An den Ufern des Anduin

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2 Kapitel - 8.934 Wörter - Erstellt von: Luthien - Aktualisiert am: 2015-01-19 - Entwickelt am: - 1.586 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Teil 4
Eure Reise geht weiter und einfacher wird es nicht. Doch es erwarten euch Begegnungen, die keineswegs vorauszusehen waren.

1
Die Facetten des Todes:

Ihr bleibt noch eine Woche in Lórien, bevor ihr weiterreist. Ihr bekommt alle bei der Verabschiedung elbische Mäntel, die euch unsichtbar machen können und auch hervorragend warm halten. Ebenso zwei große Bündel Lembas.
Celeborn und Galadriel stellen euch Boote bereit, mit denen ihr auf dem Anduin fahren könnt, sodass ihr vor dem Feind bei den Raurosfällen seid, denn man hat Orks in der Nähe des Flusses gesichtet.
Dann bekommt ein jeder von euch ein persönliches Geschenk. Legolas erhält einen Bogen, Merry und Pippin Dolche, Sam ein Elbenseil, Gimli erhält eine Strähne Galadriels und Aragorn bekommt von Celeborn einen Dolch überreicht.
Du stehst neben Aragorn, als Galadriel zu euch tritt. „Ich habe dir nichts Größeres zu geben, als das Geschenk, das du bereits besitzt. Aber nichts steht fest. Es kann auch alles anders laufen, dann solltest du dich nicht gegen das Schicksal stellen. Am meleth dîn. I ant e guil Arwen Undómiel pelitha.“ (Ihrer Liebe wegen, fürchte ich wird die Anmut Arwens Abendsterns verblassen) „Aníron i e broniatha, ad ae periatham athar i methid en-amar hen. Aníron i e círatha na Valannor.“ (Ich würde sie aus diesen Gefilden ziehen lassen, damit sie wieder bei ihrem Volk sein kann. Ich würde sie nach Valinor fahren lassen.) „Diese Entscheidung liegt noch vor ihr. Du hast selbst eine Entscheidung zu treffen, Aragorn: Ob du dich erheben willst überall deine Väter seit der Tage von Elendil mit Níniel an deiner Seite oder in die Dunkelheit stürzt und deine Sippe geht mit dir unter. Namarië, Elessar.” (Du hast noch viel zu tun. Lebe wohl, Elessar) „Níniel, auch du findest deinen Weg und wenn du auf ihm bist komme nicht davon ab. Gehe ihn bis zum Ende, egal was passiert.“
Ihr verneigt euch beide und geht dann zu den anderen. Gemeinsam besteigt ihr die Boote.
Auf dem großen Fluss verlasst ihr Lothlórien und fahrt auf die Raurosfälle zu. Eines Abends macht ihr Pause. Zufällig schnappst du ein paar Gesprächsfetzen von Boromir und Aragorn auf. „Es gibt keine Stärke in Gondor, die uns weiterhelfen würde.“ „Aber von den Elben hast du dir weiterhelfen lassen!
Warum vertraust du deinem eigenen Volk so wenig? Ja, sie sind unentschieden und haben Schwächen, aber auch Mut und Ehre kann man unter den Menschen finden. Doch du verschließt die Augen davor. Du fürchtest dich! Dein Leben lang hast du dich im Schatten verborgen, aus Angst davor wer du bist, was du bist!“ „Ich sorge dafür, dass der Ring nicht näher als 100 Meilen an eure Stadtmauer kommt!“ Das hört sich ja nicht gerade gut an, vielmehr so, als ob die beiden streiten. Aber ein Streit bringt die Gemeinschaft aber wirklich nicht weiter, er treibt sie eher auseinander. Gerade jetzt sollte die Gemeinschaft zusammenhalten. „Es wird schwierig werden, alle zusammenzuhalten und dafür zu sorgen, dass die Gemeinschaft nicht zerbricht,“ denkst du bei dir.
Die Nachtwache habt ihr aufgeteilt und auch du hast eine Schicht übernommen und zwar die erste. Als du dich schlafen legst übernimmt Legolas.
Am nächsten Tag fahrt ihr weiter, passiert die Argonath und geht schließlich an den Fällen des Rauros an Land.
Ihr beschließt bis zum Einbruch der Nacht zu warten, bevor ihr weiterreist.
Du entfernst dich ein wenig von den anderen und willst allein nachdenken über die Reise und das Abendteuer auf dem du dich offensichtlich befindest. Aber du kommst dazu nicht wirklich, denn schon nach kurzer Zeit hörst du Legolas deinen Namen rufen. „Níniel“, tönt es durch den Wald und über den Fluss. Das hört sich nicht gut an, denkst du bei dir und so machst du dich schnellstens auf den Weg zurück zu dem kleinen Lager, das ihr aufgeschlagen habt und bei dem ihr Rast machtet. Zu deiner Verwunderung ist aber keiner der anderen mehr dort, nur noch Legolas, der nach dir gerufen hat. Fragend siehst du ihn an und er erklärt dir schnell, dass Boromir und Frodo verschwunden seien und ihr sie nun sucht. Die anderen sind dabei schon vorgegangen, er allerdings hat auf dich gewartet.
Dann rennt auch ihr in den Wald, trennt euch aber schon bald, sodass die Suche schneller geht. Dir gelingt es, dich zu orientieren, aber dennoch findest du weder den Halbling noch Boromir.
Erst als ein Horn ertönt weißt du, dass Boromir in Gefahr sein muss, denn was du gehört hast war eindeutig das Horn Gondors, das Boromir bei sich trägt. Du rennst so schnell du kannst in die Richtung aus der du das Horn gehört hast siehst du Boromir, der im Kampf mit vielen Uruk-hais steht. Aragorn, Legolas und Gimli sind auch schon da. Sogleich stürzt auch du dich in den Kampf und besiegst die restlichen Uruk-hais. Aber was ist das? Beim ersten hinschauen hast du nur Boromirs Rücken gesehen. Jetzt aber drehst du dich zu ihm um, da alle Gegner besiegt sind. Aber in Boromirs Brust stecken drei Pfeile. Das kann er nicht überleben, schießt es dir durch den Kopf. Aragorn enthauptet gerade noch den Uruk-hai, der Boromir die drei Pfeile in den Körper jagte, der Gondorianer kniet schon am Boden. Er kann sich nicht mehr aus eigener Kraft auf den Beinen halten, er ist zu schwach. Ihr kniet euch neben Boromir, der nur noch mit wenig Kraft erzählt, dass Merry und Pippin von den Uruk-hais entführt worden sind. Er fragt ebenfalls nach Frodo und Aragorn berichtet ihm, er habe ihn ziehen lassen. Boromir fühlt sich euch allen gegenüber schuldig: „Verzeiht mir. Ich konnte es nicht ahnen. Ich hab euch alle verraten!“ „Nein Boromir, du hast tapfer gekämpft. Du hast deine Ehre bewahrt.“, beruhigt ihn Aragorn. Wie bei einer letzten Eingebung kommen die Worte aus Boromirs Mund: „Die Welt der Menschen wird untergehen. Alles versinkt im Dunkel und unsere Stadt liegt in Trümmern.“ Du beruhigst ihn, indem du deine Hand auf seine Schulter legst. „Ich weiß nicht, welche Kraft ich aufbringen kann, aber weder wird die Weiße Stadt fallen, noch wird unser Volk versagen.“ Aragorn schenkt ihm Hoffnung, sodass er beruhigt und mit einem reinen Gewissen sterben kann. Auch dir ist klar, dass ihr alles in eurer Macht stehende versuchen werdet um den Untergang der Menschen zu verhindern. „Unser Volk! Unser Volk!“ Boromirs Stimme wird immer schwächer und die Anstrengung, die ihn diese Worte kosten siehst du ihm an. „Ich wäre die gefolgt mein Bruder, mein Hauptmann, mein König!“ Nach diesen Worten verscheidet er.
„Friede sei mit dir, Sohn Gondors“, gibst du ihm mit auf seinen allerletzten Weg. Du siehst dir tränen in Aragorns Augen, der noch immer neben dir kniet.
Dann tragt ihr Boromir gemeinsam mit Legolas und Gimli zum Anduin. Ihr legt ihn in eines eurer Boote, wie einen Krieger. Das Horn Gondors trägt er um seinen Hals und sein Schild liegt auf seiner Brust. Vorsichtig lasst ihr das Boot ins Wasser. Du betrachtest die Szenerie mit einem traurigen Gefühl. Wie dir in Lothlórien schon aufgefallen ist, hast du die Gemeinschaft doch recht lieb gewonnen und dich von Boromir verabschieden zu müssen ist nicht unbedingt einfach. Schweigend steht ihr am Ufer des Anduin und blickt dem Boot nach, bis es in die Tiefe stürzt.
Auch wenn Boromir tot ist, so wollt ihr dennoch nicht aufgeben und eure Aufgabe vernachlässigen. Das Schicksal von Sam und Frodo vermögt ihr nicht mehr zu bestimmen, aber Pippin und Merry wurden entführt. Ihnen könnt ihr helfen und so begebt ihr euch auf Orkjagd. Alles was ihr nicht unbedingt braucht lasst ihr an Fluss zurück, sodass ihr möglichst schnell seid. Euer weiterer Weg hat wieder ein größeres Ziel; Merry und Pippin zu retten und aus der Hand ihrer Entführer zu befreien.

Also macht ihr euch auf den Weg, immer den Spuren der Uruk-hais folgend. Sie sind leicht zu sehen, da die große Anzahl dieser massigen Viecher alles niedertrampelt, was ihren Weg kreuzt. Die Bäume weisen Spuren der Verwüstung auf und auf dem Boden sind viele Fußabdrücke zu erkennen, jedoch völlig durcheinander. Ohne große Pausen kommt ihr bald nach Rohan, in das Land der Pferdeherren. Gimli sieht es nicht gern, dass Legolas, Aragorn und du die Tage einfach durchlauft. Ihr geht immer wieder die Puste aus, da ein Zwerg geringe Ausdauerfähigkeiten besitzt. Immer wieder müsst ihr eine wenig auf ihn warten, damit er hinterherkommt; verlieren wollt ihr ihn ja auch nicht. Ihr anderen habt damit keine Probleme, als Waldläufer bist du mit Aragorn gut trainiert in sowas und Elben sind sowieso Lebewesen, die fast alles beherrschen.
Irgendwann, als ihr in den weiten Steppen und Graslandschaften seid, bleibt auch Aragorn stehen und bückt sich. Er hebt eine Brosche auf, die eindeutig von Merry oder Pippin stammt: „Nicht zwecklos fallen Lóriens Blätter.“, könnt ihr von ihm vernehmen. Eure Hoffnung, dass die beiden am Leben sind wächst immer mehr. „Dann sind sie vielleicht noch am Leben“, mein Legolas. „Nein“, sagst du „sie sind am Leben! Ich bin mir sicher!“ Legolas sieht in die Ferne, den Spuren der Uruk-hais hinterher. So bemerkt ihr, dass sie nach Isengart zu Saruman gebracht werden. Das kann nichts Gutes verheißen, fährt dir durch den Kopf. Saruman hat etwas Böses vor. Dennoch bleibt euch keine andere Möglichkeit, als den Spuren weiter zu folgen und zu hoffen, dass ihr Merry und Pippin befreien könnt.
Ihr spurtet also weiter, bis Aragorn euch anweist, euch hinter einem Felsen zu verstecken. Geschwind begebt ihr euch in die Deckung des Felsbrockens, sodass ihr von einer herannahenden Reitergruppe nicht entdeckt werdet. Ihr lasst sie an euch vorüberreiten, aber als Aragorn klar wird, was das für Reiter sind kommt er und mit ihm auch ihr anderen aus eurem Versteck hervor und er ruft: „Ihr Reiter von Rohan? Was gibt es neues in der Mark?“ Sofort scharen sich die Reiter in einem gekonnten Manöver um euch, sodass ihr umzingelt seid. Sie richten alle ihre Speere auf euch und der Anführer der Rohirrim steigt von seinem Pferd herab und beginnt zu sprechen: „Was treiben ein Mensch, Ein Elb, ein Zwerg und eine Frau hier in der Riddermark? Sprecht rasch!“ Seine Ausdrucksweise ist nicht gerade das, was man als freundlich bezeichnen kann und die Betonung des Wortes „Frau“ war spöttisch. Er scheint dich keineswegs ernst zu nehmen und noch weniger billigt er es wohl, dass eine Frau mit Waffen durch die Gegend läuft und allen Ernstes davon wohl auch noch Gebrauch zu machen scheint. „Nennt mir euren Namen, Pferdeherr, dann werde ich euch meinen nennen“, könnt ihr von Gimli vernehmen. „Ich würde euch den Kopf abschlagen, Zwerg, wenn er nur etwas höher über den Erdboden ragte!“ Seine Antwort klingt nicht gerade freundlich, doch Gimlis Antwort war vielleicht auch nicht die allerklügste. „Ihr würdet sterben, ehe ihr zum Schlag ausholtet!“ Legolas hat bei seinen Worten seinen Bogen gespannt und eine Pfeil angelegt und zielt genau auf den Kopf des stolzen Rohirrims. Dennoch willst du keine Streit mit dem Mann mit den langen blonden Haaren anfangen und du legst Legolas deine Hand auf die Schulter und sagst ihm leise: „Legolas, nehmt euren Bogen herunter, ich bin sicher, wir können das auch anders regeln.“ Er hört auf deine Worte und senkt daraufhin seinen Bogen und steckt seine Pfeil zurück in seinen Bogen. Unterdessen spricht Aragorn mit dem Anführer der Rohirrim und versucht sie zu beruhigen. Er versichert ihm, dass ihr Freunde Rohans und König Théodens seid. „Ich bin Aragorn, Arathorns Sohn. Das ist Gimli, Gloins Sohn und Legolas aus dem Waldlandreich. Und das ist Níniel, Tochter Belions, eine Númenórerin. Wir sind Freunde Rohans und Théodens, eures Königs.“ „Théoden vermag nicht länger Freund von Feind zu unterscheiden. Selbst seine Sippe erkennt er nicht. Saruman hat den Geist des Königs vergiftet und fordert die Herrschaft über dieses Land. Meine Schar besteht aus jenen, die treu zu Rohan stehen und dafür wurden wir verbannt.
Der Weiße Zauberer ist listenreich. Er erscheint hier und dort, heißt es, als alter Mann in Kapuze und Mantel. Und überall schlüpfen seine Spitzel durch unsere Netze.“ So langsam warst du lange genug ruhig. Der Mann äußert sich zuerst abwertend über dich als Frau, dann beleidigt er deine Gefährten und nun unterstellt er euch auch noch Spitzel Sarumans zu sein. Es reicht dir. Du hast dich bisher eher im Hintergrund gehalten, aber nun machst du einen Schritt nach vorne auf den Pferdeherren zu und blickst ihm fest in die Augen. Er hält deinem Blick stand, dann musterst du ihn noch einmal genau. Er scheint ein starker und mutiger Anführer zu sein und will vermutlich sein Land bestmöglich schützen, was du verstehen kannst. Mit fester Stimme aber nicht zu scharfer Stimme antwortest du ihm: „Wir sind keine Spitzel. Wir verfolgen eine Gruppe Uruk-hai westwärts über die Ebene. Sie haben zwei unserer Freunde gefangen genommen.“ Er wird nun etwas freundlicher, überbringt euch aber die wenig erbauliche Nachricht, dass er und seine Reiter alle Uruk-hais in der Nacht zuvor getötet hatten. Auch auf Nachfragen eurerseits, ob den 2 Hobbits darunter gewesen seien kann er euch leider nichts Gutes sagen. Er sagt, dass sie alle Kadaver verbrannten. Zum Schluss stellt er sich noch als Éomer, Éomunds Sohn und Neffe des Königs von Rohan vor.
„Sie sind tot“, hörst du von Gimli ein verzweifeltes Stöhnen. „Es tut mir leid. Hasufel, Arod! Mögen diese Pferde euch einem besseren Geschick entgegentragen als ihre letzten Herren. Lebt wohl.
Sucht nach euren Freunden, doch macht euch keine Hoffnung. Die ist verloren in diesen Landen.
Wir reiten nordwärts!“ Éomer überlässt euch die beiden Pferde und ihr steigt auf. Geritten wird in die Richtung, die euch Éomer gewiesen hat und in der ihr Rauch über die Ebenen steigen seht.
Gimli und Legolas steigen zusammen auf Arod, also setzt du dich zu Aragorn auf Hasufel. So reitet ihr zu dem Kadaverhaufen. Dort steigt ihr gemeinsam ab und beseht euch den Schlachtplatz. Gimli stiert mit seiner Axt die halb verbrannten Leichen durch; Legolas spricht ein stilles Gebet für die beiden Hobbits und Aragorn lässt seiner Wut freien Lauf und schreit sie aus sich heraus und tritt dabei einen der auf dem Boden liegenden Helme weg. Gimli findet eine Gürtel, der von den beiden stammt, aber das ist auch schon alles. Nicht gerade das, was ihr euch wünscht, aber was hättet ihr euch auch anderes vorgestellt.
Doch auf einmal kniet sich Aragorn auf den Boden. Er kriecht ein wenig über das Gras, er scheint also doch noch etwas entdeckt zu haben. Neugierig gehst du zu ihm hin und kniest dich ebenfalls auf den Boden. Und dann siehst du auch, was er gesehen hat. Spuren, aber nicht von Pferden oder von Uruk-hais. Nein, diese Spuren stammen von Merry und Pippin. Die Chance, dass die Auenländer noch am Leben sind steigt mit jedem Meter, den ihr kriechend und den Spuren folgend zurücklegt. Aragorn rekonstruiert, was in der Nacht geschehen war: „Sie sind gekrochen. Ihre Hände waren gefesselt. Die Fesseln wurden durchtrennt.“ Er hält ein Seil in der Hand, das sich nun auch Legolas und Gimli genauer anschauen. „Dann sind sie hier lang gelaufen. Sie wurden verfolgt. Die Spuren führen fort von der Schlacht. Zum Fangorn Wald.“

Du läufst neben Aragorn, der immer weiter den Spuren folgt. Legolas und Gimli sind direkt hinter euch. So steuert ihr auf Fangorn zu. Der Wald erhebt sich wie eine dunkle und mächtige Wand vor euch. Eure Pferde lasst ihr draußen, sie könnt ihr nicht mit hinein nehmen. Dann geht ihr immer tiefer und tiefer in den Wald. Dich überkommt ein seltsames Gefühl, als ob der Wald ein eigenes Wesen besäße, eine Persönlichkeit und zu mehr fähig als ihr euch vorstellen könnt.
Dennoch hast du keine Angst. Die Luft ist sehr stickig, so als wäre seit Jahrhunderten keiner mehr im Wald gewesen. Legolas fängt an über die Bäume zu sprechen und aufmerksam und interessiert hörst zu ihm zu. „Dieser Wald ist alt. Sehr alt. Voller Erinnerungen und Zorn. Die Bäume, sie sprechen miteinander!“
Je mehr du von diesem Wald erfährst, desto interessanter wird es für dich. Dem Zwerg jedoch, scheint das Ganze nicht geheuer zu sein und er hält vorsichtshalber seine Axt kampfbereit in seinen Händen. „Sie haben Gefühle, mein Freund. Es waren die Elben einst, sie haben die Bäume aufgeweckt und sie das Sprechen gelehrt.“ Gimli macht sich aber eher über die Bäume lustig, als Legolas Worten Glauben zu schenken, es scheint ihm wohl doch etwas zu übernatürlich zu sein. Du hingegen bist fasziniert. Aragorn nimmt nicht an eurem Gespräch teil, er ist darin vertieft, den Weg zu finden, den die Hobbits genommen haben könnten.
Irgendwann bleibt Legolas abrupt stehen. Er wechselt einen Blick mit die und Aragorn und so blickt ihr drei euch vorsichtig um. Legolas sagt, dass der weise Zauberer hier sein, hier im Wald. So langsam wirst du doch etwas unruhiger. „Ihr dürft ihn nicht sprechen lassen, sonst blendet uns sein Zauber!“ Aragorn zieht sein Schwert aus seiner Scheide und nimmst deines in die Hand. Legolas spannt eine Pfeil in seinem Bogen und Gimli hält seine Axt fest umklammert. „Wir müssen geschwind sein.“
Schon umfängt euch ein gleißendes und grelles Licht, das euch blendet. Legolas schießt seine Pfeile in die Richtung des Lichts, doch sie werden alle vom weißen Zauberer abgewehrt. Aragorns und deine Schwerthiebe werden von der Gestalt erfolgreich abgewehrt und auch Gimli hat keine Chance. Irgendwann fangen eure Schwerter an zu glühen und ihr lasst sie zu Boden fallen. Entwaffnet steht ihr dem Zauberer entgegen und seid seiner Macht nun ausgeliefert. Doch anstatt euch anzugreifen ertönt eine dir nicht gänzlich unbekannte Stimme. „Ihr verfolgt die Spur zweier junger Hobbits.“ An irgendwen erinnert dich die Gestalt und auch ihre Stimme, aber du bist im Moment nicht in der Lage zu sagen, wer das genau ist. Aber Saruman hört sich anders an. „Wo sind sie?“ „Sie sind hier durchgekommen. Vorgestern. Sie trafen jemanden, den sie nicht erwartet hatten. Tröstet euch das?“ „Wer seid Ihr? Zeigt Euch!“ Plötzlich verschwindet das Licht und ihr seht, zu wem die Stimme gehört und natürlich kennst du die Person, die vor euch steht. Ihr alle kennt sie. Es ist Gandalf. Er ist komplett weiß gekleidet mit einem langem weißen Mantel und seinem Stab. Etwas ungläubig starrt ihr ihn an, so als ob er ein Geist seiner selbst wäre und nicht wirklich hier. Aber er spricht mit euch. Und natürlich ist es Gandalf. Ihr verneigt euch alle vor dem weißen Zauberer, Legolas kniet vor ihm nieder und spricht: „Verzeih mir, ich hatte dich für Saruman gehalten.“ „Ich bin Saruman, wohl eher Saruman, wie er sein sollte“, ist Gandalfs Antwort. Dann erzählt er euch seine Geschichte: „Durch Feuer und Wasser! Vom tiefsten Verlies bis zum höchsten Gipfel kämpfte ich gegen den Balrog von Morgoth. Bis ich zuletzt meinen Feind niederwarf und seine Hülle gegen die Seite des Berges schmetterte. Dann umfing mich Dunkelheit. Und ich irrte umher ohne Gedanken und Zeitgefühl. Über mir zogen die Sterne dahin und jeder Tag war so lang wie ein Lebensalter auf der Erde.
Doch es war nicht das Ende, denn Leben rührte sich wieder in mir. Ich wurde zurück geschickt. Bis meine Aufgabe erfüllt ist.“ Weiter sagt er euch, dass er nun Gandalf der Weise ist. „Ich kehre zurück zu euch. Am Wendepunkt der Gezeiten. Eine Etappe eurer Reise ist vorüber. Nun folgt die nächste. Krieg ist über Rohan gekommen. Wir müssen nach Edoras reiten, so geschwind wir können.“
Schnell bahnt ihr euch euren Weg aus dem Wald, nun gemeinsam mit Gandalf. Du bist froh, dass der weise Zauberer bei euch ist. Gandalf ist schließlich ein guter und alter Freund von dir und es kehrt auch wieder mehr Hoffnung in dich zurück. Es kann nicht so schlimm enden, wenn Gandalf bei euch ist. Vielleicht redest du dir das auch nur ein, aber auf jeden Fall hast du mehr Mut mit dem Zauberer an eurer Seite.
Als ihr den Waldrand erreicht pfeift Gandalf einmal laut und es erscheint ein weises Pferd, das direkt auf euch zu galoppiert. Ein Mearas, Schattenfell, Gandalfs treuer Begleiter kommt euch immer näher. Doch der Fürst aller Pferde ist nicht allein, Hasufel und Arod kommen mit ihm. Nun habt ihr alle wieder Pferde, auf denen ihr nach Edoras reiten könnt. So benötigt ihr weniger Zeit. Ihr reitet wieder in der Konstellation, also Legolas und Gimli und du mit Aragorn. Dennoch ist es ein weiter Weg und ihr braucht viele Tage.

Kommentare Seite 1 von 1
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SabrinaGeenleaf ( 52737 )
Abgeschickt vor 750 Tagen
Einfach wunderschön wie du schreibst. Vielleicht könntest du ja noch etwas bzw. Eine Geschichte so eähnlich wie diese schreiben . Vielleicht sogar überden düsterwald und legolas , ich würde mich sehr darüber freuen und garantiert 5000 mal durchlesen . Nach weiter so !!
Luthien ( 90132 )
Abgeschickt vor 777 Tagen
Also, der Vollständigkeit halber sollte ich es hier auch nochmal bekanntgeben: Ich schreibe an einer neuen FF und auch eine Fortsetzung von "Aragorn in Bruchtal / Seine "Schwester" und die große Liebe" ist in Aussicht.
Luthien ( 21685 )
Abgeschickt vor 823 Tagen
@ILoveHobbit
Erst mal danke für dein riesiges Kompliment, ich hab mich sehr drüber gefreut und das war mit Sicherheit nicht das letzte Mal, dass ich etwas geschrieben habe. Zur Zeit ist bei mir aber leider sehr viel los, sodass ich nicht zum schreiben komme, aber wenn ich eine FF oder sowas mache werde ich es hier bekanntgeben.
Und zu der Idee mit Gimli: Was sollte deiner Meinung nach die Protagonistin für einen Charakter haben und was sollte sie sein? Auch eine Zwergin?
ILoveHobbit ( 96836 )
Abgeschickt vor 823 Tagen
Warum schreibt eigentlich niemand eine FF wo sich jemand in Gimli verliebt. Das wäre doch mmal ne idee für eine FF.
ILoveHobbit ( 96836 )
Abgeschickt vor 824 Tagen
WOW!! Best FF evaaar. Ihr müsst unbedingt weiter schreiben, denn es gibt nur wenige mit der begabung so eine tolle, spannende und interessante FF zu schreiben. ALSO MACHT WEITER, LOS!!!!!!!!
Luthien ( 54284 )
Abgeschickt vor 835 Tagen
@Tinuviel
Es freut mich, dass sie die gefällt und wenn ich Zeit finde, werde ich mich an die nächste Geschichte setzen.

@Annabeth
Ich danke auch dir und falls du eine Fanfiction mit Legolas lesen willst, dann biete ich dir "Aragorn in Bruchtal / Seine "Schwester" und die große Liebe" an. Sie ist ebenfalls von mir aber schon ein wenig länger online. Ich hoffe, dass sie dir gefällt, solltest du sie lesen.
Annabeth ( 48503 )
Abgeschickt vor 835 Tagen
Wirklich schöne Geschichte, kannst du vielleicht eine mit Legolas schreiben?
Tinuviel ( 72813 )
Abgeschickt vor 836 Tagen
*schnief* Das ist so schön! Und so traurig, dass es jetzt vorbei ist. Bitte schreib unbedingte weiter. Egal was, und wenn es der abgedrehteste Kram des Jahrhunderts ist - ich werde es lesen.
Luthien ( 52855 )
Abgeschickt vor 848 Tagen
Ich freue mich so über eure Kommis und verspreche euch, dass ich fast fertig bin. Bald kommt der nächste Teil, der dann wahrscheinlich auch der letzte sein wird, aber man weiß ja nie;)
Tinuviel ( 89259 )
Abgeschickt vor 850 Tagen
Langsam weiß ich nicht mehr was ich noch schreiben soll. Aber auf alle Fälle ist es wunderschön!
Tinuviel ( 84188 )
Abgeschickt vor 858 Tagen
Super!!! Ich lese beide Geschichten und finde es toll, dass du vorhast ab und zu mal Lieder einzubauen. Weiter so! Ich bin schon gespannt.
Namarië!
Luthien ( 46258 )
Abgeschickt vor 864 Tagen
Wer von euch meine andere Fanfiction "Aragorn in Bruchtal / Seine "Schwester" und die große Liebe" gelesen hat weiß, dass ich darin ein Gedicht beschrieben habe, dass Luthien in Elronds Bibliothek übersetzt. Ich hatte es schon damals im Kopf und auch aufgeschrieben, entschied mich dann aber dazu, es nicht zu verwenden und genau zu nennen, weil ich dachte, dass es nicht zu 100% passte. Ich habe stattdessen nur gesagt um was es geht, obwohl es geschrieben war.
Nun allerdings kam mir die Idee es in diese Fanfiction mit einzubauen, da noch öfters Lieder vorkommen werden. Das jetzt schon mal als Hintergrund für die nächsten Kaptiel. Ihr dürft euch darauf freuen, für alle, die es damals vermisst haben, oder den Wortlaut kennen wollten.
Luthien ( 56657 )
Abgeschickt vor 866 Tagen
Also hier ist nun endlich der dritte Teil. Ich freue mich, dass es euch gefälltund werde bald weiterschreiben.
Tinuviel ( 84491 )
Abgeschickt vor 867 Tagen
Schreib weiter! Ich bin schon gespannt wie es weiter geht. :)
Kate ( 97862 )
Abgeschickt vor 868 Tagen
Das ist echt super!!!!
Luthien ( 38204 )
Abgeschickt vor 888 Tagen
Den zweiten Teil gibt es bald, ich muss ihn nur noch einmal kontrollieren dass er auch vom Inhalt her passt und nicht irgendwelche Fehler drin sind.
Tinuviel ( 56534 )
Abgeschickt vor 889 Tagen
Freue mich schon auf die Fortsetzung;)
Beth ( 11140 )
Abgeschickt vor 890 Tagen
Das ist so super!!!!!!!!!!!!!
Leyla ( 21710 )
Abgeschickt vor 890 Tagen
schöne Geschichte freue mich auf den nächsten Teil