Eine Entscheidung verändert ihr Leben 1

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
7 Kapitel - 7.792 Wörter - Erstellt von: PhoebeGarcia - Aktualisiert am: 2015-02-11 - Entwickelt am: - 2.255 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Mein Name ist Phoebe Garcia.
Ich lebe zusammen mit meinem Vater Samuel, unserer Haushaltshilfe Andrea und Daddys Assistenten Raúl in Argentinien. Um genau zu sein in Buenos Aires. Eigentlich bin ich ein ganz normales 15 jähriges Mädchen, naja abgesehen von der Tatsache, dass ich eine Hexe bin und meine Schule seit 4 Jahren mit meinen besten Freunden León, Andrés und Napo unsicher mache. Mein Leben war eigentlich nahezu perfekt, nur habe ich meine leiblichen Eltern nie kennengelernt. Mit drei Jahren hat mich das Aurorenpaar Samuel und Adriana Garcia in England adoptiert. Nachdem meine Mutter gestorben ist bin ich mit meinem Vater nach Buenos Aires gezogen. Meine richtige Mutter ist bei meiner Geburt gestorben und mein richtiger Vater... naja was mit ihm passiert ist weiß ich nicht. So das wars erst mal. Jetzt lest die Geschichte meines Lebens^^

    1
    Und mal wieder sitze ich in diesem Muggelcafé und warte auf meine besten Freunde. Ich weiß die drei sind Jungs, aber sie können doch trotzdem pünktlich kommen! Zum gefühlten hundertsten Mal schaue ich auf die Uhr. 14:27 Uhr. Um 14 Uhr waren wir verabredet. Genervt stöhne ich auf. Das kann doch nicht wahr sein! Plötzlich legen sich zwei große, raue Hände auf meine Augen. Vor Schreck schreie ich leise auf, als plötzlich ein warmer Atem mein rechtes Ohr streift. "Wer bin ich?" fragt mich die Stimme, die ich unter tausenden wieder erkennen würde. Eine angenehme Gänsehaut breitet sich auf meinem Körper aus. Ja, ich gebe es zu. Seit drei Jahren bin ich in meinen besten Freund verliebt, aber in mir sieht er sowieso nicht mehr als seine beste Freundin. Seine Prinzessin. Seine kleine Schwester, die er vor allem und jedem beschützen muss. " Du bist der, der ne halbe Stunde zu spät ist, León!" antworte ich genervt" "Tut uns leid Prinzessin, aber wir wurden aufgehalten." hörte ich nun auch Napo neben mir sagen. Natürlich! Sie wurden 'aufgehalten'. "Was war es diesmal? Musstet ihr Napos nicht vorhandenen Garten entkommen? Uh.. Nein, warte ich habs! León, dich hat bestimmt ein Grindeloh in der Badewanne angegriffen."
    Ja, ich kanns nicht leiden wenn man mich warten lässt und das wissen sie eigentlich auch ganz genau! "Wir machen es wieder gut. Versprochen!" Jaja das sagen sie jedes Mal. Und jedes Mal kann ich ihnen nicht lange böse sein. Schon spüre ich ein Kuss auf der Stirn, einen auf der linken Wange und einen auf der rech...... Moment mal! Da fehlt einer! "Hey Jungs wo ist Andrés?" frage ich sie. Sonst sind die drei doch unzertrennlich! "Morgen ist Vollmond. Schon vergessen?" Ach ja... in der Woche vor dem Vollmond muss Andrés ja immer täglich eine Tasse des Wolfsbanntrankes trinken, damit er sich nicht in eine blutrünstige Bestie verwandelt. Naja verwandeln tut er sich trotzdem, aber er behält wenigstens sein menschliches Bewusstsein, sodass wir ihn immer in unserer Animagusgestalt begleiten können. Danke Damocles Belby, dass du den Wolfsbanntrank entwickelt hast! Bloß blöd, dass das Zeug widerlich schmeckt und Zucker es wirkungslos macht. Naja... Daddy sagt immer: 'Medizin soll helfen und nicht schmecken!' "Phoebe? Hörst du mir überhaupt zu?" holt Napo mich aus meinem Gedankengang. "Äh was?" ja sehr intelligente Antwort. "Ich hab dich gefragt was wir jetzt machen wollen?" wiederholt Napo sich. "Quidditch geht ja schlecht. Andrés fällt weg, Federico und Marco sind im Urlaub und Diego betrachtet wahrscheinlich grad sein Spiegelbild und redet sich selbst ein wie toll er doch is." Warum is Diego überhaupt in der Quidditchmannschaft? Wir würden bestimmt auch einen anderen Hüter finden. Aber Napo hat Recht. Wir sollten unbedingt mal wieder trainieren, wenn wir eine Mannschaft bleiben wollen. Ich spiele zusammen mit Andrés und Marco als Jäger. Napo ist der Sucher und León und Federico sind Treiber. Naja und Diego, der spielt als Hüter. "Wie wäre es, wenn wir reiten gehen?" frage ich in die Runde. Ein Lächeln stiehlt sich auf meine Lippen, als Napo und León synchron seufzen. Jaja, reiten... da spricht wohl das Mädchen in mir. "Ach komm schon Prinzessin. Reiten! Nicht schon wieder. Und jetzt komm mir nicht wieder mit: 'Ich hab Prince aber schon sooooo lange nicht mehr gesehen'. Wir waren Vorgestern erst bei ihm. Lass uns mal wieder ein Song schreiben. In meinem Kopf schwirren tausende Ideen." unruhig zappelt er auf seinem Stuhl hin und her. Jaaaa, wenn es um Musik geht ist er wieder ein kleines Kind. Ich ziehe einen Schmollmund, da ich eigentlich zu meinem Pferd wollte und schon schaltet sich Napo auch mit ein."Komm schon! Wir können zu Andrés gehen, dann ist er nicht ganz so allein." Und wie auf Kommando fingen beide an zu grinsen, da sie meine Antwort schon wussten. " Na schön." gebe ich mich geschlagen. "Aber nur, weil es Andrés grade so scheiße geht." füge ich hinzu. Grade als wir aufstehen und gehen wollen klingelt mein Handy. Als ich sehe wer mich da anruft gehe ich ohne zu zögern ran. "Hallo?" "Phoebe? Wo bist du?" ertönt die Stimme meines Vaters. " Na mit Napo und León im Café, wo sonst?" Ich schaue meine beiden Freunde an und blicke in irritierte Gesichter. Normalerweise ruft mich Daddy nie an wenn ich unterwegs bin. Nur wenn es wirklich, wirklich wichtig ist. " Kommst du bitte nach Hause? Ich muss dir etwas Dringendes erzählen." Wie bitte! Ich soll jetzt den ganzen Weg wieder nach Hause latschen, nur weil er mir was erzählen will? "Kannst du mir das nicht jetzt sagen?" In meiner Stimme liegt ein klitzekleiner Hoffnungsschimmer, doch nicht heim zu müssen. "Phoebe Garcia du kommst SOFORT nach Hause!" Uh... da ist aber einer wieder gut gelaunt. Wahrscheinlich versucht Grandma ihn wieder zu verkuppeln. Das macht sie ständig seit Mums Tod. " Ja ok.... ich bin gleich da." Und schon hab ich aufgelegt. Was ist so wichtig, dass er es mir nicht am Handy sagen kann! Mit einem schmollenden Gesichtsausdruck drehe ich mich zu den Jungs. Mir ist gar nicht aufgefallen, dass ich beim telefonieren aufgestanden bin... "Sorry Leute, aber mein Vater will, dass ich nach Hause komme" "Wasn schlos?" schmatzt Napo, der sich grad einen Stück Pflaumenkuchen bestellt hat und unwillkürlich muss ich grinsen.

    2
    Samuel's/Phoebe's Vaters Sicht
    Ich glaube es nicht! Sie hat einfach aufgelegt! "Sie hätten es ihr schon früher sagen sollen, Señor." ertönt die Stimme unserer Haushälterin Andrea aus der Küche. Na toll! Sie hat das gesamte Gespräch mitgehört. Dann dauert es auch nicht mehr lange bis der Rest des Hauses davon Wind bekommt. Genervt lasse ich mich aufs Sofa fallen. Ich glaube ich lege mir doch einen Hauselfen zu, die haben ne Menge Vorteile:
    1.Sie verbreiten keine Gerüchte, wie Andrea.
    2.Sie fangen nicht beim Kochen an zu singen, wie Andrea und
    3. fällt mir grade nicht ein. Hmm... Aber ich glaube ich könnte sie nicht entlassen. Sie gehört zur Familie, genauso wie Raúl. Raúl! Er weiß wie ich es Phoebe beibringen soll, dass wir umziehen. "RAUS AUS MEINER KÜCHE!" schreit Andrea mit voller Kraft. Ich springe vom Sofa auf, gehe in die Küche und was sehe ich? Raúl, der sich mal wieder am Kuchen von Andrea zu schaffen macht. Momentmal Kuchen! "Andrea, warum hast du denn jetzt schon wieder einen Kuchen gebacken?" Ihre Kuchen sind göttlich, aber das is heute schon der Dritte! "Ganz einfach. Das ist der Lieblingskuchen der kleinen Señorita. Sie wird ihn brauchen, wenn sie es erfährt!" "Wenn sie was erfährt?" Was hab ich gesagt. Schon weiß es der Rest des Hauses. "Och weißt Raúl... der werte Señor Samuel hat Phoebe noch nicht erzählt, dass wir nach England ziehen und der Umzug ist ja schon in zwei Tagen" "WAAAAS!" keiner von uns hat gemerkt, dass Phoebe in der Tür steht.

    Phoebes Sicht
    --
    Was zur HÖLLE! Umziehen? In zwei Tagen? "Bitte sag mir, dass das nicht dein Ernst ist!" Wutentbrannt gehe ich auf meinen Vater zu. "Ich habe ihren Lieblingskuchen gebacken, Señorita." versucht Andrea, leicht panisch, die Situation zu retten. Sie weiß, dass wenn ich wütend werde oft Dinge in die Luft fliegen. Und jetzt grade bin ich SEHR WÜTEND! "Phoebe jetzt beruhige dich bitte! Ich wollte es dir die ganze Zeit sagen, aber es gab irgendwie keinen passenden Moment" Och.... er hat keinen passenden Moment gefunden, um mein Leben zu zerstören! "Warum ziehen wir überhaupt um?" schreie ich nun völlig außer Kontrolle, da mir jetzt erst bewusst wird wo England überhaupt ist. Europa. Von Amerika nach Europa... "Ich wurde versetzt." flüstert Dad leise und schnell, wahrscheinlich in der Hoffnung, dass ich nicht noch wütender werde, als ich eh schon bin. Sehr viel bringt es ihm jedoch nicht. "VERSETZT? VERSETZT!" Die Lampe über dem Küchentresen fängt an zu flackern, die Schränke springen auf, die Teller zerschellen am Boden und das Fenster über dem Waschbecken zerspringt in tausend Stücke. "Phoebe, bitte beruhige dich!" schaltet sich Raúl jetzt mit sanfter Stimme ein. Das soll mich wahrscheinlich besänftigen und irgendwie funktioniert das auch. Wie macht er das immer?

    Samuels Sicht
    --
    Man sieht Phoebe an, dass sie grade in ihrem Inneren einen Kampf ausfechtet. Auf der einen Seite ist sie furchtbar sauer auf mich und auf der anderen Seite wünscht sie sich mal etwas anderes, als Buenos Aires zu sehen. "Gibt es hier keine bösen Zauberer mehr, die du einbuchten kannst oder warum schieben die dich ab?" fragt sie mich jetzt schon leiser, doch noch immer liegt Wut in ihrer Stimme. "Können wir das im Wohnzimmer klären?" ich schaue zu Raúl und Andrea, die grade alles reparieren, was Phoebe gesprengt hat. Sie nickt nur leicht, folgt mir aus der Küche und lässt sich neben mir auf der Couch nieder. "Also..." beginne ich meine Rede "das englische Zaubereiministerium hat mich angefordert. Weißt du England hat im Moment eine Menge Probleme. Unter anderem ist ein Massenmörder aus dem Gefängnis Azkaban geflohen. Die Auroren finden ihn einfach nicht und können jede Hand gebrauchen die sie kriegen können. Außerdem wird dir England gefallen. Dort wirst du nach Hogwarts gehen. Das ist eine der besten Schulen, die es gibt und der Schulleiter Albus Dumbledore persönlich hat nach dir verlangt, als er von deinen Fähigkeiten gehört hat. Dort können sie dir zeigen sie richtig einzusetzen. "

    Phoebes Sicht
    --
    Wie, Dumbledore weiß von meinen Fähigkeiten? Ich war noch nie in England, geschweige denn in Hogwarts! "Dumbledore weiß davon?" frage ich meinen Vater verblüfft. Ist ja jetzt nicht so, dass ich schon mal einen Denkmal oder so gesprengt hätte. Es waren eigentlich immer nur kleine Dinge, als ich sauer war und manchmal, wenn ich mein Zauberstab nicht dabei habe kann ich auch ohne ihn zaubern, aber das ist wirklich äußerst selten. Es gelingt nur, wenn ich total entspannt bin und mich hundertprozentig auf das konzentriere was ich bezwecken will. "Der Professor hat mir einen Brief geschrieben. In diesem hat er mir erzählt, dass er schon sehr lange nach die gesucht hat..." Waaas! Hat der keine Hobbys? Krasser Stalker! "...deine Mutter ging auch nach Hogwarts und hatte dieselben Kräfte wie du. Dumbledore war der Annahme, dass du dasselbe kannst wie sie und da hatte er ja nicht ganz Unrecht." Dumbledore kannte meine Mutter? Vielleicht kann er mir mehr über meine richtigen Eltern erzählen, als Dad. Aber ich kann doch nicht einfach mein Leben hier in Argentinien aufgeben! "Okay, nehmen wir mal an wir ziehen nach England und das heißt nicht, dass ich die Idee gut heiße, aber halt nur mal angenommen wir machen es, was ist dann mit meinen Freunden, Prince und dem Haus?" An diesem Haus hängen so viele Erinnerungen, ich habe meine ganze Kindheit hier verbracht. Wir können es doch nicht einfach verschachern!
    "Keine Sorge! " beruhigt mich mein Vater. "Das Haus werden wir natürlich behalten. Ich habe ein Haus in England gekauft, zusammen mit einem großen Stück Land, das heißt es ist genug Platz für Prince und deine Freunde....naja, die kannst du doch in den Ferien besuchen und Briefe schreiben und so. Genau wie Lea." Ja... Lea Martinéz. Vor zwei Jahren ist sie auch nach England gezogen und geht, soweit ich weiß, auch nach Hogwarts. Sehr viel erzählt sie mir jedoch nicht über die Schule. Wenn sie mich in den Ferien besucht haben wir besseres zu tun als über die Schule zu labern. "Kann ich denn jetzt wieder gehen?" frage ich traurig. "Ich muss es noch den Jungs erzählen." Mein Vater nickt stumm. Langsam erhebe ich mich von der Couch. "Denk daran, dass du noch packen musst!" ruft mein Vater mir hinterher, doch das ignoriere ich einfach. Die letzten Tage will ich einfach nur mit meinen Freunden verbringen. Als ich die Tür zur Küche öffne, sehe ich noch, dass Andrea und Raúl schnell weiter in den Raum gehen. Wahrscheinlich haben sie an der Tür gelauscht. Ohne dass ich es merke stiehlt sich ein Lächeln auf meine Lippen, als ich die beiden beobachte, wie sie so tun als würden sie abwaschen, was Raúl erstens niemals freiwillig machen würde und Andrea zweitens dafür immer Magie benutzt. "Andrea? Kann ich mir ein Stück Kuchen nehmen?" "Natürlich! " lächelt sie erleichtert, da sie sieht, dass ich mich beruhigt habe. Mit meinem Schokokuchen in der Hand mache ich mich auf den Weg. Ich muss meinen Freunden immerhin noch die "frohe" Kunde überbringen.

    3
    --Leóns Sicht--
    Gedankenverloren zupfe ich die Seiten meiner Gitarre. "Was glaubt ihr wollte Señor Garcia von Phoebe?" Napo und Andrés, die auf meinem Bett sitzen, zucken synchron mit den Schultern. "Keine Ahnung. Aber es muss ja ziemlich wichtig sein." Andrés stimmt Napo mit einem leichten Nicken zu. Das ist wahrscheinlich das einzige was er noch zustande bringt, da er grade seinen Wolfsbanntrank getrunken hat. Plötzlich piept mein Handy. Oh Gott... hoffentlich ist es nicht Lara. Sie geht mir schon seit Wochen auf die Nerven und checkt einfach nich, dass ich nicht interessiert bin. Am besten ich lese die SMS erst gar nich. "Willst du die Nachricht nicht lesen?" Kann Napo Gedanken lesen oder was? Seufzend greife ich nach meinem Handy. "Leute, die SMS ist von Phoebe!" rufe ich erleichtert. Ich hab mir ehrlich gesagt schon ein wenig Sorgen gemacht. "Und? Was schreibt sie?" Wow Andrés kann ja doch noch reden. "Sie fragt wo wir sind." schnell tippe ich die Antwort ein. Sie weiß ja wo ich wohne. Jetzt bin ich mal gespannt, was ihr Vater so Dringendes zu erzählen hatte.

    --Phoebes Sicht--
    Nun stehe ich hier. Geklingelt habe ich bereits, jetzt warte ich nur noch das einer mir die Tür öffnet. Schon höre ich Schritte hinter dem verschlossen Eingang. Die grüne Tür wird auf gemacht und ich schaue in Leóns Gesicht. "Hey Prinzessin." León grinst und zieht mich in seine Arme. "Hey." gebe ich nur von mir. Er packt meine Hand und zieht mich ins Haus, die Treppe hoch und in die zweite Tür rechts, direkt in sein Zimmer. Napo und Andrés sitzen auf dem Bett. Andrés mit einer Gitarre in der Hand und Napo pfeift irgendeine Melodie. Als sie mich erblicken fangen sie an zu grinsen. "Oh mann Süße! Du siehst ja noch schlimmer aus als ich." Andrés hat wahrscheinlich recht. Ich muss echt blass aussehen. Den ganzen Weg hierher hab ich mir überlegt, wie ich es ihnen beichten soll, doch zu einem Entschluss bin ich nicht gekommen. "Na dann erzähl mal! Was war jetzt so wichtig?" Ich setze mich mit aufs Bett und lege mein Kopf auf Andrés' Schulter, welcher gleich seinen Arm um mich legt. "Jetzt erzähl schon!" drängt mich nun auch Napo. Wo soll ich nur anfangen. Am besten ich mach es kurz und schmerzlos, wie die Muggel es so schön sagen. Ich hole einmal tief Luft und erzähle den Dreien genau das, was Daddy mir vor einer halben Stunde gesagt hat. Als ich ende, blicke ich in drei entsetzte Gesichter. "Bitte sag mir, dass das ein Scherz ist!" León schaut mich fassungslos an. "Nein, leider nich." Meine Stimme ist so leise, dass man sie kaum hört, doch sie wissen was ich gesagt habe "Und was machen wir jetzt?" Andrés drückt mich noch näher an sich, als er merkt, dass ich den Tränen nahe bin. "Daddy meint wir sollen mit Briefen Kontakt halten und in den Ferien werde ich euch natürlich besuchen." Nun hat sich auch León auf dem Bett nieder gelassen und drückt mich ebenfalls fest an sich. "Das war es dann wohl mit dem unberechenbaren Quartett." "Red nicht so einen Schwachsinn Napo! Wir sind und bleiben die besten Freunde, nur weil Phoebe umzieht ändert sich nichts daran. Wir sollten versuchen das einfach positiv zu sehen!" León wischt eine Träne von meiner Wange und lächelt mich aufmunternd zu. "Ja ich denke du hast recht." Gerade so bringe ich ein Lächeln zustande. "Kommst du heute Nacht trotzdem mit? Fragt mich Andrés. Das hatte ich total vergessen. Heute war ja Vollmond. "Natürlich! Wir müssen die letzten Tage doch ausnutzen!" Ich schreibe meinem Vater eine SMS, dass ich heute bei León übernachte und mein Zeug morgen packe. Danach blödeln wir noch eine Weile rum, singen zusammen und futtern Süßigkeiten. León sieht die ganze Zeit zwar äußerlich glücklich aus, ich sehe ihn aber an das auch er unendlich traurig ist. Naja, aber wer weiß, vielleicht vergeht die Zeit in Hogwarts ja so schnell, sodass ich meine drei Chaoten schon bald wiedersehe.

    4
    --Zeitsprung/Tag des Umzugs--
    Noch elf Stunden... zwei Stunden sitze ich nun schon in diesem komischen Muggel-Ding. Hier ist aber bestimmt auch Magie im Spiel! Mir kann keiner erzählen, dass diese tonnenschwere Metallkiste fliegen kann! Plötzlich ertönt ein lautes Krachen und das Flugzeug fängt an zu wackeln. Panisch kralle ich mich mit meinen Fingernägeln in die Armlehnen des Sitzes. Ich bin zu jung zum Sterben! "Keine Sorge Phoebe! Das sind nur Turbulenzen. Das passiert öfter." versucht mein Vater mich zu beruhige. Wieso können wir nicht einfach mit Flohpulver oder so reisen? Nein... da müssen wir hier einen halben Tag in dieser Sardinenbüchse hocken und hoffen, dass wir nicht über dem Ozean abstürzen. Okay Phoebe, beruhig dich! Denk an was anderes! Denk an die letzten Tage mit León, Napo und Andrés. Denk daran, wie León deine alte Klasse zusammengetrommelt hat und wir zusammen gesungen haben, denk daran, dass du deine Freundin Lea in England wieder siehst und schneller, als ich mich versehen kann, schlafe ich auch schon ein. Erst ein leichtes Ruckeln an meiner Schulter lässt mich aus dem Land der Träume erwachen. Ich murmele irgendetwas unverständliches. Ich will einfach weiter schlafen! "Phoebe Schatz, wir sind da." Was jetzt schon? Wie vom Blitz getroffen bin ich auch schon hell wach. Ich schaue aus dem Fenster und was sehe ich? Regen... das fängt ja schon mal gut an. Ich strecke mich kurz und folge meinem Vater aus dem Flugzeug. Nach etlichen Kontrollen und stundenlangem Koffer suchen stehen wir vor dem Flughafen und warten auf Raúl. Er und Andrea sind schon gestern her gekommen, um das Haus vorzubereiten. Ah, da ist er ja schon!
    --Kurzer Zeitsprung--
    Und wieder sitze ich doof rum und warte, dass wir irgendwann irgendwo ankommen. "Raúl? Warum sind wir nicht einfach appariert?" Erst der stundenlange Flug, den wir zum Glück überlebt haben und jetzt diese endlose Fahrt mit dem Auto. "Mensch Phoebe, jetzt sei doch nicht so ungeduldig! Schau, da ist Ottery St. Catchpole. Hinter dem Muggeldorf liegt ein kleiner Berg, der Wieselkopf und auf dem Berg steht das Haus." Endlich! Noch 10 Minuten sitzen und ich wäre durchgedreht. Wir haben das Dorf verlassen und ich erblicke auf dem Berg unser Haus. Nein.... Haus ist untertrieben. Das ist ein Anwesen, aber kein Haus. "Dad... was ist das?" Ich glaube ich spinne. Das ist doch ein wenig übertrieben. "Unser Haus. Ich geb zu es ist ziemlich groß, aber es war ein richtiges Schnäppchen. " Okay.... da bin ich jetzt mal gespannt. Das Auto kommt zum Stehen und ich schwinge mich aus der Tür. "WOW!" Das ist das einzige was ich grade raus krieg. "Ah da sind sie ja endlich. Kommen Sie Señorita! Ich zeige ihnen ihr Zimmer. " Langsam löse ich mich aus meiner Starre und folge Andrea ins Haus. "Sag mal Andrea, sind wir die einzigen, die auf dem Berg leben? " "Oh nein. Soweit ich weiß leben auf der anderen Seite noch die Familie Weasley und irgendwo in der Nähe noch zwei weitere Zaubererfamilien." Naja wenigstens wohnen dort Zauberer. Mittlerweile sind wir durch den Flur gelaufen und die Treppe in den ersten Stock hoch gestiegen. "Soooo... das ist ihr Zimmer. Ich war so frei und habe es schon ein wenig eingerichtet. " sie stößt die Tür auf, schiebt mich hinein und geht wieder, mit der Begründung sie müsse noch Essen kochen. Na dann hab ich ja noch ein wenig Zeit um mich umzusehen. Ich laufe ein bisschen in meinem neuen Reich rum. Uii! Ich hab ja mein eigenes Bad und... OMG! Ein Ankleidezimmer! Wie geil ist das denn? Vielleicht wird die Zeit hier ja doch nicht ganz so schlimm. "Phoebe, kommst du runter es gibt Essen!" Ich renne die Treppe runter und schaue mich um. Wo genau muss ich jetzt eigentlich hin. Bis jetzt hab ich nur den Flur und mein Zimmer gesehen. "Öhm.... Dad? Wo bist du? " rufe ich ins Nichts. Mein Dad steht plötzlich hinter mir und führt mich durchs Wohnzimmer, direkt ins Esszimmer. Oh, Andrea hat Burritos gemacht! Schnell setzte ich mich auf einen freien Platz und beginne zu essen, als die anderen auch da sind. "Also..." unterbricht mein Vater die Stille. "In einer Woche beginnt ja die Schule und wir müssen noch einiges besorgen. Deine Bücher, ein Haustier und natürlich eine Uniform." Ich glaube ich hab mich verhört.... Uniform! Mein Gesichtsausdruck muss ihm verraten, was ich gerade denke, denn er spricht weiter. "Keine Sorge! Lacht er. "Sie sieht nicht schlimm. Sie ist schlicht und schwarz und du musst sie ja nur um Unterricht tragen. Naja aber auf jeden Fall müssen wir morgen nach London, in die Winkelgasse, denn nur dort kriegen wir das alles." Viel zu viele Infos auf einmal.... " Okay....kann ich jetzt wieder in mein Zimmer? Ich hab nicht besonders großen Hunger." Daddy nickt nur und isst weiter. Ich stehe auf und schaue mich um. Wo geht's noch einmal raus? Ah da! Grade als ich die Treppe empor steigen will, höre ich meinen Vater, der mir hinterher brüllt. "Überleg dir schon mal welches Tier du willst! " Ja... was für ein Tier will ich eigentlich?

    5
    --Kurzer Zeitsprung--
    Der Pub 'Zum Tropfenden Kessel'. Sieht ja... nett aus. Ach wieso mach ich mir was vor. Hier sieht es aus, als würden die Muggel hier mit Drogen oder so dealen. "Dad, seit wann treibst du dich in solchen Pubs rum?" Mein Vater lacht daraufhin nur und schüttelt den Kopf. Was ist daran jetzt so lustig? "Das, mein Schatz, ist der Durchgang zur Winkelgasse. Es ist kein gewöhnlicher Pub, sondern ein geheimer Übergang zwischen der Welt der Muggel und unserer Welt. Und jetzt komm!" Ich will da nicht rein! Er nimmt meine Hand und zieht mich hinter sich hinein. Wow... hier drin sieht es ja noch schlimmer aus! "Dad ich kann alleine gehen! Wir brauchen nicht Händchen halten! " Ich schüttle mich von ihm los, drehe mich um und BÄHM... laufe in jemanden hinein. Ich verliere mein Gleichgewicht und mache Bekanntschaft mit dem Boden. War ja klar, dass sowas wieder mir passiert... "George Weasley! Wenn du schon dieses Mädchen umrennst, dann sei wenigsten so höflich und helfe ihr wieder auf!" Mann, hat diese Frau ein lautes Organ! "Mum ich bin Fred und nicht George!" Hallo? hört auf zu diskutieren! Ich sitze immer noch hier unten! Der Junge, der soweit ich weiß Fred heißt, dreht sich mit einem breiten Grinsen zu mir und hält mir seine Hand hin. Na endlich! Was hat das jetzt solange gedauert? Nichts desto trotz nehme ich sie dankend an und einem kurzen Ruck stehe ich wieder auf den Beinen. Mann hat der eine Kraft. "Tut mir leid. Ich hab dich nicht gesehen." Sagt er immer noch grinsend. "Ah Arthur! Schön dich wiederzusehen!" Na toll.... Dad kennt diese Familie. Das heißt, wir sitzen jetzt stundenlang in diesem runter gekommen Pub und er labert über alte Zeiten. Hoffentlich stellt er mich nicht vor. "Arthur du kennst doch bestimmt noch meine Tochter Phoebe." Echt jetzt? Okay, einfach immer höflich lächeln. Hast du nicht sowas wie Erziehung genossen? Wie war das gleich? Ach egal einfach nicht anmerken lassen, dass du jetzt lieber ein Haustier kaufen würdest, anstatt ne Runde zu quatschen. "Freut mich sie kennenzulernen Sir." Höflich, wie ich nun mal bin, strecke ich ihm meine Hand entgegen, welche er sogleich ergreift. "Oh die Freude ist ganz meinerseits. Phoebe, du siehst deiner Mutter wirklich ausgesprochen ähnlich." Er kannte meine Mutter? "Sie wissen...." "Phoebe lässt du uns bitte einen Moment allein!" Dad wirft Mr. Weasley einen warnenden Blick zu. "Aber..." "Keine Widerrede!" Was soll das denn? Was fährt er mich denn jetzt so an? Naja... so wie Dad grad drauf is ist Widerspruch eh zwecklos. Noch immer verwirrt von Dads Aktion eben mache ich mich auf die Suche nach Fred. Dann unterhalte ich mich eben mit ihm. Hä wo ist er denn jetzt hin? Er stand doch vor fünf Minuten noch hinter mir? Total orientierungslos drehe ich mich im Kreis. Rote Haare. Die sind ja wohl nicht so schwer zu finden oder? "Suchst du jemanden?" Ich drehe mich zu der unbekannten Stimme. Oh doch nicht so unbekannt. So wie es aussieht hat Fred MICH gefunden. "Hey... ja ich hab dich gesucht." Ich lächle ihn an. "Kennen wir uns oder womit verdiene ich diese Ehre?" Nun grinst auch er mich an. Komisch... vorhin sah sein Lächeln irgendwie anders aus. "Ähm... ich will doch meinen, dass wir uns kennen, immerhin hast du mich vorhin über den Haufen gerannt." Sichtlich verwirrt schüttelt er den Kopf, doch dann fängt er wieder an zu grinsen, jedoch viel breiter als vorher. "Nein, da musst du mich mit meinem charmanten, aber weniger gut aussehenden Bruder Freddie verwechseln. Ich bin sein Zwillingsbruder George." "Ah..." ja sehr geistreiche Antwort. "Wenn du Fred suchst er steht da drüben" George deutet auf einen Haufen Rotschöpfe. Mann... wie viele sind das denn? Bevor ich mich bedanken kann zieht er mich auch schon mit sich in Richtung seiner Familie. Naja zumindest denke ich, dass das seine Familie ist. Ne gewisse Ähnlichkeit besteht ja. Kaum sind wir bei ihnen angekommen fängt George auch schon an zu reden. "Leute das ist....." tja wohl ein bisschen voreilig, was? "Phoebe. Phoebe Garcia." Ergänze ich schnell. George lächelt mich an und zieht mich zu einem Stuhl neben seinem Zwilling. Fred und George Weasley also. Eineiige Zwillinge. Kein Wunder, dass ich sie verwechselt habe. Fred grinst mich breit an. Ich glaube breiter geht es gar nicht. "Na wenn das nicht die kleine Prinzessin ist, die ich vorhin um gerannt habe. Hast du mich vermisst?" Prinzessin.... so nennt León mich immer. Seine kleine Prinzessin. Na toll ich hatte ihn grade vergessen gehabt.... "Sorry Fred. Aber 'Prinzessin' ist leider schon vergeben." Er mustert mich skeptisch. "Ach ja und an wen wenn ich fragen darf?" "An meinen Freund." Sein Grinsen erstirbt. "An meinen besten Freund." Füge ich noch schnell hinzu. Tada und er grinst wieder. Komisch...."Dann nenne ich dich eben Süße!" Nun grinse auch ich. Während ich mich mit ihm unterhalte merke ich gar nicht, dass der Rest seiner Familie unser Gespräch interessiert mithört. Als ich es mitbekommen drehe ich mich zu einer grinsenden Mrs. Weasley. Diese ergreift sofort das Wort. "Ach Liebes, es freut mich, dass ihr euch so gut versteht. Da du jetzt auch noch Hogwarts gehst kannst du uns in den Ferien gerne mal besuchen." Lädt diese Frau immer völlig Fremde zu sich ein? Kann doch sein, dass ich ein sehr junger Psychpath bin oder? Naja aber irgendwie ist sie mir sympathisch. "Das würde mich sehr freuen Mrs. Weasley. Und soweit ich weiß wohnen wir ja auf demselben Hügel." ich lächle sie freundlich an. "IHR seid die Familie, die in dieses krasse Anwesen gezogen ist?" Ein Junge mit einer Ratte in der Hand schaut mich fassungslos an. Moment mal! RATTE! Wie eklig ist das denn? "Ronald sei doch nicht immer so unhöflich. Du hast dich ja noch nicht mal vorgestellt!" Weist ihn ein Mädchen mit braunen buschigen Haaren und einer Katze auf dem Schoß zurecht. Sie dreht sich nun zu mir und redet lächelnd weiter. "Hey ich bin Hermine Granger, Ron kennst du ja jetzt und das ist Harry. Harry Potter." Sie zeigt auf einen Jungen mit einer runden Brille, einer Narbe auf der Stirn und schwarzem Haar. "Hey." Seltsam... irgendwie kommt er mir bekannt vor.

    6
    Warum starrt Ron mich jetzt schon wieder an? "Wie jetzt? Hey? Mehr nicht?" Irgendwie verstehe ich jetzt gar nichts mehr. "Was meinst du?" "Naja kommt von dir jetzt kein OMG DU BIST WIRKLICH HARRY POTTER? oder KRIEG ICH EIN AUTOGRAMN?" äh.... "RON!" kommt es von Harry, Hermine und Mrs. Weasley synchron. Letztere sieht ziemlich sauer aus. "Ronald Weasley du entschuldigst dich jetzt und gehst sofort auf dein Zimmer!" Einige andere Gäste drehen sich neugierig zu uns. "Was? Wieso denn?" Ron tut mir ja beinahe leid.... "SOFORT!" Ron steht auf, murmelt etwas unverständliches, was, glaube ich, eine Entschuldigung sein soll und verschwindet mit seiner Ratte in der Hand. Irritiert schaue ich in die Runde. Mrs . Weasley schäumt beinahe vor Wut, Hermine schüttelt nur den Kopf, Fred und George kriegen sich gar nicht mehr ein vor Lachen und Harry sieht verlegen zu Boden. "Kann mich mal einer aufklären? Warum hätte ich denn so reagieren sollen?" Hermine schaut mich verwirrt an. "Du kennst Harry's Geschichte nicht?" Ich schüttle den Kopf. "Darf ich es ihr erzählen?" Fragt sie nun Harry. "Sie erfährt es eh. Besser von dir, als von Malfoy oder so." Hermine nickt und beginnt zu reden. "Also..."sie macht eine kurze Pause. "... am 31. Oktober 1981, also an Halloween begab sich Du-weist-schon-wer nach Godrics Hollow. Dort tötete er zuerst James Potter, als dieser versuchte ihn aufzuhalten. Als er Harry töten wollte, stellte sich auch Lily, also Harry's Mum, ihn in den Weg und starb für ihn. Durch ihr Opfer stellte sie einen magischen Schutz her, der ihn vor Du-weist-schon-wessens Todesfluch schützte. Der Fluch prallte an Harry ab und fiel auf ihn zurück. Seitdem wurde er nie wieder gesehen." Oh Gott... "Tut mir leid." Sage ich leise an Harry gewandt. "Hm..." Gibt er nur von sich. In sowas bin ich nicht gut. "Aber zwei Fragen hab ich noch, wenn es ok ist." Harry und Hermine nicken gleichzeitig. "Okay, also 1. Warum wollte er dich umbringen Harry? und 2. Wer ist Du-weist-schon-wer?" "Du weißt wirklich nicht wer Du-weist-schon-wer ist?" Fragt mich George belustigt. Oder ist er Fred? Ach egal einer von beiden. "Nein...." Irgendwie komme ich mir grade ziemlich blöd vor. Was kann ich denn dafür, dass wir in Argentinien nicht solche Probleme haben, wie die hier. "Ach Liebes, ich glaube es ist besser wenn dir das alles dein Vater erzählt. Er war früher ja schließlich dabei." Dad hat mir noch nie von seinem Job erzählt. Er meint immer, dass ich das nicht wissen muss. Mal sehen, ob ich vielleicht doch was aus ihn raus quetschen kann. Ich nicke Mrs. Weasley freundlich zu und schaue mich nach meinem Vater um. Mein Blick bleibt an einer Wand hängen, an der ein Bild befestigt ist. "Entschuldigt mich kurz." Sage ich zu den anderen, stehe auf und gehe zu dem Foto, um es besser betrachten zu können. 'Haben sie diesen Zauberer gesehen. Sirius Black.' Das ist doch der, weswegen wir her gezogen sind. Der Massenmörder. Der erste der es geschafft hat aus Azkaban zu fliehen. Ich schaue mir sein Foto genauer an. Seine Augen. Es liegt soviel Wut und Wahnsinn darin. Aber da ist noch etwas. Etwas, was ich nicht genau deuten kann. Es sieht aus wie...TRAUER! Das kann doch gar nicht sein! Oder? "Phoebe kommst du?" Dad legt eine Hand auf meine Schulter und schaut mich an. Ich nicke und verabschiede mich von den Weaselys, Hermine und Harry. "Wir sehen uns am Gleis!" Ruft mir einer der Zwillinge noch hinterher. Welcher es ist, weiß ich nicht. Naja, in Hogwarts hab ich ja genug Zeit, um zu lernen sie auseinander zu halten. Daddy führt mich zu einer Tür, raus aus dem Pub und direkt in einen Hinterhof. Der Hof ist umgeben von einer Backsteinmauer. Das einzige was hier noch ist, ist ein wenig Unkraut und ein Mülleimer. "Hinter der Mauer liegt die Winkelgasse." Klärt mich mein Vater auf. Ah ja..... "Sollen wir da jetzt rüber klettern oder wie?" Mein Vater lacht auf. "Nein." Er zieht seinen Zauberstab (er ist 13 Zoll lang, besteht aus Espe und Drachenherzfaser und ist unnachgiebig) und schreitet auf die Mauer zu.

    7
    "Daddy willst du das Ding jetzt sprengen, oder wie?" Plötzlich fängt er leise an die Steine über dem Mülleimer zu zählen. Er zählt dre
    "Daddy willst du das Ding jetzt sprengen, oder wie?" Plötzlich fängt er leise an die Steine über dem Mülleimer zu zählen. Er zählt drei Steine nach oben, zwei zur Seite und berührt diesen dann mit seinem Zauberstab. Die Mauer öffnet sich zu einem Torbogen und vor mir erscheint eine gepflasterte Straße, die sich in einer kleinen Biegung verliert. Dad legt einen Arm um mich und grinst vor sich hin. Wahrscheinlich verbindet er alte Erinnerungen mit dieser Gasse. "Phoebe, willkommen in der Winkelgasse." Sobald wir durch den Torbogen hindurch geschritten sind, schließt sich der Eingang auch schon und übrig bleibt nur die alte Backsteinmauer. Wow.... diese ganzen Geschäfte. Wo sollen wir denn da anfangen. Ich hab ja noch nicht mal eine Einkaufsliste, oder? "Dad ich weiß doch gar nicht was ich alles für die Schule brauche." Er kramt eine Weile in seiner Jacke herum und überreicht mir letztendlich ein Stück Permanent. Ahh... ich hab ja doch eine Einkaufsliste. "Dad können wir zuerst dich Bücher holen?" "Natürlich! Da vorne bei Flourish and Blotts." Dad schreitet voran und ich folge ihm ohne zu zögern. Als wir das Geschäft betreten ertönt die Ladenglocke. Der Verkäufer hinterm Tresen blickt von seiner Zeitung auf und stöhnt genervt auf. "Was kann ich für sie tun?" Fragt er in einem ziemlich unhöflichen Ton. "Ähm... ich brauche das Lehrbuch der Zaubersprüche, Band 5, von Miranda Habicht und die Theorie der magischen Verteidigung von Wilbert Slinkhard." Er tritt um den Tresen und sucht mir die Bücher. Er drückt sie mir in die Hand, wir bezahlen und verlassen den Laden so schnell wie möglich. Vor dem Laden schaue ich zu meinem Vater auf und wir fangen gleichzeitig an zu lachen. "Oh Mann... wie war der denn drauf?" "Hat wohl einfach einen schlechten Tag. Komm wir gehen deine Schuluniform besorgen." Ach stimmt ja... in Hogwarts muss ich ja eine Uniform tragen. Jippie... "Und wo müssen wir hin?" "Zu Madam Malkins. Dort muss sie deine Maße abnehmen, damit sie dir eine Uniform anfertigen kann. Die holen wir dann ab wenn wir wieder gehen." Okay.... Plötzlich taucht vor mir ein riesiges Gebäude auf. Wieso ist mir das nicht schon früher aufgefallen. "Daddy was ist das?" Ich zeige auf das, wie irgendwie alles hier, schiefe Haus. "Gringotts die Zaubererbank. Raúl hat gestern schon Geld für deine Schultaschen geholt. Nachher holen geben wir aber noch mal hin. Du möchtest doch bestimmt ein wenig Geld mit nach Hogwarts nehmen." Gerade als ich antworten will bleiben wir vor einem Geschäft gegenüber von Gringotts stehen. 'Madam Malkins Anzüge für alle Gelegenheiten'. Im Laden erwartet uns eine etwas stämmige Hexe. Die Frau lächelt uns freundlich an. "Ah wie kann ich ihnen behilflich sein?" Wenigsten ist diese Verkäuferin netter. "Meine Tochter geht dieses Jahr nach Hogwarts. Sie benötigt noch eine Uniform." Madam Malkin nickt nur und zeigt mir wo ich mich hinstellen soll. Nach zehn Minuten hat sie alle Maße und wir können meine Uniform später abholen. "So... wir haben fast alles. Das einzige was noch fehlt ist ein Haustier." Endlich! Darauf habe ich mich schon den ganzen Tag gefreut. " Okay und wo müssen wir hin? " Dad zeigt mir die Richtung und diesmal schreite ich voran. Ab zur magischen Menagerie. Genau, wie bei Flourish and Blotts ertönt die Ladenglocke, als ich eintrete. Und was ich sehe ist unglaublich! Katzen, Eulen, Riesenschildkröten, Wassermolche mit zwei Schwänzen, riesige Schnecken, Raben, Ratten, Schildkröten mit juwelenbesetzten Panzer und.... Knuddelmuffs! Wie niedlich. Mein Dad kann wohl meine Gedanken lesen, denn er beugt sich zu mir runter und flüstert mir ins Ohr. " Ich habe gehört, Knuddelmuffs saugen dir die Popel aus der Nase wenn du schläfst. " Die Verkäuferin, mit einer dicken schwarzen Hornbrille auf der Nase, scheint Daddy gehört zu haben denn sie fängt an ihm alles Mögliche über Knuddelmuffs zu erzählen. Dass sie sich von Staub und Müll ernähren, dass man sie umher werfen kann, sie aber eine allzu grobe Behandlung nicht überstehen und und und.... Zuhören tue ich ihr jedoch nicht, denn eine kleine, super flauschige Katze hat meine Aufmerksamkeit geweckt. ' Ragdoll '. Das ist wohl die Rasse. Ich trete näher an sie heran, um sie zu streicheln. Sofort schmiegt sie ihren Kopf an meine ausgestreckte Hand und springt in meine Arme. " Sehr seltsam...." huch.... ich hab gar nicht gemerkt, dass die Verkäuferin hinter mir steht. " Normalerweise lässt sich diese Katzenrasse nur sehr ungern hochnehmen. " Ich grinse meinen Vater breit an. " Doch keinen Knuddelmuff mehr? " Ich ziehe meine Unterlippe hoch und schau Daddy mit großen Augen an. Er weiß ganz genau was ich von ihm will. Er stöhnt auf und wendet sich an die Verkäuferin. " Wir hätten gerne diese Katze und einen Knuddelmuff. " Yes! Ich drücke ihm einen Kuss auf die Wange und er lächelt mich an. " Hab dich lieb! " Wir bezahlen und nachdem die Verkäuferin uns noch eine halbe Stunde aufgeklärt hat, wie man diese Tiere richtig hält, stehe ich mit der Katze im Käfig und dem Knuddelmuff auf der Schulter vor dem Laden und grinse vor mich hin. Darf man überhaupt zwei Tiere in Hogwarts haben? Ach ist mir sowieso egal. Ich nehme sie eh beide mit! " Wie willst du die beiden nennen? " Hm.... " weiß ich noch nicht. Mir fällt gerade kein passender Name ein." "So... wir haben jetzt deine Bücher, deine Uniform holen wir nachher ab und dein Haustier... äh Haustiere auch. Dann fehlt ja eigentlich nur noch ein wenig Taschengeld für dich." Dad grinst mich an und läuft los. Verzweifelt versuche ich mit ihm Schritt zu halten. Dieser Mann hat einfach viel zu lange Beine! Neugierig betrachte ich die vielen Geschäfte und Zauberer um mich herum, als ich plötzlich in jemanden hinein laufe. Ehrlich jetzt? Das ist heute schon das zweite Mal! Erst jetzt blicke ich in das Gesicht des Unbekannten. "Entschuldigen sie mich. Ich war abgelenkt." Der Mann vor mir ist ungefähr im selben Alter, wie mein Vater und hat langes blondes Haar. Sooo lange Haare bei Männern geht ja mal gar nicht! "Oh Lucius! Bitte entschuldige meine Tochter! Sie ist manchmal ein wenig abgelenkt." Was soll das denn bitte heißen? Noch bevor ich mich empören kann, ergreift dieser Lucius schon das Wort. "Jaja... die Jugend von heute. Konzentrieren sich auf alles, nur nicht auf das Wichtige." Gott, hat der Typ eine schmierige Stimme. Plötzlich, ohne weitere Vorwarnung, packt Dad mich grob an der Schulter und zieht mit mich weiter Richtung Gringotts. "Au! Dad du tust mir weh!" Er lässt mich los und entschuldigt sich bei mir. "Was war das gerade? Sonst bist du doch immer die Höflichkeit in Person." Was man von mir nicht grade sagen kann. "Hör zu Phoebe! Ich will, dass du dich von Lucius Malfoy und allgemein seiner gesamten Familie fernhälst!" Als ich mich immernoch nicht rühre, packt mich Dad, diesmal sanfter, wieder an den Schultern. "Hast du mich verstanden?" Zur Bestätigung, dass ich ihn gehört habe, nicke ich leicht. Er atmet sichtlich erleichtert aus und lächelt mich nun wieder an. "Gut. Und jetzt komm! Ich will heute noch nach Hause kommen."

    --Zeitsprung/später am Abend--
    Völlig geschafft lasse ich mich auf mein Bett fallen, das Andrea so schön gebaut hat. DAS war heute viel zu viel Bewegung! Nach unserer Begegnung mit Lucius Malfoy waren wir noch schnell bei Gringotts und haben meine Uniform abgeholt. Jetzt will ich einfach nur noch schlafen. "Phoebe komm runter es gibt Essen!" Argh... ich bin müde! Lasst mich doch alle in Ruhe! "Vergiss es Dad! Heute beweg ich mich kein Stück mehr!" Brülle ich. Es ist bereits so spät, sodass man den hellen Mond sehen kann. Das Licht scheint durchs Fenster, direkt auf mein kleines Kätzchen, welches sich auf dem Fensterbrett nieder gelassen hat. Durch das Licht leuchten ihre Augen hell auf. Ich klopfe neben mir auf die Bettdecke und ohne zu zögern kommt Luna zu mir rüber. Ja... Luna. Der Name passt. Jetzt brauch nur noch mein Knuddelmuff einen Namen. Nanu.... wo ist er denn? Naja vielleicht hat er ja irgendwo Staub gefunden, den er fressen kann oder er zieht Raúl grad seine Popel aus der Nase. Ha! Ich habs! Moco, spanisch für Popel. Gerade als ich überlege wo er sich rumtreiben könnte, klopft es an der Tür. "Herein!" Dad lugt durch den Türspalt und schaut mich belustigt an. "War der Tag so anstrengend?" Er setzt sich zu mir aufs Bett. "Ich sag Andrea sie soll dir was zu essen rauf bringen." Mit seiner Hand streicht er über mein braunes Haar und begibt sich in Richtig Tür. Da war doch noch irgendwas.... "Äh.. Dad? Kann ich dich was fragen?" "Natürlich!" Ich hole noch einmal tief Luft. "Wer ist Du - weist - schon - wer?" Dads Blick wird plötzlich ganz ernst. "Er war ein sehr böser Zauberer. Er war gegen alle Muggel und 'Schlammblüter', wie manche Reinblüter sie nennen. Zu seiner Zeit hat er..." er räuspert sich "... er hat schlimme Dinge getan Phoebe. Aber er ist weg, also besteht keine Gefahr mehr." Ohne ein weiteres Wort ist Dad auch schon aus meinem Zimmer verschwunden.

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.