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Der Erbe des dunklen Herrschers

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1 Kapitel - 3.938 Wörter - Erstellt von: Morgoth25 - Aktualisiert am: 2015-01-19 - Entwickelt am: - 1.268 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Dies ist das 3. Kapitel meiner Geschichte zu Tolkiens Werken. Doch auch das vierte Zeitalter ist gefahrvoll. Vielleicht sogar gefahrvoller, als das Zeitalter davor!

    1
    Kapitel 3

    Von des Finsternis Sohn und der neuen Hoffnung
    Von der Angst und der Magie in diesen Höhlen getrieben schritt Krashnak, der Orkanführer vor das Grab des dunklen Dieners. Der schwarze Sarg stand auf einem grauen, länglichen Sockel, auf dessen Vorderseite grauenvolle Runen eingemeißelt waren, wie auch auf der Öffnung des großen Sarges. Langsam bewegte sich der große Uruk hai demütig auf den Sarg zu und rief in Westtron übersetzt, denn zu dunkel waren die Runen, um sie hier zu erläutern:,, Herr der Finsternis, bewege dich aus deinem Grab und erfülle die Prophezeiung deines Meisters nach seinem Willen!`` In jenen Moment polterte und rüttelte der Boden unter des Orks Füßen. Ehrfürchtig stellte sich Krashnak in eine Ecke und wartete auf das Erblicken seines Meisters. Als sich der Sarg von oben her öffnete, kamen Nebelschwaden hervor, die den Orkherren nur noch mehr Angst machten. Plötzlich erhob sich aus dem Grabe ein schauriges Abbild seines Meisters. Eine Gestalt in einer dunkelsilbernen Rüstung. Auf dessen Haupt eine Krone mit drei Zacken, die zugleich auch sein Gesicht verhüllten. Nur seine giftgrünen Augen erahnte man aus den Schlitzen des giftgrünen Kopfschmucks. Die Gestalt stieg aus dem Grabe und hob sein magisches Schwert,, barzum draagh'', was so viel bedeutete, wie dunkler Hammer aus dem Grab. Es war so schwarz, wie der dunkle Turm selbst. Die Klinge getränkt in Ungoliants Gift, was dem Verletzten nicht nur umbrachte, sondern auch sämtliches Licht aus den Adern sog. Somit konnte kein Krieger das Schwert Agandaurs berühren. Nicht einmal die mächtigen Noldor. Der Ritter Saurons wusste, was nun zu tun war und als er den Ork in der Ecke ehrfürchtig vor ihm knien sah, rief auch er, wie einst Morgoth und Sauron mit zerrissener und verfluchter Stimmlage:,, Sammle deine Gefolgsleute und bringe sie ungesehen nach Forwaith! Dort, in den schneebedeckten Landen, wo sonst niemand hin käme, rüsten wir zum Krieg!`` Sofort rannte der große, schwer bewaffnete Ork die Treppen hoch und ritt mit seinem Warg heimlich davon, um seine Gefolgsleute zusammen zu rufen. Schwer war diese Aufgabe, denn zerstreut und uneins waren die dunklen Diener Saurons und Morgoth zu dieser Zeit, denn die Niederlage vor den Toren Morias bereitete ihnen Angst. Nachdem Agandaur seinen Heerführer entsandte, stieg auch er die Treppen hinauf und sah auf die schneebedeckten Ebenen Angmars. Zu sicher war er sich über den Sieg, denn Morgoth Kinder sollten erneut geweckt werden. So wie einst Glaurung und Smaug Mittelerde bedrohten, so sollen es auch ihre Kinder nach machen. Er wusste aber auch, dass er nicht nach Carn Dum, oder Mordor, oder nach Dol gulur zurückkehren konnte, denn zu offensichtlich waren diese Festungen für einen erneuten Aufmarsch. Also erinnerte sich der dunkle Fürst an die Worte seines Meisters und flog in einer schwarzen, von weiten kaum sichtbaren Wolke nach Forwaith, um sich an dessen Grenzgebirge ans Werk zu machen. Agandaur wollte es dem einstigen Herren Gondolins gleich tun und hob nach vielen Jahren der Arbeit ein neues Gebirge aus den Landschaften Forwaith. Unbemerkt und ignorant sollte es für den Feind bleiben. Doch ein Gewitter sollte über die Ebenen des Nordens ziehen. Blaue Blitze schlugen somit auf die Berge hinab und versperrten den Weg in die eisigen Landschaften hinter den Gebirgen Angmars. So ließ der Erbe des dunklen Herrschers nur seine Gefolgsleute durch eine geheime Höhle über das Nebelgebirge dorthin gelangen. Groß und stark sollte das neue Reich namens Barad Thangorodrim sein. Benannt nach den Bergen, in denen Morgoth seine Festung Angband schliff und nach dem schwarzen Turm von Mordor. Als letztes hob Agandaur, für die Völker jenseits der kalten Länder unsichtbar, seinen Sitz Khorondrim im Mittelpunkt des verfluchten Gebirges empor. Der Sitz des dunklen Meisters bestand aus einem schwarzen Berg, auf dessen Spitze sich zwei Türme den Platz teilten. Diese waren so hoch, dass selbst die großen Adlerfürsten gegen sie stoßen hätten können. Die dunklen Zwillingstürme Glaurung und Smaug, nach den beiden legendären Drachen benannt. Jeder solle vor dem Zorn dieses Landes erzittern, der es wage, Agandaurs Festung anzugreifen. Doch einer, noch mächtiger, als Agandaur erhob nun seine Klauen aus dem steinigen Boden, jenseits von Mittelerde. Weit von Ulmos Meeren entfernt stieg diese grauenhafte Bestie empor. Viel größer als Smaug der schreckliche, oder Durins Fluch. Auch stärker als Glaurung, oder Gothmog, der Fürst unter den Balrogs. Wie ein lodernder Vulkan, der gleich anfing, Feuer zu spucken erhob sich Rhach der Dämon aus dem Boden. Morgoth Sohn war weder ein Drache, noch ein Balrog. Bei dieser finsteren Gestalt handelte es sich ebenfalls um einen Maiar, wie auch es sich bei seinem gefallenen Bruder Sauron einst um einen Maiar handelte. Zudem fürchtete sich Sauron aber zu dessen Lebzeiten vor Rhach, denn noch größer und gefährlicher schien er ihm. Augen, wie sie nur Morgoth erschaffen konnte. Flügel, ein vielfaches so lang, wie die von Smaug. Als er ein erstes Mal den Boden betrat, zitterten das graue Gebirge und die dürre Heide noch von weitem. Des dunklen Valars Sohn wusste genau, wohin ihn seine großen, schuppigen Klauen trugen, denn er sah die Zwillingstürme bereits von weitem, obwohl er viele Meilen weiter in der nördlichen Höhe aufwachte. Rhach konnte aber glücklicherweise nicht ahnen, dass sich einige Meilen nordwärts bereits andere vor vielen Jahren ansiedelten, die zu seinem Schlaf noch nicht dort waren.
    Somit erwachte Rhach und Agandaur erwartete sein kommen, während Krashnak noch in den Einöden und Höhlen Mittelerdes, ungesehen von seinen Feinden nach seinen Leuten suchte, die so verzweifelt vor nun genau sechs Jahren aus Khazad Dum flohen um nicht in die Hände der Edain und Eldar zu gelangen.
    Als Manwe dieses Unheil auf seinem Berg Taniquetil erblickte, war er gezwungen, seine Adler zurück nach Mittelerde zu schicken, denn am Ende des dritten Zeitalters flogen diese mit den letzten Elben, die die grauen Anfurten unter Cirdans Führung verließen.
    So kamen die anderen Valar erneut unter Manwes und Vardas Geheiß nach Ilmarin. Hier berieten sie sich, was sie für die Völker Mittelerdes tun könnten, denn auch so abweisend sie Mittelerde nach den ganzen Vergangenen der letzten Alter waren, so hatten sie Mitleid mit den gegenwärtigen Völkern, denn friedlich und freundlich waren diese. Dann viel es Ulmo, den Herren des Wassers ein:,, Oh großer König Ardas, einst schicktest du deine Kinder nach Mittelerde, damit sie Sauron, Morgoth Brut auf hielten. Doch ein Schiff liesest du nach Norden fahren.`` Manwe wusste natürlich vom Schiff, dass von allen anderen kurz vor der Küste von Mittelerde abwich. Daraufhin schickte er einen Boten, der ihm wenige Stunden danach einen Mann, im weißen Mantel brachte. Der Mann sah glücklich und zufrieden aus und stellte sich in die Mitte des Rates. Der Zauberer fühlte sich geehrt von Manwes erneuter Gegenwart und Varda, dessen Gemahlin rief:,, Mithrandir! So sehen wir uns also wieder!`` Gandalf der weiße verbeugte sich tief vor der Herrin des Lichts und rief:,, Meine Herrin, euer Ansehen ist groß in meinem Herzen, seitdem ich euer Licht auf dem höchsten Turm Khazad Dums sah.`` Varda lachte schmeichelnd, doch ihr Gemahl blieb ernst und zog den Maiar zu Rate:,, Mithrandir, lange ist es her, als wir uns das Letzte Mal sahen. Nun ziehe ich dich zu Rate, da es um deinen Bruder Aiwendil geht. Er vermag nun, seine Aufgabe zu erfüllen und wandert in den Norden zu den Völkern außerhalb eurer Lande. Dunkelheit erfüllt aber erneut Mittelerde, denn Saurons Bruder Rhach und sein Diener Agandaur sind auf dem Vormarsch. Nur er vermag es nun, seine Schwester zu finden! Traust du ihm diese ehrwürige Aufgabe zu?`` Gandalf kratzte sich an der Stirn und sah wenige Augenblicke auf den Boden, bis er antwortete:,, Nun ja, ich frage mich, ob Illuvatar es ihm zu trauen würde. Nicht ohne Grund schicktet ihr uns damals zurück nach Mittelerde.`` Nach diesen Worten meinte der König von Arda:,, Nun gut, soll Aiwendil sich beweisen. Seine Schwester, noch mächtiger und schöner, als ihr sollet er finden und mögen wir hoffen, er trotzt, wie auch du dem Bösen!`` Danach verabschiedete sich der Maiar wieder, bis er kurz vor dem großen Tore stehen blieb, sich noch einmal umdrehte und riet:,, Schickt Aiwendil erneut eure Adler, denn mit Vögeln und den Tieren des Waldes ist er gut Freund. Lasset ihn nicht alleine auf dieser gefährlichen Reise, denn sonst würde auch mein Herz schwer werden!`` Manwe nickte und Gandalf verließ die Gefilde Manwes wieder und wanderte wieder durch die Lande Valinors, wo er öfters die einstige Herrin Loriens und auch Elrond, den Sohn Earendils besuchte, denn große Taten vollbrachten sie im dritten Zeitalter.
    Jetzt rief Manwe seinen jungen Adler, einen Abkömmling Thorondors zu sich. Er wurde lange von den großen Adlern der letzten Alter trainiert. Zudem auch von Gwahir und Thorondor selbst. Alt sind diese jedoch geworden und nicht mehr so wendig, obwohl sie unsterblich waren. Sein Name war Hardor. Groß und kräftig war dieser Vogel. Größer als Gwahir und dennoch einen halben Faden kleiner, als sein Vater, der König aller Adler. Manwe befahl ihm, sich mit den größten und stärksten seiner Art nach Mittelerde auf zu machen, um Aiwendil bei seiner Reise bei zu stehen. Sofort flog Hardor mit vierzig Adlern nach Mittelerde, um dem Istari beiseite zu stehen.
    Es wurde vorausgesagt, dass nach dem dritten Zeitalter die Herrschaft der Elben vorbei sei und nur noch die Menschen über Mittelerde herrschen sollten. Niemand ahnte aber, dass wenige der Elben, sogar Noldorkrieger in Mittelerde blieben. Die Valar wussten davon, doch es wurde auch nicht vorhergesagt, dass nicht jemand aus dem Hause der Menschen auch über die Elben regieren würde. So, wie auch Earendil, der den Schiffen der Elben stets mit dem Silmaril den Weg auf Ulmos Meer wies, obwohl er auch menschlicher Abstammung war. Dasselbe Schicksal wurde auch den Kindern Arwens und Elessars zuteil und doch waren sie aus dem Geblüt der Menschen und Elben geformt. Aus diesem Grunde stimmte auch diese Vorhersagung der Valar.
    Radagast wusste nichts von den Geschehnissen in Mittelerde und auf Aman. Somit ging auch er vor vielen Jahren aus Mittelerde fort. Die Wälder und Einöden durchwandernd suchte er nach etwas auch ihm unerklärlichen. Radagast blieb allerdings immer in der Nähe seines Daheims und schritt nie besonders viele Meilen von Mittelerde hinfort. Seit Jahren durchstriff er die Ebenen, parallel zum grauen Gebirge und erhoffte sich, dort etwas zu finden. Die Finsternis hatte aber damit auch Glück, denn Radagast kam schon einige Male ziemlich nah an die finsteren Lande Barad Thangorodrims. Nur Radagasts Vögel begleiteten ihn und lebten nach wie vor unter seinem Hut. Nun aber gelang es ihm, etwas weiter zu wandern, denn einen schmalen Gebirgspfad fand der Zauberer und durchquerte diesen. Somit kam er sogar bis zum Kap von Forochel. Hier, in dieser Kälte errichtete sich der Zauberer ein großes Iglo, um nicht zu erfrieren und Feuer quoll aus seinem Stab, der einst Gandalf gehörte. Seine Vögel verkrochen sich während dieser Zeit unter seinem Hut und kamen nicht mehr heraus, denn zu kalt war ihnen das Klima im Norden. Von weiten aber hörte der Istari die Adler. Zwar konnte er es nicht glauben, denn vor langer Zeit verschwanden sie bereits aus Mittelerde, doch nun kehrten sie zurück. Während dreißig der Vögel Manwes nach Mittelerde flogen, um den Dienern zu helfen, kam Hardor direkt auf ihn zu und landete vor seiner vorübergehenden Behausung. Freundlich grüßte der große Adlerfürst den einstigen Abgesandten aus Valinor:,, Sei gegrüßt Aiwendil, Herr der Wälder und Freund der Tiere. Wir sind gekommen, um dir bei deiner Reise beizustehen und dir zu verkünden, du sollst dich sputen, denn Mittelerde ist erneut in großer Gefahr!`` Radagast verstand die Worte des Adlers nicht ganz und hinterfragte:,, Was meinet ihr mit,, großer Gefahr``, Hardor, Sohn des Adlerkönigs Thorondor?`` Da bat der Anführer der Adler ihn, er solle auf seinen Rücken steigen und der Vogel und sein Gefolge flogen hoch in die Luft, bis über die Wolken, wo er von weiten zwei finstere Türme erkannte, die von einem bläulich blitzenden Gewitter umhüllt waren.`` Hardor gab Preis:,, Die Herren Mittelerdes sehen dieses Unheil nicht, da die Länder des Bösen gut hinter den Ered Mithrin verborgen sind. Nach Turgons Vorbild erschuf der dunkle König sein Reich und baute es ebenso versteckt, wie es einst das Reich von Gondolin auch schon war.
    Radagasts Herz wurde Dunkel, denn Sorge kam über ihn. Doch Hardor ermutigte ihn:,, Sei unbesorgt, denn Schwesterländer wirst du mit unserer Hilfe finden, die schon seit langen dort liegen. Vergessen aus Ardas Blickfeld!`` Da stieg Radagast auf Hardors Rücken und sie flogen in die nördlichen Öden. Erst wurde es immer kälter, doch nach vielen Meilen der Kälte und nachdem sie einen Schneesturm überwandten, gelangten sie in ein großes, grünes Reich. Lang erstreckten sich die Lande, bis auch diese an die Meere grenzten. Letztendlich landete der Adler mit seinen Brüdern und Radagast an einer Grenze zu einem grünen Wald, genannt der Dringon Wald.
    Als der Zauberer sich erst einmal umsah, rief Hardor:,, Wir werden uns erst wieder in Mittelerde sehen, denn allein wirst du aus diesen Landen verschwinden können. Gehe durch den Wald, bis du auf der anderen Seite eine weiße, kreisrunde Stadt, am Fuße des Turongebirges erblickst.`` Daraufhin flogen die Adler wieder fort und Aiwendil wagte sich in den grünen Wald. Dieser hatte etwas vom Fangornwald. Nur war er nicht so schmutzig und alt. Nach vielen Meilen des Laufens legte er sich dann auf eine grüne, mit Gras bewachsene Lichtung. In der Mitte erhob sich ein kleiner See, voll mit Fischen. Radagast legte also seinen Hut weg und seine Vögel flogen auf nahe gelegene Äste, die etwas höher an den Bäumen hingen. Dicht war der Wald und hoch waren wie Baumkronen. Aiwendil wachte mitten in der Nacht auf, als er eine Grille zirpen hörte und erblickte dabei die Sterne am erleuchteten Himmel. Es war aber ein Ereignis am Himmelszelt, dass seine gesamte Aufmerksamkeit darauf richtete. Earendil flog mit seinem Schiff über den Sternenhimmel, auf seinem Kopf das Silmaril tragend. Dabei lächelte der alte Mann und schlief wieder friedlich ein. In seinem Traum erinnerte er sich dann, wie einst die nach Westen gesegelte Herrin Loriens dem jungen Frodo Beutlin das Licht Earendils schenkte, damit es ihm in der Dunkelheit beschützte.
    ,, Na was macht denn dieser alte, dreckige Mann auf unserem Boden? Der hat hier überhaupt nichts zu suchen!``, rief eine weibliche, leicht ächzende Stimme. Der Istari mit seinem braunen Mantel sprang sofort auf und erhob seinen Zauberstab gegen die weibliche Stimme. Dann bemerkte er, dass sonst niemand, außer ihm auf der Lichtung stand. Als er sich aber umdrehte, dabei seinen Hut wieder aufsaß und seine Vögel sich unter diesen wieder versteckten, sprang der Zauberer vor Schreck erneut auf, denn er erblickte etwas, was er nur in Mittelerde zu ersehen glaubte. Ein großer Baum mit zwei blauen Augen und ein Sommersprossen im Gesicht schrie ihn auffordernd an:,, Verschwindest du Wagabund gefälligst aus unseren Wäldern?`` Da bewegte sich der Wald und die Bäume wurden zornig. Plötzlich schlenderten sieben Ents aus dem Wald. Alle sahen sie weiblich aus und waren schlanker, als ihre Brüder im Süden. Radagast konnte es nicht fassen und fragte stotternd:,, Seit ihr die verlorenen Entfrauen?`` Die scheinbare Anführerin, namens Lindenbein spottete:,, Warum verloren? Du siehst doch, dass wir hier sind! Bist du irgendwie betrunken, oder hast du zu viel Pfeifenkraut geraucht?`` Radagast konnte es nicht glauben und erzählte Lindenbein, wie auch ihren Geschwistern, woher er stammt. Dann fielen den Entfrauen die Kinnlagen herunter und sie jammerten:,, Schon lange verloren wir unsere Männer in Mittelerde. Durch einen Krieg wurden wir im ersten Zeitalter von ihnen getrennt und konnten sie einfach nicht wieder finden. Somit beschlossen die Überlebenden von uns, in den Norden zu ziehen und kamen hier her. Viele von uns wurden auf unserem weiten Weg von Orks zerhackt und als Brennholz benutzt. Mit mir konnten nur wenige fliehen und wir kamen im zweiten Zeitalter hier her. Die Eldar, die auf der anderen Seite lebten, erbaten unsere Hilfe, denn ihr Wald wurde krank und alt. Wir nahmen es uns seitdem zur Aufgabe, den Wald wieder gesund und sauber zu machen. Daher vergaßen wir unsere Männer, die wir im Süden verloren hatten.`` Danach heulten die Frauen, doch Radagast meinte:,, Seit unbesorgt! Euren Männern geht es gut. Baumbart ist ihr Anführer und weit breiteten sie sich in Mittelerde aus!`` Lindenbein holte daraufhin tief Luft, denn klüger waren die Frauen und nicht so schnell vergessend, wie ihre Männer:,, Baumbart? Das war vor langer Zeit mein Mann!`` Aiwendil lachte herzlich und erzählte Lindenbein alles, was er von Baumbart wusste.
    Dann hob die Entfrau den Istari auf die Schulter und meinte:,, Weit wirst du es bringen, Aiwendil, Freund der Tiere, denn unsere Freunde werden dich freundlich in ihrem Hause empfangen. Doch vorsichtig musst du sein, denn ihre Zauberin darfst du nicht erzürnen. Gütig und stark ist Ithindil, die leuchtende, doch auch zornig kann sie werden, wenn man versucht, sich mit ihr, oder dem Volke der Noldor anzulegen!`` Als Lindenbaum viele Meilen den Zauberer und seine Vögel durch den Wald schleppte und sie am anderen Ende ankamen, da erblickte er die weißen Lande Gal Menegroth, nach der Stadt Thingols und Melians von Doriath benannt. Sie wurde von Hochkönig Elured erbaut. Dieser ging vor langer Zeit, am Ende des ersten Zeitalters in Mittelerde verloren. Als er aber mit seinem Bruder Elurin aus den Wäldern von Doriath entkam, wanderten sie rasch nach Hithlum und wollten nach Valinor segeln, denn zu groß war ihr Schmerz über das Geschehene. Allerdings missglückte dies, denn in den Norden fuhren sie aus Versehen, da Earendils Stern sie nicht leitete und sie fuhren in den Norden, wo sie auf andere, entkommene Noldor aus den Kriegen von Beleriand trafen und erbauten mit ihnen die beiden großen Städte und Festungen Gal Menegroth und die größere der beiden, nach dem Abbild Gondolins erbaut, Dol Gondolin. Lange Zeit herrschten die beiden über ihr neu erschaffenes Reich Gilthonion. Stärker und größer wurde ihr Königreich, als jedes in Mittelerde, denn über die Alter, während das Böse Mittelerde angriff, hatten sie Frieden. Elured und Elurin huldigten und liebten insgeheim die Werke Turgons und Gil Galads und so erbauten sie diese nach ihrem Abbild. Beide Festungen glänzten in der aufgehenden Morgensonne und kaum eine andere Festung, außer vielleicht Imladris beherbergte so viele Flüsse und Brücken. An viele Werke der Naugrim, also der Zwerge konnten sie sich noch erinnern und lernten ihren Schmieden diese Handfertigkeiten. Ihre Rüstungen bestanden komplett aus silber, denn Reich war der Norden an wertvollen Materialien. Ihr Frieden wurde allerdings getrübt, als Amandil, der Vater Elendils seinen Weg in ihre Reiche fand, denn sie kannten die Menschen aus Mittelerde und aus Numenor. Sie gaben dem großen Amandil aber eine Chance und ließen ihn in Frieden in ihren Landen leben. Eines Tages vermischte sich aber auch ihr Blut mit denen der Eldar und dadurch, dass auch sie, wie einst Earendil und nun die Kinder Arwens und Elassars zwischen Sterblichkeit, oder Unsterblichkeit und dessen Geburtsrecht, nach Valinor zu fahren, entscheiden konnten, so bildete sich auch hier im Reich Gilthonion das Volk der Numenor und sie erhielten, mit Zustimmung Elureds und Elurin ihr eigenes Königreich Alarion mit der Hauptstadt Ered Amroth. So lebten die Edain und Eldar viele Jahre lang, bis zur Ankunft Radagasts in Frieden. Getrübt war aber seine Begrüßung, denn der fünfundzwanzigste Menschenkönig, nach Amandil, König Buor starb. Doch hinterließ auch er zwei Kinder, namens Beren und eine junge Prinzessin, namens Lorwen, die teure.
    Radagast allerdings wurde von Elured in Gal Menegroth begrüßt. An seiner Seite aber, was den Istari schockte und zugleich erfreute, stand eine Frau, so leuchtend, wie nur die leuchtenden Bäume Valinors einst leuchtenden und noch weitaus strahlender war ihr Anlitz, als das von Gandalf, als er Aragorn, Legolas und Gimli im Fangorn Wald wieder traf. Als Radagast aber auf ihre Füße sah und erst dann bemerkte, dass sie ziemlich hoch in der Luft war, denn groß waren Elureds Hallen, da fiel ihm auf, dass die Frau auf einem weißen Drachen ritt. Etwas kleiner als Smaug, aber dennoch gewaltig. Radagast hob daraufhin seinen Stab und die Vögel hörten auf, zu zwitschern. Elured drehte sich zu seiner Dienerin um lachte aus vollem Herzen:,, Du brauchst keine Angst haben, denn bekannt ist Ithindil und ihr Reittier hier in meinem Hause.`` Als der Zauberer ihren Namen hörte, entwaffnete er sich wieder und wollte eine Erklärung, denn die selben Kleider trug sie, wie auch sein Geschlecht:,, Meine Herrin, ihr seid nicht befugt, diese Kleider zu tragen und diesen Stab zu besitzen, denn nur die Istari, geschickt von Manwe dürfen dies!`` Da erwiderte die Frau:,, Ja, bin denn ich nicht auch vielleicht einer, deines Gleichen?`` Da erbat Ithindil, mit Aiwendil die großen, glänzenden Hallen Gal Menegroth zu verlassen und sie gingen in die grünen Gärten der Stadt. Da erfuhr Radagast, dass sie ebenfalls von Manwe geschickt wurde und einst ein Maiar, wie auch Radagast war. In Aman kannte man sie allerdings unter dem Namen Arien. Radagast wusste nun wer sie war, denn in Valinor kümmerte sie sich um die Gärten Vanas. Dann entsendete Manwe aber auch sie mit der Bitte, sie solle zur dunkelsten Stunde nach Mittelerde zurück und ein gewaltiges Heer mit sich bringen. Daraufhin meinte auch er, sie solle ab sofort den Namen Ithindil tragen, da die Feinde sie sonst erkennen würden. Als sie im Norden ankam, bewahrte sie einen Drachen, namens Allaron vor dem Tod, denn zu weit kam er vom Host seiner Mutter als Ausgestoßener ab. Die Mutter starb allerdings, kurz, nachdem Ithindil Allaron fand, da ihre Kinder sie umbrachten und nach Mittelerde flogen, unter denen auch Smaug, der größte Bruder Allarons lebte. So zog Ithindil Allaron in Gilthonion auf und wartete sehnsüchtig auf Radagasts Ankunft.
    Währenddessen kehrten die Adler nach Mittelerde zurück, angeführt von Hardor, doch zu dunkler Stunde überquerten sie das Schattengebirge, denn Krashnak kehrte mit vielen seiner Sippe nach Barad Thangorodrim zurück und niemand in Mittelerde ahnte etwas von der heraufziehenden Dunkelheit des vierten Zeitalters.

Kommentare (56)

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Tinúviël Ithildraug ( von: Tinúviël Ithildraug)
vor 504 Tagen
Na da bin ich ja beruhigt :D
Du hast eine wirklich schöne Stimme und kannst gut singen :) Aber bei deinem Into the west Cover singst du ab und zu zu spät oder zu früh. Ich singe sehr gerne und viel. Daher weiß ich wie schwer das ist. Für ein schönes Ergebnis sind oft viele Aufnahmen nötig. Wenn du die Zeit (und Lust) hast, nimm sie dir ruhig mal. Ich glaube, es würde sich richtig lohnen. Aber vor allem geht es ja um den Spaß.
Aber lass dich nicht weiter von einem Hochsopran bequatschen. Was du auf alle Fälle mit Bravur kannst, ist Geschichten schreiben. Ich freu mich schon auf den nächsten Teil :)
Namarië, mellon nîn
Morgoth25 (60728)
vor 505 Tagen
Hey,
Danke ihr beiden. Ist immer wieder dchön, dass sich die Mühe auch auszahlt.
Das Cover von Into the West und Adele sind von mir :)
Und Tinuviel, ich kann dich beruhigen. Das war das erste Buch. Das zweite und dritte kommen ja noch. Da kommen noch viele Kapitel über das vierte Zeitalter von Mittelerde ;D
Tinúviël Ithildraug (02548)
vor 514 Tagen
Ich war mal auf deinem Youtube Kanal und wollte fragen ob die Liedcover auch von dir sind?
Tinúviël Ithildraug (02548)
vor 516 Tagen
Entschuldige, dass ich mich jetzt erst melde. Ich hatte einfach keine Zeit zum Lesen. Du kennst mein Urteil über deine Geschichte. Sie ist einfach göttlich. Der Gedanke, dass sie sich dem Emde neigt ist aber unerträglich :'(
Namarië, mellon nîn
Lonukira (29163)
vor 532 Tagen
Bei den Valar! Das Kapitel war so schön. Ich liebe einfach deinen Schreibstil und finde, dass man eigentlich gar nicht in Worte fassen kann, wie wundervoll diese Geschichte ist. Einfach nur Danke dafür!
Morgoth25 (44033)
vor 713 Tagen
Danke Tinuviel. Ich freue mich immer wieder über deine Kommentare.
Das steht bei Tolkiens unvollendeten Werken in Wikipedia und Ardapedia.
Ja dann wünsch ich dir viel Spaß beim lesen und ebenfalls Namarie mellon nin
Tinúviël Ithildraug (88774)
vor 716 Tagen
Da freu ich mich schon drauf :D Ich muss zwar zugeben, dass ich von Game of Thrones nur wenig Ahnung habe, aber es wird bestimmt super ;) Von "Der neue Schatten" habe ich noch nie etwas gehört. Ich bin entsetzt über mich selbst. Woher kennst du die Geschichte? (Meine Weihnachtswunschliste wird mal wieder zur Hälfte aus HdR Zusatzbüchern bestehen ;P ) Hatte ich schon gesagt, dass dein neues Kapitel klasse ist und du einer meiner Lieblingsautoren bist?
Namarië, mellon nîn
Morgoth25 (44033)
vor 717 Tagen
Danke Tinuviel. Ich bemühe mich wirklich darum, die Geschichte so authentisch, wie möglich an Tolkiens Herr der Ringe zu halten. Da der erste Teil bald fertig ist, werde ich mich dem Zweiten Teil meiner Trioloie witmen und hier trifft "Der Herr der Ringe" auf Game of thrones. Dabei versuche ich mich an Tolkiens unvollendete Geschichte des vierten Zeitalters "Der neue Schatten" zu halten :)
Tinúviël Ithildraug (88774)
vor 722 Tagen
Aiya!
Schreibfehler stören mich nicht, solange du weiterschreibst ;) Mal wieder ein schöner neuer Teil.
Namarië, mellon nîn
Oliver25 (78661)
vor 748 Tagen
Danke Tinuviel. Ich hab diedes Mal leider ein par zuviele Rechtschreibfehler drin, aber ich werde mich bemühen, dass dies im nächsten Kapitel nicht mehr der Fall ist :)
Tinúviël Ithildraug (88774)
vor 748 Tagen
Endlich geht es weiter! Mal wieder extrem spannend. Vor allem das letzte Kapitel hat mir gefallen. Jetzt bin ich ja mal gespannt, was passiert ist.
Namarië, mellon nîn.
P.S.: Ich bin die selbe Tinuviel wie vorher. Nur mein Name hat sich etwas erweitert ;)
Morgoth25 (16619)
vor 843 Tagen
Danke Tinuviel. Mich freut es immer wieder, dass du so fleißig mit liest und nicht das Interesse daran verlierst.
Auch bei den anderen Lesern möchte ich mich bedanken, dass die ff ja doch gut anzukommen scheint :D
Tinuviel (08857)
vor 844 Tagen
Huch, das war aber nicht so gewollt. Egal;) Noch einen schönen Abend.
Tinuviel (08857)
vor 844 Tagen
WOW!!! Du hast mich mal wieder vollständig gefesselt. Dein Schreibstil ist immer wieder atemberaubend und kaum ein anderer schafft es so gut Wissen von Tolkien in seinen Geschichten zu verarbeiten, ohne die Geschichte in die Vergangenheit zu legen. Jede deiner Schlachten fesselt mich und du überrascht mich immer wieder. Außerdem sterben bei dir auch mal beliebte Person, das macht das ganze authentischer. Eigentlich wollte ich nur sagen ich freue mich über das neue Kapitel ;) Namarië!
Morgoth25 (16619)
vor 844 Tagen
Am Anfang des 5 Kapitels müsste es heißen:" Verdammt, lange halte ich das nicht mehr aus. Ithindil ist immer noch ohnmächtig."
Morgoth25 (25521)
vor 862 Tagen
Deswegen bräuchte ich unbedingt eure Hilfe.

Was glaubt ihr? Wie könnte der Verlauf der weitere Verlauf der Schlacht aussehen?

Zudem müsst ihr wissen, wie Fornost beschrieben wurde:

Eine viereckige Festung, unterteilt in sechs Teile. Zudem ist alles komplett eben. Ich weiß einfach nicht, wie das ganze weiter gehen soll. Nur das Ende der Schlacht bereitet mir Sorgen. Für die nächsten Kapitel weiß ich schon wieder, wie es weiter geht.

Vll. könnt ihr mir helfen. Wäre echt toll :D
Morgoth25 (25521)
vor 862 Tagen
Danke Silmarwen. Du weißt gar nicht, wie viel mir eure Rückmeldungen über meine Geschichte bedeuten. Ich glaube aber, dass sich mein Schreibstil momentan etwas verschlechtert. Ich habe die gesamte Geschichte im Kopf und weiß auch schon, wie ,, der Erbe des dunklen Herrschers`` enden wird ( Das Ende meiner Geschichte kommt aber noch nicht so schnell. Sollen ja um die dreihundert Buchseiten werden). Die Schlacht von Fornost finde ich persönlich aber sehr schwer zu beschreiben, da diese Gegend von Tolkien etwas langweilig beschrieben wurde.
Silmarwen (59752)
vor 862 Tagen
WOW! Einfach nur WOW! Ich liebe es wie du schreibst! Es gibt autoren die weitaus schlechter schreiben als du und du machst das noch nicht mal hauptberuflich! Ich bin echt nach jedem kapitel das ich von dieser geschichte lese sprachlos.
Lg Silmarwen
Morgoth25 (94250)
vor 877 Tagen
Danke Tinuviel.

Ja, dass hoffe ich auch. Allerdings gab es einen Fehler beim letzten Satz meiner Charakterzusammenfassung. Den Satz nahm testedich. de nicht mehr an.

Deswegen hier noch einmal eine kurze Erklärung zum Bruder Saurons:

Rhach ist das wohl gefürchtetste Wesen, welches man in Mittelerde seit der Verbannung von Morgoth sah. Selbst Sauron hatte während des ersten Zeitalters großen Respekt vor seinem Bruder.
Tinuviel (77238)
vor 877 Tagen
Mal wieder ein sehr spannendes Kapitel. Und danke für die Charakterezusammenfassung, ich glaube das hilft einigen weiter, bei der Geschichte durchzublicken.