Leben und Liebe in Mittelerde - Teil 11

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2 Kapitel - 1.072 Wörter - Erstellt von: Tariel - Aktualisiert am: 2015-01-08 - Entwickelt am: - 1.976 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Endlich ist die lang ersehnte Rettung da.

1
Legolas. Mein geliebter Bruder war zu mir gekommen. Vorsichtig krempelte er meine Bluse hoch und stöhnte auf. Er sagte kein einziges Wort, doch seine Blicke reichten aus, um zu wissen, dass es nicht gut um mich stand.
„Aragorn, Eldarion! Kommt schnell!“, rief er und schon im nächsten Augenblick traten zwei weitere Gestalten hinter den Säulen hervor. Noch während sie auf uns zu gerannt kamen, verdunkelte sich der Raum zunehmend. Immer und immer dunkler wurde es, bis ich schließlich nichts mehr sah. Weder sehen noch hören noch spüren konnte ich etwas und dann war ich plötzlich weg. Alles war schwarz um mich herum. Leise drang Legolas‘ Stimme an mein Ohr und doch war es mir, als würde er gar nichts rufen. Alles bestand nur mehr aus Dunkelheit und Schatten und einem undurchdringlichen Nichts. Und dann tauchten plötzlich Bilder vor meinen Augen auf. Erst nur verschwommen, doch nach einer Weile wurden sie schärfer und dann konnte ich auch erkennen, was sie mir zeigen wollten. Momente. Momente, in denen ich mich besonders gefreut hatte und glücklich gewesen war. Legolas, als er mir das Schießen mit Pfeil und Bogen beibrachte. Elras, als ich das erste Mal durch die Türe trat und mich plötzlich außerhalb des Palastes befand, wo ich zuvor noch nie gewesen war. Noch unzählige Momente wie diese glitten an mir vorbei. Sie glitten vorbei ohne die Möglichkeit, sie noch einmal zu sehen. Es dauerte lange, bis sich der Strom an Bildern dem Ende neigte und ich schließlich wieder nur Dunkelheit und Nichts vor mir lag. Allmählich wurde die Dunkelheit heller und es schien, als flohen die Schatten vor etwas. Vor einer Macht, die ich nicht zu kennen vermochte. Und dann stand sie vor mir und blickte mir direkt in die Augen. Ihre langen hellen Haare umgaben sie wie Licht. Sie lächelte, als sie mich erblickte.
„Thallyá“, rief mir meine Mutter zu. Ihre Stimme klang wie das helle Leuten von tausend Glocken. „Thallyá, da bist du ja!“ Ich starrte sie an, ohne dass es mir möglich war, auch nur einen einzigen klaren Gedanken zu fassen. Dann, langsam, quollen Tränen, unaufhaltsam, hervor und rannen über meine Wangen.
„Thallyá“, rief sie wieder. „Es ist noch nicht an der Zeit, dass du mit mir kommst. Dein Platz ist dort, bei deinem Bruder und deinem Vater. Geh zurück, Thallyá.“
„Aber ich möchte nicht zurück“, antwortete ich ihr leise. „Ich will hier bleiben, bei dir bleiben.“
„Aber was wird dein Vater dazu sagen?“, fragte sie.
„Das ist mir nicht so wichtig, wie hier an deiner Seite zu verweilen“, entgegnete ich stur. Mutter sah mich verträumt an.
„Nein, dein Vater vermag es zwar nicht zu zeigen und doch liebt er dich, Thallyá. Er will dich nicht verlieren. Ich weiß, was du denkst. Du glaubst, du bist für ihn, dank deiner Gabe, bloß eine wichtige Schachfigur. Aber du bist ihm noch viel mehr wert“, erwiderte sie und kam näher an mich heran. „Und denke doch nur einmal an deinen Bruder. Legolas würde es nicht gutheißen, wenn du hier bleibst, nur um bei mir zu sein.“ Da wurde ich nachdenklich. Nein, auch wenn ich gerne hier bleiben würde, Legolas konnte ich so etwas nicht antun.
„Ich werde umkehren und zu ihnen zurückkehren“, gab ich meiner Mutter zur Antwort. Freundlich lächelnd schritt sie auf mich zu, wobei sich das helle Licht, das sie umgab, alles verschlang. Gefühle, Gedanken, einfach alles.

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