Warrior Cats: Die Geburt eines Schneesturms 3

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1 Kapitel - 2.037 Wörter - Erstellt von: Schneeflocke - Aktualisiert am: 2015-01-25 - Entwickelt am: - 988 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Erdjunges und Regenpfote können sich nicht vorstellen, was ihr Traum zu bedeuten hat.
Dafür ist Schneejunges zum ersten Mal im Wald. Als ein junger AscheClan-Schüler in ihr Territorium eindringt, kämpft sie mit fremden Kräften gegen ihn und Schneejunges Clangefährten lassen sie aus Ehrfurcht alleine im Wald stehen.

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    Tropfenjunges jaulte ununterbrochen. Seine Beine zuckten in einem unregelmäßigen Takt. Das Fell - schweißgetränkt.
    Durch die lauten Geräusche wurde Erdjunges wach. Er hob den Kopf. Sein Freund hatte aufgehört zu jaulen. Eine kleine weiße Gestalt lag an seinem Bauch und kuschelte sich an das nasse Fell. Erdjunges sprang auf und ging näher zu den Katzen hin. Ja, es war tatsächlich Schneejunges, die da lag und eine fremde Katze tröstete. Wie hatte sie es gespürt, dass der Gefährte Trost brauchte? Silberfuß lag immer noch schlafend in ihrem Nest. Sie hatte gar nicht bemerkt, wie ihr Junges gegangen war. Erdjunges betrachtete das Kleine und erst nach ein paar Momenten fiel ihm der Traum wieder ein. Sein Kopf wurde schwer und er wusste nicht, was er jetzt tun sollte.
    Regenpfote! Hatte auch sie den Traum geträumt? Oder war sie nur Teil seines Traums gewesen? Er musste sie unbedingt sehen. Schnell lief der kleine Kater aus der Kinderstube. Die Luft war kühl, angenehm kühl. Dass Regenpfote nicht im Heilerbau war und schlief, wusste Erdjunges sofort. Die Schülerin liebte es, am frühen Morgen den See zu besuchen und dort das Tal zu betrachten, während alles schlief. Leise schlich Erdjunges durch das LichtClan-Lager.
    Die Wache ließ ihn ohne Bedenken vorbei. In Erdjunges Clan war es normal, dass Katzen früh morgens aus dem Lager rannten, um Beute zu fangen. Der Boden war nass und der braune Kater zuckte zusammen. Wird die stärkste Katze vom Regen mitgerissen… Tüpfelblatts Worte lagen schwer in seinen Ohren. Trotzdem genoss er es, um diese Uhrzeit im Wald zu sein. Auch wenn die Bäume bald der Lichtung Platz machen würden, war das kurze Stück doch Erdjunges Lieblingsterritorium. Eine Amsel sang ihr Morgenlied. Erdjunges pirschte sich heran, wie die Krieger es immer machten, und sprang blitzschnell auf den Ast, auf dem sich die Beute befand. Doch man merkte, dass der kleine Kater noch kein Schüler war. Die Amsel stieß einen Warnruf aus und flatterte davon.
    Nicht minder bedrückt, rannte er weiter, bis das Tal gekommen war. Um den tiefblauen See herum wanden sich die Berge und die Katze am Ufer machte den Anblick wunderschön. Wie jedes Mal konnte Erdjunges vor Staunen nicht Luft holen. Es sah einfach atemberaubend aus.
    „Regenpfote!“ Die blaugraue Gestalt fuhr herum. Erst wirkte sie ärgerlich, dann besorgt. „Du hast auch geträumt?“, riet Erdjunges. Die Schülerin nickte. „Das war die Prophezeiung“, meinte Regenpfote. „Sternenglanz hat mich davor gewarnt.“ „Aber was bedeutete sie.“, fragte Erdjunges. „Bedeutet“, korrigierte die Schülerin ihn und fügte dann hinzu: „Ich weiß es auch nicht.“ Die beiden Katzen schwiegen. „Weißt du, wieso sie zu mir gesprochen hat? Ja, du bist Heilerschülerin, aber ich habe diesen Weg doch gar nicht eingeschlagen“, überlegte Erdjunges. Ohne eine Antwort wandte Regenpfote sich wieder zum See und legte ihren Kopf auf die Pfoten. „Ich will gar nichts davon wissen“, miaute sie: „Nur wir zwei haben geträumt. Ich habe Sternenglanz gefragt, aber sie weiß nichts von bestimmten Träumen. Und auch die Prophezeiung versteht sie nicht.
    Passt ihr nicht auf, so wird die Stärkste Katze des Clans von dem Regen mitgerissen werden und sie wird alles zerstören.
    Wer ist denn bitte unsere stärkste Katze? Moosstern? Oder sogar Sternenglanz? Und der Regen…“, sie stockte.
    „Ich glaube nicht, dass du gemeint bist“, beruhigte Erdjunges sie.
    Es wurde still. Dann: „Und was waren das für Blicke in die Vergangenheit?“, miaute Regenpfote.
    „Naja, das Erste waren Tropfenjunges und ich; dann Silberfuß und sozusagen auch Schneejunges… Übrigens: Tropfenjunges hat schlecht geträumt und als ich aufstand, um ihn zu trösten, lag Schneejunges schon neben ihm. Sie hat das gespürt.“ Erdjunges dachte daran zurück. Er bewunderte das Junge für das feine Gespür, während seine Freundin neben ihm eher ängstlich vor dem Gedanken zurückwich: „Ich finde das irgendwie gruselig. Ich meine, es ist zwar nicht schwer zu erkennen, wie Tropfenjunges sich in solchen Momenten fühlt, aber trotzdem sollte Schneejunges noch nicht so gut die anderen Katzen verstehen.“
    „Du weißt also nichts über die Bedeutung des Traumes?“, fragte Erdjunges.
    „ Ich schätze nicht, nein.“


    Etwas später:

    Silberfuß hatte nicht aufgepasst. Nachdem ihr Junges nach draußen geschlichen war, um die Krieger zu beobachten, schlief die Kätzin weiter.
    Schneejunges betrachtete den Schnee im Lager. Die meisten Katzen fanden es zu kalt, aber das Junge liebte den Schnee. Am Lagereingang stand Steinfell mit seinem Schüler Strauchpfote. Schneejunges rannte auf die beiden zu. „Was machst du denn hier?“, fragte der Mentor. „Die Gegend erkunden. Es ist ja soooo langweilig im Bau“, beklagte sie sich und versuchte spielerisch, Strauchpfotes Schwanz einzufangen. „Und deine Mutter?“, wunderte er sich: „Musst du nicht im Bau bleiben?“
    „Sie hat dagegen nichts gesagt!“, wenigstens war das keine Lüge. Aber wie sollte eine schlafende Katze auch reden!
    Die kleine Kätzin betrachtete ihre Pfoten und fragte: „Vielleicht… Könnt ihr mich mitnehmen?“
    „Und wieso sollten wir?“, fragte Strauchpfote und hob seine Nase. „Weil ich endlich mal sehen will, wie schön ihr jagen geht! “, schwärmte Schneejunges. „Ihr seid doch superschnell, oder? Und dein Fell“, sie nickte zu Steinfell: „soll doch immer so glänzen, wenn du rennst!“. Das war zwar nicht ernst gemeint, aber es half.
    Steinfell zögerte. „Eigentlich haben wir noch viele Übungen zu wiederholen, aber du hast Recht, es ist echt spannend, wenn wir jagen gehen!“
    Ein bittender Blick von Schneejunges. „Nun gut, heute nehmen wir dich mit.“
    „Danke!“, rief sie glücklich aus und bemerkte noch den Blick von Strauchpfote. Dieser musterte sie abwertend. Doch davon ließ sie sich nicht einkriegen, sondern hob den Kopf, um hinter Steinfell aus dem Lager zu stolzieren.
    Das Lager war eine große Lichtung, etwas abgesenkt, so dass die Differenz zwischen Lagerboden und Waldboden etwa zwei Meter betrug. Der Untergrund war erdig, nur an manchen Stellen wuchs etwas Gras. An der einen Seite der Absenkung türmte sich eine Steinwand auf, sechs Meter hoch, fast spiegelglatt. Ein Vorsprung wuchs heraus, von da führte ein Loch in eine Höhle. Dort war der Bau des Anführers. Der erste Ausgang aus dem Lager war direkt gegenüber. Wo der erdige Boden wieder hoch führte, war ein Durchgang aus Stein, mit Efeu bedeckt. Die Bäume schirmten alles ab, so dass das kleine unebene Stückchen Wald gar nicht auffiel. In der Mitte des Lagers war ein Haufen Frischbeute, darum ein paar kleine Baumstämme. Dies war einmal von Zweibeinern hergerichtet worden. Drumherum waren alle anderen Bauten. Es gab sonst noch zwei Möglichkeiten, aus dem Lager zu kommen. Bei der Kriegerhöhle führte ein senkrechter Tunnel zu einem kleinen Fluss. Mitten unter der Frischbeute konnte man einige Meter unter der Erde gehen, um zu dem steinernen Haupttunnel zu kommen.
    Schneejunges war noch nirgends außer in der Kinderstube gewesen. Sie wollte allerdings noch viel mehr entdecken. Die beiden Katzen führten sie durch den Wald und sie sah eine Menge, konnte sich gar nicht alles merken. Da waren hohe Bäume, kurze Gräser, leuchtende Blumen. Manchmal blieb sie stehen, weil irgendetwas erschnüffelt werden musste. Ein rotes Kraut hatte so einen scharfen Geruch, dass Schneejunges Nase noch viel später auch wehtat. Eine komisch orangene Blume an einem großen knorrigen Baum, der viel älter als alles im Umfeld wirkte, glänzte so stark, dass die kleine weiße Kätzin sofort daran riechen musste. Sie schreckte zurück. Wie durch eine unsichtbare Kraft, wurde ihr Kopf zusammengedrückt, die Augen weiteten sich und das Fell an ihrem ganzen Körper sträubte sich. Sie fühlte sich stärker als davor. Was war das? Der Prozess dauerte nur ein paar Sekunden, doch er verängstigte sie sehr. War das normal bei manchen Blumen hier? Lag es an ihr? Schweigend setzte sie ihren Weg fort und untersuchte keine anderen Sachen mehr. Nicht dass sie Schmerzen gehabt hätte, aber die Angst überwältigte sie. Erst nach ein paar Metern danach wurden sie gestoppt. Steinfell blieb stehen und knurrte: „AscheClan! Ich rieche AscheClan!“ Alle zuckten zusammen. „Wie viele?“, fragte Schneejunges. „Einer“, kam es als Antwort. Da erschien vor ihnen ein Junges. Es war etwa so klein wie Schneejunges, dafür aber so dick, als hätte es viel zu viel gegessen. Mit erhobenem Kopf und zusammen gekniffenen Augen blickte es die LichtClan-Katzen an, als wären sie Abschaum. Schneejunges war so erschrocken über diese Erscheinung, dass sie sich hinter Steinfell versteckte. Dieser sah in dem Jungen zwar keinen Gegner, doch er hatte, wie auch sein Schüler, eine aufmerksame Miene aufgesetzt. Das Fell rabenschwarz, die Augen blau, kam der Eindringling jetzt auf sie zu und blickte wütend. „Ich bin der Schüler Nachtdorn des AscheClans!“, das brachte alle zum Stutzen. Er war schon Schüler? Und warum hieß er dann nicht Nachtpfote? Unbeeindruckt von ihrer Reaktion sprach er weiter: „Wir haben die Grenze verschoben! Die ist jetzt Territorium meines Clans!“, fauchte er und stürzte sich unerwartet auf die kleine Schneejunges. Wie in Trance rannte sie auf ihn zu, schlug ihre Pfoten gegen den schwarzen Bauch und rollte sich unter seinem Körper durch. Noch ein Schlag wurde von ihrer Seite getan. Der Gegner lag auf dem Boden und stöhnte, als er versuchte, sich wieder aufzurichten. Noch einmal griff das weiße Junge an, ohne zu wissen, was sie eigentlich tat und warum sie es nicht dem erfahrenen Krieger überließ, das Territorium zu verteidigen. Siegesgewiss ließ sich Schneejunges auf Nachtdorn fallen und rollte sich dann wieder weg. Der schwarze Schüler lag am Boden und atmete schwer. Schneejunges war stolz auf sich, doch Steinfell und Strauchpfote betrachteten sie ängstlich. Plötzlich fing es an zu schneien. Kein Wind, nur die Schneeflocken, die zu Boden segelten und langsam alles bedeckten. Woher konnte Schneejunges das? Woher konnte sie kämpfen? Erschrocken wichen ihre Clangefährten zurück und liefen weg. „WARTET!“, rief Schneejunges und versuchte sie einzuholen. Nichts mehr war von ihnen zu sehen. Der AscheClan-Schüler bewegte sich. Er öffnete die Augen und stand auf. Da traf die Kätzin eine Erkenntnis: Er war wunderschön und blickte so klug aus den hellblauen Augen, dass sie sich nicht rühren konnte. Und dann stürzte er sich zum zweiten Mal auf sie. Und sie reagierte zu spät.

    Hallo! Spät - später - am spätesten. Deutsch kann ich zwar, aber mein Zeitgefühl… Na ja…
    Einfach: Sorry, für das späte hochladen. Meine Muse wollte nicht aus dem kuscheligen Bett, sozusagen, deshalb erst jetzt. Aber ich hoffe, das macht nichts.
    Ganz kurz danke ich hier meiner Freundin Rosenherz, der stolzen roten Kätzin, die mich so wundervoll beriet. Ein bisschen abgewandelt, das tut mir leid, aber eigentlich gibt es ja überall was zu verbessern, meine liebe Gefährtin.
    Hat es euch gefallen? Ich hoffe, denn wenn ihr von der Geschichte plötzlich nichts mehr haltet, dann kann ich für mich schreiben, aber brauch das hier nicht hochzuladen!
    Also, viel Spaß beim Kommentar schreiben! Ich schreibe nämlich nur weiter, wenn ihr das auch wollt! Und wie findet ihr den mysteriösen schwarzen Kater?
    Tschüssli Müsli
    Eure Schneeflocke


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