Engelweiß 6

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1 Kapitel - 1.001 Wörter - Erstellt von: Suchasweetnightmare - Aktualisiert am: 2015-02-01 - Entwickelt am: - 1.414 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ein kurzes Kapitel, ich weiß, aber ich fand die Stelle ganz gut zum Aufhören…Das ist jetzt schon das sechste Kapitel, kaum zu glauben oder?: D Wie schon versprochen setzt das Puzzle sich langsam zusammen, ein Ende ist aber noch lange nicht in Sicht ;)

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    Hallöchen meine Lieben, ich weiß in das letzte Kapitel haben sich ein paar Fehler eingeschlichen (das kommt davon wenn man Nachts noch schnell irgendwas schreibt und es sich hinterher nicht durchliest…) und es tut mir leid:/

    Ein Wispern in den Winden
    Ein Flüstern in den Bäumen
    Den Birken und den Linden
    Die diesen Weg dort Säumen

    Ein Raunen in den Meeren
    Und der Vöglein lieblich Sang
    Ein Bericht von großen Heeren
    Und ihrem Untergang

    Die Nacht war mild und klar. Der Himmel war übersäht von unzähligen Sternen, wunderschön und rein wie Diamanten auf schwarzem Samt. Eine kühle Brise, von Osten her, strich ihr um die Beine und spielte mit ihrem Haar. Sie fröstelte, vielleicht hätte sie sich etwas überziehen sollen, bevor sie das Haus verließ. So stand sie da, in ihrem knielangen, weißen Seidennachtkleidchen und fror. Er hatte sie bereits gesehen, seine Blicke waren kalt, doch er stand nicht auf. Noch ein paar kleine Schritte über die kalten Steine, dann stand sie vor ihm. Er sah zu ihr hoch, ihre Blicke trafen sich, sie schluckte. Für ein paar Sekunden hielt sie seinem Blick stand, dann wandte sie den Kopf. „Guten Abend“, murmelte sie. Er schwieg und sie dachte schon er würde überhaupt nicht mehr antworten. „Geh“ Sie schluckte erneut, in ihrem Hals hatte sich ein Kloß gebildet. Er klang so kalt, so verbittert. „Nein“ Ihre Stimme zitterte. „Ich wollte mich… entschuldigen“ Er gab ein belustigtes Schnauben von sich. „Achja?“ Lucy spürte den Druck hinter ihren Augen und versuchte sich zusammenzureißen. Wie hatte sie es nur so weit kommen lassen können? Der Mann den sie über alles liebte, der ihr mehr bedeutete als alles andere auf dieser Welt, er hasste sie. Wie hätte er sie auch lieben können, nach dem was sie getan hatte? „Bitte. Lass mich… lass es mich erklären“ Er schwieg. Sie atmete tief ein und begann zu sprechen:
    „ Es tut mir leid. Du musst mir glauben. Es tut mir so unendlich leid. Aber ich konnte dir nichts sagen. Lass mich vorne anfangen. Du weißt, dass ich dich immer geliebt habe“ Sie schluckte. Der Kloß wuchs und es fiel ihr immer schwerer, die Fassung zu behalten. „Das ich dich immer noch liebe“ Sie konnte ihn nicht anschauen und sie schämte sich dafür. Trotzdem starrte sie zu Boden, wich seinen kalten Blicken aus. „Vor etwa zwei Jahren nahm mein Vater Kontakt zu mir auf. Ich war grade spazieren, als ein Bote mir seine Nachricht überbrachte. Er wollte mich sehen. Ich konnte nicht anders, ich … ich bildete mir ein, dass ich ihn vielleicht… irgendwie auf unsere Seite holen könnte, die Dunkelheit aus seinen Gedanken vertreiben, das Licht wieder in sein Herz tragen. Ich war so dumm, so unendlich dumm.
    Also bin ich zu ihm gegangen, nach Dol Guldur. Dann sprach er mit mir, weihte mich in seine Pläne ein. Ich versuchte ihn davon abzubringen, ihn für mich zu gewinnen. Doch er hatte anscheinend das Gleiche im Sinn. Als er merkte, dass er mich mit Worten nicht dazu bringen konnte ihm zu folgen, drohte er mir. Er sagte er würde mich holen kommen und alle töten, die ich liebte. Ich bin geflohen, aber ich konnte nicht bei dir bleiben. Nicht ohne dich in Gefahr zu bringen. Also ging ich fort.“
    Sie hob den Blick und sah ihm in die Augen, doch keine Wärme war darin. „Du hättest mir etwas sagen können, mir vertrauen. Lieber wäre ich an deiner Seite gestorben als ohne dich zu Leben. Lucy“ Sie starrte auf ihre Fußspitzen. Ihre Augen waren feucht und sie wagte es nicht ihn anzusehen, aus Angst in Tränen auszubrechen. Sie bemerkte nicht wie er aufstand und zuckte zusammen, als sie seine Hand unter ihrem Kinn spürte. „Sie mich an“ Sie sah ihn an. Waren seine Züge eben noch voller Zorn, so waren sie jetzt erfüllt von Traurigkeit. „Warum? Sag mir nur warum? Ich wäre mit dir gegangen, egal in welcher Gefahr ich mich befunden hätte“ Er sprach leise mit ihr, als wollte er sie beruhigen. „ich weiß“ Ihre Stimme war nur noch ein Hauch, ihr Hals schmerzte bei jedem Wort. „Genau deshalb habe ich nichts gesagt. Wenn du… wenn du gestorben wärst ich… hätte mir das nie verziehen“ „Aber ich bin gestorben“ Sie konnte nicht atmen, ihre Kehle war vollkommen zugeschnürt. „Jeden einzelnen Tag, den du nicht bei mir warst, bin ich ein bisschen mehr gestorben“ Das war zu viel. Sie konnte die Tränen keine Sekunde länger zurückhalten. Er nahm sie in die Arme, presste sie an sich, sie vergrub das Gesicht in seinem Haar und weinte. Er strich ihr über den Kopf, wie man es bei kleinen Kinder tun würde, die ihr Spielzeug verloren hatten. „Verzeih mir“ Sie löste sich aus seiner Umarmung und sah ihn an. „Du siehst fürchterlich aus“ Der Hauch eines Lächelns hatte sich in sein Gesicht gestohlen und ihr Herz hämmerte vor Freude. Er würde ihr verzeihen. Nicht sofort, aber irgendwann würde er ihr verzeihen. Sie schniefte und wischte sich mit dem Ärmel über die immer noch feuchten Augen. „Ich weiß“

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