Nur das Innere zählt 5

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1 Kapitel - 1.176 Wörter - Erstellt von: Fantasy girl - Aktualisiert am: 2015-01-12 - Entwickelt am: - 1.988 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Und weitere geht's mit Legolas...das hier ist Kapitel 5.
Ich entschuldige mich auch mal für die Rechtschreib- und Grammatik Fehler. Nicht böse sein... ;)

    1
    Kapitel 5


    Bruchtal

    Aragorns Sicht:

    Die Grauen Regenwolken, die schon seit Stunden über den Wäldern hingen, wollten einfach nicht von Himmel weichen. Hin und wieder Donnerte und blitzte es. Einer der Blitze war so grell gewesen, das sich Arod aus lauter Angst aufgebäumt hatte, und dann im rasenden Gallopp im Wald verschwunden war.
    Ich zog mir meine Kapuze, die mir während des Reitens in den Nacken gefallen war, wieder über den Kopf, damit meine Augen wenigstens etwas sehen konnten.
    Augen.
    Bei diesem Wort musste ich an Legolas denken, der vor mir im Sattel mehr lag als saß. Sein Gesicht war voller Blut. Und es kam aus den Augen. Mir hatte es beinahe den Magen umgedreht, als ich Legolas' Gesicht gesehen hatte. Man erkannte nicht einmal mehr, wo die Augen anfingen. Und dann noch das, was Legolas' gesagt hatte: "Aragorn, ich sehe dich nicht. Nichts".
    Dieser Satz war es gewesen, der mich verzweifelt zum Nachdenken machte. Denn so, wie es aussah, hatten die Angreifer Legolas' zu sehr an den Augen verletzt. Und wenn ich mit meiner Vermutung richtig lag, bedeutete das, Legolas war während des Kampfes erblindet.
    Ich schüttelte meinen Kopf.
    Einen blinden Elben.
    Das gab es nicht. Das konnte es nicht geben. Aber wieso konnte mein Freund dann nichts mehr sehen...?
    Ich drängte Brego, noch ein bisschen schneller zu laufen. Ich wollte Bruchtal so schnell wie möglich erreichen.
    Elrond konnte helfen.
    Er war der beste heiler Mittelerdes.
    Er musste helfen.

    Legolas' Sicht:

    Während des gesamten Ritts schien ich in einer Art Trance zu schweben. Mal nahm ich nichts von meiner Umgebung war, und dann hörte ich plötzlich wieder alles, was um mich herum geschah. Ich versuchte meine Benommenheit zu verdrängen, aber das ging nicht. Ich fühlte nur, dass die Kälte, die sich in meinem Körper ausgebreitet hatte, ganz langsam zurück wich. Sie verschwand nicht. Aber sie zog sich zurück.

    Aragorns Sicht:

    Es kam mir vor wie eine Ewigkeit. Das Unwetter ließ nicht nach und machte mir das sehen schwerer. Aber nach zwei Stunden im Endlosen Regen, erkannte ich die Wachtürme von Bruchtal vor mir. Das Tor war geschlossen. Aber in den Nischen der Beiden Türme standen zwei Elbenwachen. Als ich nur noch wenige Meter vom Tor entfernt war, traten sie hinaus in den Regen.
    "Halt, wer ist da?" rief eine der Wachen laut.
    Ich bremste Brego und zog meine Kapuze hinunter.
    "Mein Herr Aragorn. Da seid ihr ja. Herr Elrond macht sich schon sorgen" sagte die zweite Wache.
    "Ich muss so schnell wie möglich zu ihm. Legolas ist schwer verwundet" rief ich laut.
    "Das ist Legolas? Sohn von Thranduil? Prinz aus dem Düsterwald?" fragte die andere Wache erstaunt und deutete auf die bleiche, reglose, blutverschmierte Gestalt, die vor mir im Sattel lag.
    Natürlich, es war schwer zu glauben. In Bruchtal war Legolas bekannt als ein stolzer, junger und schöner Elb, der ein riesiges Talent für das Bogenschießen hatte und die Natur über alles liebte. Er war so gut wie nie verletzt gewesen.

    Die beiden Wachen öffneten das Tor und Brego donnerte in die Stadt hinein. Erst vor dem großen Haupthaus, welches Elrond gehörte, hielt ich mein Pferd an. Ich sprang aus dem Sattel und zog Legolas vorsichtig hinunter. Legolas schien in einer art Dämmerzustand zu sein. Er konnte Halbwegst stehen und mit mir als Stütze konnte er auch ein paar Schritte gehen.
    Ein Stallbursche kam an gerannt und versorgte Brego, während ich meinen Waffenbruder vorsichtig die Treppen hinauf schleifte.
    Drei Mal schlug ich mit der Faust laut gegen die Tür.
    Kurz darauf wurde diese geöffnet und ein Diener erschien.
    "Herr Aragorn, ich... Was ist passiert?" fragte der Diener sofort.
    "Keine Zeit für Erklärungen. Wo ist Herr Elrond? Ich brauche ihn!" rief ich hektisch und betrat das Haus. Legolas taumelte neben mir her. Immer wieder sackte er kurz zusammen. Ich verlangte zu viel von meinem Freund. Das merkte ich aber erst dann, als Legolas tatsächlich neben mir aus Erschöpfung zusammenbrach.
    Ich fing ihn gerade noch so ab, bevor er auf dem Boden aufschlug.
    Der Diener eilte davon um Elrond zu Holen. Vorsichtig nahm ich meinen Freund auf die Arme und trug ihn in eins der Gästezimmer. Ich wusste, dass alle Krankenzimmer im Moment belegt waren, aber die Gästezimmer waren meistens frei. Ich legte Legolas vorsichtig auf das große Bett und wollte gerade die Fackeln an der Wand zum Leuchten bringen, als Elrond mit einem Diener in das Zimmer gestürmt kam. Der Diener entzündete die Fackeln und machte so den Raum etwas heller.
    "Aragorn, was ist geschehen?" wollte Elrind sofort wissen und eilte auf mich zu.
    "Ich fand ihn im Wald. Er wurde angegriffen. Mein Herr Elrond, er sagte zu mir, dass er mich nicht sehen könnte. Das er gar nichts mehr sehen könnte. Und seine Verletzungen im Gesicht... Ich glaube... er ist-"
    "Erblindet!" unterbrach mich Elrond.
    Stille legte sich in den Raum.
    "Ja" sagte ich leise.
    Elrond nickte langsam und schob ein paar nasse Haarsträhnen von Legolas auf die Seite. Dann fühlte er die kalte Stirn des jungen Elben.
    "Er ist kühl. Vermutlich lag er lange in der Kälte" murmelte er.
    Er untersuchte du Wunde an den Augen genau.
    "Und? Könnt ihr ihm helfen?" fragte ich hoffnungsvoll.
    Elrond richtete sich auf und meinte dann: "Wir können erst mal nichts tun, außer die Wunde zu säubern und zu warten, bis Legolas wieder erwacht. Dann kann er uns schildern, was geschehen ist"
    "Aber er ist der Erste Elb, der... Nun ja, .. Erblindet ist, oder?" fragte ich leise.
    "Ja, ich hätte nie gedacht, dass es so etwas Mal geben würde. Aber nun ist es geschehen und wir müssen Legolas jetzt beistehen. Es wird eine schwere Zeit für ihn. Eine sehr schwere und Dunkle Zeit" sagte Elrond mit düsterer Stimme und verließ den Raum.

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