Der zweite Sohn *Kapitel 6*

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1 Kapitel - 1.638 Wörter - Erstellt von: AliceChantal - Aktualisiert am: 2014-12-27 - Entwickelt am: - 1.092 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

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Kapitel 6„Es freut mich, Euch nach so langer Zeit wieder zu sehen!“ Frau Galadriel kam mit einem Lächeln auf mich zu und begrüßte mich freudig.
Kapitel 6

„Es freut mich, Euch nach so langer Zeit wieder zu sehen!“ Frau Galadriel kam mit einem Lächeln auf mich zu und begrüßte mich freudig. Ich erwiderte diesen Gruß mit einem Lächeln.
Drei Tage hatte ich gebraucht, bis ich in Lórien ankam. Ich machte wenig Pausen und auch eher für Palouse wie für mich. In Lórien wurde ich dann auch gleich von Haldir zu Frau Galadriel und Herrn Celeborn geführt.
„Meine Gefährten, sie sind doch sicherlich schon weiter gezogen?“ Ich schaute sie fragend an und hoffte, sie würde nein sagen, auch wenn es ausgeschlossen scheint. „Nein, sie sind noch hier und trauern um Gandalf“, sagte sie ernst und ich erschrak bei ihren Worten. „Gandalf? Was ist mit ihm? Wo ist er?“ Ich spürte, wie mein Körper anfing zu zittern und mein Hals ganz trocken wurde. „Er ist in den Schatten gestürzt“, sagte Celeborn monoton und doch mit Mitleid in der Stimme. Ich sah ihn geschockt an. „Was?“, bekam ich gerade noch so flüsternd heraus. Galadriel sah mich mitfühlend an. „Haldir wird Euch zu Euren Gefährten führen!“ Nach diesen Worten verabschiedete sie sich von mir, drehte sich um und verschwand mit Herr Celeborn. Ich stand noch kurz verwundert und geschockt da und folgte dann Haldir zu meinen Gefährten.

„Legolas! Ich bin so froh, dass es dir gut geht!“ Ich umarmte meinen Bruder freudig. „Du bist froh? Wenn dann bin eher ich froh, dass du noch lebst!“ Ich grinste ihn an und wendete mich dann den Anderen zu. „Es freut mich, euch alle wohlbehalten wieder zu sehen“, sagte ich vorerst noch erfreut, doch dann schwang meine Stimmung um und ich wurde ernst. „Aragorn, was ist mir Gandalf?“ Er sah mich traurig und mitfühlend an. „Der Balrog hat ihn in Moria mit in die Tiefe gerissen. Er ist tot.“ Ich stand vor ihm wie gelähmt und brachte kein Wort raus. „Ihr solltet etwas schlafen! Ihr müsst Euch bis Morgen erholen, dann wollen wir weiterziehen!“, brach Merry die Stille. Ich nickte nur und machte mir einen Schlafplatz zurecht. Ich wollte nur noch einschlafen und alles vergessen, alles ignorieren.
„Bruder! Wach auf“, flüsternd sprach Legolas zu mir und weckte mich aus meinem traumlosen Schlaf. „Was ist passiert?“ Ich sah ihn fragend an, nachdem ich richtig wach war. „Nichts Besonderes. Ich wollte nur mal mit dir reden. Verzeih, dass ich dich geweckt habe.“ Ich lächelte und erhob mich von meinem Schlafplatz. “Komm!“, sagte ich mitfühlend und doch bestimmend zu meinem Bruder. Wir gingen ein Stück weg von unserem Lager und setzten uns an den Rand eines Sees. „Was bedrückt dich, Legolas?“ Ich sah ihn ernst an, weil ich mir Sorgen machte. „Es ist nur... Du warst im Düsterwald! Stimmt's? Du hast nicht solange gebraucht, um den Weg nach draußen zu finden oder?“ Er sah mich ernst mit seinen großen blauen Augen an. Es verwundert mich immer noch, wie verwundbar und kindlich Legolas in meiner Gegenwart ist. Wenn die Anderen dabei sind, ist er wie immer ein wenig arrogant und ruhig. Ich lächelte ihn an und wuschelte, wie ich es früher gemacht hatte, durch sein blondes Haar. Das schien ihm nicht besonders zu gefallen, denn er blickte nun wütend. Ich lachte laut auf und nahm ihn in den Schwitzkasten. „Du willst mir doch nicht sagen, dass ich meinem kleinen Bruder nicht mehr durch das Haar wuscheln darf?“ Er fing an, sich zu wehren, aber er hatte keine Chance. Im Nahkampf war ich schon immer besser gewesen. Irgendwann verschwand sein ernsthafter Blick und wir fingen an uns zu raufen wie früher, als wir noch kleine Jungs waren und uns heimlich getroffen hatten. Vater hatte immer versucht, uns beide zu trennen, sodass Legolas nicht genauso unsinnig wird wie ich, doch viel Glück hatte er nicht. Nachdem wir beide lachend auf den Boden gefallen waren, beruhigten wir uns wieder und blickten in die Sterne. Ich liebte die Sterne. Ihr kaltes, klares Licht. Sie sind so nah und doch so fern.
„Kyo, was hat Vater gesagt, als du vor ihm standest?“ Wir sahen uns nicht an, hatten keine Emotionen in den Stimmen. Es war wie ein geschriebenes Gespräch, irgendwie Unwahr... „Er hat sich gefreut, sehr sogar, doch er wollte sich nicht erweichen lassen. Es gab einen Punkt, an dem ich dachte, ich hätte es geschafft, aber das war wohl nur Einbildung.“ Damit war für mich das Thema durch. Ich stand ohne ein weiteres Wort auf und ging zurück zum Lager. Ich legte mich zurück auf meinen Schlafplatz, doch an Schlaf war nicht mehr zu denken. Ich dachte immer wieder an Thranduil, an Vater und an seine Worte. Erst als ich hörte, wie Legolas sich neben mich auf seinen Schlafplatz legte, schlief ich ein.

„Mae Aur!“Aragorn stand vor mich und grinste. „Ich wusste gar nicht, dass sich ein erwachsener Elb wie ein kleiner Junge raufen kann.“ Ich grinste zurück, nur Legolas schaute wieder ernst und beleidigt. „Na ja, ich glaube, Legolas hat das unfreiwillig mitgemacht, also bin eher ich der kleine Junge.“ Wir beide fingen an zu lachen und dann ging Aragorn packen. „Schau nicht so! Ist doch ein Spaß gewesen!“ Er schaute mich nur weiterhin mit einem kühlen und genervten Blick an. Dieser Blick schmerzte mich ein wenig, er erinnert mich an Thranduil! Ich schüttelte traurig den Kopf, um diesen Gedanken loszuwerden und packte schließlich auch meine Sachen, denn heute geht unsere Reise weiter auf dem Anduin Richtung Argonauten.
„Ich wünsche Euch allen alles Glück der Erde auf Eurer Reise! Und vergesst nicht, nur dieser eine bestimmte Stein muss bersten und die Festung bricht zusammen!“ Galadriel sah Boromir fest und ermahnend an. Dann schaute sie zu mir und sprach in Gedanken zu mir. „Pass auf ihn auf!“ „Das werde ich, ich weiß, dass er eine Bedrohung für Frodo...“ „Boromir meinte ich nicht! Auf ihn auch, aber hauptsächlich auf jemand anderen.“ Sie schaute weg und wendete sich Sam zu, welchem sie ein Geschenk überreichte. Ich stand nur perplex da und schaute ihr nach. Wen meinte sie? „Kyo?“ Boromir tauchte hinter mir auf und berührte mich an der Schulter. „Verzeiht, ich war gerade in Gdeanken versunken. Was bedrückt Euch, Boromir?“ Ich sah ihn freundlich an und dennoch spürte ich dieses kleine, warnende und misstrauende Gefühl in mir. „Ich wollte Euch nur fragen, wie es dazu kam, dass Ihr und Legolas getrennt wurdet? Verzeiht, wenn ich zu neugierig bin.“ „Nein, nein! Schon okay. Ich erzähle es Euch bei einer Rast, die wir sicherlich einlegen werden, doch jetzt sollten wir erst einmal los.“ Ich nickte ihm zu und drehte mich dann um. Ich sah Legolas und ging zu ihm. „Du hast einen besonderen Bogen von Frau Galadriel bekommen! Pass gut auf ihn auf!“ Er sah mich mit kalten Augen an und wirkte auch etwas sauer. „Ich bin kein kleines Kind mehr! Ich mach ihn schon nicht kaputt!“ Er drehte sich um und ging. Was war das denn? Ich war verwundert, denn das kannte ich von ihm nicht, es wirkte, als würde ich ihn nerven...
„Kyo?“ Galadriel kam zu mir. „Nehmt dies!“ Sie überreichte mir ein Schwert, es war mit goldenen Schriftzügen verziert und schimmerte leicht bläulich. „Dieses Schwert gehörte einst Eurem Urgroßvater. Passt auf es auf und behandelt es gut, dann wird es Euch immer schützen!“ Ich nickte ihr dankbar zu und versuchte ihre Worte zu entschlüsseln. „Kyo! Kommt, wir wollen los!", rief mich Gimli. Ich ging schnell zu ihm und meinen Bruder, denn wir fuhren zusammen in einem Boot. Ich schaute noch einmal zurück zu Galadriel, die mich ein wenig wehmütig ansah und dennoch lächelte.
Unser Plan war nun, den Anduin entlang, an den Argonauten vorbei und dann bis zum Rauros zu fahren. Ich hatte nicht wirklich aufgepasst bei der Planung, ich dachte viel zu sehr an Vater und seine Worte. So hab ich mir nur die Einzelheiten gemerkt. „Woran denkt Ihr?“ Gimli riss mich aus meinen Gedanken. „An nichts Besonderes!“ Er setzte noch einmal zum Sprechen an, doch der Blick meines Bruders zeigte ihm, er sollte still sein.
Wir fuhren nicht lange, höchstens ein, zwei Tage, dann kamen wir am Rauros an. Wir schlugen unser Lager am Ufer auf und redeten. Ich setzte mich auf einen Felsen im Wasser und schaute auf die Wasserfälle hinunter. Alles war ruhig, bis plötzlich auffiel, dass Frodo fehlte. Ich drehte mich um und sah, dass auch Boromir verschwunden war. Ich sprang sofort zurück auf Ufer und lief direkt in den Wald, um nach den Beiden zu suchen. Ich hatte ein ungutes Gefühl. „Frodo? Boromir?“ Ich rief nach ihnen, aber ich fand sie nicht. Wo könnten sie denn sein? Plötzlich hörte ich ein Geräusch hinter mir. Ich drehte mich um und legte schnell einen Pfeil an. Und da sah ich auch schon die dutzenden Orks. Es waren zu viele, allein habe ich keine Chance, aber ich gab nicht auf und kämpfte.
Dann spürte ich einen dumpfen Schlag am Hinterkopf und ging zu Boden. „Lass ihn liegen! Der wird eh verrecken!“ Ich hörte noch diese Stimme und dann wurde alles schwarz...
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Der zweite Sohn *Kapitel 6*
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2014-12-22
402C
Herr der Ringe

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Dogwarts ( 88802 )
Abgeschickt vor 424 Tagen
Leute die Geschichte ist in der Vergangenheit und der Gegenwart gleichzeitig geschrieben! Wie soll das gehen, kapier ich nicht?
Lonukira ( 30578 )
Abgeschickt vor 483 Tagen
Schönes Kapitel ;) Weiter so!
AliceChantal ( 23529 )
Abgeschickt vor 483 Tagen
jaa... tut mir leid nochmal :/ :((
Ich schäme mich auch total *traurig guck*
Tinúviël Ithildraug ( 59556 )
Abgeschickt vor 486 Tagen
Gleich zwei neue Kapitel! Ich bin stolz auf dich ;)
Moony ( 09347 )
Abgeschickt vor 525 Tagen
Schreib bitte weiter!
AliceChantal ( 16154 )
Abgeschickt vor 643 Tagen
Sorry :D
Ja hatte ich, lag im Krankenhaus :/ da is nicht viel mit schreiben und davor war ich im urlaub xD
Das nächste kommt früher versprochen!
Tinuviel Ithildraug ( 79190 )
Abgeschickt vor 644 Tagen
Nach schier endlosem Warten, endlich das ersehnte, neue Kapitel! Ich hoffe du hattest wenigstens einen triftigen Grund uns so lange sitzen zu lassen;) Nein, kleiner Scherz. Aber bitte schreib weiter. Es ist mal wieder sehr spannend.
Noin ( 38014 )
Abgeschickt vor 747 Tagen
Biiitteee schreib weiter! Die Geschichte ist soo cool
AliceChantal ( 03042 )
Abgeschickt vor 797 Tagen
Dankee *-*

Und nochmals... tut mir sooo leid :(
Pho3nixx ( 10809 )
Abgeschickt vor 799 Tagen
Hach... Gimli... ein oder vielleicht auch zwei Elben und der Fangorn...: Die perfekte Kombination für 'ne Lachnummer xD
Das Kapitel ist mal wieder super geworden und da hat sich das schier unendliche Warten wirklich gelohnt! ;)
Pho3nixx ( 40280 )
Abgeschickt vor 826 Tagen
Endlich bin ich jetzt auch mal dazu gekommen das siebte Kapitel zu lesen!! :D Und ich kann nur sagen, dass es wieder super ist! Ich bin mittlerweile zu einem echten Kyo-Fan geworden und bin schon echt gespannt, wie es weitergeht! *-* ;)
Ganz liebe Grüße, Pho3nixx (n.n)
ILoveHobbit ( 56788 )
Abgeschickt vor 830 Tagen
Wie lange dauert es noch bis zum nächsten kapitel, ich sterbe hier vor Langeweile!
AliceChantal ( 84662 )
Abgeschickt vor 870 Tagen
Ohhh dankeschön *x* ich bin grad voll sprachlos *-*
Nikau ( 87603 )
Abgeschickt vor 875 Tagen
Jetzt komm ich endlich auch mal dazu eine deiner FFs zu lesen :)
Also erst mal: Deine Geschichten sind so hammer!
Die Idee mit einem Mann in der Erzählrolle (oder wie man das auch immer nennt XD) finde ich richtig toll. Und dein Schreibstil ist richtig gut.
Schreib bitte schnell weiter!!
LG
Nikau
AliceChantal ( 66614 )
Abgeschickt vor 876 Tagen
Ob Elrond auch etwas kindisches beibehalten hat!? Hahaha, ich stell mir das gerade vor :DDDDD

Dankeschön, ich versuch mich zu beeilen ^-^
Tinuviel ( 63598 )
Abgeschickt vor 880 Tagen
Ich find das auch schön. Ich denke es ist wichtig, dass man als Elb sich ein bisschen Kind bei behält. Sonst werden die folgenden tausenden von Jahren ja langweilig ;) Jetzt aber mal ernst. Ich freue mich schon auf die nächsten Kapitel:) Weiter so
AliceChantal ( 65138 )
Abgeschickt vor 882 Tagen
Dankeschön *-*
Ich hab schon gedacht ihr findet das unmöglich... xD ich hatte da so meine zweifel bei xD
LG
Alice :D
Pho3nixx ( 20909 )
Abgeschickt vor 882 Tagen
Wow! Wieder ein astreines Kapitel! *-*
Ich finde es es schön, dass Kyo und Legolas sich in Lórien mal ein wenig raufen :D Man hat es einfach zu oft, dass Legolas immer so kühl und distanziert bleibt - klar ist das bei den Gefährten weiterhin so, aber es ist schön, dass es sich in der Gegenwart seines Bruders - oder zumindest, als sie alleine waren, ein wenig hat mitreißen lassen ;))

Ich freu mich schon auf den nächsten Teil ^^
Ganz liebe Grüße,
Pho3nixx (n.n)
AliceChantal ( 38649 )
Abgeschickt vor 892 Tagen
jaaa zum Glück *-*
..................................... ...
Tinuviel ( 56534 )
Abgeschickt vor 893 Tagen
Er ist jetzt auch bei HdR drin. Solche [BEEP]en, ehrlich mal.