Der Herr der Ringe - Die Vergessene Tochter (Kapitel 6)

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2 Kapitel - 3.739 Wörter - Erstellt von: Pho3nixx - Aktualisiert am: 2015-01-12 - Entwickelt am: - 3.694 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Soo, auch wenn ich eigentlich geplant hatte in diesem Kapitel endlich mal die Party in die Gänge zu kriegen und auch mal in Richtung Minas Tirith zu gehen, sodass der Krieg mal weitergehen kann, hat sich mein kleines Köpfchen doch dagegen entschieden und so sind wir immer noch kein Stückchen in der Geschichte weiter, aber ein großes Stück in der Freundschaft... Zumindest hoffe ich, dass meine Idee ein wenig hervorkommt: D

Wie immer wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen ;)
Liebe Grüße,
Eure Pho3nixx (n.n)

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„Onkel!“ rufe ich, als sowohl Gandalf als auch die beiden Rohirrim in mein Sichtfeld gelangen. Bevor mein Onkel zu einem Wort ansetzen konnte, beg
„Onkel!“ rufe ich, als sowohl Gandalf als auch die beiden Rohirrim in mein Sichtfeld gelangen.

Bevor mein Onkel zu einem Wort ansetzen konnte, begann Gandalf brummend zu lachen und Éomer steig mit ein.
„Ich habe doch gesagt, sie würde uns folgen!“ grinste mein Bruder und sah triumphierend zu König Théoden, welcher nun Schneemähne von seinem Gewicht entlastete, ebenso wie Gandalf und auch Éomer folgte.
Das Wasser des Isen, welches wenige Meter vor dem Orthanc nur bis zu den Knöcheln reicht, schwappt leicht unter den Bewegungen des Zauberers, als dieser sich auf die erste Stufe der schwarzen Treppe stellt und seinen Blick starr gen Himmel richtet.
„Saruman!“ ruft er mit tiefer und rauer Stimme und gespannt wenden sich nun auch unsere Blicke in Richtung der Spitze des Turms. Doch nichts regt sich...
„Saruman! Komm heraus!“ versucht Gandalf es erneut und wieder zeigt sich keine Regung, als eine krächzende Stimme, welche mit nur allzu bekannt vorkommt sich über die Ebene erhebt.
„Wer ist da? Was wünscht Ihr?“
„Schlangenzunge!“ zische ich zwischen zusammengebissenen Zähnen und möchte gerade Pfeil und Bogen zücken, als mich dieselbe Person davon abhält diesen Wicht zu töten, wie vor einiger Zeit in Edoras...:
Aragorn, welcher nun gemeinsam mit Legolas, Gimli, Merry und Pippin ebenfalls am Turm angelangt ist, legt seine Hände auf meine Unterarme und sieht mich eindringlich an.
„Hier sind die Waffen der Sterblichen nutzlos,“ sagt er ruhig und späht zu Gandalf hinüber. „Unsere Kraft kann hier nichts ausrichten.“
Murrend verstaue ich meinen gezückten Pfeil wieder in meinem Köcher, doch meinen Bogen lasse ich nicht aus meinen Händen.
„Verschwende unsere Zeit nicht, Gríma!“ knurrt Gandalf. „Hole deinen Meister her! Wir wollen mit ihm reden!“
Ein finsteres und ergreifendes Lachen hallt von den Wänden des Orthancs ab und es ist, als würde eine eiskalte Hand nach unseren Herzen greifen.
Paralysierend fängt die Präsenz des 'Weißen Zauberers', Saruman, unsere Blicke, als er auf einer Art Balkon an den gitterlosen Rand schreitet und seinen Blick abschätzig auf uns richtet.
„Seht her, sehr her...! Wer beehrt mich denn nun mit seinem Besuch...: Der König Rohans, sowie sein zukünftiger Thronfolger Éomer, da sein Sohn bedauerlicherweise von meinen Uruk-Hai getötet wurde...,“ sagt er mit vor Sarkasmus triefender Stimme, während er seine Augen über uns schweifen lässt. „Wie Leid mir das doch tut für unsere reizende Karliah, welche sich doch sicherlich große Hoffnungen für die Zukunft gemacht hat an der Seite Théodreds...,“ will er fortfahren, doch die aufgestaute Wut tief in meinem Inneren kann ich nicht länger zurückhalten.
„Sprich seinen Namen nicht aus, du elender Hund!“ schreie ich mit allem angesammelten Hass, welchen ich seid Théodreds Tod gehegt habe. „Du bist nichts weiter als eine Marionette Saurons, welcher dich benutzt, um seine Pläne zu verwirklichen! Weißt du was mit Marionetten geschieht, wenn sie nicht mehr gebraucht werden! Sie werden wie ein Stück Dreck weggeworfen, bis sie irgendwann verkommen und verrotten, auf dass sich niemals jemand an sie erinnert!“
Mit einem flüchtigen Blick erkenne ich, wie Gríma sich neben den Verräter gestellt hat und sich nun ebenfalls einschalten möchte, doch ich lasse ihn erst gar nicht zu Wort kommen, sondern befreie mich von all meinem Groll und schreie weiter ungehalten auf die Schlange und den Verräter ein.
„Und nun zu dir!“ fauche ich mit kratziger Stimme, doch mache ich mir nicht einmal die Mühe vernünftig Luft zu holen. „Du lebtest so lange unter den Menschen Rohans! Geachtet! Angesehen! Gemocht! Doch all das hast du dir zunichte gemacht, indem zu dich diesem elenden Hund verschrieben hast, was dich zu niemand Besserem macht, als ihn! Du wolltest meinen Bruder ebenfalls aus der Welt schaffen, um dir den Thron zu sichern, doch glaub mir! So leicht sind wir Rohirrim nicht unterzukriegen! Und ich schwöre bei den Valar...: Wenn Aragorn mich nicht davon abgehalten hätte, WÜRDEN WIR DIESES GESPRÄCH NUN NICHT FÜHREN!“
Weitere Worte bahnten sich ihren Weg aus meiner Kehle, doch die sanfte Berührung Éomers und der beruhigende Blick ließen mich Inne halten und meinen Blick vom Turm abwenden und in Richtung des Bodens schweifen, wo mich etwas mystisch Schimmerndes vom weiteren Geschehen kurzzeitig ablenkt, doch der dröhnende Ruf Gandalfs und die Hitze der Feuerkugel, welche Saruman auf Gandalf gerichtet hat lässt mich meinen Kopf panisch hochreißen.
„Saruman! Dein Stab ist zerbrochen! Du besitzt keine Macht mehr!“ gibt Gandalf von sich und tatsächlich...:
Der Stab des Verräters zerfällt zu Asche und verzweifelt blickt er auf seine leeren Hände, während Gríma erneut aus dem Hintergrund an seinen Meister herantritt.
Leicht unsicher tritt dieser an den Rand des Orthancs heran und ich sehe Mitleid in den Augen meines Onkels aufblitzen – Mitleid, welches dieser Hund nicht verdient hat!
„Gríma!“ ruft Théoden seinem ehemaligen 'Berater' zu. „Du musst seinem Schicksal nicht folgen! Komm herunter und kehre heim nach Rohan... Sei frei... Frei von diesem Teufel...,“ versucht unser König Schlangenzunge zu überzeugen und da dieser Wurm einfach dem nächstbesten immer hinterher kriecht möchte er sich gerade abwenden, als Saruman wieder sein Wort erhebt.
„Frei?“ beginnt er zu spöttisch zu lachen. „Frei? Gríma, Sohn Gálmóds wird niemals frei sein! Dieser Wurm hat es nicht verdient gerecht behandelt zu werden! Zu groß ist seine Gier nach Macht und das Streben nach Anerkennung! Er ist zu leicht zu manipulieren, weswegen er ein gefundenes Fressen in meinen Plänen ge...“ Weiter kommt Saruman jedoch nicht, denn sein Blick versteinert sich zu einem Ausdruck des Entsetzens und nur noch ein einzelner Lufthauch entweicht seiner Kehle, als das Sirren eines Pfeiles von Legolas ausgeht.
Gríma Schlangenzunge, welcher binnen Sekunden von dem Pfeil durchbohrt wird taumelt benommen zurück – in seiner Hand den blutbeschmierten Dolch, mit welchem er seinen Meister hinterrücks erstochen hat. Saruman versucht sich mit einem Schritt nach vorne zu stützen, doch dieser eine Tritt bringt ihm sein Verderben...:
Er wankt knapp an der Kante des Orthancs mit dem Gleichgewicht, bis seine Kraft jedoch versagt und er bewusstlos in die Tiefe stürzt.
Erschrocken wagt es keiner von uns sich zu regen, als Sarumans Körper auf einem Mühlrad aufgespießt wird und seine einst weiße Kutte mit tief rotem Blut vollgesogen wird.
„Er ist tot...!“ hauche ich voller Unglauben, doch etwas in meiner Stimme bringt meine Freude über dies genauestens zum Ausdruck.
„Saruman der Weiße...! Hinterrücks erstochen von seinem Diener...!“ Meine Worte gehen in ein beinahe groteskes Lachen über, als Théoden zum Aufbruch ruft.
„Wir haben hier nichts mehr verloren! Kommt! Wir reiten zurück nach Edoras!“ gibt er bekannt und nickend wollen wir alle wieder unsere Pferde besteigen, als einer der Hobbits anscheinend etwas gefunden hat, was Gandalf nicht zu freuen scheint.
„Gib mir das! Es ist besser in meinen Händen aufgehoben, als in deinen, närrischer Tuk!“ keift der Zauberer den armen kleinen Burschen beinahe an und entwendet ihm etwas aus den Händen, was meinen Blick für eine kurze Zeit wieder gefangen nimmt... Es schimmert in einem merkwürdigen Lila, doch eine dunkle Macht scheint auf ihm zu liegen, denn als Gandalf seinen Mantel um die Kugel schlägt, welche nun in seiner Obhut liegt, scheint eine große Last von mir zu fallen und ich steuere ohne Umwege auf Hasufel zu.
„Komm, steig auf!“ grinse ich Peregrin zu, welcher mich ein wenig verdutzt ansieht. „Na komm schon, die anderen warten nicht auf uns!“ schallt mein belustigtes Lachen über die Ebene, als ich meinen Blick nach vorne gewendet habe und erkenne, dass unsere Gemeinschaft bereits ihren Weg durch die Tore Isengarts antritt.
Nickend greift der Hobbit nach meiner Hand, welche ich ihm gereicht habe und mit einem Satz sitzt der Kleine bereits hinter mir auf Hasufel, etwas eingeschüchtert von der Größe des Tieres, doch nachdem er – so wie ich das mitbekommen habe – bereits auf Fangorns Schultern saß, solle ihm mein Hengst eigentlich wie ein Pony vorkommen.
Noch ein letztes Mal zieht es meine Augen in Richtung des toten Körpers Sarumans, da treibe ich meinen Graufalben bereits zu einem leichten Galopp an und über die losen Bodenplatten hallen seine Hufe von den Steinmauern ab, während wir unseren Weg zurück nach Edoras antreten...
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Der Herr der Ringe - Die Vergessene Tochter (Ka...
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Soo, auch wenn ich eigentlich geplant hatte in diesem Kapitel endlich mal die Party in die Gänge zu kriegen und auch mal in Richtung Minas Tirith zu gehen, sodass der Krieg mal weitergehen kann, hat sich mein kleines Köpfchen doch dagegen entschieden u...
http://www.testedich.de/quiz35/quiz/1421020560/Der-Herr-der-Ringe-Die-Vergessene-Tochter-Kapitel-6
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2015-01-12
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Herr der Ringe

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