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Das Biest und der Tyrann - Teil 7

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1 Kapitel - 5.907 Wörter - Erstellt von: Ronja - Aktualisiert am: 2015-02-02 - Entwickelt am: - 3.103 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Mir ist so aufgefallen, dass Kid eigentlich 2,05 m groß ist. Also bei mir ist er nicht ganz so groß: D Außerdem soll er nach den zwei Jahren angeblich keinen linken Arm mehr haben. Bei mir hat er seinen linken Arm noch. Ich wollte das nur mal so sagen, weil mich es immer nervt, wenn in anderen Fanfiktions alle möglichen Fakten verändert werden.

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    Kids Sicht
    An Deck angekommen, es ist bereits halbdunkel, herrscht geschäftiges Treiben. Der Feuerring und das Wasserbecken werden aufgebaut und alles Mögliche herbei geschafft. „Was soll ich helfen?“, fragt Grit motiviert und schaut sich um. Ich schüttle den Kopf. „Oh nein! Du machst gar nichts. Du bist krankgeschrieben. Außerdem soll die Mühe vom Doc nicht umsonst gewesen sein. Beim nächsten Landgang musst du wieder fit sein. Ich kann da leider nicht auf dich verzichten“, antworte ich ihr und zwar in einem Ton, der keine Widerrede duldet. Grit guckt mich böse an und setzt sich schmollend auf die Treppe. Tut mir Leid, aber ich will nicht, dass du jetzt schon körperliche Arbeit leistest. Die Wunde ist noch nicht wieder ganz verheilt. Ich mache mich an die Arbeit. In null komma nichts bauen wir den Feuerplatz auf. Wir sind ein eingespieltes Team. „Wie viel darf denn jeder trinken?“, fragt Kalle, der sich grade den Staub von den Händen klatscht. „Zwei Bier und ein Sake“, antworte ich und grinse dann. „Außer du vielleicht. Du verträgst ja nicht so viel.“ „Was?“, empört sich Kalle. „Ich kann sehr wohl mehr vertragen. Wirst schon sehen. Ich kann mehr trinken als du.“ Lachend boxe ich ihm gegen die Schulter. „Als ob!“ „Hey Kalle, was hast du denn?“ Killer stößt dazu und scheint über Kalles Aufregung ebenfalls amüsiert zu sein. „Der Käpt’n meint ich vertrage nicht viel Alkohol. Ich darf nicht mal zwei Bier und einen Sake heute Abend trinken. Also echt!“, erklärt Kalle laut und aufgebracht. Ich höre Killers leises Lachen. „Na dann würde ich wohl lieber auf den Käpt’n hören, nicht wahr? Wir wollen ja nicht, dass du dich abschießt.“ Kalle bringt noch ein paar zusammenhangslose Wörter heraus und stapft dann mit hochrotem Kopf davon. Ich lache laut los. „Wann wird dieser Trottel endlich verstehen, dass ich durch und durch sarkastisch bin?“, frage ich Killer, ohne eine Antwort zu erwarten. Er lacht ebenfalls und schüttelt den Kopf. Ich schaue mich um. Alles ist vorbereitet. Das Feuer wird langsam in Gang gesetzt und der Alkohol wird neben die Treppe getragen. Wo ist eigentlich Grit? Wenn sie hilft die Kisten zu tragen, dann kriegt sie Ärger. Sie ist nirgends zu sehen. Ich gehe in die Küche. Vielleicht hilft sie ja Thomas beim Vorbereiten. Jap! Da steht sie. In der Küche. Im ganzen Raum ist es laut. Verschiedene Dinge werden noch rausgetragen und anderes wird vorbereitet. Grit steht mit dem Rücken zur Tür. Ich sollte… joa! Warum eigentlich nicht? Anschleichen brauche ich mich nicht, es ist laut genug. Vorsichtig gehe ich zur Küche. Wenn mich jetzt nur kein Vollidiot ruft. Ich beuge mich vor und sage sehr laut neben ihrem Ohr: „Grit!“ Wie immer bei solchen Sachen, funktioniert es besser, als ich erwartet habe. Grit kreischt laut auf, lässt die Chipstüte fallen und stampft erschrocken mehrmals auf der Stelle, während sie sich umdreht. Ich lache laut los und kann mich kaum noch halten. Sie haut auf mich ein, aber nicht besonders doll. Ich nehme an, sie ist immer noch unter Schock. „DU BLÖDMANN! DU ARSCH! MUSST DU MICH DENN IMMER SO ERSCHRECKEN? ALTER! ICH WÄRE FAST GESTORBEN!“ Grit stützt sich am Tresen ab und atmet ein paarmal tief ein und wieder aus. Dann fängt sie an zu lachen. Der Lärm, der für einen Augenblick ausgesetzt hat, wird wieder lauter und ist untermalt mit einigen Lachern. „Ich habe dir doch gesagt, dass du krankgeschrieben bist!“, sage ich zu Grit, sobald sie sich wieder ein bisschen erholt hat. „Bähh! Na und? Ich werde aber nicht nutzlos rumsitzen, während ihr alles macht. In der Küche werde ich ja wohl noch mithelfen dürfen“, antwortet sie mir kess, hebt die Chipstüte auf und leert sie in einer großen Schüssel aus. Ich gebe nach. Sie hat ja Recht. „Aber wehe du machst etwas Anderes als Küchendienst.“ Grit fuchtelt, beschäftigt, mit einer Karotte als Antwort herum. Ich nehme an, das heißt so viel wie „Jaja“ und da jaja „Leck mich am Arsch“ bedeutet, wird sie wohl auf mich hören. Grinsend gehe ich wieder Richtung Tür. „Ey Kid!“ Ich drehe mich um. Hinter mir steht der Doc. „Na! Was gibt’s?“, frage ich gut gelaunt. „Ich glaube ich weiß jetzt, wieso Grit so friert.“ Was sagt er da? Hoch interessiert schaue ich ihn an und bedeute ihm fortzufahren. „Das Wetter wird ja langsam immer kühler. Vorhin habe ich auch mit Mika gesprochen und er meint, auf der nächste Insel scheint es Winter zu sein. Deshalb wird es ja auch kühler. Mir scheint es, als wäre Grit sehr sensibel was Temperaturumschwünge angeht. Ich glaube nicht, dass sie krank ist, sondern, dass sie die sinkenden Temperaturen einfach viel intensiver wahrnimmt.“ Ja das macht Sinn. Allerdings bedeutet das auch, dass sie unbedingt wärmere Kleidung braucht. Denn auf der Insel wird es noch kälter. „Ich bespreche das nachher auch noch mit Grit“, sagt der Doc. Ich nicke. „Ja. Gut. Sehr gut.“ Anerkennend klopfe ich ihm auf die Schulter. Die Tür wird aufgerissen. „Es kann losgehen. Das Feuer brennt!“, ruft jemand in den Raum und alle, die noch drinnen sind, strömen nach draußen. Alles klar! Dann kann der Spaß ja jetzt beginnen. Mit einem breitem Grinsen im Gesicht schlendere ich nach draußen, wo sich schon fast alle versammelt haben. Ausgelassen und laut ist die Party bereits in vollem Gange und das, obwohl der Alkohol noch nicht einmal freigegeben ist. Ich wusste es doch. Die Männer brauchen keinen Alkohol um Spaß zu haben. Bei einer Lagerfeuer-Party ist es bei uns üblich, dass man spontan irgendetwas aufführen oder vorführen kann. Wir haben zum Beispiel einige sehr begabte Musiker. Meistens werden ein bis zwei Geschichten erzählt und hin und wieder wird etwas vorgetanzt. Dafür gibt es ein kleines Podest. Das wird bestimmt wieder ein großer Spaß heute. Ich reibe mir grinsend die Hände und lasse mich bei einigen Leuten nieder. „Ey Bruder!“, sagt Bob und stößt mich mit seinem Ellenbogen an. Er sitzt im Schneidersitz und hat einen Afro. Ganz gechillt wie immer lächelt er mir zu. „Warum hast du die Alkoholsperre ausgehängt? Das ist voll gar nicht lässig.“ Bob ist echt voll in Ordnung, aber er neigt dazu zu viel zu trinken. Er hat die Ruhe weg, auch wenn er betrunken ist. Ich habe so ein bisschen die Befürchtung, dass er durch zu viel Alkohol plötzlich aufhört zu atmen, weil er so ruhig geworden ist. „Tja Bob, auf der letzten Insel habt ihr euch ein bisschen zu sehr besoffen. Da müsst ihr leider mit den Konsequenzen leben. Vielleicht gibt es bei der nächsten Party wieder etwas mehr Alkohol“, sage ich aufmunternd und klopfe meinem Freund auf den Rücken. Von den anderen bekomme ich freudige, aber sehr gechillte, Zustimmung. Die haben echt einen Knall. „Läuft bei euch nachher noch was?“, frage ich. Bob packt mich leicht an der Schulter. Er schaut mich etwas vorwurfsvoll, die Jungs hier drücken ihre Gefühle immer nur in einer abgeschwächten Form aus, an und sagt: „Aber natürlich, Bruder. Du kennst uns doch.“ Ich lache und schnappe mir ein Glas. „Na dann, Prost!“, sage ich und halte das Glas hoch. Die anderen stoßen an und in einem Schluck werden die Gläser ausgetrunken. Das Zeug brennt in der Kehle und hat einen widerlichen Geschmack. „Okay Leute“, würge ich hervor und zeige mit einem Finger auf sie. „Das selbstgebrannte Zeug kommt jetzt hier weg. Das könnt ihr nachher trinken, aber nicht jetzt.“ Puh! Obwohl das Gebräu schon besser geworden ist, schmeckt es immer noch schrecklich. Boah! Da müssen die echt noch ein bisschen üben. „Verteilt es bloß nicht. Nicht, dass da noch jemand dran stirbt.“ Bob nickt entspannt und steckt eine Flasche in seinen Gürtel. „Okay, okay Bruder. Ist gebongt.“ Ich schaue zur Rechten und sehe, wie Grit mit einer großen Schüssel voller Chips vorbeigeht. Ihre langen Dreads hängen offen ihren Rücken runter. Leichtfüßig, fast schon tanzend, bringt sie die Schüssel weg und kommt dann wieder. Ich beobachte sie. Als sie mich sieht, schneidet sie eine Grimasse und zwinkert mir zu. Ich grinse breit. Dieses kleine Biest! „Jo man! Die kleine Schwester hat es total drauf. Ich wette mit euch, die kann grooven“, sagt Bob anerkennend und nickt dabei. Ich schaue ihn skeptisch an. Wovon redet er bitte? Seine Lässigkeit in allen Ehren, manchmal versteh ich absolut nicht was er meint. Wie kommt er jetzt darauf, dass Grit wohl grooven kann? „Die trägt die Musik im Herzen, man. Glaub mir, die kleine Schwester kann besser tanzen als Bruder Steve und du weißt wie gut er tanzen kann. Sie tanzt die Musik, man. Die Musik in ihrem Herzen sagt ihr, wie sie tanzen soll.“ Bobs Leute nicken verstehend und stimmen ihm zu. Okay… alles klar! Ich glaube es ist Zeit für mich zu gehen. „Naja, wie auch immer“, sage ich und stehe auf. „Zögert es nicht zu lange heraus. Ich will nicht stundenlang warten.“ „Alles klar, Bruder!“ Ich grinse und dreh mich dann um, zum Gehen. Mal schauen. Wo ist denn… Ah! Da ist sie ja. Grit sitzt bei Killer, John, Kalle und noch einigen, die gerade laut auflachen. Ich hole mir eine Limonade und gehe zu ihnen. „Was ist braun und schwimmt im Wasser?“, fragt Grit grade gut gelaunt, als ich näher komme. Die anderen schauen sie ratlos an. „Keine Ahnung!“, sagt Kalle. „Ein U-Brot!“, antwortet Grit. Eine Sekunde Stille, dann Gelächter. Der war gut. Ich lache auf. Grit dreht sich um und grinst. „Ich habe auch einen“, sage ich, während ich mich zwischen Killer und Grit setze. „Was fliegt durch die Luft und macht Mus Mus?“ Ratlose Gesichter. Grit grinst mich fett an und sagt: „Keine Ahnung!“ „Eine Biene im Rückwärtsgang.“ Sie fängt an zu lachen. Ihr super geniales fröhliches Lachen. Sie sieht einfach super damit aus. „Jetzt bin ich dran“, sagt Killer und seiner Stimme hört man an, dass er sich ziemlich gut amüsiert. Das erstaunt mich ein bisschen. Er ist selten in solch einer Hochstimmung, wenn mehrere Leute dabei sind. „Warum sind Fische glitschig?“ „Hau raus!“, sage ich grinsend. „Damit es nicht so quietscht, wenn sie um die Ecke schwimmen.“ Genial! Haha! Flachwitze sind doch immer noch die besten Witze. „Okay, jetzt passt auf!“, sagt Grit und hält sich immer noch lachend den Bauch. „Warum haben Elefanten rote Augen?“ „Hä? Die haben doch gar keine roten Augen!“, sagt Kalle und guckt verwirrt. „Doch, doch! Und zwar damit sie sich im Kirschbaum verstecken können!“, antwortet Grit und Gelächter ertönt. „Und warum lackieren sich Elefanten die Fußnägel rot?“ John hebt unwissend die Schulter. „Na, damit sie sich noch besser im Kirschbaum verstecken können!“ Wieder lachen. Aber da kommt noch was. Das war noch nicht die Pointe. Irgendeinen Witz haut sie noch raus. „Also ich habe noch nie einen Elefanten im Kirschbaum gesehen“, sagt Kalle schmollend und verschränkt die Arme. Er hat es nicht verstanden. Der Witz ist mal wieder an ihm vorbei gegangen. „Na da siehst du mal“, antwortet Grit grinsend. „Wie gut die sich verstecken können!“ Das war es! Ich lache laut. Kalle guckt etwas bedeppert und versucht zu verstehen, aber es scheint ihm nicht zu gelingen. „Mach dir nichts draus Kalle“, sagt John lachend und stößt ihn an. „Man kann schließlich nicht jeden Witz verstehen.“ „Ich habe noch einen“, werfe ich ein. Die Köpfe drehen sich zu mir. Grit schaut mich fröhlich an und ich… Konzentration! Wenn ich mich jetzt im Witz verhaspele wäre das schon ein bisschen peinlich. „Was ist rot und steht am Straßenrand?“ Ich warte einen Augenblick. „Eine Hagenutte.“ Das gefällt besonders Killer. Er lacht laut auf und haut mir auf den Rücken. Grit lacht zwar auch, aber ich sehe ihr an, dass sie Revanche will. „Was hat man, wenn man drei Männer bis zum Hals in Sand eingegraben hat?“ „Drei Sandmännchen?“, fragt John. „Nein!“, antwortet Grit grinsend. „Zu wenig Sand!“ „Hey!“, beschwert sich John, aber Kalles Gelächter übertönt ihn. Endlich hat der Trottel auch mal einen Witz verstanden. Ich grinse. Es macht richtig Spaß mit Grit und den anderen hier rumzusitzen und so. Killer kommt währenddessen ziemlich aus sich raus. Respekt! So habe ich ihn schon lange nicht mehr erlebt. „Jo Brüder!“, ertönt nach einiger Zeit eine laute Stimme. „Jo, jo, jo!“ Ich höre vereinzelt Jubelrufe. Um uns herum wird es ruhiger und der meiste Lärm verstummt oder geht in enthusiastisches Gemurmel über. „Es ist mal wieder Zeit euch zu zeigen, was gute Musik ist“, sagt Bob laut. Gelächter ertönt. „Legt los!“, rufe ich laut und pfeife. „Ja! Macht schon!“, ruft jemand anderes. „Wowowow! Kommt schon Brüder. Immer schön lässig bleiben!“ Bob lässt sich absolut nicht stressen. Er und die anderen vier, die auf dem Podest stehen, stimmen einmal kurz an und singen los. Plötzlich stützt sich Grit auf meinem Bein ab und reckt sich, um etwas zu sehen. „Wer ist das? Ich liebe Acapella! Wo sind die denn?“ Sie hat die Kapuze vom Pulli aufgesetzt und ihr Kopf verschwindet fast ganz darunter. Ich lache und ziehe ihr die Kapuze etwas weiter zurück. „So! Erst einmal die Augen frei machen und dann in die richtige Richtung gucken. Die Musik kommt nämlich von dort“, sage ich und zeige in die richtige Richtung. Von hier aus kann man die fünf ziemlich gut sehen. „Ah!“, sagt Grit und lässt mein Bein los. „Das klingt echt gut. Wer sind die?“ Obwohl sie noch immer sitzt, tanzt sie zur Musik. Natürlich nur soweit es möglich ist, wenn man sitzt. Ich glaube, ich verstehe, was Bob vorhin damit meinte. Ihre Bewegungen scheinen zur Musik dazu zu gehören. Es scheint, als wären sie ein Teil der Musik. „Der mit dem Afro ist Bob und die anderen sind seine Band“, antworte ich Grit auf ihre Frage.

    „Du schummelst!“, ruft Grit aus und haut mir auf die Hand. Ich habe gerade versucht recht auffällig eine Karte zu verstecken. Natürlich hat sie es bemerkt, war ja auch so gewollt. Wir spielen schon seit einiger Zeit ein Kartenspiel. Kalle hat schon aufgegeben, weil er andauernd verloren hat. John, Killer, Grit und ich sitzen im Kreis und versuchen zu gewinnen. „Ist ja schon gut!“, antworte ich und lache. Die Karte lege ich zurück auf meine Hand. Grit schüttelt sich einmal kurz und reibt sich dann die Arme. „Los! Mach schon Killer“, treibt sie meinen Freund an. Er legt seine Karte ab und John ist am Zug. Bei mir sieht es eigentlich ganz gut aus. Könnte sein, dass ich gleich gewinne. Ach, ich mache mir lieber nicht allzu viele Hoffnungen, dann verliert man meistens. John scheint ein ganz gutes Blatt zu haben. Er grinst die ganze Zeit. Schlechtes Pokerface! Killer hat definitiv schlechte Karten. Er hat sie aufgefächert und schaut ständig von seinen Karten zu den Karten in der Mitte. Das macht er immer, wenn er nicht besonders gut dran ist. Bei Grit bin ich mir nicht so ganz sicher. Sie hat zwar kein gutes Pokerface, aber sie gibt auch keinen Hinweis über ihre Chancen. Stattdessen reibt sie sich ständig die Augen, gähnt andauernd und macht sich zu einer Kugel. Sie ist müde und ihr ist kalt. Wenn ich sie umarmen würde, könnte ich sie warm halten… Es ist tatsächlich schon sehr, sehr spät und ich bin auch ganz schön fertig. Von alleine wird Grit aber sicherlich nicht ins Bett gehen. Ich glaube, sie will nicht schwach wirken. Dann muss ich wohl ein bisschen nachhelfen. Nach dieser Runde geht sie auf jeden Fall ins Bett. Ich bin an der Reihe. John legt echt immer nur Mist. Das kann ich alles nicht gebrauchen. Also gut, dann kann ich nur hoffen, dass ich die richtige Karte aufnehme. Ein Ass. Oh yeah! Genau das was ich brauche. Gleich habe ich gewonnen. Ich lege eine Karte ab. Grit ist an der Reihe. Ich ziehe mir meinen Mantel aus und werfe ihn Grit zu. „Hier! Ich kann mich nicht konzentrieren, wenn deine Zähne so klappern“, sage ich und grinse. Grit guckt mich beleidigt an. „Mir ist gar nicht kalt!“, sagt sie zähneknirschend, nimmt sich aber den Mantel und legt ihn sich über. Sie macht ihren Zug. Ich brauche nur noch eine Karte, dann habe ich gewonnen. Aber diese eine beschissen blöde Karte kommt einfach nicht. Weder John, noch der Haufen schmeißen sie raus. Das kann doch nicht wahr sein. Ich glaube Grit hat auch ziemlich gute Karten und ist kurz davor Schluss zu machen. Komm schon! Ich brauche nur diese eine blöde Karte. John legt wieder nur Mist ab. Ich nehme eine Karte auf und… SIE IST ES! Ja man! „So Jungs!“, sage ich triumphierend. „Halloo?“, antwortet Grit vorwurfsvoll und zeigt auf sich. „Ja dich meine ich natürlich auch damit.“ Sie streckt mir die Zunge raus. „Sowas nennt man“, sage ich und breite meine Handkarten aus. „einen Gewinner.“ „Verdammt!“, flucht John und wirft seine Karten auf den Haufen. „Ich hatte so ein gutes Blatt.“ Killer legt anscheinend erleichtert seine Karten in die Mitte. Es macht echt keinen Spaß mit einem absolut schlechten Blatt zu spielen. Grit verzieht ihren Mund und legt ebenfalls ihre Karten ab. „Fast!“, ist das Einzige, das sie sagt. „So!“, sage ich und haue mir auf die Oberschenkel. „Das kleine Biest muss jetzt ins Bett, sonst schläft sie uns hier gleich noch ein.“ „Hey!“, ruft Grit sauer. „Du kannst nicht einfach über mich bestimmen. Ich bin kein Kind! Hast du verstanden? Ich gehe ins Bett wann ich will.“ Protestierend verschränkt sie ihre Arme und guckt mich böse an. „Tja, aber ich bin hier der Käpt’n und ich befehle dir ins Bett zu gehen.“ „Pah! Demnächst befiehlst du mir dann, wann ich auf Klo gehen soll, oder was? Kannst du knicken. So läuft das nicht.“ Sie ist echt stur, aber ich dachte mir schon, dass ich rohe Gewalt anwenden muss. Ich will sie wirklich nicht wie ein Kind behandeln, ich weiß, dass sie das nicht nötig hat, aber sie ist immer noch verletzt und braucht Erholung und Schlaf. „Ganz wie du meinst!“, sage ich und stehe auf. Ich packe Grit und werfe sie mir mit Leichtigkeit über die Schulter. Sie protestiert laut und haut auf mich ein, aber nun hat sie keine Chance mehr. „Gute Nacht!“, rufe ich laut. „Gute Nacht Käpt’n!“, ruft mir die Mannschaft zu. „Ich will nicht!“, ruft Grit laut. „Lass mich runter! Du bist so ein blöder Tyrann!“ Doch ich lache nur. Ich weiß, das reizt sie, aber ich find‘s lustig. Als ich bei meiner Kajüte ankomme, hat sich Grit bereits wieder beruhigt. Ich glaube sie ist einfach zu müde. Im Raum stelle ich sie vor mich auf die Füße. Sie guckt mich grimmig an und haut einmal kräftig gegen meinen Bauch. „Wenn ich wieder geheilt bin, werde ich dir solche Aktionen nicht einfach durchgehen lassen. Dann kriegst du Prügel. Verstanden?“, droht mir Grit. Ich grinse. „Darauf freue ich mich schon. Dann muss ich dich wenigstens nicht mehr schonen.“ „Pff“, macht sie und geht ins Badezimmer. Ich nehme an, sie zieht sich um. Das sollte ich auch tun. Die letzten vier Nächte habe ich immer angezogen bei Grit im Krankenzimmer geschlafen. Das war ganz schön unbequem. Aber was sollte ich machen? Ich konnte sie auch nicht alleine dort schlafen lassen. Und ich wollte auch nicht. Die Badezimmertür geht auf und Grit kommt raus, läuft zum Bett, wirft sich rauf und kuschelt sich schnell unter die Decke. Was war das denn? Laut lachend gehe ich zum Bett. „Wirst du jetzt Ninja?“, frage ich sie sarkastisch. „Nein! Ich konnte es nur kaum erwarten mit dir wieder in einem Bett zu schlafen… NICHT! Mir ist verdammt noch einmal kalt!“, antwortet Grit mir ebenfalls sarkastisch. Ich bin ziemlich froh, dass Grit wieder in meinem Bett schläft und ich konnte es tatsächlich nicht erwarten. Mir egal wie sie darüber denkt, aber ich freue mich sehr darüber, dass wir wieder hier schlafen. Ich lege mich auf die Seite und stütze mich auf den linken Arm auf. „Tja“, sage ich und schaue Grit grinsend an. „Ich konnte es tatsächlich kaum erwarten mit dir wieder in einem Bett zu schlafen.“ Ich verpasse meiner Stimme einen verführerischen aber sarkastischen Ton. Sie wird es schon verstehen. „Ich habe mich nur darauf gefreut wieder in meinem Bett zu schlafen. Es ist viel bequemer als das Krankenzimmerbett. Sei froh, dass ich dich überhaupt in diesem Bett schlafen lasse“, antwortet Grit mir kess und gähnt herzhaft. „Wow! Da leidet jemand an einer Wahrnehmungsstörung!“ Sie ist echt ziemlich frech. Allerdings ist sie, glaub ich, auch ziemlich müde. „Ich dachte wir hätten das schon heute Mittag ausdiskutiert, oder nicht?“, sage ich gelangweilt und lege mich auf den Rücken. Grit guckt sehr grimmig, aber ich glaube, das ist nur Fassade. So böse sieht sie gar nicht aus. „Dachte ich es mir doch. Also dann, gute Nacht!“, sage ich grinsend und schließe die Augen. Von Grit höre ich noch ein leises „Pah!“ und dann kuschelt sie sich fest in die Decke ein. Es dauert einige Zeit lang, bis ihre Atmung sich verlangsamt. Vorher wage ich es nicht zu ihr rüber zuschauen. Aber jetzt… ich drehe meinen Kopf zu ihr hin. Sie schläft friedlich. Ich rücke ein Stück näher zu ihr hin. Ihre Anwesenheit tut so gut. Werde ich sie jemals für mich gewinnen können? Gewinnen kann man sie eh nicht. Sie ist kein Preis oder so etwas. Ich weiß nicht, wie ich mit ihr umgehen soll. Bisher habe ich mir einfach genommen, was ich wollte und zwar ohne große Probleme. Aber bei Grit geht das nicht. Ich drehe meinen Kopf zurück und starre an die Decke. Vielleicht, ganz vielleicht geht es ihr ja genauso wie mir. Ich kann es mir kaum vorstellen, aber vielleicht… irgendetwas berührt mich. Erschrocken schaue ich an mir runter. Grit hat sich an mich angekuschelt und liegt mit ihrem Kopf auf meiner Brust und hat den linken Arm über mich rüber gelegt. Oh fuck! Ich kann mich kaum beherrschen. Scheiße man! Was soll ich jetzt nur tun? Ich kann sie nicht einfach so liegen lassen. Am liebsten würde ich sie zu mir hoch ziehen und sie küssen. Verdammt noch einmal! Jetzt komm wieder drauf klar, Kid! Okay, aber ich kann das so nicht. Vorsichtig lege ich meinen rechten Arm auf ihren linken und lege meinen linken um ihre Schulter. Ein Traum wird wahr. Aber warum hat Grit das eigentlich gemacht? Sie scheint noch zu schlafen. Wahrscheinlich hat sie eine Wärmequelle gesucht. Wahrscheinlich wird Grit morgen nicht sehr erfreut darüber sein, dass sie heute Nacht so schläft. Ich grinse. Das wird lustig. Ich kann eine ganze Zeit noch nicht einschlafen. Die Situation macht mich zu glücklich.

    Grits Sicht
    Mhhh… es ist so schön warm. So warm war mir lange nicht mehr. Naja, beim Feuer gestern war es auch warm, aber diese Wärme ist irgendwie anders. Sie hält mich nicht nur warm, sondern wärmt mich richtig. Ich will gar nicht aufwachen und aufstehen. Am liebsten würde ich… OH SHIT! WAS IST DAS? Die Wärme hat sich grade bewegt. Ich umklammere etwas, fällt mir grade auf. Okay, ich muss es herausfinden, ich muss die Augen aufmachen. Vorsichtig öffne ich die Augen. Scheiße, scheiße, scheiße! Schnell lasse ich los, rutsche an die Wand und ziehe die Decke übers Gesicht. Das kann doch nicht wahr sein! Ich sitze zusammengekauert an der Wand und wage es nicht zu gucken. Mir ist schlecht! Ich glaube die Schmetterlinge laufen wieder Amok. Was für ein beschissenes Gefühl. ICH HABE DIE GANZE BESCHISSENE NACHT AN KID GEKUSCHELT GESCHLAFEN! Grade jetzt höre ich Kid auflachen. Vorsichtig ziehe ich die Decke so weit runter, dass grade mal meine Augen frei sind. Kid hat sich aufgesetzt und kriegt sich kaum ein vor Lachen. „Also mir hat es gefallen“, sagt er noch immer lachend. Mir natürlich auch, du Idiot! Ich hoffe er bildet sich nichts darauf ein. Meine Wangen werden ganz heiß. Zum Glück kann Kid nicht sehen, wie ich rot werde. „Verschwinde einfach!“, rufe ich ihm, mit von der Decke gedämpfter Stimme, zu. Kid lacht noch immer. Schön, dass er das so locker sieht! Er steht auf und streckt sich. Ich kann meine Augen einfach nicht von ihm abwenden. Mich überfällt eine schreckliche Sehnsucht. Wenn ich ihn nur umarmen und küssen könnte. Aber bestimmt küsse ich ganz schrecklich, weil ich das ja noch nie gemacht habe. Kid wird sich sicherlich drüber lustig machen. Abgesehen davon, werde ich ihn wahrscheinlich eh nie küssen. Kid steht in der Badezimmertür und dreht sich noch einmal zu mir um. Er lehnt sich lässig gegen den Türrahmen. Die Sonne fällt durch die drei Bullaugen rein und ich kann genau seinen echt ziemlich genialen Körper und die Narben sehen. Woher er die wohl hat? Irgendwie habe ich mich das noch nie wirklich gefragt. Er grinst mich unwiderstehlich an. „Keine Sorge, ich komme gleich wieder. Dann können wir weiter kuscheln.“ „Blödmann!“, rufe ich und werfe ein Kissen nach ihm. Kid ist aber schneller und zieht die Tür zu. Okay! Erst einmal tief durchatmen. Ist das jetzt wirklich passiert? Habe ich wirklich die ganze Nacht an Kid gekuschelt geschlafen? Ich glaube ja… Eine unglaubliche Freude steigt in mir auf und ein fettes Grinsen platziert sich in meinem Gesicht. Verdammt noch einmal! Ich kann nicht anders als zu grinsen. Ou yeah! Die Frage ist jetzt: wie fand Kid es? Es schien, als hätte es ihm nichts ausgemacht und wäre ziemlich amüsiert darüber. Natürlich macht es ihm nichts aus! Aber hat er sich auch drüber gefreut? Ach keine Ahnung! Im Badezimmer geht die Dusche an. Ich zerstöre mir den Moment jetzt nicht mit irgendwelchen blöden Gedanken. Mit der Decke fest umschlungen, kämpfe ich mich aus dem Bett. Ich muss mich erst einmal anziehen. Oh ne, uff ich glaube ich muss erst einmal duschen. Solange Kid noch duscht, kann ich ja aber schon einmal gucken, was ich anziehe. Der Pullover liegt noch im Bad. Dazu muss ich irgendwie eine bunte Hose anziehen. Das wird mir sonst alles ein wenig zu dunkel und eintönig. Ich ziehe eine rote Hose aus dem Schrank und die beigen Stulpen, die ich mir auf der letzten Insel zugelegt habe. So, jetzt noch ein Top. Hm… Ich hoffe Kid duscht nicht allzu lange. Langsam tut mein Gesicht vom Grinsen schon ein bisschen weh. Aber ich bekomme es einfach nicht aus meinen Kopf. Und er war so schön warm… Die Duschgeräusche verstummen. Dann kommt er ja gleich… Oh! Das ging schnell. Die Tür geht auf und Kid kommt, nur mit einem Handtuch bekleidet, zurück ins Zimmer. Oh Scheiße! Ich schließe die Augen und versuche mich zu sammeln. Grinsend öffne ich meine Augen wieder und bemühe mich zu ignorieren, dass Kid fast nackt ist. Bitte, bitte rutscht ihm das Handtuch nicht runter. Das will ich echt nicht sehen. Ich packe meine Kleidung, lasse die Decke liegen und gehe zum Bad. Als ich an Kid vorbeikomme schaue ich auf. Er grinst, ich grinse und ich kann keinen klaren Gedanken fassen. Ich wende mich wieder ab und beiße mir auf die Unterlippe. Die Tür geht zu. Ich stehe im warmen Badezimmer. Einatmen, ausatmen. Einatmen, ausatmen. Wie soll das bitte weitergehen? Er macht mich ganz verrückt. Los! Geh duschen! Du stinkst! Okay, okay. Vielleicht komme ich ja auf andere Gedanken. Pah! Als ob! Nach der heißen Dusche, ziehe ich mir die warme Kleidung an. Es ist grad richtig schön warm und kuschelig. Meine Dreads sind noch nass und tropfen. Ich muss sie irgendwie zusammenbinden, dass sie meinen Pulli nicht durchnässen. Am besten wäre aber eine Mütze. Ich knülle meine Dreads irgendwie zu einem großen Knoten zusammen. So tropfen sie wenigstens nicht mehr. Ich hoffe sie trocknen schnell. So. Fertig! Draußen vor der Tür wird wahrscheinlich wieder Kid sein. Mein Magen hat sich soweit erst einmal wieder beruhigt. Ich umfasse die Türklinke. Einmal tief durchatmen und dann los! Ich öffne die Tür. Kid sitzt in seinem Sessel und liest Zeitung. Ich habe schon lange keine Zeitung mehr gelesen. Ich habe irgendwie überhaupt keine Ahnung, was so los ist. Während ich die Ärmel vom Pullover hochkremple, gehe ich auf den Tisch zu und setze mich rauf. „Was gibt’s Neues?“, frage ich interessiert. „Hm…“, macht Kid und liest weiter. Ignoriert er mich etwa? „Hallooo?“ „Ja warte, gleich!“, murmelt Kid. Ich baumel mit den Beinen und summe vor mich hin. Eines von Bobs Liedern macht mir voll den Ohrwurm. „Das ist nicht zu fassen!“, murmelt Kid vor sich hin. „Was ist denn los? Sag schon!“, drängle ich. Ich will jetzt endlich wissen, was los ist. „Flamingo tritt als Samurai zurück!“ „Hä? Warum sollte er das machen? Hat er irgendwas Falsches gemacht oder ist er freiwillig zurückgetreten?“ Ich versteh das nicht. Es macht keinen Sinn. „Hier steht nur, dass er zurücktritt. Nichts weiter!“ „Seltsam“, sage ich mehr zu mir selbst. „Das passt gar nicht zu ihm.“ Gedankenverloren schaue ich nach draußen. Die Sonne steht bereits ziemlich hoch am Himmel. „Oh wow!“, sage ich erschrocken. „Es ist ja schon fast Mittag. Das Frühstück haben wir wohl verpasst.“ Kid schaut auf. „Ne. Heute gibt’s Brunch“, erklärt er mir. „Die Männer können ausschlafen. Hast du Hunger?“ Genau in diesem Moment knurrt mein Bauch. Ich grinse. „Verstehe!“, sagt Kid und grinst ebenfalls. Ich rutsche vom Tisch runter. Den Pulli zurechtziehend sage ich: „Ich geh dann mal auf die Jagd.“ Kid legt die Zeitung beiseite und steht auf. „Warte! Ich Komme auch mit!“ Er geht und legt sich den Gurt um, in dem immer seine eine Knarre und der Dolch stecken. Ich lege den Kopf zur Seite und schaue ihn skeptisch an. „Warum hast du die eigentlich immer bei dir?“ „Tja…“, sagt Kid. „Ich bin Teufelsfruchtnutzer. Normalerweise kämpfe ich immer mit den Kräften der Teufelsfrucht. Wenn ich aber in einer Situation bin, in der ich meine Teufelsfrüchte nicht benutzen kann, dann brauche ich halt eine Waffe. Man kann nie wissen, wann man angegriffen wird. Ich möchte meine Freunde in jeder Situation beschützen können.“ Er schaut mich durchdringend an und mein Gehirn schaltet ab. Mein Bauch aber nicht. Er knurrt. Kid lacht auf. „Komm schon! Nicht, dass du verhungerst!“ Ich lache mit und zusammen gehen wir in den Speisesaal. Unterwegs gabeln wir noch Killer auf. „Na! Gut geschlafen?“, fragt er mich zur Begrüßung, als er zu uns stößt. Kid antwortet für mich. „Oh ja! Sie hat hervorragend geschlafen!“ Er sagt das in einem Ton und mit einem Grinsen, dass es ganz offensichtlich ist, worauf er anspielt. Ich schlage ihm kräftig gegen die Schulter. „Halt‘s Maul!“, sage ich warnend. Killer lacht. „Hattet ihr etwa Sex?“ WAS? Ich bleibe abrupt stehen. Killer und Kid, ich bin in der Mitte zwischen ihnen gegangen, laufen noch ein zwei Schritte. Kid lacht ebenfalls. „ALTER! Nein! Wie kommst du denn darauf?“, frage ich entsetzt. „Du brauchst dich nicht zu schämen. Es war doch toll!“, sagt Kid grinsend. Mit weit aufgerissenen Augen schaue ich entsetzt zu Killer und Kid. „Hör auf hier irgendwelche Gerüchte entstehen zu lassen!“, meckere ich Kid an. Ich will nicht, dass die Crew denkt ich wäre so eine. „Ach komm!“, sagt Killer und kommt auf mich zu. Er legt seinen Arm um meine Schulter. „Es gehen doch sowieso schon Gerüchte um!“ Ich schaue ihn erschrocken an. Meint er das ernst? An seiner Maske lässt sich aber schlecht ablesen, ob er es ernst meint, oder nicht. „Was für Gerüchte?“, frage ich ängstlich. Bitte nicht was ich befürchte. „Naja… Wir kennen Kid alle ganz genau und du schläfst seit der ersten Nacht mit ihm in einem Bett. Ist doch klar, dass die Männer da ihre eigenen Vorstellungen haben, wie das mit euch abläuft.“ „Aber so ist das nicht“, erkläre ich leise. „Nun beruhige dich wieder. Ist doch nicht so schlimm“, sagt Kid und legt seinen Arm ebenfalls um meine Schultern. Nun schieben mich beide Richtung Speisesaal. Ich glaube ich will da gar nicht rein. Die denken doch eh alle schlecht von mir. Ich habe irgendwie Angst, da jetzt reinzugehen, aber Killer und Kid schieben mich immer weiter. Schon stehen wir im Speisesaal. Die Tische sind ganz gut gefüllt. Anscheinend kriechen zu dieser Zeit erst die meisten aus ihren Hängematten und Betten. Es ist laut, wie immer. Ich werde weitergeschoben, bis wir an meinem Platz angekommen sind. Killer drückt mich auf meinen Stuhl und er und Kid setzen sich auf die andere Seite des Tisches. Ich bin etwas unfähig auch nur irgendwas zu tun. Der Schrecken sitzt immer noch tief. Ich kann es einfach nicht glauben. „Nun iss! Das mit den Gerüchten ist doch echt halb so schlimm!“, sagt Kid und haut sich das Essen auf seinen Teller. „Für dich vielleicht“, sage ich vorwurfsvoll. „Aber mein Image ist damit voll im Arsch! Ich will nicht als so eine abgestempelt werden.“ Kid grinst breit. „Ach komm schon. So schlimm ist es auch wieder nicht mit mir…“ „Halt’s Maul!“, fahre ich ihn an. In der großen Runde will ich nun echt nicht darüber reden. „Das Thema ist beendet und wir sind jetzt ganz, ganz still“, erkläre ich, während ich mir ebenfalls den Teller voll haue und anfange zu essen.

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Ronja (60192)
vor 34 Tagen
Ich freue mich wirklich sehr über euer Feedback. Das ermutigt mich weiterzuschreiben. Ich gebe mir immer Mühe also möglichst realitätsnah und grammatisch Korrekt zu schreiben. Die Fiete, habe Geduld. Vielleicht wird dein Wunsch ja schon bald in Erfüllung gehen. Wer weiß! Ich kann ja schliesslich nicht in die Zukunft schauen :P
Die Fiete (84825)
vor 36 Tagen
Ich bin Leserin seit der 21 Episode oder so (also als die gerade aktuell war). Und ich bin immernoch gefesselt! Dir fällt immer wieder was neues ein und du schreibst alles sehr lebendig. So viel Kreativität und Mühe nimmt man selten war in Fanfictions! Naja hier ubd da sind noch ein paar Kommata zu viel, aber im Allgemeinen ist auch die Rechtschreibung super! (Auch das ist ja leider selten der Fall bei Fanfictions, deswegen sag ichs mal) Außerdem ist die FF nicht nur auf diese ganze Liebesgeschichte fokussiert. Dasbist auch mal ganz angenehm im Gegensatz zu dem Schnulzenkram, den man sonst so liest. Trotzdem würde ich mir auch hin und wieder mal eine etwas intimere Szene von Grit und Kid lesen, wenn du verstehst, was ich meine ;D
Monkey D. Sophie (49701)
vor 67 Tagen
cool das du weiter schreibst ich hatte schon argst das es nicht weiter geht
Luzybel ( von: Luzybel)
vor 68 Tagen
Endlich geht's weiter mit Teil 47 \^o^/
~ £∆D¥ ~ (14139)
vor 108 Tagen
Finde deine Geschichte wirklich spannend und extrem fesselnd.
Man kann gar nicht genug davon bekommen.
Die Charaktere kann man sich wirklich bildlich vorstellen in ihrer Mimik und Gestik.
Hoffe du schreibst schnell weiter (:
Denn das ist bis jetzt die beste Story die ich je gelesen habe. ❤
Natürlich hoffe ich des weiteren das deine Geschichte noch kein schnelles Ende findet!
Denn ich denke nämlich es gibt noch so einiges zu erzählen (;
Dafür das deine Geschichte so faszinierend und auch so ‚‚man denkt man ist hautnah dabei'' ist würde ich dir gerne mehr als nur 5 Sterne geben!
Mach bloß weiter so! ❤
Luzybel ( von: Luzybel)
vor 112 Tagen
Ich liebe deine Geschichte lese sie von Anfang an und warte immer fleißig auf ein neues Kapitel

Freue mich schon wieder aufs nächste :D
Ronja (17555)
vor 117 Tagen
Herzlichen Dank! Man tut ja was man kann nicht wahr?!
Ayumi (20597)
vor 121 Tagen
Wow was für eine lange und schöne Story *-*
Das gibt erstmal 5 fette Sterne *-* Probs an den Autor ich bin so gefesselt...da muss ich dich fast schon anzeigen wegen Freiheitsberaubung xD
Rosa (03587)
vor 146 Tagen
Wann schreibst du wieder weiter?
Bahar (99888)
vor 428 Tagen
Ich finde es echt klasse das du immer am
Spannendesten Platz aufhörst da bekommt Mann
ja mehr Lust zu lesen
Hikari (52165)
vor 440 Tagen
Nein würde ich nicht Ronja , aber deswegen iSt es so blöd weil es genau wirklich die spannendste stelle ist
Ronja (57034)
vor 440 Tagen
Ich weiß, ich weiß. Würdest du schlecht über mich denken, wenn ich dir sage, das war mit Absicht? Fortsetzung folgt bald...
Hikari (52165)
vor 440 Tagen
OMG! SO ETWAS DARF MAN KEINEM ANTUN😱 an der spannendsten
Stelle einfach aufhören.......Bitte schreib schnell weiter!!!!!!!
P.S.
Respekt, ich könnte Soetwas nicht . Mach weiter so😉
alegssa (22446)
vor 444 Tagen
Ich hab schon so gespannt gewartet. Bitte schreib schnell weiter 😍😍
Bahar (10063)
vor 446 Tagen
Respekt du kannst schreiben wie ne Profi.
P.S
Mich hast du schon als Bewunderer
angle of life (63895)
vor 447 Tagen
Coool der neue Teil ist echt so toll 😊
Ich finde die Story eine von den besten ! Bitte mach schnell weiter!
Ich möchte gern wissen wie es weiter geht. Mach weiter so!
loliee (10932)
vor 517 Tagen
Das ist DIE BESTE ff, die ich bis jetzt gelesen hab, um ehrlich zu sein;)
♥☺♥☺♥☺♥☺♥☺
Monkey D Woosmann (89282)
vor 526 Tagen
cool der neue Teil
SAKURA (64916)
vor 553 Tagen
Wann kommt der 36 Teil die Geschichte is voll cool
Ronja (14911)
vor 570 Tagen
Ich find es super cool, dass du dir so Gedanken machst, wie es wohl weitergeht. Ob Grit Königshaki hat weiß ich nicht so genau. Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, aber wer weiß. Sie überrascht einen immer wieder ;)