Die Musketiere und die Kriegerin

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1 Kapitel - 1.046 Wörter - Erstellt von: Skalliklyfja - Aktualisiert am: 2015-01-19 - Entwickelt am: - 932 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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    Kapitel1
    Ein unfreiwilliger Zuhörer

    „Und denke bitte an die Hefe!“
    „Ja, mach ich!“
    Und mit den Worten trat ich über die Türschwelle auf die Straßen von Paris, wie jeden Morgen. Ja, jeden Morgen ging ich auf den Markt und kaufte für meine Ziehmutter neue Backzutaten, denn sie war Bäckerin und ich ihre Schülerin.
    Meine richtige Familie kenne ich nicht, ich wurde kurz nach meiner Geburt vor der Tür von Madame Crêpe, der Bäckerin, abgegeben und mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, auch mein Alter nicht genau zu wissen.
    Also machte ich mich auf, durch die Straßen meines ärmlichen Stadtviertels in Richtung Marktplatz. Viele Leute an denen ich vorbei lief kannte ich, und so grüßte ich jeden und sie erwiderten meinen Gruß. Manchmal blieb ich auch stehen um mal ein kurzes Schwätzchen zu halten, aber eigentlich hatte ich es eilig zum Markt zu kommen. Deshalb fiel das heute weg.
    Auf dem kleinen Platz angekommen lief ich zwischen den Ständen umher und kaufte alles Nötige. Ich fand auch alles, Eier, Butter, viel Mehl und sogar die Hefe! „Da wird sich die Madame aber freuen“, dachte ich mir glücklich. In dem Moment sah ich einen wunderschönen winzigen Stand, an dem Allerlei verkauft wurde. Ich lief hin und kaufte mir von meinem Restgeld einen schlichten aber schönen Handspiegel. Auf dem Weg nach Hause betrachtete ich mein Spiegelbild…
    Meine Haare waren braun und lockig, sie fielen mir bis auf den Rücken und waren oft nicht zu zähmen. Ich nannte sie liebevoll meine „Löwenmähne“. Meine Augen hatten ein ausdruckstarkes, warmes braun und wurden von langen dunklen Wimpern umrahmt. Und, ein feiner Mehlstreifen zog sich quer über meine Stirn. Mit dem Ärmel meines einfachen Leinenkleides wollte ich ihn schnell wegwischen, doch dabei fiel mir mein Spiegel herunter und landete in einem riesigen Gerümpel-Haufen.
    Dieser hatte sich in einer kleinen Seitengasse aufgehäuft und ich stellte meine Einkäufe ab, um meinen Handspiegel zu suchen. Ich fand ihn unter einem alten Tisch, auf dem sogar noch eine zerschlissene Tischdecke lag. Gerade als ich mich unter den Tisch gebückt hatte um ihn aufzuheben hörte ich Schritte immer näher kommen und die Stimmen zweier Männer näherten sich meinem Versteck. Schließlich tauchten zwei Paar schwarze Stiefel neben den Tischbeinen auf und ich hielt vor Schreck den Atem an. Denn ich sah nicht nur die Stiefel, sondern auch zwei Degenspitzen, die beinahe genau vor meiner Nasenspitze baumelten. „Gott sei Dank, können sie mich durch das Tischtuch nicht sehen“, bemerkte ich in Gedanken und lauschte so, unfreiwillig ihrem Gespräch. Das Gewicht ihrer Worte begriff ich nur nach und nach, so gewaltig war es. Das Gehörte gab mir so viele wichtige Informationen und Geheimnisse preis, dass ich komplett sprachlos wäre, hätte ich in diesem Moment etwas sagen müssen. Die beiden Männer, die sich unterhielten hießen Athos und Porthos, beide waren königliche Musketiere und enge Freunde, wie sich aus dem Gespräch herausstellte. „Königliche Musketiere, oha“, diesen Gedanken musste ich erst einmal eine Weile sacken lassen. Denn das hieße ja, dass ich gerade alle, wirklich alle Geheimnisse unseres Königs und seiner Fußsoldaten bis ins kleinste Detail wusste. Einige Stichpunkte gaben mir besonders viel zu denken…
    Zum Beispiel:
    Hauptmann Treville hat zwanzig seiner eigenen Leute verraten, der Kardinal wollte die Königin umbringen, die Königin ist von Aramis geschwängert wurden und alle vier Musketiere haben ihre große Liebe verloren, Porthos` Frau kam mit seinem kriegerischen Leben nicht klar, Athos` Gattin war eine gesuchte Mörderin, d’Artagans Liebe war schon verheiratet und Aramis` Liebhaberin wurde erschossen, nachdem sie ins Kloster ging.
    Nach einer Weile hatte ich das Gefühl, mein Kopf müsste gleich platzen, so viel erfuhr ich, in so kurzer Zeit. Doch schließlich gingen sie weiter und die Stiefel verschwanden aus meinem Sichtfeld. Ihre Stimmen wurden leiser und sie sprachen jetzt über ein anderes Thema.
    Doch dann kam mir ein Gedanke: „Wenn heraus kommt, was ich alles weiß, werden sie mich töten, oder schlimmer! Sie können sich ja sonst nicht sicher sein, das ihre Geheimnisse nicht ans Licht kommen!“
    Und mich packte eine nie gekannte Angst und vernebelte meine Gedanken. Ich stürzte unter dem Tisch hervor und rannte die Gasse in die entgegengesetzte Richtung davon. Dabei vergas ich meinen Spiegel, so wie meine Einkäufe, ich wollte nur so schnell es geht weg. Da stolperte ich über ein abgebrochenes Stuhlbein und fiel hin. Ich schürfte mir die Hände und Knie auf, kam laut fluchend wieder auf die Beine und rannte weiter. Wenn meine Schritte, mein Herzschlag und mein Atem nicht so laut gewesen wären, hätte ich vielleicht gehört wie Athos zu Porthos meinte: „Geh schon mal weiter, ich glaube ich habe in der Gasse mein Geldbeutel liegen gelassen!“ Porthos nickte seinem Freund zu und ging zurück in Richtung Müllhaufen. Natürlich hatte er dort nichts vergessen, aber er glaubte Jemanden fluchen gehört zu haben und wollte selber nachsehen. Als er nun wieder in die Seitengasse einbog, sah er gerade noch jemanden am anderen Ende der Straße um die Ecke huschen und ihm kam ein schrecklicher Verdacht: „Was ist, wenn dieser jemand gelauscht hatte?“ Mit diesem Gedanken spurtete er hinter mir her, fast lautlos und enorm schnell.
    Aber davon bekam ich natürlich nichts mit und rannte immer weiter, bis ich schließlich mit laut klopfenden Herzen und Seitenstechen auf einer verlassenen Kreuzung stehen blieb und versuchte mich zu beruhigen. Plötzlich packte mich eine starke Hand am Rücken und drückte mich fest an eine Häuserwand. „Wer bist du und was hast du gehört!“

Kommentare Seite 1 von 1
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ariana ( 02.99 )
Abgeschickt vor 292 Tagen
Bitte schreib weiter. Mir gefällt dein Schreibstil richtig gut
Sandra ( 17.55 )
Abgeschickt vor 572 Tagen
Oooooooooooooo
Du musst unbedingt weiterschreiben
was passiert dann oooooo
ich bin ja schon so aufgeregt
schreib bitte weiter
Katarina ( 80.15 )
Abgeschickt vor 615 Tagen
Schreib bitte bitte bitte bitte bitte bitte bitte
weiter es ist so spannend
Snowballcooky ( 3.156 )
Abgeschickt vor 643 Tagen
Schreib bitte weiter. Finde die Geschichte toll.
Lykias ( 2.222 )
Abgeschickt vor 720 Tagen
@Skye
Ja, basiert sie.
Ich war Skalliklyfja, hab mein Profil gelöscht und heiße jetzt Lykias.
Weiß noch nicht, ob ich weiter schreibe...
Skye ( 90.58 )
Abgeschickt vor 723 Tagen
Also ich finde deinen schreibstil echt gut! Basiert die story auf der Fernsehserie, die um weihnachten lief?
Schreib weiter!
Lg
Skalliklyfja ( 7.244 )
Abgeschickt vor 726 Tagen
Soll ich weiter schreiben?
Denn, wenn das Thema unspannend, oder mein Schreibstil schlecht ist, höre ich auf