Jägerin der Augen Teil 19

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3 Kapitel - 4.953 Wörter - Erstellt von: Ahri - Aktualisiert am: 2015-01-05 - Entwickelt am: - 1.012 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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Kapitel 58: Clanzeichen

„Zwar lodert das Feuer der Jugend in dir, aber bei dem Anblick deines Taijutsus bekommt man Augenkrebs“, lachte Gai und sprang vom Baum auf den Trainingsplatz auf dem die junge Hazake trainierte.
Seit Sarana vor einem Jahr urplötzlich verschwunden war und sie eine Zeit lang nicht wusste, wo die Genin war, kam der Wille besser zu werden in ihr hoch. Zuerst hatte sie sich Vorwürfe gemacht, dass sie daran Schuld war, dass ihre Schülerin abgehauen war. Doch nach langem Überlegen wurde ihr klar, dass es nicht wegen ihr war, sondern wegen ihrer Rivalin Oniko. Das war der einzige Grund, der infrage kam. Sarana wollte Rache an ihr und war der Meinung stärker werden zu müssen, indem sie mit Sasuke zur Schlange ging.
„Ach, ich weiß. Deswegen trainiere ich ja auch seit ein paar Tagen nur mein Taijutsu. Über mein Genjutsu müssen wir ja nicht reden. Da bin ich eine wahre Meisterin und Ninjutsu, tja ist Ninjutsu eben“, seufzte sie.
„Dein Training ist echt schlecht, meine Liebe. Wie wär's, wenn du dich von einem Meister wie mir unterrichten lässt?“, schlug Gai vor und machte seine Nice-Gai Pose.
„Du Spinner“, lachte Kairi auf seine Pose hin. „Aber das ist gar nicht mal so eine schlechte Idee.“
„Siehst du! Also, lasse das Feuer der Jugend deinen Körper und deinen Geist übernehmen und lasse mich dich im Taijutsu lehren.“
„Wie so ein Kirchenfutzi, echt unglaublich“, grinste Kairi kopfschüttelnd. Dann fiel ihr wieder die Zeichnung in ihrer Kunaitasche ein.
„Hey Gai, wie findest du das?“, fragte sie ihn nach seiner Meinung und hielt ihm das Blatt mit der Zeichnung entgegen.
Darauf waren drei Waffen zu sehen, die wie ein Dreieck angeordnet waren. Ein Tantoo bildete die Basis, während zwei Doppelklingen als Schenkel dienten und sich an der Spitze überkreuzten.
„Was soll das sein?“, erkundigte sich der Taijutsu Meister.
„Nun ja. Kakashi und ich stammen ja vom Hatake Clan und da habe ich mir ein Clanzeichen überlegt. Zumal wir ja offensichtlich die einzigen von dem Clan sind und es auch kein Zeichen besitzt“, erklärte sie ihm.
„Sieht auf jeden Fall interessant aus und ist auch eine gute Idee“, bestätigte er.
„Die Doppelklingen sind eine Anlehnung zu mir und das Tantoo zu Kakashi, da er es ja damals von Vater bekommen hat. Leider ist es bei einer Mission zerstört worden“, während sie das erzählte, ließ sie langsam ihren Kopf sinken und auch ihr Gesichtsausdruck wurde traurig. Denn es war die Mission, bei der man Obito für tot erklärt hatte und sich ihre Wege trennten.
Sie schreckte auf, als sie plötzlich eine Hand an ihrem Oberarm spürte. Sie riss den Kopf nach oben und blickte in das lächelnde Gesicht Gais. Unwillkürlich zuckten auch ihre Mundwinkeln leicht nach oben.
„Egal, was dich bedrückt hat, du kannst immer zu mir kommen und mit mir darüber reden, okay?“, seine Mimik war ernst.
„Ich weiß es echt zu schätzen. Ich bin froh, dass ich dich habe“, erwiderte sie und ließ sich in seine Arme fallen. Zuerst war er ziemlich überrumpelt, aber schnell war es vergangen und er drückte sie ein wenig fester an sich.

Plötzlich räusperte sich jemand hinter Gai und die Jonin fuhren ruckartig auseinander. Vor ihnen standen Mizuki und Ayane mit verschränkten Armen. Kairi hatte sich entschieden ihr Team doch nicht aufzulösen.
„Wärt ihr dann mal fertig?“, hakte Mizuki ein wenig genervt nach.
Sowohl Kairi als auch Gai wurden rot im Gesicht. Auch wenn sie nur beste Freunde waren, musste es aus den Augen der anderen ganz anders ausgesehen haben.
„Ich werde dann mal... gehen“, brachte der Jonin peinlich berührt heraus.
„Ähm... gut. Wir sehen uns dann“, erwiderte Kairi ebenso.
„Was läuft da zwischen Ihnen?“, wollten Ayane sofort wissen.
„Nichts“, entgegnete die Jonin schlicht.
„Nichts?“, hakte Mizuki skeptisch nach und zog die Braue in die Höhe.
„Ja, nichts. Wir sind nur beste Freunde und Rivalen. Mehr läuft da wirklich nicht und ich wüsste nicht, was es euch angehen würde, wenn es anders wäre. Also, seid ihr jetzt hier um zu trainieren oder wollt ihr ein Kaffeekränzchen abhalten?“, wechselte die Hatake das Thema.
Beide Mädchen stimmten dem ersteren zu.

Als die Grauhaarige das Training beendete, hatte sich der Himmel bereits orange gefärbt. Sie war gerade auf dem Nachhauseweg, als sie von jemandem aufgehalten wurde.
„Hey, Schwesterherz!“, ertönte Kakashis Stimme hinter ihr.
Sie trete sich um und lächelte den Jonin warm an.
„Was will mein Lieblingsbruder von mir?“, fragte sie freundlich.
„Du sollst morgen früh um neun bei Tsunade aufkreuzen. Sie wird dich auf Mission schicken. Genaueres weiß ich nicht“, berichtete er ihr.
„Okay, gut. Danke dir“, entgegnete sie ihm und ihre Wege trennten sich wieder.
Kairi freute sich darüber, da sie seit langem keine Mission bekommen hatte. Mit wem ich wohl auf Mission gehen muss, fragte sie sich. Vielleicht mit meinen Schülerinnen oder vielleicht mit einem anderen Team oder doch mit einigen Jonins? Ob ich wohl auf Sarana treffen werde, ging es ihr durch den Kopf.
Sie vermisste Sarana sehr. Auch die eine Woche, die die Genin bei ihr verbracht hatte, gehörte zu den schönsten Momenten ihres Lebens. Es fühlte sich für die Hatake so an, als wäre Sarana ihre Tochter gewesen. Sie hätte nie gedacht, dass ihr die Shiitaku so sehr ans Herz wuchs. Hätte es ihr jemand gesagt, als sie ihr Team frisch bekommen hatte, dann hätte sie ihn für bescheuert erklärt.
Kairi musste bei diesem Gedanken grinsen. Ihr Team, besonders Sarana, hatten ihr Leben durch und durch verändert. Es gab gute, wie auch schlechte Erinnerungen. Jedoch gewannen die guten die Überhand.

Sie öffnete die Haustür und betrat ihre Wohnung. Den Schlüssel warf sie achtlos auf die Kommode in ihrem Hausflur. Das erste, was sie betrat, war das Wohnzimmer. Wie immer fiel ihr Blick auf das Teambild, das sie auch sogleich behutsam in die Hände nahm. Es war das einzige, das sie von Obito hatte. Das einzige bei dem sie das Gefühl hatte, er wäre bei ihr und nicht weit weg, wo auch immer er sich befand. Dieses Verlangen ihn wiedersehen zu wollen kehrte immer dann zurück, wenn sie ihre Wohnung betrat und das Bild in ihren Händen hielt.

Sie ließ das Bild sinken und setzte sich auf die Armlehne ihres Sofas, während sie betrübt und sehnsüchtig den bildlichen Obito anstarrte, auf dem immer wieder salzige Tränen fielen.

„Wieso musste alles so kommen? Diese scheiß Mission hat mir eine leichte Zukunft mit Obito versaut“, murmelte sie vor sich hin. Sie ließ sich nach hinten fallen und landete mit dem Rücken auf den weichen Polstern ihres Sofas. „Aber aus ihm und mir wäre eh nichts geworden. Er liebt ja Rin. Dieser Name passt so gar nicht zu ihr. Sie ist alles andere als kalt“, führte sie ihr Selbstgespräch fort und pfefferte wütend das Bild in Richtung Wand. „Was hat sie, was ich nicht habe?“, ließ sie ihren Frust raus und presste ihre Hände auf ihre Augen, in der Hoffnung die nächste Tränenflut aufhalten zu können.Ihre Hoffnung ging zugrunde und sie begann hemmungslos zu schluchzen.
Irgendwann glitt sie in einen ruhigen Schlaf.

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