Engelweiß 5

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1 Kapitel - 2.052 Wörter - Erstellt von: Suchasweetnightmare - Aktualisiert am: 2015-01-25 - Entwickelt am: - 1.225 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Juhu ich hab es geschafft!;) Gut hier ein bisschen was von allem (auch ein paar Antworten (endlich)und noch ein paar Fragen (seufz)) Langsam fügen sich aber die Teile zusammen, im nächsten Kapitel könnt ihr dann endlich das fertige Bild betrachten und in den darauffolgenden Teilen wird angebaut (...Meister der Metaphern...NICHT...)
Danke für all die lieben Kommentare, ich freu mir bei jedem einzelnen ein Loch in den Bauch: D
Und jetzt viel Spaß:)

    1
    Schatten in der Nacht, die Zeit verrinnt
    Eine Nacht ohne Sterne und Worte ohne Sinn
    Fliegen möcht ich gerne, doch Fliegen wohin?
    Der Wind soll mich tragen, das himmlische Kind

    Die Nacht war mit einem Wimpernschlag vergangen. Ein neuer Morgen kam über die Hügel gekrochen, während die Zwerge sich aus den Säcken befreiten. Da jedes Kind wusste, das Trolle nur nachts herauskamen und bei Tagesanbruch unbedingt wieder Zuhause seien mussten, schlossen sie, dass sich in der Nähe eine Höhle befinden musste, in der die Trolle tagsüber hausen konnten. Sie wussten außerdem, dass es in solchen Höhlen nicht selten von Schätzen wimmelte, also machten sie sich auf die Suche. Die Höhle war schneller gefunden als gedacht und tatsächlich voll mit Gold und allerlei Wertvollem. Natürlich konnten sie auf ihrer langen und gefährlichen Reise kein schweres Gepäck gebrauchen, daher buddelten sie ein so viel sie konnten und nahmen sich vor, auf der Heimreise noch einmal herzukommen, schließlich wollte sich keiner von ihnen einen solchen Schatz entgehen lassen, auch wenn sie insgeheim hofften, dass der Schatz, der sie im Erebor erwartete, diesen bei weitem übertreffen und eine Rückkehr an diesen ungemütlichen Ort überflüssig machen würde.
    Zwischen all dem Gold und Gerümpel entdeckten sie auch drei Schwerter und nahmen sie mit. Draußen überschlugen sich die Ereignisse. Radagast kam und berichtete von einem seltsamen Leiden im Grünwald, gleichzeitig gaben sich ihre Verfolger, die Orks, zum ersten Mal zu erkennen. Mit einem geschickten Ablenkungsmanöver gelang es der Gemeinschaft schließlich zu flüchten. Sie standen am Anfang eines schmalen Pfades, dessen Ende nicht erkennbar war. „Folgen wir ihm, oder folgen wir ihm nicht?“, fragte jemand. „Wir folgen ihm!“, rief jemand anders. „Das wäre wohl das Klügste, murmelte Gandalf, und sie folgten ihm.
    Der Weg mündete in eine gewaltige Schlucht und gab den Blick auf ein malerisches kleines Dorf frei; Bruchtal. „Du hast das von Anfang an geplant!“ Thorin. Sie seufzte. Natürlich hatte er gute Gründe für seine Abneigung gegenüber den Elben, aber sah er denn nicht, dass nicht alle Elben gleich waren?
    Elrond von Bruchtal begrüßte sie freundlich und lud sie alle zum Essen ein. Ein wenig später saß sie mit Gandalf, Thorin und Elrond am Tisch und hörte ihren Gesprächen zu. Sie redeten über die Orks, über den Wald und eine Bedrohung im Osten. Es hieß ein „Nekromant“ hätte sich in Dol Guldur niedergelassen und würde von dort aus die Orks befehligen. Lucy schluckte. Sie wusste genau wer dieser „Nekromant“ war und was er vorhatte. Und doch konnte sie nur schweigend dasitzen und zusehen, wie sie alle in ihr Verderben liefen. Schon bald würde Mittelerde ein dunkler Ort sein, wenn nicht ein Wunder geschah. Doch Wunder waren selten in diesen Tagen, zu selten um auf eines zu hoffen. Sie schaute zu Thorin. Er war so voller Zuversicht, es brach ihr das Herz.
    Später saß sie zusammen mit den anderen Zwergen auf einer der unzähligen Terrassen und lauschte ihren Geschichten. Aus der Ferne hörte sie Gandalfs Stimme und schaute sich um. Sie entdeckte ihn zusammen mit Elrond ein paar Ebenen höher und beschloss zu ihm zu gehen. „Guten Abend Frau Luthien“, begrüßte Elrond sie. Lucy lächelte und nickte zur Begrüßung. Sie kamen an einen weitläufigen Balkon mit Blick auf die Schlucht. Ganz vorne stand eine Frau, ihr langes blondes Haar reichte fast bis zu Boden und hob sich wunderschön von dem himmelblauen Gewand ab, welches sie darunter trug. Galadriel. Ihre Mutter. Dieser Gedanke kam ihr merkwürdig vor. Konnte jemand, der ihr selbst so unähnlich war, wirklich ihre Mutter sein?
    Als Galadriel die drei erblickte, lächelte sie. „Guten Abend Herr Elrond, guten Abend Herr Gandalf. Und guten Abend… Lucy“ Als sie ihren Namen aussprach, lag eine liebevolle Wärme in ihrer Stimme. Lucy versuchte vergeblich ihrem durchdringenden Blick zu entfliehen. „Guten Abend, Frau Galadriel“ Sie setzten sich um einen ovalen Tisch und Gandalf berichtete von den Geschehnissen und seinen Sorgen bezüglich des Nekromanten. Lucy schaute zu Boden. „Du kennst die Wahrheit“, hörte sie Galadriels Stimme in ihrem Kopf, „er hat mit dir Gesprochen“ Lucy schwieg. „Warum schweigst du, liegt dir unsere Zukunft nicht am Herzen“ „Doch“, flüsterte Lucy, „und genau deshalb schweige ich“ Die drei sahen sie an. Gandalf und Elrond sahen verwirrt aus, Galadriel nachdenklich. „Ich verstehe“, sagte sie schließlich. Dann fuhren sie fort, wo sie eben unterbrochen worden waren und Lucy saß nur noch schweigend da.
    Nachdem das Gespräch beendet war ging sie zu dem Haus, indem sie du die Zwerge untergebracht waren. Sie legte sich in das für sie vorgesehene Zimmer und starrte an die Decke. Sie kannte die Wahrheit, wusste, was geschehen würde. Sie wusste alles. Und doch konnte sie dieses Wissen nicht teilen, mit niemandem. Angefangen hatte alles schon mit ihrer Geburt. Die Kräfte Saurons und Galadriels, der Herrin des Lichtes und des Königs der Schatten wurden in ihr und ihrer Schwester vereint. Lucy kam eher nach ihrem Vater. Ein klarer Verstand und eine kalte Seele, gelenkt von einem starken Herzen. Mut und Entschlossenheit, sowie Furchtlosigkeit, ein starkes Bedürfnis nach Freiheit und Ehrgeiz. All das waren Eigenschaften, die auch Sauron besaß, wurden diese auch mit der Zeit von Zorn und später blindem Hass getrübt. Ihre Schwester dagegen, war Intelligent, verantwortungsbewusst, einfühlsam, elegant, wortgewandt. Anmut, Selbstlosigkeit und Weisheit, waren die Dinge die sie ausgezeichnet hatten. Wo immer sie auch gewesen war, sie hatte den Menschen in ihrer Nähe steht’s ein Lächeln aufs Gesicht zaubern können. Ihr Verstand war einzigartig gewesen, ihr Herz rein und voller Mitgefühl. Aber ihr Geist war immer schwach, sensibel. Sie hatte nicht mit ihrer Macht nichts anfangen können, konnte sie weder bändigen, noch mit ihr umgehen. Kraft ist nicht nur ein Segen, sondern auch eine Last. Ella hatte diese Last nicht tragen können. Sie wurde von ihr erdrückt.
    Nach Ellas Tod änderte sich alles. Lucy war jetzt ganz allein, mit einem Vater den sie hasste und einer Mutter die sie nicht kannte. Ein paar Jahre zog sie Ziellos durch die Lande, hielt sich mit zwielichtigen Jobs am Leben. Objektiv betrachtet waren dies die schlimmsten Jahre ihres Lebens, Tage ohne Wasser, die Hände voll mit dem Blut irgendwelcher Orks oder Banditen. Dann traf sie eines Tages auf eine Gruppe von Zwergen und schloss sich ihnen an. Einer von ihnen war Thorin, Sohn des Thrain, Sohn des Thror. Sie hatte sich nicht sofort in ihn verliebt, am Anfang war er ihr viel zu unfreundlich (auch wenn er schon verdammt gut aussah). Eines Tages jedoch, um die Mittagszeit, sie hatten gerade Rast gemacht, sah sie ihn hinter seinem Zelt, zusammen mit seinen Neffen, Kili und Fili, damals noch Kinder. Die beiden tobten lachend auf ihrem Onkel herum, zogen an seinem Bart und wühlten in seinen Haaren herum. Er wehrte sich nur halbherzig und versuchte immer wieder einen der Beiden zu erwischen, aber sie waren zu schnell und geschickt. Nach einiger Zeit gelang es ihm doch, Fili zu packen und er kitzelte den Kleinen bis dieser quiekte und nach Luft schnappte. Dann lachte er, Thorin, es war das erste Mal das Lucy ihn Lachen sah, und es war das schönste Lachen, das sie je bei einem Menschen, Zwerg, Elb oder sonst einem Wesen in Mittelerde gesehen hatte. Sie wollte ihn immer so sehen, glücklich, frei. Doch leider geschah dies viel zu selten.
    Lucy wusste nun, das seine Härte nur gespielt war, nur eine Maske, die er trug. Er wollte Stärke zeigen, Entschlossenheit. Niemand sollte sehen wie sehr er sich fürchtete. Wie sehr er fürchtete die zu verlieren, die ihm am Herzen lagen, die, die er um jeden Preis beschützen wollte.
    „To love is to destroy, and to be loved is to be the one destroyed” (The Mortal Instruments, Cassandra Clare)
    Kili und Fili waren die einzigen, denen er seine Liebe zeigte, die einzigen in deren Gegenwart er seine Maske fallen ließ. Noch mehr als sein Lachen, liebte sie sein Lächeln. Es war kein großes, strahlendes Lächeln, wie bei Fili und Kili, nur ein kleiner Zug um die Mundwinkel. Er hatte winzige, kleine, niedliche Grübchen. Und ein paar noch winzigere Fältchen an den Augen. Und wann immer er lachte, lachten seine Augen mit. Sie beschloss sich von seiner Kälte nicht abschrecken zu lassen. Sie wollte ihn kennen und vor allem verstehen lernen, sein Vertrauen gewinnen. Und eines Tages, irgendwann in der Zukunft, wollte sie der Grund für sein Lächeln sein, seine Stern in der Finsternis.
    Ihre Augen waren Feucht und sie drehte sich zur Wand; versuchte ihren Kopf auszuschalten und zu schlafen. Keine Chance. Ständig sah sie nur ihn, seine Augen, sein Lächeln, seine großen Hände um ihre kleinen zarten Finger. Es klopfte.
    „Herein?“ Es war Kili, der zögernd den Raum betrat. „Guten Abend“, murmelte er verlegen, „ich wollte nicht stören aber ich kann nicht schlafen und dachte ich kann ja mal anklopfen“ Lucy setzte sich auf und klopfte neben sich auf die Bettdecke. „Setz dich“ Er setzte sich. „Ich wollte mit dir sprechen“, sagte er nun. „Nur zu“, antwortete Lucy neugierig. Er druckste ein wenig herum, dann sagte er: „ Es geht um dich und Thorin. Mir kam es vor als würdet ihr euch kennen?“ Lucy lehnte sich gegen die Wand und schaute aus dem gegenüberliegenden Fenster. Es war dunkel, draußen schienen die Sterne. „Ja“, sagte sie. Nach einer Weile fügte sie hinzu: „Ja, wir kennen uns schon lange. Genauso lange wie ich dich kenne“ Er war verwirrt „Wir kennen uns nicht“ Lucy lächelte. „Doch, du warst damals noch ganz klein, viel zu klein um dich daran zu erinnern. Ich bin eine Weile mit euch gereist, drei Jahre um genau zu sein“ Er nickte. „Irgendwann habt ihr euch getrennt und ich bin mit ihm gegangen“ Er nickte wieder. Sie schwiegen eine Weile. Wahrscheinlich war das nicht das was er wissen wollte, überlegte Lucy, aber er fragte nicht weiter. Nach einer Weile stand Kili auf und ging zur Tür. „Gute Nacht“, er lächelte kurz, dann verschwand er auf dem Gang. „Gute Nacht“, murmelte Lucy.
    Sie konnte nicht schlafen. Thorin spukte ihr durch den Kopf und wann immer sie die Augen schloss sah sie ihn vor sich, mit diesem kalten Ausdruck der Enttäuschung in seinen Augen. Es machte sie Wahnsinnig. Nach dem sie sich zum fünfzehnten Mal auf die andere Seite gedreht hatte, stand sie schließlich auf und ging Barfuß nach draußen. Die kühle Abendluft würde ihr gut tun und ihr hoffentlich den Kopf frei machen. Sie beschloss in die Gärten zu gehen, man hatte ihr erzählt, dass es dort Glühwürmchen und leuchtende Pflanzen gab. In der Mitte des Gartens stand ein großer, alter Kirschblütenbaum, dessen Blüten sich nur zwischen Mitternacht und ein Uhr morgens öffneten. Eigentlich müsste es bald so weit sein. Sie wusste das unter dem Baum eine Bank stand, auf die sie sich setzten wollte, aber als sie dort ankam, war ihr Platz bereits belegt…

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