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What Lies Beneath... - Disney's "Die Schöne und das Biest"

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2 Kapitel - 1.842 Wörter - Erstellt von: MissMinaMurray - Aktualisiert am: 2015-02-06 - Entwickelt am: - 1.428 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 3 Personen gefällt es

Diese Geschichte taucht etwas tiefer in die Zeit ein, als das Biest Belle im Schloss festhält, und die beiden anfangen, einander wirklich kennenzulernen .

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BELLEBelle saß in ihrem Zimmer auf der Fensterbank und starrte hinaus in den Schlosshof. Es schneite unaufhörlich - seit das Biest sie in sein Schlo
BELLE

Belle saß in ihrem Zimmer auf der Fensterbank und starrte hinaus in den Schlosshof. Es schneite unaufhörlich - seit das Biest sie in sein Schloss gebracht hatte, was es unmöglich machte, genau zu bestimmen, wie lange sie nun schon hier war. Sie führte zwar eigentlich gewissenhaft ein Tagebuch, welches sie mit ihren täglichen Erlebnissen und kleinen Zeichnungen davon füllte, aber hier konnte sie sich nicht dazu aufraffen, etwas zu Papier zu bringen. Es gab nichts, was ihren Geist anregte, nichts zu sehen und nichts zu tun. Nur in diesem Zimmer sitzen. Natürlich war sie froh, ihr Dasein nicht in diesem zugigen Kerker fristen zu müssen und dass das Biest ihr dieses Zimmer überlassen hatte - nur war DAS hier nichts anderes, als ein Kerker mit flauschigen Kissen. Sie lehnte die Stirn gegen die kalte Fensterscheibe und hauchte ihren Atem dagegen. Mit geschlossenen Augen dachte sie an Zuhause. An ihren "Papa". Wie es ihm wohl ohne sie erginge. Sie vermisste ihn schrecklich, tröstete sich aber damit, dass sie das einzig richtige getan hatte, als sie dem Biest ihr Leben für das ihres Vaters angeboten hatte. Etwas anderes hätte sie sich nie verziehen. Sie liebte ihren Vater, der immer für sie da war, der sie immer wieder mit neuen, genialen Erfindungen überraschte und der sie so liebte, wie sie war. Die Leute im Dorf hatten sie beide immer als Außenseiter gesehen, was ihr Vater nie zu bemerken schien. Belle kam ein kleines Lächeln auf die Lippen. Es stimmte, sie würde nie sein, wie alle anderen. Die Leute im Dorf versuchten stets, das als etwas Schlechtes hinzustellen. Aber Belle hatte sich bis jetzt noch nicht davon beirren lassen und würde sich auch weiterhin treu bleiben. Wozu war das Leben schließlich gut? Um ANDERE glücklich zu machen, oder das EIGENE Glück zu finden, indem man das tat, was man liebte? Mit einem Seufzer sah Belle auf. Schnee. Immer noch. Wie aufregend. Mit einem wütenden Geräusch stand sie auf und tigerte ruhelos im Zimmer hin und her. Hier drinnen würde sie noch verrückt werden. Sie neigte zwar zu Dauergrübeleien, aber eingesperrt in diesem Zimmer...war auch ihr Geist eingesperrt. Tags zuvor hatte das Biest sie durch die Tür "höflich" zum Abendessen gebeten. Die Einladung wurde von Belle nicht weniger "höflich" abgelehnt - durch die Sturheit beider Seiten endete diese kurze Episode eher...unschön, inklusive eines markerschütternden Brüllens, welches durch das gesamte Schloss hallte. Nun ja. Dinner mit dem Gefängniswärter ihres restlichen Lebens - nicht gerade ganz oben auf der To-do-Liste. Aber was erw.. - "Kindchen, ich kann dich bis hierher denken hören! Du bekommst noch Falten von diesem grimmigen Stirnrunzeln! Du möchtest dir dieses hübsche Gesichtchen doch noch ein Weilchen erhalten. Ach, weißt du was? Wieso zeige ich dir nicht ein paar schicke Kleider und wir putzen dich für heute Abend so richtig heraus!", plapperte es plötzlich neben ihrem Bett los. Belle erschrak leicht, nur um sich dann rückwärts auf ihr Bett fallen zu lassen: "Madame Kommode...ich-" "Oh ich weiß, ich weiß, ich soll eigentlich still sein und du möchtest lieber weiter vor dich hinbrüten und keines dieser schicken, figurbetonten, deinem Teint schmeichelnden-" Ein Blick aus Belle's Augenwinkeln ließ Madame Kommode verstummen. "Ich möchte WIRKLICH nicht mit ihm zu Abend essen. Ist das so schwer nachzuvollziehen? Er hat mein Leben für das meines Vaters, er kann mich hier festhalten, bis er meiner überdrüssig wird, aber ich werde ihm NIEMALS verzeihen oder etwas mit ihm zu tun haben wollen. Ich werde den Rest meines Lebens darauf verwenden, ihm aus dem Weg zu gehen und ihn wissen lassen, was er getan hat." Belle war wieder aufgestanden und unterstrich ihre Tirade mit wildem Gestikulieren und im Zimmer herumlaufen. Madame Kommode verfolgte sie stumm mit den Augen. "Was?", rief Belle, die sich schon etwas in Rage geredet hatte. Madame Kommode grinste nun süffisant: "Du sagtest "ihm". Nicht "das Biest" oder "es"." Belle schnaubte und setzte sich mit verschränkten Armen auf die Truhe neben der Tür, nahe bei Madame Kommode. "Kein Wunder, ER verhält sich ja auch wie Mann! Ein sturer, kindischer, besitzergreifender.....", ließ Belle den Satz unbeendet in der Luft hängen. Solch einen kannte sie schon - und das war mehr als genug. "Madame Kommode?", wandte sich Belle nun schon leiser an den wuchtigen Kleiderschrank. "Ja, Kindchen?" "Wieso bin ich hier? Was will er von mir? In all der Zeit, die ich nun hier bin...war gestern das erste und einzige Mal, dass er mich angesprochen hatte." Madame Kommode wusste gar nicht, was sie darauf antworten sollte und setzte deshalb erst einmal ein Pokerface auf: "Nun..", wurde aber glücklicherweise direkt wieder von den zahlreichen Gedankengängen einer hitzigen Belle unterbrochen: "Ich meine, ich fühle mich wie in einem meiner Bücher. Sprechende....Gebrauchsgegenstände (Verzeihung, Madame!), ein verwunschenes Schloss, ein Biest? Soll ich...die Heldin sein, die alle von einem Fluch erlöst?" Belle's Tirade troff vor Sarkasmus, aber Madame Kommode lief quasi der Schweiß in Bächen den Rücken hinunter, wenn Kleiderschränke schwitzen könnten. Stattdessen platzte eine ihrer Schranktüren auf und ließ einen Schwall Motten entweichen, was dazu führte, dass die peinlich berührte Madame Kommode auch noch rot anlief - was sie zu ihrer Scham wirklich konnte. Belle beobachtete das gebotene Spektakel ruhig, nur um sich dann ganz nah vor den Kleiderschrank zu stellen und Madame Kommode tief in die Augen zu blicken: "Was wissen sie?" "Was...wie..ich? Was soll ich denn wissen? Ich stehe hier nur und...beaufsichtige deine Garderobe..." - Ein zaghaftes Klopfen an der Tür rettete die Situation und lenkte Belle's Aufmerksamkeit von einer völlig mit den Nerven fertigen Madame Kommode ab.
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Diese Geschichte taucht etwas tiefer in die Zeit ein, als das Biest Belle im Schloss festhält, und die beiden anfangen, einander wirklich kennenzulernen .
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2015-02-02
4020
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