Das Biest und der Tyrann - Teil 6

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1 Kapitel - 5.813 Wörter - Erstellt von: Ronja - Aktualisiert am: 2015-01-28 - Entwickelt am: - 2.512 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ich weiß es war ein bisschen gemein beim letzten Teil an einer so spannenden Stelle aufzuhören, aber hier ist ja schon der nächste Teil. Herzlichen Dank für das ganze positive Feedback ;)

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    Grits Sicht
    Dunkelheit! Alles ist dunkel. War es schon immer so dunkel? Um mich herum höre ich Geräusche. Was ist das? Kommt das etwa auch aus der Dunkelheit, oder gibt es etwas außerhalb dieses dunklen Ortes? Es sind Stimmen, ganz eindeutig. Und sie werden immer lauten. Nähern sie sich etwa? Oder näher ich mich vielleicht etwas? Nein! Ich bewege mich doch nicht, oder doch? Ich weiß es nicht. Da! Die Dunkelheit verändert sich. Sie wird heller und die Stimmen werden immer lauter und lauter. Aus was bestehe ICH eigentlich? Habe ich einen Körper, oder bin ich körperlos? Ich glaube ich habe keinen Körper… Aber ich spüre Schmerz. Ein Piepen ertönt. Au! Der Schmerz wurde schlagartig heftiger, die Stimmen sind schrecklich laut und ich öffne schließlich die Augen. Mir ist kalt und warm gleichzeitig. Ich blinzel hektisch und versuche irgendetwas zu erkennen, versuche herauszufinden, was hier los ist. „Grit! Grit!“, vernehme ich eine laute Stimme und ein Gesicht erscheint in meinem Blickfeld. Ich kenne es nicht. „Gut, dass du wach bist. Wie fühlst du dich?“ Eine Tür knallt laut. „Wer war das?“, frage ich mit krächzender Stimme. „Das war Kid! Er hat nach der Operation die ganze Nacht neben deinem Bett gesessen“, antworte die Person. Kid! „Welche Operation?“ Ich bin verwirrt. Haben meine Schmerzen damit zu tun? „Du wurdest beim Kampf gestern schwer verletzt. Deine Bauchdecke wurde aufgeschlitzt. Zum Glück wurden deine Organe nicht verletzt. Ich konnte dich wieder zusammenflicken.“ „Wer bist du überhaupt?“ Das klang jetzt vielleicht ein bisschen unhöflich, aber die Schmerzen bringen mich fast um den Verstand. „Ich bin der Arzt von Kids Mannschaft. Ich glaube, wir haben uns tatsächlich noch nie kennengelernt. Nenn mich einfach Doc“, antwortet mir der Arzt freundlich. Ich habe keine Kontrolle über meinen Körper. Weder meinen Kopf noch meine Hände lassen sich bewegen. Was ist das? Bin ich jetzt etwa gelähmt? Nein! Das kann doch nicht wahr sein. Ich dachte er konnte mich wieder heilen. Das macht mir Angst. Panik steigt in mir auf. Ich liebe es doch mich zu bewegen und rumzulaufen. Wenn ich das nicht mehr kann, dann bin ich fast schon tot. Ich bringe all meine Entschlossenheit auf. ICH WERDE JETZT MEINEN ARM HEBEN! Komm schon! Kid soll nicht umsonst die ganze Nacht bei mir gesessen haben. Was würde er dazu sagen, wenn ich ihm erzähle, dass ich mich nicht mehr bewegen kann? Er würde mich auslachen, mich provozieren und ich könnte nicht einmal zurückhauen. ICH MUSS MICH JETZT BEWEGEN! Mein Arm! Mein Arm! Plötzlich, wie als wäre ein Bann gebrochen, schnellt mein Arm hoch. Ich spüre, wie ich die Kontrolle über alle meine Gliedmaßen wiederbekomme. Mein Kopf, meine Arme, meine Beine und meine Zehen. Alles lässt sich wieder bewegen. Ein Schmerz durchfährt mich. Ich habe versucht mich ein bisschen aufzurichten. Sofort sinke ich zurück aufs Bett. „Nicht bewegen! Die Wunde ist noch kein bisschen verheilt. Wenn du dich zu doll bewegst, geht die Naht auf“, befiehlt mir Doc. Mit schmerzverzehrtem Gesicht nicke ich. Es tut so weh. Ich halte es nicht aus. Schweiß läuft mir über die Stirn. Meine Hände sind feucht und klebrig. Mir ist kalt. Mein ganzer Körper ist viel zu kalt. Alle meine Sinne sind überaus empfindlich. Das Licht ist zu hell, meine Atmung zu laut, der Desinfektionsmittelgeruch zu intensiv und die Spucke in meinem Mund zu eisenhaltig. Mein Oberkörper ist so kalt. Ich versuche meine Arme drüberzulegen um ihn ein wenig zu wärmen. Mein Bauch ist vollständig verbunden. Mein Top wurde bei der Hälfte abgeschnitten. Immerhin verdeckt es noch meine Brust. „Hier!“ Der Doc legt eine Decke über mich. Sie ist schön warm. So gut es geht, kuschel ich mich ein. Ich komme ein wenig zur Ruhe, aber die Schmerzen lassen einfach nicht nach. „Ich kann dir etwas gegen die Schmerzen geben, aber dafür musst du erst einmal etwas essen, sonst kotzt du alles wieder aus. Kid holt gerade etwas. Danach solltest du schlafen. Schlaf ist die beste Medizin“, sagt der Doc neben mir. Kid holt essen? Ich will ihn sehen. Er soll bei mir sein, ich will seine Anwesenheit spüren. Mein ganzer Körper sehnt sich nach seiner Nähe. Ich kann es kaum erwarten bis er zurückkommt. Wie lange ist er schon weg? So lange kann es doch nicht dauern… Die Tür geht auf. Schnell drehe ich meinen Kopf um zu sehen, wer es ist. Killer kommt mit einem Teller und einem Glas Wasser rein. Wo ist Kid? Warum kommt nicht er, sondern Killer? „Bitte“, sagt Killer und gibt dem Doc Teller und Glas. „Danke“, antwortet dieser. Die Tür geht wieder zu und Killer ist weg. „Hier iss das“, sagt der Doc und hält mir ein Stück Brot hin. Ich habe keinen Hunger. Widerwillig nehme ich es und führe es zum Mund. Mühsam beiße ich ein Stück ab und kaue drauf rum. Ich will nur Kid sehen. Ein weiterer Bissen. Der Doc schaut mir zufrieden zu, wie ich das Brot schließlich ganz aufesse. „Und jetzt die Tablette.“ Ich nehme die Tablette in den Mund und er hilft mir dabei etwas Wasser zu trinken. „Gut so. Keine Sorge, die Schmerzen lassen bald nach und dann solltest du ganz einfach einschlafen können.“ „Danke!“, flüstere ich und lege meinen Kopf auf die andere Seite. Warum will Kid mich nicht sehen? Ich muss ihm doch so viel sagen…

    Kids Sicht
    Sie muss schreckliche Schmerzen haben. Die Wunde ist riesig. Ein Glück ist sie aufgewacht. Diese Freude, die in mir aufkam, als sie ihre Augen öffnete. Ich musste fast weinen. Noch immer könnte ich heulen vor Glück. Ich halte es nicht aus, zu sehen, wie sie Schmerzen hat. Sie so leiden zu sehen, dass bricht mir das Herz. Trotzdem möchte alles in mir wieder zurück in dieses kleine Krankenzimmer. Ich vergrabe meine Hände in den Haaren und kralle mich richtig fest. Verdammt! Ich halte es kaum noch aus. Plötzlich öffnet sich die Tür. Blitzartig stehe ich auf. Der Doc kommt aus der Tür und sieht mich ruhig an. „Sie schläft jetzt. Ich habe ihr eine starke Schmerztablette gegeben. Sie sollte jetzt eigentlich ne Weile schlafen. Wenn irgendetwas ist, dann hol mich SOFORT“, sagt er. Ich nicke und gehe sofort in den Raum rein. Leise schließe ich hinter mir die Tür. Das einzige Fenster im Raum ist mit einem Vorhang bedeckt, an dessen Seiten ein wenig Licht reinscheint. Grits Gesicht sieht so friedlich schlafend aus. Ich komme näher. Eine dicke Decke ist über ihr ausgebreitet. „Werde wieder gesund“, flüstere ich. Sehr langsam und zögerlich strecke ich meine Hand aus. Ich streiche ihr eine Dread aus dem Gesicht. Wie schön wäre es, wenn sie an meine Seite und ich an ihre Seite gehören würde. Ich gähne. Die Nachtwache setzt mir ganz schön zu, aber ich konnte einfach nicht schlafen, während ich nicht wusste, ob Grit jemals wieder aufwachen wird. Doch sie ist wieder aufgewacht. Ich ziehe einen Stuhl heran und setze mich. Müde reibe ich mir die Augen. Ich brauche unbedingt etwas Schlaf. Ich lege meine Arme auf Grits Beine und meinen Kopf auf meine Arme. Wenn irgendetwas ist, oder sie wach wird, dann wird sie bestimmt ihre Beine bewegen und ich wache auf.

    Grits Sicht
    Durst! Ich habe Durst! Müde blinzelnd mache ich die Augen auf. Es ist dunkel im Zimmer. Ist es etwa schon Nacht? Nein, dafür ist es zu hell. Vorsichtig, um mich so wenig wie möglich zu bewegen, stütze ich mich ein kleines bisschen auf. Ich fühle mich an, als wäre ich am ganzen Körper betäubt. Die Wirkung des Schmerzmittels hat wohl noch nicht nachgelassen. Ich greife nach rechts zu dem kleinen Tischchen, auf dem noch immer das Glas Wasser steht. Mit steifen Gliedmaßen trinke ich einige Schlucke. Was ist das? Meine Beine scheinen auf einmal so schwer zu sein. Ich schaue hin. Da liegt doch etwas auf meinen Beinen… Das ist eine Person, aber wer ist es? Sind das etwa rote Haare? Ich strenge mich an mehr zu sehen, aber meine Augen lassen sich kaum scharf stellen und die Müdigkeit übernimmt auch langsam wieder die Überhand. Ich glaube das ist Kid…

    Ich schlage blitzschnell die Augen auf. Hatte ich das nur geträumt, oder hat Kid tatsächlich auf meine Beine gebeugt geschlafen. „Grit! Du bist wach! Was für‘n Glück. Wir dachten schon, du wärst tot. Wie geht es dir? Hast du Schmerzen?“ Kaum, dass ich die Augen auf habe, werde ich mit Fragen bombardiert. Ich richte mich ein bisschen auf. Links und rechts von meinem Bett stehen John und Kalle. „Hey Jungs!“, antworte ich noch etwas müde. Auf meinen Beinen liegt nichts als meine Decke. Schade! „Also… wie geht es dir?“, fragt mich Kalle. Ich lächel beide an. „Ach… Wie man sich eben fühlt, wenn einem der Bauch offen hängt.“ Die beiden grinsen erleichtert. „Puh! Wenn du noch Humor hast, dann kann es ja nicht so schlimm sein“, sagt John und lacht. Ich muss auch ein bisschen lachen. Autsch! Das tut weh. Memo an mich selbst: heimlich lachen, damit ich mich an den Schmerz gewöhne. Das Lachen lasse ich mir ganz sicher nicht verderben.

    An dieser Stelle mache ich ausnahmsweise mal einen Zeitsprung. Zwei Tage später. Die Tage verliefen ziemlich eintönig. Tagsüber wurde Grit von John, Kalle, Markus und natürlich dem Doc besucht. Auch Killer schaute hin und wieder vorbei, was Grit etwas komisch fand, da die beiden nie wirklich was miteinander zu tun hatten. Nachts schlief Kid, ohne das Grit es je wirklich mitbekommen hat, bei ihr im Zimmer.

    Grits Sicht
    „Wie fühlst du dich?“, fragt der Doc, während er mir den Verband vom Bauch abmacht. Ich sitze auf dem Bett und lasse die Prozedur über mich ergehen. „Hm… dafür, dass ich nicht mehr auf Schmerzmittel bin, habe ich kaum Schmerzen. Mir ist nur immer noch ziemlich kalt“, antworte ich und würde mich am liebsten wieder in die Decke kuscheln. Heute Mittag durfte ich mich das erste Mal alleine bewegen, aber weil mir jetzt immer so schrecklich kalt ist, bin ich die ganze Zeit mit der Decke rumgelaufen. Ja, es ist leicht idiotisch, vor allem da draußen die Sonne scheint und alle im T-Shirt rumlaufen. Kid natürlich wieder oben ohne. Ich habe mich so gefreut, als ich ihn gesehen habe. Er hat sich ja in den letzten beiden Tagen nicht blicken lassen. Dieser Blödmann. „Mensch! Das sieht ja richtig gut aus!“, ruft der Doc aus. Ich schaue auf meinen Bauch. Die Wunde ist bereits kleiner geworden. Die äußersten Ecken sind schon fast verheilt. Allgemein, ist der Schnitt schon weit verheilt. Ich halte mein T-Shirt hoch, damit der Doc mich verarzten kann. Hoffentlich beeilt er sich ein bisschen, damit ich mich wieder warm einpacken kann. Es ist verdammt kalt. „Ich mache jetzt noch einmal die Salbe rauf, damit es weiter so gut verheilt“, sagt der Doc freudig. Nein! Nicht die Salbe. Schon spüre ich, wie die kalte Creme meinen Bauch berührt. Ich spanne mich an. Es ist SOOOO kalt. Ich beiße die Zähne zusammen. Da muss ich durch. Es scheint eine Ewigkeit zu dauern, bis der Doc endlich die Verbände wieder um macht. Endlich lasse ich mein T-Shirt wieder los und kuschel mich fest in die Decke. „Dass dir die ganze Zeit so kalt ist, finde ich komisch“, sagt der Doc nachdenklich und mustert mich. Mir wird ziemlich schnell kalt, deshalb habe ich mich auch immer extra in warmen Gebieten aufgehalten. Draußen scheint es ja auch eigentlich noch warm zu sein, aber ich friere so schrecklich doll, dass es irgendwie ein bisschen seltsam ist. „Tja…“, überlegt der Doc. „Aber ich habe dich gründlich untersucht und konnte nichts finden. Es scheint keine Krankheit zu sein.“ Ich rutsche vom Bett und mache mich auf den Weg aus der Tür raus. „Danke“, sage ich, während ich die Decke fester ziehe. „Achja Grit“, ruft mir der Doc hinterher. Ich bleibe stehen und drehe mich noch einmal um. „Es gibt keinen Grund mehr, dass du im Krankenzimmer schläfst. Deine Wunde ist bereits schon gut verheilt. Pass aber auf, dass du dich noch nicht allzu sehr bewegst. Kein Training, kein Kampf und keine Anstrengung. Verstanden?“ Ich nicke und gehe raus. Die Sonne strahlt mir ins Gesicht. Es ist so schön. Ich schließe die Augen und tanke etwas Sonne. Och nö! Wer verdeckt denn jetzt die Sonne? Ich mache die Augen auf. Vor mir steht Kid und grinst mich an. „Na! Hast du es genossen mein Bett ganz für dich alleine zu haben?“, frage ich ihn gut gelaunt und grinse ebenfalls. Kid lacht „Dein Bett? Ich würde eher sagen mein Bett. Ja, ich habe es sehr genossen. Ich konnte mich endlich mal so richtig ausbreiten. Außerdem musste ich so nicht dein ständiges Gebrabbel hören“, antwortet er. „Ständiges Gebrabbel? Pah! So oft rede ich nun auch wieder nicht im Schlaf. Aber ich merke schon wie sehr du es vermisst hast. Keine Sorge. Ab heute schlafe ich ja wieder in meinem Bett. Dann kannst du mir wieder zuhören.“ „Es ist MEIN Bett. Merk dir das gefälligst. Eine Unverschämtheit, also wirklich. Ich muss dich ja auch nicht in meinem Bett schlafen lassen. Ich kann dich ja auch einfach rausschmeißen.“ Kid grinst hinterhältig. „Ach ja? Du würdest also eine verletzte Frau einfach so rausschmeißen?“, frage ich vorwerfend. Kid zuckt mit den Achseln. „Kommt drauf an, wie sie aussieht.“ Ich ziehe eine Augenbraue hoch und gucke ihn ausdruckslos an. Jetzt wird er wieder darauf anspielen, wie unattraktiv ich bin. Na toll! Irgendwie ist es schon ein wenig verletzend es von Kid zu hören. Ich verziehe ein bisschen den Mund. „Wenn sie so aussieht wie du“, sagt Kid ruhig und sein Grinsen verwandelt sich in ein aufrichtiges Lächeln. „dann würde ich sie auf gar keinen Fall rausschmeißen.“ Was? Hatte ich grad richtig gehört? Perplex schaue ich in seine Augen. Ich bin absolut unfähig etwas zu machen. Einen Augenblick stehen wir nur so da. „Naja, aber bei einem Charakter wie deinem“, sagt Kid dann und sein Grinsen kehrt zurück. „würde ich es mir noch einmal überlegen.“ Er lacht. Ich boxe ihm in den Bauch. „Blödmann!“ Männer können echt so doof sein. Kid wuschelt mir, immer noch lachend, durch die Dreads und sagt: „Ach komm schon. Natürlich kannst du wieder bei mir im Bett schlafen. Ich mache doch nur Witze.“ „Ach echt? Wusste ich gar nicht“, antworte ich sarkastisch. Ich strecke ihm die Zunge raus und gehe durch den Speisesaal in Kids Kajüte. Es wird mir langsam lästig immer mit Decke rumzulaufen. Aber ich habe auch nicht wirklich warme Sachen. Ich durchforste den Schrank nach dicker warmer Kleidung. Weder ich noch Kid haben irgendetwas schön Warmes. Eine Schublade hat der Schrank noch. Meine letzte Hoffnung. Ganz vielleicht ist da ja doch noch ein dicker Pullover… Nein! Das sind nur Socken. Naja, aber immerhin. Ich laufe schließlich immer noch barfuß rum. Die Socken sind warm, allerdings auch ziemlich groß. Besser als nichts. Mein Magen knurrt. Eben, als ich durch den Speisesaal gelaufen bin, hat es schon so lecker gerochen. Ich ziehe die Decke etwas fester und gehe in die Küche. Markus schnippelt Gemüse, während das Essen auf dem Herd kocht. Es hat sich mal wieder niemand zum Küchendienst gemeldet. Ich gehe zu ihm hin. „Hallöchen“, begrüße ich Markus freundlich. Er schaut auf. „Grit! Das ist ja ne Überraschung. Bist du wieder unter den Lebenden, hm?“ Er legt das Messer hin, wischt sich die Hände an der Schürze ab und kommt freudestrahlend auf mich zu. „Wie geht es dir?“, fragt er, während er mir sachte auf die Schulter klopft. „Mir geht es bestens“, antworte ich grinsend. „Der Schnitt schmerzt gar nicht mehr und der Doc hat mich entlassen.“ Ich zwinkere Markus zu. Er lacht. „Na da freut sich Kid bestimmt, dass du jetzt wieder in seinem Bett schläfst“, sagt Markus vielsagend. Hä? Ich freue mich, das stimmt, aber ob Kid sich auch freut? Na ich weiß ja nicht… „Auf jeden Fall musst du jetzt erst einmal wieder zu Kräften kommen. Also hau beim Abendessen ordentlich rein.“ Ich nicke ihm begeistert zu. „Auf jeden Fall. Ich habe so einen Hunger.“ Markus lacht und macht sich wieder an die Arbeit. Ich setze mich auf einen der Stühle am Tresen. „Hattest wohl gehofft, hier schon einmal etwas zu essen zu bekommen, was?“, fragt Markus und wirft eine Ladung Karotten in den Topf. Ich grinse. Wo er Recht hat, hat er Recht. „Und? Kann ich etwas bekommen?“, frage ich hoffnungsvoll und lächle ihn an. Markus geht an den Kühlschrank und holt etwas heraus. „Ausnahmsweise! Nur weil du es bist“, sagt er und reicht mir eine Schüssel voll mit Weintrauben. Oh ja! Das sieht gut aus. Und die sind soooo lecker. Ich stopfe mir eine nach der anderen in den Mund. „Das Essen ist allerdings auch gleich fertig. Ich hoffe nur, irgendjemand hilft bei Tischaufdecken“, ruft mir Markus zu, als es plötzlich in der Pfanne laut zu zischen beginnt. „Kein Problem. Ich kann dir…“, fange ich an zu sagen, aber der Koch unterbricht mich. „Keine Chance. Du bist krankgeschrieben. Ich will nicht daran schuld sein, wenn du dich überanstrengst. Nein! Tut mir Leid!“ „Pah! So krank bin ich dann auch wieder nicht. Die paar Teller krieg ich schon aufgedeckt“, gebe ich beleidigt zurück. Was glaubt er denn, wie krank ich bin? Ich habe doch nur noch einen kleinen Kratzer. Markus schüttelt den Kopf und hantiert mit den Pfannen und Töpfen rum. „Du bist krankgeschrieben. Wenn Kid mich dabei erwischt, wie ich dir erlaube zu arbeiten, dann bekomme ich ne volle Breitseite. Außerdem musst du dich ausruhen, damit du bald wieder voll gesund bist. In ein paar Tagen sind wir schon auf der nächsten Insel. Spätestens dann solltest du wieder verheilt sein“, erklärt Markus mir, während er ganz normal weiterarbeitet. Ich ziehe ne Schnute. Er hat ja Recht. Wenn wir auf der nächsten Insel wieder in Probleme geraten, dann muss ich voll auf dem Damm sein, sonst lande ich wieder im Krankenbett. „Also gut“, sage ich stöhnend. „Soll ich dann jemanden holen, der dir hilft?“ „Mensch Grit! Da bist du ja!“, ertönt Kalles Stimme hinter mir. Ich drehe mich um. Er und John kommen grade vom Deck in die Küche. Perfektes Timing. Ich grinse ihnen zu. „Gut, dass ihr da seid. Markus braucht eure Hilfe beim Tischaufdecken. Ich darf ja nicht.“ Beim letzten Satz rolle ich mit den Augen. „Und das ist auch gut so“, sagt John und streckt mir drohend den Finger entgegen. Ich strecke ihm die Zunge raus. „Kid würde das sicher nicht gefallen“, schiebt er noch hinterher und nimmt sich einen Stapel Teller. Was sind die eigentlich alle plötzlich so fürsorglich? Und was haben die alle mit Kid? Ich bin doch immer noch die Selbe wie vor ein paar Tagen. Da haben die mich auch nicht geschont. Als ob es Kid interessieren würde, wenn ich jetzt ein wenig arbeite. Die haben alle einen Knall. Es gefällt mir zwar, wenn sie sagen, dass Kid es nicht gefallen würde, aber ich muss deswegen ja nicht wie ein kleines Kind behandelt werden. Vielleicht sorgt er sich ja wirklich um mich. Ach, was für ein Schwachsinn. Ja er ist mir gegenüber verändert, aber wahrscheinlich will er nur mit mir spielen. Oder er hat Mitleid, oder so. Verdammt noch einmal. Warum musste ich mich auch ausgerechnet in diesen Tyrannen verlieben? Und ich bin sowas von verliebt. Wenn ich nur an ihn denke, dann… dann… dann… wie er mich fast geküsst hätte… als er mir seinen Mantel als Decke gab… wie er mich nicht gemustert hat, als ich halbnackt vor ihm stand… der Geruch seiner Klamotten… das was er vorhin gesagt hat… „Hallo? Jemand zu Hause?“ John fuchtelt mit seiner Hand vor meinem Gesicht herum. Ich schaue ihn verdattert an. Was ist hier eigentlich los? Hm… achja. „Sorry. Ich war mal wieder tief in meinen Gedanken versunken“, entschuldige ich mich und bin noch immer etwas benommen von meinen Gedanken. Boah ey! Kid macht mir ganz schöne Probleme. „Ja das habe ich bemerkt. Sag mal, was ist eigentlich immer mit dir los? Ist da drinnen noch eine Parallelwelt?“ John tippt mir mit dem Finger an die Stirn. „Ne! Das nicht, aber irgendwie ist da drin so einiges durcheinander geworfen“, antworte ich abwesend. Ich habe Hunger. „Aha! Wenn du Hilfe beim Aufräumen brauchst, dann sag Bescheid. Jetzt gibt es auf jeden Fall erst einmal Essen. Ich habe schon einen riesen Hunger.“ Ich horche auf. Es gibt Essen? Na endlich. Ich rutsche vom Stuhl und gehe mit John zum Essenstisch. Es sind schon viele da. Wie immer pflanze ich mich neben Kalle und John auf die andere Seite von mir. Es dauert noch ein bisschen bis Kid kommt. Ich spaße mit meinen Sitznachbarn rum, halte aber auch ungeduldig Ausschau. In meinem Bauch befindet sich nämlich ein Gefühl, welches mich zum Kotzen verleitet, wenn nicht gleich etwas passiert. Ich bin mir aber noch nicht über den Ursprung dieses Gefühls sicher. Entweder habe ich einfach nur einen Mordshunger oder die Schmetterlinge in meinem Bauch sind grade in einen Orkan geraten und wirbeln nun mit 180 km/h durch die Gegend. „Wenn Kid nicht sofort kommt, dann fresse ich einen von euch auf“, stöhne ich und massiere mir den Bauch, um ein lautes Knurren zu unterdrücken. Vorsichtig natürlich, damit ich nicht die Wunde wieder aufreiße. John lacht. „Aber bitte iss nicht mich auf. Ich habe doch noch so viel vor mir.“ „Keine Sorge“, antworte ich. „Vermutlich würde ich mit Kalle anfangen. Er redet so viel.“ Kalle guckt mich entsetzt an. Ich lache laut los und John amüsiert sich ebenfalls. Kalle braucht ein wenig um den Sarkasmus zu verstehen und steigt dann ebenfalls ein. Noch immer verspüre ich beim Lachen einen leichten Schmerz im Bauch, doch der ist bei weitem nicht so doll wie am Anfang. „Ich glaube du musst Kalle nicht verspeisen“, sagt John grinsend und zeigt zur Tür. Kid kommt grade in den Raum rein. Okay Grit. Jetzt heißt es Herrin über deinen Körper und deine Gefühle zu werden. Ich atme einmal tief ein und aus. Kid kommt, grinsend wie immer, an den Tisch. Keine Ahnung was in meinem Bauch los ist, aber gut fühlt es sich nicht an. ICH BRAUCHE ESSEN! „So Jungs! Bevor wir anfangen, ein dreifaches Hoch auf Grit, die wieder unter den Lebenden ist!“, ruft Kid durch den Raum. „HOCH! HOCH! HOCH!“, ertönt laut von überall und alle heben ihre Bierkrüge hoch und prosten sich zu. Ich grinse und rufe laut, sodass jeder es hören kann: „Dankeschön!“ „Bitteschön!“, bekomme ich als Antwort. Kid bringt die Jungs wieder zum Schweigen. „Na dann, los geht’s!“ Sofort ist geschäftiges Treiben. Teller und Besteck klirren und wildes Gerangel ist überall zu sehen. Ich reiche meinen Teller schnell weiter, damit mir auch Essen aufgetan wird. Sobald ich mein Essen habe, fange ich an es in mich rein zu stopfen. Die Stimmung beim Essen ist gut. Die Männer lachen und unterhalten sich gut gelaunt. Ein Lachen dringt aber viel lauter an mein Ohr, als die anderen. Ich schaue kauend auf. Kid sitzt mir gegenüber und lacht mich aus. Er lacht mich ernsthaft aus. „Hey!“, rufe ich mit vollem Mund. Ich schlucke schnell runter. „Lach mich nicht aus!“ Kid lehnt sich grinsend zurück und verschränkt die Arme vor der Brust. „Achso? Du gibst mir Befehle?“, fragt er so, als hätte er nicht alles verstanden. „Ja!“, antworte ich knapp aber bestimmt und fülle meinen Mund wieder. Kid lacht kurz auf. „Es amüsiert mich aber, wie du dich vollstopfst, als hättest du seit Tagen hungern müssen“, antwortet er gelassen. War ja auch ein bisschen so. Viel konnte ich nicht essen. Ich hatte keinen Hunger und habe viel Essen auch wieder ausgekotzt. Er braucht sich hier gar nicht so aufspielen. Das funktioniert nicht. Ich öffne meinen Mund und zeige Kid demonstrativ den Inhalt. Dann kaue ich übertrieben schmatzend fort. Unter dem Tisch strecke ich meine Beine aus. Direkt unter der Mitte ist ein Balken, auf den man seine Füße ganz bequem stellen kann. Blöderweise ist der schon besetzt, wie ich feststelle. „Nanu? Wen haben wir denn da?“, fragt Kid sehr, sehr breit grinsend überrascht. Ich versuche, mit meinen Füßen seine wegzuschieben. Mist! Er ist viel stärker. „Das ist mein Platz“, antworte ich mit all meiner Überzeugungskraft. Ich bohre meine Zehen zwischen seine Schuhe. Irgendwie muss ich ihn da doch wegbekommen. Kid lacht auf. „Ich war zuerst da. Das ist ganz eindeutig mein Platz. Du bist ganz schön frech!“, sagt er belustigt. Den Platz werde ich mir schon noch erkämpfen. Ich zucke gelassen mit den Schultern und sage: „Naja… ich habe keine Lust mehr, aber wenn du so aufs Füßeln stehst, kann ich ja John fragen, ob er für mich weitermacht.“ Es hat seinen gewünschten Effekt. John fängt an seinen Sake aus zu prusten und ruft: „Was?“ Kids Grinsen verschwindet und er schaut mich entsetzt an. „Auf keinen Fall!“, ruft er aus. Ich stelle meine Füße auf dem nun freien Balken ab und grinse triumphierend. „Man Jungs! Nehmt doch nicht alles so ernst!“ Gelassen esse ich weiter. Schon bald spüre ich Schuhe, die sich auf meine stellen und dann weggezogen werden. „Hey!“, sagt Kid empört. „Tja! Weggegangen, Platz vergangen!“, antworte ich vergnügt. Er seufzt und stellt seine Füße links und rechts von meinen ab. Sie berühren sich fast. Während ich weiteresse, kann ich mich kaum richtig konzentrieren. Seine Füße… so nah… Bestimmt stinken sie und sind ganz eklig! Ja genau! Und er hat bestimmt Fußpilz und sowas. Meine Gedanken sammeln sich wieder ein bisschen. Gut so! Ich muss wenigstens aufessen. So ganz klar bin ich zwar immer noch nicht, aber es geht. Ich muss mich ein bisschen ablenken. Irgendwie werde ich wohl doch aus meinen Gedanken rauskommen, oder nicht? Kalle bekommt einen Hustenanfall. Was für ein Glück. Ich haue ihm auf den Rücken, aber er hustet und hustet weiter. Der arme Kerl scheint etwas verschluckt zu haben. „Stirb hier jetzt bloß nicht!“, sage ich sarkastisch zu ihm. Es dauert eine Weile, bis er es endlich schafft, seine Lunge zu befreien. Ich klopfe ihm noch einmal kameradschaftlich auf den Rücken. „Na bitte. Geht doch!“ Kalle ist noch ganz durch den Wind und nickt nur. Er reibt sich den schmerzenden Hals. „So. Hört mal alle zu!“ Ich schaue hoch. Kid ist an seinem Platz aufgestanden und verschafft sich nun Gehör. „Heute Abend gibt es ne kleine Party. Für die Männer: beschränkter Alkoholausschank“ „WAS?“ „Buh!“ Den Männern gefällt das gar nicht. Mir ist das egal. Ich werde eh nichts trinken. Das letzte Mal hat mir gereicht, außerdem bin ich verletzt. Dem Doc würde es sicher nicht gefallen. „Und was ist mit Grit? Darf die sich etwa vollkippen?“, ruft jemand empört durch den Speiseraum. Kid grinst und schaut mich an. „Nein! Die darf gar nichts trinken. Wir wollen nicht, dass sie wieder auf den Tischen tanzt. Das eine Mal hat gereicht.“ Ich strecke ihm die Zunge raus und grinse. Hatte ja eh nicht vor, was zu trinken. „Ruhe jetzt!“ Es wird wieder ruhiger im Raum. „Dafür machen wir nachher, und dafür muss wie immer jeder mit anpacken, ein Lagerfeuer!“ Noch bevor Kid zu Ende sprechen konnte, waren schon laute Jubelrufe zu hören. Ein Lagerfeuer? Hier an Bord eines Schiffes? Wie aufregend! Ungeduldig und gespannt rutsche ich auf meinem Stuhl hin und her. „Wie macht ihr das denn mit dem Lagerfeuer, ohne dass das ganze Schiff abbrennt?“, frage ich John verwundert. „Tjaha!“, antwortet dieser stolz. „Sowas geht nur bei uns. Das ist toll, nicht wahr? Keine andere Piratencrew kann ein Lagerfeuer an Deck machen.“ „Jaja… aber wie?“, drängel ich ungeduldig. „Mit einem Feuerring und einem Wasserbecken…“ Okay… ich höre seiner Erklärung zwar zu, aber verstehen tue ich trotzdem nichts. Das einzige, was ich verstehe ist, dass das Wasser das Feuer daran hindert, das Deck in Brand zu setzen. Eigentlich ist es ja auch egal, wie genau das funktioniert. „Pack dich bloß warm ein“, rät mir Kalle, als John seine Erklärung beendet hat. Er stupst mir gegen die Wange. „Nicht, dass du uns in der kalten Nachtluft zu Eis erfrierst.“ „Das Blöde ist, dass ich überhaupt nichts Warmes besitze. Ich habe grade mal lange Hosen, das war es dann aber auch schon“, gebe ich zu. Ich setze einen entschuldigenden Blick auf. „Mach es doch einfach wie immer: klau dir meine Kleidung!“ Ich schaue zu Kid und er grinst mich an. „Das habe ich ja schon versucht, aber ich habe bei dir keine Pullover gefunden“, erkläre ich ihm ebenfalls grinsend. Kid stützt sich auf den Tisch auf und verschränkt seine Hände ineinander. „Dann hast du wohl nicht richtig geguckt“, antwortet er und streckt mir nun die Zunge raus. Ich ziehe eine Grimasse und zeige ihm meinen kleinen Finger. „Ah! Dein Stinkefinger auf lieb“, sagt Kid belustigt. „Jap!“, antworte ich kurz angebunden und grinse. Kid schüttelt grinsend den Kopf. Meine Decke ist ein bisschen runtergerutscht. Ich wickle sie wieder etwas fester um mich. Na hoffentlich ist Kids Pullover warm genug. Es ist ganz schön nervig mit der Decke rum zu rennen.

    Kids Sicht
    „Warum hast du dir auf der letzten Insel keinen Pulli geholt, wenn dir immer so schnell kalt wird?“, frage ich sie entgeistert. „Oder wenigstens Socken und ein Paar Schuhe?“ Es ist ein Rätsel für mich. Sie weiß ja, dass ihr schnell kalt wird. Wir sind auf dem Weg zu meiner Kajüte. „Naja“, gibt sie kleinlaut zu. „Ich habe nicht gedacht, dass es so bald so kalt werden würde. Außerdem habe ich nichts gefunden, das gut an mir aussieht.“ „Frauen…“, murmel ich und schüttle den Kopf. „Mein Pullover wird auch nicht besonders gut an dir aussehen. Er ist dir ja viel zu groß.“ Noch während ich das sage, merke ich, dass ich Unrecht habe. An Grit wird der Pulli bestimmt gut aussehen. Sie hat es einfach drauf. Ich spüre einen Schlag gegen die Schulter. So kräftig wie immer. „Ich sehe in allem gut aus, merk dir das!“ Ich lache. „Ja! Vor allem in Latex!“ Grit atmet scharf aus. „Das glaube ich nicht! Und wehe du stellst es dir vor!“ Sie springt vor mich und schaut mich böse an. Wie süß sie dabei aussieht. Diese große, dicke Decke und darauf ihr kleiner Kopf. Ich würde sie mir niemals in Latex vorstellen. Das passt überhaupt nicht zu ihr. „Keine Sorge! Diese Vorstellung könnte ich nicht ertragen“, antworte ich grinsend und öffne die Tür zu meiner Kajüte. Grit geht vor mir rein. „So! Wo hast du deine Pullis nun versteckt?“, fragt sie und lässt sich auf meinen Sessel fallen. „Ich habe deinen ganzen Schrank durchsucht, aber da habe ich nichts gefunden.“ „Das kann nicht sein“, antworte ich und öffne den Schrank. Da sind sie doch. Wie kann man die bitte übersehen? Ich nehme die drei Bügel, auf denen die Pullis aufgehängt sind, raus und zeige sie ihr. „Hier!“ Grit schaut mich total entgeistert an. „Ich habe die nicht gesehen. Echt jetzt! Sag mal bin ich blind?“ Ich lache. „Ja das habe ich mich auch schon gefragt.“ Sie nimmt die Pullis und schaut sie sich noch ein wenig verdattert an. „Sag mal… trägst du eigentlich auch noch andere Farben außer schwarz?“ „Sei froh, dass du überhaupt meine Kleidung tragen darfst“, antworte ich ihr gespielt empört. Aber sie hat Recht. Grit braucht Farbe. Bunt passt am besten zu ihr. „Tja…“, sagt sie nach einer Weile. „Dann nehme ich eben den hier.“ Sie zieht sich den Pulli schnell über und ich kann erkennen, welcher es ist: der mit meinem Jolly Roger vorne drauf. „Aha!“, bemerke ich grinsend. „Willst wohl ausnahmsweise mal ein bisschen Loyalität deinem Käpt’n über zeigen, huh?“ Sie steht auf, ohne die Decke, und kneift mir in den Bauch. „Ich kann ja nicht immer nur rebellieren, stimmt‘s?“ Sie steht vor mir und grinst mich fröhlich an. Oh man! Wenn sie das macht, komme ich kaum von ihr los. Was soll man bloß machen, wenn man plötzlich von einer Frau entwaffnet wird? Nach einer Ewigkeit, die viel zu kurz scheint, löst sich Grits Blick. Sie schlabbert mit den viel zu langen Ärmeln meines Pullis rum und lacht ihr lustiges Lachen. Wenn sie so lacht, kann man einfach nur einstimmen. Sie krempelt sich die Enden der Ärmel hoch und betrachtet sich im Spiegel. „Naja“, sagt sie wenig überzeugt. „Immerhin ist er schön warm und kuschelig.“ Auch wenn Grit es nicht so sieht, ich finde sie sieht super gut aus. So wie sie da steht, würde ich sie am liebsten umarmen und küssen. Scheiße man! Diese Frau macht mich ganz sentimental. Sie dreht sich grinsend um, stützt die Hände in die Seite und sagt: „Los geht’s!“ Ich grinse und schnappe mir meinen Mantel. „Na dann!“ Ich halte ihr die Tür auf und sie spaziert an mir vorbei.

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Bahar ( 99888 )
Abgeschickt vor 228 Tagen
Ich finde es echt klasse das du immer am
Spannendesten Platz aufhörst da bekommt Mann
ja mehr Lust zu lesen
Hikari ( 52165 )
Abgeschickt vor 239 Tagen
Nein würde ich nicht Ronja , aber deswegen iSt es so blöd weil es genau wirklich die spannendste stelle ist
Ronja ( 57034 )
Abgeschickt vor 240 Tagen
Ich weiß, ich weiß. Würdest du schlecht über mich denken, wenn ich dir sage, das war mit Absicht? Fortsetzung folgt bald...
Hikari ( 52165 )
Abgeschickt vor 240 Tagen
OMG! SO ETWAS DARF MAN KEINEM ANTUN😱 an der spannendsten
Stelle einfach aufhören.......Bitte schreib schnell weiter!!!!!!!
P.S.
Respekt, ich könnte Soetwas nicht . Mach weiter so😉
alegssa ( 22446 )
Abgeschickt vor 244 Tagen
Ich hab schon so gespannt gewartet. Bitte schreib schnell weiter 😍😍
Bahar ( 10063 )
Abgeschickt vor 246 Tagen
Respekt du kannst schreiben wie ne Profi.
P.S
Mich hast du schon als Bewunderer
angle of life ( 63895 )
Abgeschickt vor 247 Tagen
Coool der neue Teil ist echt so toll 😊
Ich finde die Story eine von den besten ! Bitte mach schnell weiter!
Ich möchte gern wissen wie es weiter geht. Mach weiter so!
loliee ( 10932 )
Abgeschickt vor 317 Tagen
Das ist DIE BESTE ff, die ich bis jetzt gelesen hab, um ehrlich zu sein;)
♥☺♥☺♥☺♥☺♥☺
Monkey D Woosmann ( 89282 )
Abgeschickt vor 326 Tagen
cool der neue Teil
SAKURA ( 64916 )
Abgeschickt vor 353 Tagen
Wann kommt der 36 Teil die Geschichte is voll cool
Ronja ( 14911 )
Abgeschickt vor 370 Tagen
Ich find es super cool, dass du dir so Gedanken machst, wie es wohl weitergeht. Ob Grit Königshaki hat weiß ich nicht so genau. Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, aber wer weiß. Sie überrascht einen immer wieder ;)
Gol D. Lea ( 64467 )
Abgeschickt vor 370 Tagen
Bittttee schreib weiter ich finde diese geschichte so cool ich hätte
sogar eine Idee wie es weiter gehen könnte ; nähmlich das die kid piratrn
in einen kampf mit der marine haben aber da dabei auch der admiral
kuzan oder wie der heisst dabei ist könnnen die kid piraten nicht gewinnen
Den sie sind dan alle auch schon stark mitgenommen und als dan dieser
Admiral dan kid und die anderen töten will setzt dan Grit Königshawki frei
Und besiegt sie dan weil du hast schon so mit dem Hawki angefangen das
Sie und kid es trainieren da wäre das glaube ich eine coole wenden das dan
Grit Königshawki erweckt aber es ist deine FF es wäre jetzt nur von mir
Ein Vorschlag.
Bahar ( 00301 )
Abgeschickt vor 396 Tagen
Ist nicht schlimm aber es würde mich freuen wenn
du bald weiter schreiben könntest den das ist
meine aler Liebste Geschichte überhaupt ❤️😍😂😜
Vicky ( 55748 )
Abgeschickt vor 422 Tagen
OK danke für die Info
Ronja ( 58949 )
Abgeschickt vor 423 Tagen
Hey Vicky. Bisher sind es nur 33 Teile. Schreibe grade den nächsten aber bin in letzter Zeit kaum zu Hause. Deshalb dauert es ein bisschen 😊
Vicky ( 40966 )
Abgeschickt vor 426 Tagen
Hallo Ronja wie viele Teile giebt es den insgesamt ? Die fanaction war so cool ich bin jezt bei 33 giebt es noch mehr ?
Lu ( 48365 )
Abgeschickt vor 439 Tagen
Ich finde die story echt cool obwohl ich mir garnicht mag😃! Bitte schreib weilet
Rika Nara/Weasley ( 16164 )
Abgeschickt vor 446 Tagen
Ach so, bei Kid kann man ja nie wirklich wissen
wie er gerade so drauf ist :-) Schreib bitte
schnell weiter. Bei so SCHÖNEN Geschichten
kann ich es immer NICHT ABWARTEN. :-)
Ronja ( 45778 )
Abgeschickt vor 448 Tagen
@Rika Nara/Weasley Kid hat nur eine Ansage gemacht. Es wurde niemand zusammengeschrien ^^
Rika Nara/Weasley ( 60541 )
Abgeschickt vor 448 Tagen
Wieso musste Kid denn laut werden, wer hat denn
[BEEP] gebaut? :-) Wie immer schönes Kapitel.
Mach bitte schnell weiter. :-)