Nur das Innere zählt 8

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1 Kapitel - 1.094 Wörter - Erstellt von: Fantasy girl - Aktualisiert am: 2015-01-19 - Entwickelt am: - 1.456 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Für alle, die Darauf gewartet haben.. In diesem Kapitel kommt endlich etwas Gefühl in die Story

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    Kapitel 8


    Jemandem neuen Vertrauen

    Legolas' Sicht:

    Ich lag auf dem großen Bett in meinem Zimmer und lies meinen trüben Gedanken freien Lauf. Vor mir schwebten die Schwarzen Nebelschwaden die mir keine Ruhe mehr liesen und behinderten meine Sicht.
    Es war nun über 10 Tage her, seit ich in Bruchtal angekommen war. Und in all diesen Tagen hatte ich mich nicht einmal hinaus getraut.
    Ich hatte mein Zimmer nicht verlassen...
    Ich schämte mich zu sehr vor den anderen Elben.
    Obwohl Elrond mir mehrmals gesagt hatte, das es nichts gab, wofür ich mich schämen müsste. Aber das sah ich ganz anders...

    Ich hoffte so sehr, das Aragorn mit seiner Mission Erfolg haben würde. Ich wollte endlich wieder sehen können... Endlich wieder kämpfen können....

    Ein Klopfen an der Tür schreckte mich aus meinen Gedanken.
    "Ist Offen" rief ich mit getrübter Stimme. Ich hörte, wie die Tür auf ging. Vorsichtig richtete ich mich auf und versuchte heraus zu hören, wer hier in meinem Zimmer war.

    "Mein Prinz, ich bin eine von Lord Elronds Heilerinnen"

    Ich sagte nichts. Ich konnte nichts sagen. Diese Stimme. Ich kannte sie nicht. Aber sie war so klar. So rein. So, als ob sie nur eine Briese des Windes wäre.

    "Ich bin auf Lord Elronds Wunsch hier. Um mich ein bisschen um euch zu kümmern" sagte die Heilerin.

    So sehr ich mich auch bedankt hätte... Eine Stimme in mir war wohl zu stolz dafür. Und so sagte ich nur: "Ich brauche niemanden, der sich um mich kümmert. Das einzige, was ich brauche, ist mein Augenlicht"

    Ein paar Sekunden war es still. Dann sprach die Heilerin wieder.

    "Ich weiß, das ihr frustriert seid, mein Prinz. Aber solange ihr.... Euer Augenlicht nicht wieder habt, brauch ihr Hilfe. Ihr könnt nicht für den Rest eures langen Lebens hier in diesem Zimmer bleiben. Ihr müsst mir einfach vertrauen. Auch, wenn ihr mich nicht kennt..."

    Ich sagte nichts. Ja, natürlich hatte die Heilerin Recht. Aber es war irgendwie gegen meine Würde, mir helfen zu lassen.
    Doch ich sah irgendwann doch ein, dass mir nichts anderes übrig blieb...

    "Ich werde euren Verbannt wechseln" sagte die Heilerin nun.

    Ich hörte, wie sie näher kam. Reflexartig zuckte ich zurück, als sie meinen Verbannt abnehmen wollte. Mein Puls raste. Ich wusste nicht, was ich machen sollte. Mir war es immer schwer gefallen Fremden zu vertrauen. Und erst jetzt, da ich meinen gegenüber nicht sehen konnte, fiel es mir besonders schwer.

    Die Heilerin bemerkte meine Reaktion und hielt inne.

    "Ich bitte euch, mein Herr. Ihr müsst vertrauen. Ich möchte euch nicht weh tun" sagte sie leise.
    Ihr Stimme beruhigte mich auf eine seltsame art. Und als ich ihr nichts darauf antwortete, spürte ich, wie sie langsam
    den Knoten des Verbandes Löste.
    Vorsicht machte sie sich an die Arbeit. Als sie den Verbannt um meine Augen entfernte und ihre Finger kurz meine Haut berührten, zuckte ich zusammen.

    Sie waren so weich. Ihre Hände waren so sanft und warm.

    Während sie so arbeitete, lauschte ich den leisen Geräuschen die sie machte. Ihr leises Atmen. Das desinfizieren der Wunde, das Verbinden...

    "Habt ihr einen Namen?" fragte ich leise.

    Die Heilerin stoppte kurz mit ihrer Arbeit.

    "Natürlich habe ich einen" entgegnete sie mit leiser und sanfter Stimme.

    "Und? Darf ich ihn erfahren?" fragte ich weiter.

    "Aryana" antwortete sie.

    "Aryana? Ein schöner Name" bemerkte ich.


    Aryana beendete ihre Arbeit. Aber sie ging noch nicht. Ich spürte, wie sie sich auf mein Bett setzte. Eine Weile blieb es ruhig. Dann begann sie zu sprechen.

    "Sagt mir, wie es euch geht, mein Prinz!" verlangte sie leise von mir. Es war kein Befehl. Es war wie eine Frage.

    "Versetzt euch in meine Lage. Dann wisst ihr die Antwort" antwortete ich trübselig.

    "Habt ihr Schmerzen?" fragte sie weiter.

    Ich schüttelte langsam den Kopf.
    "Nur mein Herz ist zerrissen" murmelte ich.

    Es blieb ruhig. Dann nahm jemand meine Hand. Ich erkannte das es Aryanas Hand war. Sanft strich sie über meinen Handrücken.

    "Was ihr jetzt am meisten Braucht, Herr Legolas, ist Ruhe, Glaube und Vertrauen..." sagte Aryana.

    Sie stand auf. Und dort, wo sie gerade noch meine Hand berührt hatte, hinterließ sie ein angenehmes Kribbeln.

    Die Tür zu meinem Zimmer öffnete sich.

    "Aryana" rief ich ihr schnell noch hinter her.

    "Ja, mein Herr?" fragte sie leise.

    "Nennt mich bitte nur Legolas" bat ich.

    "Wie ihr wünscht" entgegnete sie.

    "Und dazu gehört auch, dass ihr mich mit 'du' und nicht mehr mit 'sie' anredet" meinte ich.

    "Oh. Nun, ich bin sicher, dass ich euch - ich meine... Dir - diesen Gefallen tun kann, mein Pr - ich meine... Legolas" sagte sie.

    Ich Schmunzelte. Es viel Aryana nicht leicht. Das hörte ich. Aber wenn ich eins nicht leiden konnte, dann waren es Leute, die mich aber mit "mein Prinz" ansprachen.

    "Ich werde heute Nachmittag noch einmal nach euch... Äh,... Dir schauen, Legolas" sagte Aryana.

    Ich nickte. Dann ging die Tür zu und ich hörte wie sie mit leiden Schritten. Den Gang entlang ging.

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