Nur das Innere zählt 7

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1 Kapitel - 1.305 Wörter - Erstellt von: Fantasy girl - Aktualisiert am: 2015-01-15 - Entwickelt am: - 1.669 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Gibt es einen Hoffnungsschimmer für Legolas? Wird er wieder sehen können? Oder für immer blind bleiben? Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen.... Und vergesst die Kommentare nicht....

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    Kapitel 7


    Die eine Hoffnung...

    Die Tage Vergingen und es änderte sich nicht das Geringste an meinem Zustand. Ich hörte zwar die Vögel von draußen Singen und wusste so, ob es Tag oder Nacht war. Aber meine Augen zeigten mir andere Bilder. Schwarze Schleier umhüllten mich Tag und Nacht. Und niemand konnte daran etwas ändern. Nicht einmal Lord Elrond, der auch Täglich zu mir kam, konnte mir nicht helfen. Mittlerweile wusste ich nicht mehr, was ich tun konnte.
    Es war aus.
    Aus und vorbei...
    Ich würde mein Augenlicht nie wieder zurück erlangen...

    Aragorn war oft bei mir, brachte mir Essen, wechselte den Verband um die Augen und versuchte mir klar zu machen, das nicht verloren war. Aber ich hatte die Hoffnung schon längst aufgegeben.

    So vergingen die Tage. Mittlerweile hatte ich mich an meinen Zustand mehr oder weniger gewöhnt. Ich akzeptierte es innerlich immer noch nicht, aber ich hatte fest gestellt, dass meine Ohren, meine Nase und mein Tastsinn hundert Mal besser waren, als früher.
    Es fiel mir sehr schwer mich zu bewegen. Nicht, weil ich schmerzen hatte. Nein. Schmerzen spürte ich nur noch im Kopf und in meinem Herz. Aber es war sehr schwer, sich in einem Raum zu bewegen, wenn man nur schwarz vor Augen hatte...

    Es war mehr als klar, das meine Laune nicht gerade die beste war. Ich wusste, dass ich auf andere verzweifelt und niedergeschlagen wirkte. Aber anders fühlte ich mich ja auch nicht....

    Eine Woche, nachdem ich hier in Bruchtal angekommen war, wurde meine Laune aber deutlich besser...
    Es war ein recht warmer Tag. Ich hatte mich durch mein Zimmer getastet und war schließlich am Fenster angekommen. Dort stand ich eine ganze Weile und lauschten dem Springbrunnen, der, wie ich wusste, nicht weit entfernt stand.
    Es war so ruhig...
    So friedlich...

    "LEGOLAS"

    Eine Tür flog mit einem lauten Knall auf und krachte gegen die Wand.
    Ich fuhr erschrocken zusammen und griff aus einem Reflecks an meine Gürtel, wo ich normalerweise immer einen kleinen Dolch Trug. Nur, das dort keiner war. Seit meinem Unfall war ich sehr schreckhaft geworden. Ich wusste nicht, warum, aber ich vermutete, dass es an meinem fehlenden Augenlicht lag.

    Ich musste ziemlich erschreckt und panisch aussehen, denn jetzt hörte ich Aragorn sprechen: "Tut mir Leid, Legolas. Ich wollte dich nicht erschrecken..."

    Ich stand einen Moment geschockt da, und drehte meinen Kopf in die Richtung, aus der die Stimme kam.
    "Aragorn. Was ist in dich gefahren. Du hörst dich an, als würde ich von einem Riesen bedroht werden" murmelte ich leise und genervt.
    Ich hörte Aragorn näher kommen.
    Ich spürte, wie er meinen Arm nahm und mich langsam durch den Raum, bis hin zum Bett zog. Dort drückte er mich auf die Kante.
    "Ich habe fantastische Nachrichten" sagte Aragorn.
    "Lass mich Raten... Du wirst Vater?" fragte ich genervt und trübselig zugleich.
    "Was? Wie kommst du den darauf?" fragte Aragorn verwirrt.
    Ich zuckte die Schultern.
    "Nein, mein Freund, viel besser. Ich war letzte Nacht in der Bibliothek und habe ein bisschen nach geforscht. Über die Heilung von seltenen... Nun ja... Behinderungen... Und da bin ich auf etwas gestoßen, das uns und vor allem dir helfen könnte" sagte Aragorn.

    Ich glaubte nicht recht zu hören. Aragorn hatte etwas gefunden. Ein kleiner Hoffnungsschimmer leuchtete im Dunkeln auf.
    "Du... Du hast etwas gefunden?" fragte ich leise.
    "Nun ja" murmelte Aragorn klang plötzlich nicht mehr so selbstsicher, wie gerade.
    "Es ist eher... Eine Vermutung"

    "Eine Vermutung? Was heißt eine Vermutung? Was vermutest du?" rief ich plötzlich laut, griff in die Richtung, aus der Aragorns Stimme kam und bekam sein Hemd zu packen. Ich rüttelte an ihm. Aber viel brachte das nicht.
    "Beruhige dich. Mellon nin" sagte Aragorn laut, hielt meine Hände fest und drückte sie von sich weg.
    Tatsächlich wurde ich ruhiger.
    "Lass es mich erklären... Es gibt einen Uralten Elbenzauber. Wenn dieser bei Vollmond von einer mächtigen Elbin und einen mächtigen Zauberer ausgesprochen werden, kann es Wunden heilen, die sogar die größten heiler nicht heilen können. Man kann gifte aus dem Blut saugen. Und wenn die Planeten in der Richtigen Reinfolge stehen, kann man sogar einen Toten wieder zurück in die Welt der lebenden holen"

    Aragorns Stimme hörte sich gespenstisch an. Aber mich störte das nicht. Ich glaubte, in mir würde ein Feuerwerk vor Freude explodieren... Es gab einen Ausweg....

    "Das... Das ist... Unglaublich. Danke, Aragorn" konnte ich nur sagen.
    "Dank mir nicht zu früh. Ich habe mit Herrn Elrond gesprochen. Er kennt diesen Zauber nicht" sagte Aragorn.
    "Was ist mit Herrin Galadriel? Und Gandalf? Sie werden es vielleicht kennen. Und es sind zwei mächtige Personen" versuchte ich mir selbst Hoffnungen zu machen.
    "Ja, das hast du Recht. Das habe ich mir auch schon überlegt aber...." Aragorn stockte kurz.
    "Aber was?" fragte ich lauter.
    "Gandalf wurde schon seit über einem Jahr nicht mehr in Bruchtal gesehen. Einige Elben sagen, er sei in den Norden gegangen" sagte Aragorn.
    Das Feuerwerk in mir hörte auf einem mal auf. Meine Hoffnungen waren fort. Wieder einmal musste ich, wie schon oft in den letzten Tagen, daran denken, wie es doch gekommenen wäre, wenn ich keine Rast auf meinem Weg hier her gemacht hätte. Wenn ich einfach weiter geritten wären...

    "Ich habe einen Entschluss gefasst, Legolas. Ich werde mich auf die Suche nach Gandalf machen. Ich werde ihn zusammen mit Herrin Galadriel hier her nach Bruchtal bringen. Zu dir. Und dann werden wir dein Augenlicht wieder herstellen" sagte Aragorn.
    "Das... Würdest du tun? Der Norden ist gefährlich...." sagte ich leise.
    "Für dich, mein Freund, würde ich in jede Gefahr der Welt gehen" sagte Aragorn und legte mir seine Hand auf die Schulter.

    Ich lächelte. So gerne hätte ich meinen Freund jetzt gesehen. Aber wenn Aragorn Erfolg haben sollte, würde ich mein Augenlicht bestimmt bald zurückbekommen. Nur leider war Gandalf dafür bekannt gerne mal spurlos zu verschwinden. Und der Norden war groß. Es würde Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern, bis Aragorn den Grauen Zauberer gefunden hatte....

    Am nächsten Morgen in aller Frühe machte sich Aragorn auf den Weg. Mit zwei Elben, die er schon aus seiner Kindheit kannte, ritt er davon in Richtung Norden. Und ich konnte solange nichts tun, außer zu warten und zu hoffen, das Aragorn Erfolg haben würde und dieser Albtraum, in dem ich gerade war, endlich enden würde...

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