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An den Ufern des Anduin

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2 Kapitel - 9.271 Wörter - Erstellt von: Luthien - Aktualisiert am: 2015-01-19 - Entwickelt am: - 1.710 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Teil 3
Es folgt der Ringrat, zu dem du mehr oder weniger gedrängt wurdest. Und vieles geschieht anders als gedacht, aber selbst wenn du denkst, dass es nicht mehr weitergeht passiert etwas und du läufst weiter.

1
Frodos Entscheidung:


Der Tag des Rates ist gekommen und du bist in deinem Zimmer und machst dich fertig. Du gehst in deiner Waldläuferkleidung hin, also dunkle Hose und ein orange-rotes Hemd. Darüber einen Mantel und hohe schwarze Stiefel. Deine Haare hast du zu einem Knoten gebunden.
Da du etwas spät dran bist betrittst du die Terrasse als eine der letzten. So sind nur noch wenige Plätze frei, aber auch einer neben Aragorn ganz am Rand. Mit einem „Schön, dass du da bist“ begrüßt er dich und lächelt dich an. Du kannst nicht anders als zurückzulächeln, aber dann gilt deine Aufmerksamkeit Elrond, der den Rat eröffnet.
Er begrüßt alle herzlich und nennt den Grund für das Zusammentreffen: Den Fund des einen Rings. Frodo legt ihn auf einen Sockel und sogleich erhebt sich ein Gemurmel. Die einen sind dafür den Ring zu zerstören, anderen wollen ihn als Waffe gegen Sauron einsetzen.
Erst als Gandalf die Ringinschrift in der schwarzen Sprache Mordors vorliest wird es still. Mucksmäuschenstill.
Ein Gondorianer will den Ring selbst einsetzten. Aragorn hält dagegen, er sagt es sei keine gute Idee. Man müsse den Ring vernichten. Der Mann will sich von einem Waldläufer aber nichts sagen lassen, als plötzlich einer der Düsterwaldelben aufsteht und Aragorns wahre Identität preisgibt.
Elrond fährt fort indem er sagt, dass der Ring zerstört werden muss. „Worauf warten wir dann noch?“ Einer der Zwerge ist aufgesprungen und schleudert seine Axt auf den Ring. Aber die Axt und nicht wie er erwartet hatte der Ring, zerspringt in tausend kleine Teile und der Zwerg fällt um. „Der Ring kann nicht zerstört werden, Gimli, Gloins Sohn, jedenfalls von keiner Kraft, die wir hier besitzen. In den Feuern des Schicksalsberges erschaffen, kann er nur dort vernichtet werden. Man muss ihn tief nach Mordor hineinbringen und in die feurige Kluft zurückwerfen, aus der er stammt! Einer von euch muss das tun.“
Wieder entbrennt eine hitzige Diskussion, diesmal geht es darum, wer den Ring vernichten soll. Plötzlich werden Rufe laut, dass die Zwerge den Ring nicht den Elben überlassen wollen. Jeder will etwas anderes und dir wird das bald alles zu viel. Jetzt weißt du wieder, warum du die Einsamkeit vorziehst. Es gibt keine sich streitenden Männer, die sich nicht einmal einigen können, wenn es um das Geschick und die Zukunft Mittelerdes geht. Idioten, denkst du dir.
Als eine Einigung schon unmöglich scheint, bietet Frodo sich an, den Ring zu nehmen und nach und nach gesellen sich Gandalf, Aragorn, ein Elb namens Legolas, Gimli, der Zwerg und auch Boromir aus Minas Tirith dazu. Zum Schluss kommen noch die anderen drei Hobbits, die ihren Freund begleiten wollen. Elrond will schon den Rat beenden, als Frodo noch einmal zu sprechen beginnt: „Linduin, ihr habt mir da Leben gerettet. Ohne euch würde ich nicht hier stehen. Deshalb habe ich eine Bitte: Begleitet uns. Für mich seid ihr wichtig. Es würde mich freuen, euch an meiner Seite zu haben.“
Seine Worte rühren dich, aber nun liegen auch die Blicke aller Anwesenden unfreiwillig auf dir. Du weißt nicht, was du antworten sollst. Eigentlich hast du genug von diesen Leuten, aber was würde dich sonst erwarten? Ein Leben ohne Ziel, ohne Sinn. Also willigst du ein, denn zu verlieren hast du nichts und wenn du Frodo mit deinem Leben schützen kannst, so machst du es gern.
„Einverstanden. Wenn ihr möchtet, dass ich euch begleite, so stelle ich mich nicht dagegen.“
Elrond ernennt euch also zu den 10 Gefährten und schon am nächsten Tag soll die Reise losgehen.
Du raffst daraufhin deine Waldläufersachen zusammen, denn mehr kannst du nicht mitnehmen. Es kommt dir ganz gelegen, dass du praktisch wie bisher weiterleben kannst: Durch die Lande streifen, nur dieses Mal mit einer wichtigen Aufgabe. Den einen Ring zu zerstören.
Abends gibt es ein gemeinsames Abschiedsessen der Gefährten und Elben aus Bruchtal. Du nimmst wie dir geheißen wird daran teil und lernst so die Weggefährten der nächsten Zeit etwas näher kennen.
Aragorn kennst du ja schon und auch Gandalf ist ein Freund von dir, den du aber nur sehr selten siehst, da der Zauberer immer beschäftigt ist. Dann die vier Hobbits, die du nach Bruchtal begleitet hast. Frodo, Sam, Merry und Pippin findest du lustig und es macht dir Spaß sich hin und wieder mit ihnen zu unterhalten, denn bei dem vielen Unsinn den sie machen musst selbst du lachen und entfliehst deinen sonst düsteren Gedanken.
Auch den Zwerg Gimli kannst du gut leiden. Er ist eher ruhig, aber du weißt von Zwergen nicht allzu viel. Vielleicht weißt du nach der Reise, falls du es überleben solltest, besser über dieses Volk Bescheid.
Der andere Mensch, Boromir, der euch begleitet, scheint ein Kämpfer zu sein. Er ist stark und weiß immer ganz genau, was er will. Vermutlich setzt er oft seinen Willen durch. Mal sehen, wie und ob er sich in der Gemeinschaft entwickeln wird.
Und der letzte deiner Gefährten: Legolas. Der Elb sieht deiner Meinung nach richtig gut aus. Die langen blonden Haare, die feinen und edlen Gesichtszüge und die strahlend blauen Augen. Er ist ein typischer Elb und verhält sich auch so ruhig und überlegt wie es bei den meisten der ältesten Wesen Mittelerdes der Fall ist. Aber relativ schnell merkst du, dass es ihm nicht gefällt im Mittelpunkt zu stehen. Er ist ein wenig wie Aragorn, denkst du dir. Auch er würde sich für die Truppe opfern.
Nach dem Essen gehst du nach draußen, denn unter dem Sternenhimmel fühlst du dich irgendwie geborgen. Das musst du von den Elben haben, denn auch sie lieben dieses Licht am meisten, doch du bleibst nicht lange allein.
„Darf ich euch ein wenig Gesellschaft leisten, Lady Linduin?“ Du drehst dich um und siehst, dass Legolas neben dich getreten ist. „Aber natürlich.“ „Ich möchte mich euch noch vorstellen, mein Name ist Legolas.“ „Es freut mich euch kennenzulernen, ich bin Linduin.“ Der Elb neigt leicht seinen Kopf. „Woher kommt ihr?“, fragst du ihn. Er schaut dich etwas komisch an. Entweder er war wohl gerade in Gedanken versunken, oder die Frage hatte er nicht erwartet. „Meine Heimat ist der Düsterwald, hinter dem Nebelgebirge.“ „Sagt, mein Herr. Ihr seht nicht aus wie ein gewöhnlicher Elb. Auch wenn es nicht sehr höflich ist, dürfte ich fragen wer genau ihr seid?“ Der Elb dir gegenüber seufzt leicht. „Ihr habt Recht und ich beantworte euch eure Frage gern. Mein Vater Thranduil ist der König des Düsterwaldes. Aber wie habt ihr das erkannt?“
Du hattest nicht damit gerechnet, dass gerade ein Elbenprinz vor dir steht. „Ich verbrachte meine Kindheit in Lothlórien bei den Elben und auch später lebte ich noch ein wenig bei ihnen. In dieser Zeit habe ich einiges über dieses Volk gelernt, aber das ist mittlerweile auch schon viele Jahre her.“ „Wenn ihr bei den Elben aufgewachsen seid, so sprecht ihr auch elbisch, oder?“ „Ja das tue ich.“ „Nun ja. Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes von euch und deshalb bin ich auch gekommen. Es ist ungewöhnlich, dass ihr als Frau euch den Gefährten angeschlossen habt. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich glaube ihr wisst genau, was ihr tut, aber warum seid ihr der Bitte des Ringträgers gefolgt und habt euch entschieden uns zu begleiten?“
„Eigentlich wäre ich gar nicht hier gewesen. Aber in Bree traf ich vor wenigen Wochen durch Zufall auf Aragorn, den ich schon länger kenne. Ich habe mit ihm zusammen dann die Hobbits nach Bruchtal gebracht. Frodo wurde aber unterwegs von einem Nazgûl verwundet und so musste ich mit ihm allein aufbrechen, da er sonst nicht überlebt hätte. Aragorn kam einige Tage später mit den anderen an. Deshalb hat er mich auch gefragt, ob ich die Gemeinschaft begleite. Ich habe sonst keine bessere Beschäftigung, kein Ziel in meinem Leben. So kann ich wenigstens der Gemeinschaft nützen.“
Legolas sieht dich ein wenig überrascht an. Du weißt warum, willst aber nicht weiter darauf eingehen, wenn er dich nicht explizit fragt. „Warum soll euer Leben keinen Sinn haben? Es geht mich zwar nichts an, aber was ist euch in der Vergangenheit wiederfahren?“ „Meine Eltern starben als ich noch ein Kind war. Ich kann mich nicht mehr an sie erinnern. Dann fanden mich die Elben und zogen mich auf. Doch schon bald zog ich in die Wildnis. Ich lebte allein und habe versucht herauszufinden, wer ich bin. Hier und dort habe ich gekämpft und irgendwann von meinem Schicksal erfahren. Es fiel mir nicht leicht am Anfang, damit zurechtzukommen und so zog ich mich immer weiter zurück.“ „Habt ihr denn mittlerweile herausgefunden, wer ihr seid?“ „Ja, aber nur durch Aragorns Hilfe. Meine Eltern waren Númenórer und so bin auch ich eine von ihnen. Aragorn kannte mich anscheinend als kleines Mädchen, da ich kaum jünger bin als er. Vor inzwischen über 50 Jahren erkannte er mich wieder.“ „Erstaunlich, ich hätte euch nie für so alt gehalten.“ Du musst lächeln. Ja, dein Alter kennen wenige. „Ich glaube wir sollten schlafen gehen, Herr Legolas. Ich wünsche euch eine angenehme Nacht.“ „Danke und auch euch eine gute Nacht. Bis morgen.“
Dann verschwindest du in dein Zimmer und legst dich schlafen.

Am nächsten Tag trefft ihr euch im Hof und die Gemeinschaft wird verabschiedet. Elrond wünscht euch alles Glück und segnet eure Reise, und irgendetwas sagt dir, dass du dich richtig entschieden hast, mitzugehen. Du kannst in den Gesichtern der Gefährten viele Gefühle erkennen: Neugierde, Freude und Entschlossenheit, aber auch Angst und Trauer.
Nach der Verabschiedung geht ihr eures Weges. Mal sehen, ob du die Elben aus Bruchtal jemals wiedersehen wirst. Du hoffst darauf, auch wenn du weißt, dass die Chance nicht sonderlich groß ist. Denn sie wollen früher oder später nach Valinor segeln. Von einer Person weißt du allerdings sicher, dass es eure letzte Begegnung gewesen ist: Arwen. Deswegen hast du dich von ihr verabschiedet. Ihr Vater will, dass sie nach Valinor segelt und zwar so bald wie möglich. Ihre Kraft schwindet und sie wird in Mittelerde nicht lange leben können, es wartet nur der Tod auf sie. Elrond möchte, dass sie die Liebe zu Aragorn mitnimmt. Auch du weißt, dass Aragorn und Arwen so sehr sie sich auch lieben kaum zusammenleben können. Eine Elbin und ein Sterblicher. Du findest es traurig. Die beiden haben sich gefunden und lieben sich mehr als alles andere. So sehr, dass Arwen ihre Unsterblichkeit für den König von Gondor aufgeben würde, und nun soll es vorbei sein. Wie du bei der Abreise feststellst trägt Aragorn Arwens Abendstern. Aber nun soll dich das nicht weiter kümmern, denn es geht los: Es wird ein weiter und sicherlich auch nicht ungefährlicher Weg nach Mordor auf euch warten.

Ihr seid schon ein paar Wochen unterwegs und im Großen und Ganzen verstehst du dich gut mit der Gemeinschaft und bereust es nicht, mitgekommen zu sein. Auch, weil du dich mit allen Männern gut verstehst, mit Legolas, Gandalf und Aragorn aber am besten, und du dich nicht mit ihnen streitest. Deswegen läufst du fast immer neben den dreien. Eine Frau unter neun Männern. Aber es geht entgegen deiner Erwartung bestens.
Trotz dem, dass du hier nicht die Einsamkeit hast, die dich sonst in deinem Leben begleitet, fühlst du dich wohl. Solltest du aber hin und wieder mal deinen Ruhe suchen und dich zurückziehen, so achten alle anderen das und stören dich nicht. Aber ob du wirklich dauerhaft, also für immer mit ihnen zusammenleben könntest? Wohl eher nicht.
Irgendwann um die Mittagszeit macht ihr wieder Pause. Du hast ein kleines Feuer gemacht, über dem ihr euer Essen kocht. Dann setzt ihr euch auf die umliegenden Steine und esst gemütlich.
Danach bleibst du sitzen und hängst deinen Gedanken nach, etwas abseits von den anderen. Legolas hält nach Besonderheiten Ausschau und Boromir trainiert ein wenig mit Merry und Pippin. Er hat das in der letzten Woche schon öfter gemacht. Die Auenländer scheinen ihm ans Herz gewachsen zu sein und er versteht sich gut darauf.
Du lässt deinen Blick über die Gefährten schweifen und beobachtest den Gondorianer und die Hobbits. Was die drei da treiben sieht nicht übel aus.
Als aber Legolas einen sich schnell bewegenden Wolkenfetzen bemerkt wirst du stutzig. Du stehst auf um es dir genauer anzuschauen. Bis ihr dann merkt, dass es Crebain aus Dunland, Späher Sarumans sind, ist es schon fast zu spät. Es gelingt euch zum Glück gerade noch rechtzeitig, das Feuer zu löschen und euch zu verstecken. Als sie weg sind bleibt ihr vorsichtshalber noch ein wenig länger in euren Verstecken. Und es ist gut so, denn immer wieder kommen Schwärme dieser Rabenvögel. Erst gegen Abend könnt ihr weitergehen und euch ihnen entziehen.
Gandalf muss nun aber seinen Weg ändern. Ursprünglich wolltet ihr nicht über den Pass des Caradhras, aber nun bleibt euch nichts anderes mehr übrig. Du bist darüber nicht sehr erfreut, aber es besteht keine andere Möglichkeit, wenn ihr nicht durch die Minen von Moria wollt.
Der Weg wird wieder aufgenommen und immer höher führt der Pfad. Schon bald liegt Schnee unter euren Füßen und es wird umso kälter je höher ihr kommt. Du sorgst dich um die Hobbits, die solch weite Reisen nicht gewohnt sind und denen auch die eisigen Temperaturen zu schaffen machen.
Als Frodo ausrutscht und hinfällt, verliert er den Ring. Alle drehen sich um, denn was sich am Ende des Zuges abspielt ist keinesfalls uninteressant. Boromir hebt den Ring auf und starrt ihn lange an. Deiner Meinung nach zu lange. Also gehst du zu ihm zurück. „Gib Frodo den Ring wieder!“, forderst du ihn auf. Er schenkt dir keinerlei Beachtung sondern murmelt vor sich hin: „Ein seltsames Geschick, dass wir so viel Angst und Zweifel erdulden wegen eines so kleinen Dinges. So ein kleines Ding!“ „Boromir!“ Nun bist du deutlich energischer und angespannter. Als er immer noch keine Anstalten macht, den Ring Frodo wiederzugeben, nimmst du ihn ihm einfach aus der Hand. Er schaut dich verwundert an, unternimmt aber nichts dagegen. Wenn, dann würdest du dich wehren können. Sollte er dem Ring verfallen, so wäre es eine große Gefahr für euch alle. Du hoffst inständig, dass Saurons Macht dazu nicht groß genug ist. Dann gehst du zu Frodo und legst ihm die Kette um den Hals. Du siehst, dass Aragorn seine Hand von seinem Schwert nimmt und erleichtert ist, als Frodo den Ring wieder hat.
Dann setzt ihr euren Weg fort. Aber sehr weit kommt ihr nicht, denn es liegen grausame Stimmen in der Luft und ein Sturm zieht herauf. Nicht gerade das, was man sich im Hochgebirge wünscht. Aber der Sturm hat auch keine natürliche Ursache, nein. Es ist Saruman! Er möchte euch zum Umkehren zwingen, aber Gandalf marschiert weiter voran und lässt sich davon nicht beirren. Erst als ihr von Schneemassen von oben begraben werdet, lässt er sich auch auf andere Vorschläge ein. Ihr klettert aus dem Schnee hervor und helft den Hobbits auf die Beine. Gandalf lässt dann den Ringträger über den weiteren Weg entscheiden und Frodo wählt die Minen von Moria.
Gimli freut sich, seinen Vetter Balin endlich mal wieder zu treffen. Er hat dir ein wenig erzählt und das Volk hört sich ganz nett an. Nur Gandalf scheint besorgt. Du hast auch schon von Melkors Dämonen aus der alten Zeit gehört und einer von ihnen soll in Moria von den Zwergen geweckt worden sein.
Trotzdem ist es beschlossen und ihr dreht wieder um. Den Caradhras im Rücken, versucht ihr also unter dem Berg hindurchzugehen.

Du befürchtest, dass es nicht einfach werden wird. Zum einen durch die Macht des Rings, die sich auch in der Gemeinschaft immer weiter breitmacht, und zum anderen durch euren Weg durch die Minen.
Zum Glück braucht ihr nicht sehr lange, bis ihr vor den riesigen Felswänden steht: Mitten in der Nacht. Vor Morias Toren ist ein See und er wirkt düster und unheimlich. Der Gedanke an Kaminfeuer und gutes Essen bei den Zwergen gefällt dir deswegen immer mehr.
Nur leider gibt es ein kleines Problem. Ihr kommt nicht einmal in die Zwergenstadt.
„Die Tore spiegeln nur Sternen- und Mondlicht wieder.“, könnt ihr von Gandalf vernehmen. Als die Wolken aufreißen liest er vor: „Hier steht: Die Türen von Durin, des Herrn von Moria. Sprich Freund und tritt ein.“ Leider hat der Zauberer wohl das Passwort vergessen, denn was auch immer er ausprobiert, nichts hilft. Die Türen bleiben verschlossen und ihr wartet davor, dass irgendetwas passiert.
Du setzt dich auf einen Stein und starrst in die Dunkelheit. Es fängt nicht gerade gut bei euch an: Saruman zwingt euch durch die Minen zu gehen, Boromir scheint dem Ring verfallen, Gandalf kennt das Passwort für die Minen nicht und überhaupt ist das Unterfangen ziemlich aussichtslos. Du willst aber trotzdem an das Gute glauben, daran, dass ihr es schaffen könnt das Böse aus Mittelerde zu vertreiben. Aber der Weg dorthin ist weit und beschwerlich.
Merry und Pippin ist langweilig, also fangen sie irgendwann an, Steine ins Wasser zu werfen. Auch sie scheinen frustriert zu sein, aber Aragorn hält sie davon ab. Seine Warnung, nicht das Wasser aufzuschrecken kommt ihnen abenteuerlich vor, dennoch halten sie sich daran.
Gandalf gibt nach einiger Zeit genervt auf, da er sich einfach nicht an das Passwort erinnern kann. Gerade als er sich hinsetzt steht Frodo auf und bemerkt: „Es ist ein Rätsel. >Sprich Freund und tritt ein!< Hmm. Gandalf, wie lautet das elbische Wort für Freund?“ „Mellon.“ Bei Gandalfs Antwort ist ein Knarren zu hören und das alte, steinerne Tor öffnet sich.
Endlich geht es weiter. Nun stehen auch die anderen und du auf und ihr blickt in die Mine. Da es drinnen stockdunkel ist, könnt ihr nicht erkennen, wo ihr euch hineinbegebt.
Vorsichtig setzt ihr einen Fuß vor den anderen, nicht wissend, was auf euch zukommt. Doch dann schreit Frodo: „Streicher, helft mir!“
Alle drehen sich um und sehen das Unglück. Frodo wurde von einem Kraken am Fuß gepackt und wird nach hinten gezogen. Ihr rennt also wieder zurück um den Hobbit zu befreien. Legolas zielt mit Pfeilen auf den Kopf des Untiers, du versuchst wie Aragorn und Boromir seine Tentakeln abzuhacken. Leider ist das Ungeheuer wendig und besonders viel erreicht ihr durch euer Schlagen nicht. Also beschließt du näher an Frodo heranzugehen, der mittlerweile einige Meter über euch in der Luft schwebt. Du watest durch das Wasser, das dir nun bis zu Hüfte geht. Dann bist du beim Kopf des Tieres. Du versuchst mit deinem Schwert ihm in die Kehle zu stechen, ohne dabei von seinen Tentakeln selbst gefangen zu werden. Aber einfacher gesagt als getan. Du musst dich immer wieder um deine eigene Achse drehen. Als das alles nicht hilft tauchst du einfach komplett unter Wasser, sodass dich das Tier für einen Moment aus den Augen verliert. Diese kurze Zeitspanne genügt dir, um dein Schwert in seinen Hals zu stechen. Das Ungeheuer lässt Frodo los und Boromir fängt ihn auf. „Linduin!“, schreien die anderen dir zu. Du rennst so schnell du eben im Wasser voran kommst wieder an Land. Triefend nass wie du bist ist es nicht so leicht. Deine Kleidung hat sich vollgesogen und alles kommt dir viel schwerer als sonst vor. Und das ist es auch. Dann lauft ihr alle in die Mine, denn das Tier ist euch weiter auf den Fersen. Ihr 10 seid alle heil drinnen angekommen, aber als euch das Ungeheuer folgen will, stürzt der Eingang der Mine in sich zusammen. Euch bleibt keine andere Wahl als durch die Mine zu gehen. Gimli will gerade von all den Annehmlichkeiten einer Mine schwärmen, als Gandalf macht mit seinem Stab Licht macht, aber was eure Augen erblicken ist alles andere als schön.
Der Boden ist übersät von Skeletten. Zwergenskelette. Gimli seufzt und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Er ist erschüttert, was hier passiert ist. „Das ist keine Mine, das ist ein Grab.“ Boromirs Worte treffen es genau, treffen aber Gimli auch ebenso hart. Legolas zieht einen Pfeil aus einem Knochengerippe und stellt so fest, dass es Orks waren, die die Zwerge überfallen haben.
Aber wenn das hier Orks waren, dann sind sie mit Sicherheit noch in den Minen. Du hoffst, dass eure Anwesenheit unbemerkt bleibt, denn mit einer Meute Orks ist hier nicht zu spaßen.

Kommentare (19)

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SabrinaGeenleaf (52737)
vor 815 Tagen
Einfach wunderschön wie du schreibst. Vielleicht könntest du ja noch etwas bzw. Eine Geschichte so eähnlich wie diese schreiben . Vielleicht sogar überden düsterwald und legolas , ich würde mich sehr darüber freuen und garantiert 5000 mal durchlesen . Nach weiter so !!
Luthien (90132)
vor 842 Tagen
Also, der Vollständigkeit halber sollte ich es hier auch nochmal bekanntgeben: Ich schreibe an einer neuen FF und auch eine Fortsetzung von "Aragorn in Bruchtal / Seine "Schwester" und die große Liebe" ist in Aussicht.
Luthien (21685)
vor 888 Tagen
@ILoveHobbit
Erst mal danke für dein riesiges Kompliment, ich hab mich sehr drüber gefreut und das war mit Sicherheit nicht das letzte Mal, dass ich etwas geschrieben habe. Zur Zeit ist bei mir aber leider sehr viel los, sodass ich nicht zum schreiben komme, aber wenn ich eine FF oder sowas mache werde ich es hier bekanntgeben.
Und zu der Idee mit Gimli: Was sollte deiner Meinung nach die Protagonistin für einen Charakter haben und was sollte sie sein? Auch eine Zwergin?
ILoveHobbit (96836)
vor 888 Tagen
Warum schreibt eigentlich niemand eine FF wo sich jemand in Gimli verliebt. Das wäre doch mmal ne idee für eine FF.
ILoveHobbit (96836)
vor 889 Tagen
WOW!! Best FF evaaar. Ihr müsst unbedingt weiter schreiben, denn es gibt nur wenige mit der begabung so eine tolle, spannende und interessante FF zu schreiben. ALSO MACHT WEITER, LOS!!!!!!!!
Luthien (54284)
vor 900 Tagen
@Tinuviel
Es freut mich, dass sie die gefällt und wenn ich Zeit finde, werde ich mich an die nächste Geschichte setzen.

@Annabeth
Ich danke auch dir und falls du eine Fanfiction mit Legolas lesen willst, dann biete ich dir "Aragorn in Bruchtal / Seine "Schwester" und die große Liebe" an. Sie ist ebenfalls von mir aber schon ein wenig länger online. Ich hoffe, dass sie dir gefällt, solltest du sie lesen.
Annabeth (48503)
vor 900 Tagen
Wirklich schöne Geschichte, kannst du vielleicht eine mit Legolas schreiben?
Tinuviel (72813)
vor 901 Tagen
*schnief* Das ist so schön! Und so traurig, dass es jetzt vorbei ist. Bitte schreib unbedingte weiter. Egal was, und wenn es der abgedrehteste Kram des Jahrhunderts ist - ich werde es lesen.
Luthien (52855)
vor 913 Tagen
Ich freue mich so über eure Kommis und verspreche euch, dass ich fast fertig bin. Bald kommt der nächste Teil, der dann wahrscheinlich auch der letzte sein wird, aber man weiß ja nie;)
Tinuviel (89259)
vor 915 Tagen
Langsam weiß ich nicht mehr was ich noch schreiben soll. Aber auf alle Fälle ist es wunderschön!
Tinuviel (84188)
vor 923 Tagen
Super!!! Ich lese beide Geschichten und finde es toll, dass du vorhast ab und zu mal Lieder einzubauen. Weiter so! Ich bin schon gespannt.
Namarië!
Luthien (46258)
vor 929 Tagen
Wer von euch meine andere Fanfiction "Aragorn in Bruchtal / Seine "Schwester" und die große Liebe" gelesen hat weiß, dass ich darin ein Gedicht beschrieben habe, dass Luthien in Elronds Bibliothek übersetzt. Ich hatte es schon damals im Kopf und auch aufgeschrieben, entschied mich dann aber dazu, es nicht zu verwenden und genau zu nennen, weil ich dachte, dass es nicht zu 100% passte. Ich habe stattdessen nur gesagt um was es geht, obwohl es geschrieben war.
Nun allerdings kam mir die Idee es in diese Fanfiction mit einzubauen, da noch öfters Lieder vorkommen werden. Das jetzt schon mal als Hintergrund für die nächsten Kaptiel. Ihr dürft euch darauf freuen, für alle, die es damals vermisst haben, oder den Wortlaut kennen wollten.
Luthien (56657)
vor 931 Tagen
Also hier ist nun endlich der dritte Teil. Ich freue mich, dass es euch gefälltund werde bald weiterschreiben.
Tinuviel (84491)
vor 932 Tagen
Schreib weiter! Ich bin schon gespannt wie es weiter geht. :)
Kate (97862)
vor 933 Tagen
Das ist echt super!!!!
Luthien (38204)
vor 953 Tagen
Den zweiten Teil gibt es bald, ich muss ihn nur noch einmal kontrollieren dass er auch vom Inhalt her passt und nicht irgendwelche Fehler drin sind.
Tinuviel (56534)
vor 954 Tagen
Freue mich schon auf die Fortsetzung;)
Beth (11140)
vor 955 Tagen
Das ist so super!!!!!!!!!!!!!
Leyla (21710)
vor 955 Tagen
schöne Geschichte freue mich auf den nächsten Teil