Nur das Innere zählt 10

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1 Kapitel - 1.090 Wörter - Erstellt von: Fantasy girl - Aktualisiert am: 2015-01-28 - Entwickelt am: - 1.341 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Sorry, das ich so lange nicht mehr geschrieben habe. Kommt nicht wieder vor. Aber jetzt geht es ja wieder weiter. Also viel Spaß...

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    Kapitel 10


    Ein alter Freund

    Legolas' Sicht:

    Aryana hatte mir viel zum nachdenken gegeben. Alles, was sie gesagt hatte, klang so weiße. Aber auch so echt. So als ob sie all das, was ich gerade durchmachte, selbst schon einmal durch gestanden hatte. Aber das konnte ich mir einfach nicht richtig vorstellen.

    Aryana kam jeden Tag zu mir. Sie wechselte den Verband, säuberte die Wunde und brachte mir essen. Aber das wichtigste für mich war, das sie mir kraft gab. Allein durch ihre bloße Anwesenheit fühlte ich mich innerlich stärker. Auch wenn der Schmerz wegen meinen Augen nie ganz verschwand, so linderte Aryana ihn für wenige Stunden, wenn sie bei mir war.

    Mittlerweile verstanden wir uns sehr gut miteinander. Auf ihren Wunsch hin, erzählte ich ihr Geschichten aus dem Ringkrieg. Und von meiner Heimat.
    Auch ich erfuhr einiges über Aryana.

    Sie erzählte mir, dass sie die Tochter zweier gewöhnlicher Waldelben aus Lorien war. Das sie, als sie noch klein war, schon öfters in Bruchtal zu Besuch war und das sie hier seit ein paar Jahren als Heilerin tätig war. Den Aryana war erst 900 Jahre alt. Damit war sie eine der jüngsten ihres Volkes.

    So kam es, das Aryana, zwei Wochen nachdem wir uns kennengelernt hatten, aufgeregt in mein Zimmer hineinkam. Mittlerweile war nicht mehr ganz so schreckhaft wie in der ersten Woche ohne Augenlicht. Und so bekam ich nicht jedes Mal einen Schreck, wenn jemand herein kam.

    "Legolas" sagte sie außer Atem

    Ich drehte mich in die Richtung, aus der ihre Stimme kam.

    "Ich habe tolle Neuigkeiten" sagte sie.

    "Ist Aragorn zurück gekehrt?" fragte ich hoffnungsvoll.
    Aryana wusste mittlerweile von Aragorn und seiner Mission.

    "Nein, leider noch nicht" sagte sie traurig.

    Ich ließ den Kopf hängen.
    "Dann ist es auch keine tolle Neuigkeit" murmelte ich zu mir selbst.

    "Doch, ich habe tolle Neuigkeiten. Aber dazu musst du mitkommen" sagte Aryana bestimmt.

    "Moment! Mitkommen? Nach draußen? Nein. Auf keinen Fall" sagte ich sofort und wich ich paar Schritte zurück.

    "Legolas, es ist alles gut. Ich bin doch bei dir. Hast du etwa Angst, die anderen Elben verachten dich?"

    Ich antwortete nichts auf diese Frage. Aber in Wahrheit hatte Aryana recht. Ich hatte Angst vor Verachtung.

    Ich merkte, wie Aryana leise auf mich zukam.

    "Habe keine Angst, Legolas. Beweise mir, dass der Elbenprinz, der in Kriegen gekämpft hat, genauso mutig sein kann, wenn er verletzt ist" sagte die leise

    Ich sagte nichts dazu.

    "Vertrau mir, ja? Ich möchte dir etwas zeigen" sagte sie.

    "Was bringt das, wenn ich es doch sowieso nicht sehen kann?" fragte ich trübselig.

    "Du kannst es spüren" entgegnete Aryana.

    Ich schüttelte leicht den Kopf. Nein, solange ich nein Augenlicht nicht wieder hatte, würde ich hier bleiben...

    "Gut, wie du willst. Dann gehe ich eben allein zu Arod" sagte sie plötzlich

    Ich horchte auf einmal auf.

    "Arod? Er ist hier?" fragte ich verblüfft und erfreut.

    "Ja, er kam heute früh hier an. Er hatte überall Schürfwunden und Kratzer. Und er war sehr dreckig. Aber ich habe mich um ihn gekümmert, während du geschlafen hast" erzählte die junge Elbin.

    Hätte ich gesunde Augen ohne Verband gehabt, wären meine Augen garantiert aufgeleuchtet.

    "Ich will ihn sehen" sagte ich plötzlich.

    "Nun, da du dich weigerst das Zimmer zu verlassen und Pferde hier im Gebäude verboten sind...." begann Aryana aufzuzählen.

    "Na gut, es tut mir leid. Ich werde mitkommen" sagte ich schnell.

    Aryana lachte. Es war ein schönes lachen. Ein echtes Lachen. Kein künstliches.

    "Na, dann komm" sagte sie und nahm meinen Oberarm um mich zu führen.
    Langsam liefen wir durch die langen Flure und Hallen, bis wir zu der Treppe kamen. Dort wurden wir noch langsamer.

    Die frische Luft tat mir gut und ich hörte die Vögel und Wasser Geräusche noch deutlicher.

    Wir gingen noch ein Stückchen weiter, bis mir der Geruch von Pferden in die Nase stieg. Aryana führte mich weiter. Dann blieb sie plötzlich stehen. Um mich herum hörte ich viele Pferde. Manche waren näher andere weiter entfernt.

    Noch bevor ich richtig nachdenken konnte, bekam ich einen sanften stupste an die Schulter. Ein Pferd drückte seinen Kopf vertrauensvoll gegen mich. Aryana ließ meinen Arm los um mir mehr Bewegungsfreiheit zu geben.

    Ich tastete mit der Hand nach den Nüstern des Tieres. Als ich die fand und liebevoll darüber strich, wusste ich welches Tier ich hier vor mir hatte.

    "Arod" murmelte ich in das Fell meines Pferdes. Arod schnaubte leise und rieb seinen Kopf an meiner Brust. Ich strich mit meiner Hand über den Hals meines Gefährten.

    "Ich wusste du kommst zurück" sagte ich leise zu ihm.

    Ich blieb über eine Stunde bei Arod. Und auch Aryana blieb da. Ich fühlte, wie sich meine Laune Stück für Stück hob. Ich hatte Arod zurück und er war nicht schlimm verletzt. Für ein paar Stunden war ich einfach nur glücklich. Aber als es Abend wurde und Aryana mich wieder auf mein Zimmer brachte, begann ich mir wieder Sorgen zu machen... Sorgen um meine Augen...

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