Jägerin der Augen Teil 17

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3 Kapitel - 4.283 Wörter - Erstellt von: Ahri - Aktualisiert am: 2014-12-10 - Entwickelt am: - 995 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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Kapitel 50: Plan, Erinnerungen und Schuldgefühle


„Wie ist es gelaufen?”, erkundigte sich Kazura in ihrer gewöhnlichen Kälte.
„Sehr gut. Niemand hat Verdacht geschöpft. Sarana ist erfolgreich durch Onikos Hand gestorben. Sie hat ihren Teil der Abmachung eingehalten”, berichtete ihr eine weibliche Stimme, die aus den Lautsprechern des Monitors drang. Auf dem Bild war nichts zu erkennen. Alles war komplett schwarz.
Ein Lächeln schlich sich in das Gesicht der selbsternannten Königin. „Sehr schön. Ich bin sehr überrascht von ihr. Ich denke, wie könnten sie öfters für uns gewinnen. Meinst du nicht auch.“
„Da stimme ich dir voll und ganz zu. Wie sieht's mit deinem Wiederbelebungsjutsu aus?“
„Ich bin fertig damit. Habe es sogleich an einem Tier ausprobiert. Jedoch sollten wir die Leute mit Bedacht wählen. Wie ist die Reaktion der anderen?“
„Sasuke Uchiha, ihr Freund, ist am Boden zerstört, auch wenn er es nicht zeigt. Ihr Sensei gibt sich die Schuld an ihrem Tod und ist ebenfalls ziemlich betroffen davon. Ihre Eltern sind selbstverständlich auch am Trauern. Besonders aber Sasuke hat's getroffen. Er ist nun umso besessener darauf Oniko zu töten und er will Sarana unbedingt wieder bei sich haben. Er wird nach Mitteln für eine Wiederbelebung suchen, davon bin ich sehr überzeugt“, berichtete die Kunoichi.
„Sehr schön. Sarana könnte gut in unsere Reihen passen, nicht wahr? Sie wird sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern können, jedoch sind ihre kämpferischen Fähigkeiten erhalten. Sasuke wird ihr alles über sie erzählen und auch ihre Erinnerungen werden so wiederkommen. Es ist so, als wäre sie nie tot gewesen.“
„Stimmt. Sie passt gut rein. Ihre Fähigkeiten sind erstaunlich. Ihr Frostfeuer fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Kann ich sonst noch was für dich tun, meine Liebe?“
„Eigentlich nur das, was wir besprochen hatten. Vor allem muss Sasuke davon Wind bekommen. Jedoch startest du mit dem „Gerücht“ erst, wenn die Prüfungen vorbei sind. Wenn dem nicht so ist, dann könnte es ein paar Schwierigkeiten aufwerfen. Du weißt, wie lange wir an diesem Plan gearbeitet haben“, warnte Kazura ihre Informantin.
„Gewiss. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Du kannst dich immer auf mich verlassen, das weißt du doch“, erwiderte diese.
Kazura nickte. „Wir könnten es aber auch anders machen.“
„Und wie?“, fragte die Gesprächspartnerin verwirrt.
„Oniko hat mir Bescheid gegeben, dass Orochimaru einen Angriff auf das Dorf Konohagakure startet. Es soll während der letzten Prüfung geschehen“, klärte Kazura sie auf.
„Und weiter?“
„Wie könnten diesen Aufruhr nutzen, um Saranas Leichnam zu plündern und sie dann wiederbeleben. Danach lassen wir sie in Konoha wieder leben“, gab die Dornenkönigin ihren Plan preis.
„Willst du etwa einfach so in Konoha auftauchen?", hakte die Informantin skeptisch nach.
Ein kaltes Lächeln umspielte abermals die Lippen der Ibarakage. „Gewiss, aber deine Hilfe werde ich auch brauchen. Du musst während des Aufruhrs Sarana aus ihrem Grab holen und sie zum östlichen Tor bringen. Ich werde dort warten und das Mädchen wiederbeleben. Danach kehrst du wieder zurück und auch ich kehre in mein Dorf zurück.“
„Mh, okay. Aber du belebst sie doch nicht einfach so wieder. Ich kenne dich doch. Was genau ist der Haken an dem Jutsu?“
„Sicher gibt es einen, aber den werde ich dir später noch sagen. Wir sehen uns“, verabschiedete sie sich von ihrer Gesprächspartnerin.
Sie wandte sich vom Bildschirm ab und sah sich um. Doch bis auf sie, war niemand da. „Zaru!“, donnerte sie und die fleischfressende Pflanze erschien vor ihr.
„Ja, meine Gebieterin?“, fragte er nach ihrem Bedürfnis.
„Mach Maokai ausfindig und bring ihn unverzüglich hierher! Sofort!“, herrschte sie ihn an.
„N-natürlich“, stotterte er und verschwand.

Vor ihm tummelte sich eine Schar aus schwarz gekleideten Leuten. Alle waren nur wegen einem Grund auf diesem Platz mit den vielen Grabsteinen. Die Anwesenden hatten sich gesammelt um Sarana Shiitaku zu beerdigen. Freunde, Verwandte, doch eine der wichtigsten Personen nicht: Sasuke Uchiha. Ihr Freund stand hinter dem Zaun, der ihn von dem Friedhof trennte. Vom Weiten betrachtete er das Schauspiel. Hören konnte er nichts, zu groß war die Distanz. Noch immer trauerte er, wie andere auch, um seine Geliebte. Doch war sein Stolz zu groß, als dass er bei den anderen stünde und mit den anderen trauerte. Es war zwar schon eine Woche her, jedoch war der Schmerz noch immer so groß wie am ersten Tag.

Er warf einen letzten Blick auf die Trauernden, ehe er sich zum Trainingsplatz begab und wie verrückt zu trainieren begann. Durch Saranas Verlust war er noch besessener auf seine Rache an Oniko. Außerdem vermutete er, dass Mizuki ihre Finger im Spiel hatte. Es war ja nicht das erste Mal, dass sie Oniko Informationen gegeben hatte. Auch für sie empfand er Hass. Man hatte ihm bereits seine Eltern genommen und dann noch seine Geliebte. Oniko hatte ihm so viel Leid angetan,, indem sie ihm wichtige Personen genommen hatte. Saranas Sensei hatte er jedoch keine Schuld gegeben, auch wenn er mitbekam, dass sie sich selbst die Schuld gab.
Erst am späten Abend ließ er den Platz hinter sich und begab sich nun auch an das Grab Saranas. Er hoffte nun alleine dort zu sein. Niemand, der seine Trauer, seinen Schmerz sehen konnte. Er sah, wie prächtig es geschmückt war. Bilder, haufenweise Blumen in verschiedenen Farben, Kerzen und weiteres. Ein Bild sprang ihm besonders ins Auge: das Bild, das das verliebte Pärchen am See im Wald zeigte. Dieser See wurde zu ihrem Treffpunkt und Lieblingsort. Dort hatten sie sich zum ersten Mal richtig unterhalten. Haben über Dinge geredet, über die sie mit sonst niemanden geredet hatten. Viele Erinnerungen kamen bei diesem Anblick an die Oberfläche. Nur schmerzlich erinnerte er sich an die schönen Zeiten mit ihr, die es nicht mehr gab. Er kniete sich hin, da er das Gefühl hatte, dass seine Beine ihn nicht mehr lange trügen. „Wieso?“, fragte er leise und kalt in die Stille hinein. „Wieso jetzt? Wieso du? Sarana, du warst und bleibst die einzige. Irgendwann, auch wenn ich es nicht glaube, kann ich den anderen verzeihen, doch vergessen kann ich all das nicht. Ich würde dich so gerne wieder an meiner Seite sehen, aber das ist schier unmöglich. Ich würde auch alles tun, um dich wieder bei mir zu haben. Ich würde alles dafür geben, nur damit wir wieder vereint sind. Ich ertrage es einfach nicht alleine zu sein. Mit dir konnte ich meinen Schmerz und meine Wut teilen. Die einzige, die mich versteht bist du“, sprach er mit tonloser Stimme. Sein Blick wanderte wieder zu dem Bild. Langsam griff er danach und holte es vorsichtig aus dem Bilderrahmen. Danach verstaute er es in seiner Hosentasche und erhob sich.
„Ich werde wiederkommen“, versprach er und machte sich auf dem Weg nach Hause.

„Kairi, mach verdammt noch einmal die Tür auf!“, Kakashi hämmerte wie ein Bekloppter an der Schlafzimmertür seiner Schwester.
„Hau ab! Gib dich nicht mit einem Nichtsnutz wie mir ab!“, war ihre verheulte Stimme von der anderen Seite zu hören. Schon seit Tagen hatte er sie nicht gesehen. Selbst auf der Beerdigung ihrer Schülerin war sie nicht.
„Kairi, hör zu. Du bist eine klasse Kunoichi, die eine Meisterin im Genjutsu ist und außerdem bist du ein guter Sensei für dein Team. Vielleicht sogar besser als ich. Also, mach jetzt diese beschissene Tür auf oder ich mache es mit Gewalt UND übernehme NICHT die Kosten für die Tür“, drohte Kakashi seiner Schwester.
„Wie soll ich denn bitteschön das Geld dafür auftreiben?“
„Wie denn wohl! Indem du deinen fetten Arsch aus dem Zimmer bewegst und Aufträge für den Hokagen erfüllst“, erwiderte der Jonin genervt.
„Das schaffe ich doch eh nicht. Ich konnte noch nicht mal meine Schülerin vor dem Tode bewahren. Ebenso ist es auch meine Schuld, dass Minato tot ist.“
„Wie oft habe ich dir im Nachhinein gesagt, dass es nicht deine Schuld war? Wie oft habe ich mich dafür entschuldigt?“, fragte er nun sichtlich verzweifelt und ließ sich an der Tür nieder.
„Es ist meine Schuld. Ich hätte Obito aufhalten können, aber ich habe versagt.“
„Mädchen. Wie oft denn noch? Obito ist tot!“, knurrte er nun, da sie wieder mit diesem Thema anfing.
„Das stimmt doch nicht. Ich habe ihn doch erst vor kurzem noch gesehen“, hielt sie verzweifelt dagegen.
„Das war nur ein bescheuertes Genjutsu von Oniko. Sie hat deine Liebe für ihn nur ausgenutzt umso leichtes Spiel mit Sarana zu haben. Ihr Ziel war es doch nur sie zu töten und dafür musste sie dich erst einmal ausschalten“, stellte er verbissen klar. „Kairi, bitte, das Dorf braucht dich und das weißt du auch. Es passiert, dass Menschen sterben. Die Natur hat es so vorgesehen. Du kannst zwar Saranas Tod nicht vergessen, aber dafür kannst du lernen damit umzugehen und ich werde dir auch dabei helfen, wenn du willst. Ich bin immer für dich da, vergiss es nicht. Erinnerst du dich noch an die Zeit kurz nach Rins und Obitos Tod? Ich weiß, wie du dich fühlst. Nach einer Zeit habe es akzeptieren können, dass die beiden nicht mehr sind. Und das solltest du genauso. Häng deine Karriere nicht deswegen an den Nagel, das hätte deine Schülerin nicht gewollt und sie würde dir auch keine Schuld an ihrem Tod geben.“
Ein langes Schweigen entstand, da die Kunoichi sich seine Worte immer und immer wieder durch den Kopf gingen ließ. Er hatte Recht, aber akzeptieren konnte sie es nicht. Sie schaffte es einfach nicht.

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