Der Beginn von Göttlichkeit

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1 Kapitel - 981 Wörter - Erstellt von: Failariel - Aktualisiert am: 2015-01-29 - Entwickelt am: - 680 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Das junge Mädchen Hero lebt ein seltsames Leben. Sie kann Kräfte heraufbeschwören, vor denen sich selbst ihr bester Freund Grayson fürchtet. Doch eines Tages wird sie von einem Monster angegriffen. Einem Monster, aus der griechischen Mythologie...

Ich freue mich über gaaaanz viele Kommis ;-)

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Spätestens als der Minotaurus auf mich zu rennt, fällt mir auf, dass es eine blöde Idee war, vollkommen unbewaffnet auf ein riesiges Monster zu zurennen. Grayson würde sicherlich nicht sonderlich stolz auf mich sein, wenn ich hier lebend herauskomme. Was ich übrigens nicht glaube. Doch anstelle das Weite zu suchen, wie jeder andere es getan hätte, warte ich darauf, dass der Minotaurus noch knapp einen halben Meter von mir entfernt ist. Dann rolle ich mich nach vorne, zwischen den Beinen des Stiertrottels hindurch. Gut, das wäre geschafft. Ich stehe hinter dem irritierten Monster. Jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt, um wegzurennen. Aber ich bleibe. Ich kann die ganzen Italiener nicht einfach mit einem Minotaurus hierlassen. Das würde ein Massentöten, beziehungsweise eine Massensterben, den Italienern nach, verursachen.
Ich nehme einen der Steine, hier auf dem Geröllfeld liegen die schliesslich massenweise herum. Ich gehe in die Hocke und spanne die Muskeln an. Ich warte auf den richtigen Moment. Der Minotaurus sieht sich suchend um. Diese hässlichen Viecher sind einfach so extrem langsam! Er dreht sich um sich selbst. Plötzlich stösst er ein Brüllen aus und kommt auf mich zu gerannt. Mit so einem Tempowechsel hätte ich nicht gerechnet. Dennoch schmeisse ich den Stein so hoch ich kann. Der Minotaurus sieht den fliegenden Kieselstein irritiert an. Der Stein fliegt auf ihn zu und ich halte den Atem an. Wenn er nicht trifft, bin ich so gut wie tot. Doch ich habe meine Schießkunst nicht unterschätzt. Der Stein trifft das Monster direkt in das linke Auge. Der Minotaurus brüllt auf. Sein unverletztes Auge funkelt vor Zorn. Er schreitet mich an. Ich verstehe ihn, doch es ist nicht die Sprache, die ich gewohnt bin, nämlich italienisch oder gegebenenfalls Englisch. Nein, es ist Altgriechisch. Und ich verstehe ihn. Das ist irre!
Geschockt schaue ich ihn an. Seine Worte sind unmissverständlich extrem unfreundlich. Er beschimpft mich als Römerabschaum (warum auch immer Römer?) und als dummes Halbblut. Das macht mich zornig. Ich wurde im Waisenheim immer als Halbblut beschimpft, weil meine Mutter Griechin, aus Athen, und mein Vater Italiener, aus Rom, waren. Ich will mich auf das Monster stürzen, ihm auch noch das zweite Auge auskratzen. Der Minotaurus springt mich an. Er fliegt durch die Luft auf mich, um mich unter sich zu begraben. Doch ich bin schneller Ich werfe mich im letzten Moment zur Seite und rase davon. Ohne Waffen kann ich gegen dieses Monster nichts ausrichten. Ganz in der Nähe, in einer alten Ruine eines Tempels von Pluto liegen meine Waffen. Eine zweischneidige, anderthalbhändige Klinge aus stygischem Eisen, dass angeblich in die Lethe, ein Fluss in der Unterwelt, der denjenigen, der in ihm badet, alles vergessen lässt, getaucht worden ist. Das würde zumindest die seltsame Farbe der Klinge erklären. Denn sie hat keine wirkliche Farbe, sondern passt sich dem Hintergrund an. Wie ein Chamäleon. Nur noch viel cooler. Zudem benutze ich ein unterarmlanges Messer aus einem griechischen Tempel, ich glaube der Tempel der Nike. Grayson hat ihn mir von einem Ausflug in Athen mitgebracht. Das Messer ist strahlend weiss und wiegt kaum etwas.
Ich eile durch die überfüllten Straßen, komme jedoch bald zu dem schmalen Felsweg, der zu dem Tempel des Plutos hinaufführt. Der Weg ist vollkommen leer, der Platz vor dem Todestempel erst recht. Ich eile ohne zu Zögern in den Tempel. Grasyson meint immer, wenn wir hier sind, dass der Tempel eigentlich gar nicht existieren dürfte. Da hat er schon Recht. Pluto ist zwar der Gott des Reichtums, aber er steht auch für den Tod und die Unterwelt. Wenn er einen Tempel an der Oberfläche hat, ist das ziemlich verwirrend.
Ich betrete einen Teil der Antike, als ich durch den Torbogen gehe. Die Wände sind von Efeu überwuchert und der Boden ist ein einziges Moosbett. Hinter einer der zahlreichen Statuen liegen meine Waffen, unberührt von dem Lauf der Zeit.
Eilig packe ich die in Leinentücher gewickelten Klingen aus. Keine Sekunde zu spät. Der Minotaurs brüllt laut auf. Aus dem Tempel rennend ziehe ich mein Schwert. Warum musste ich auch nur alleine losgehen, um die Unruhen vor der Kirche zu beseitigen. Ja, Dummheit tut weh.
Mit erhobenem Schwert stürme ich auf das Monster aus der griechischen Mythologie zu. Ich schwinge die Klinge in einem Halbkreis, etwa auf Brusthöhe. Dann, anstelle zuzuschlagen, mache ih eine ruckartige Bewegung rückwärts, dann wieder vorwärts.
Der Minotaurus stöhnt auf. Dann fällt er nach vorne, auf die Knie. Er stöhnt auf. Den Kopf hebend schaut er mir in die Augen: „Zwischen den Welten gefangen. Erinnere dich an meine Worte.“ Nun sackt er vollends zusammen.
Vor mir auf dem Boden liegt ein Monster aus der griechischen Mythologie. Es fängt an zu dampfen und zu qualmen, der Geruch ist süßlich und erdrückend schwer. Plötzlich gibt es einen Knall, der mich von den Füßen reißt. Der Nebel ist dichter und dunkler geworden. Ich wedle mit der Hand. Langsam beginnt der Rauch, sich zu verziehen.

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