat Drillinge zur Welt gebracht. Ich kam als erster, danach mein Bruder und meine Schwester. Ich wüsste nur zu gerne, wer sie sind oder wo sie sind. Ich habe nicht einmal einen Namen.“
Sia legte die Fotos weg, weil sie merkte, wie sehr der Anblick Sokuron schmerzte. Sie nahm ihn in die Arme, um ihn zu trösten.
Auf einmal kam ihr eine Idee.
„Sokuron, als wir in deiner Erinnerungen waren, haben wir deine Mutter getroffen“, flüsterte Sia. „Erinnerst du dich noch?“
Sokuron nickte.
„Was wäre, wenn wir das noch einmal machen würden? Wir könnten versuchen, deine Erinnerungen zu ordnen. Vielleicht bekommst du so mehr über deine Eltern heraus.“
„Aber ich lasse mich nicht noch einmal ein halbes Dutzend Kugeln reinjagen.“
„Nein, das meinte ich auch nicht“, versicherte Sia und lächelte. „Aber Sensei Isara hat ein Jutsu erlernt, mit der sie Menschen hypnotisieren kann. Sie könnte dich in einem ähnlichen Zustand versetzen, so wie damals im Krankenhaus. Vielleicht hilft das ja.“
Sokuron schaute seine Geliebte mit großen Augen an.
„Sia“, flüsterte Sokuron erfreut, „du bist ein Genie, weißt du das?“
„Ach naja“, erwiderte Sia schüchtern, wurde rot und rieb sich am Hinterkopf, „manchmal habe ich auch meine hellen Momente.“
„Sei nicht so bescheiden…“ Sokuron zog Sia zu sich und küsste sie. „Ich liebe dich so sehr.“
„Ich liebe dich auch.“
Sie legten sich wieder ins Bett und liebten sich leidenschaftlich.

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