Die Halbelbe (3)

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1 Kapitel - 926 Wörter - Erstellt von: Louna - Aktualisiert am: 2014-12-10 - Entwickelt am: - 1.270 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Angst, Hass und eine Drohung

1
Am Morgen wachte ich guter Dinge auf. Vater hatte mir versprochen, mir heute Unterricht im Bogenschießen zu geben. Also schlüpfte ich ihn eine grüne Bluse und einen blauen Rock und band meine Haare mit türkisenen Bändern zu einem hohen Zopf. Doch beim Frühstück meinte Aragorn, er würde mit den Männern auf Jagd gehen. Dafür habe Legolas versprochen mit mir auszureiten. Ich stöhnte gequält auf, doch was sollte ich machen? Also ließ ich mir ein Pferd bringen und wartete am Eingang auf ihn. Kurz darauf kam er heraus und pfiff nach seinem weißen Hengst. Legolas perfekte Schönheit traf mich mit voller Wucht. Wie schaffte er es nur, dass seine Haare immer so glatt und sauber dalagen? Meine Haare waren die reinste Mähne. Wir ritten los und ich tat, als wäre ich noch müde, um nicht reden zu müssen. Wir ritten zu einem schönen Platz im Wald und setzten uns auf ein paar bemooste Steine. Legolas hatte etwas zu Essen mitgebracht, und eine Weile aßen wir schweigend. Doch dann richtete er das Wort an mich. „Ihr seid schöner als je zuvor, Élinna. Der Rock steht euch sehr gut.“ Ich lächelte ihn gezwungen an. Aus seinen Augen sprach klar die Genugtuung, dass er bekommen hatte, was er wollte. Und doch hatte mein Vater heute Morgen gesagt, als ich im Rock zum Frühstück kam, dass ich ihm in Hosen besser gefalle. Wir redeten ein bisschen über belangloses.
Es war noch nicht einmal Mittag, als ich verkündete, dass ich zurückwolle. Schulterzuckend sagte er, dass das besser wäre, wenn wir das Mittagessen nicht verpassen wollten. Und so ritten wir zurück. In Bruchtal angekommen ging ich in mein Zimmer, um mich frisch zu machen. Aus Trotz zog ich eine Hose an und meine dreckigen Stiefel. Beim Mittagessen schaute mich Legolas lange an. Ich fragte mich, was wohl in seinem Kopf vorging. Ich hatte ihn als arroganten Mistkerl kennengelernt, doch Vater und er verstanden sich wirklich sehr gut und in seiner Anwesenheit war er viel netter und nicht so überheblich. Und ich verstand, dass in diesem Thema Aragorn auf Mutters Seite stehen würde. Ich hatte keine Möglichkeit, einer Hochzeit mit Legolas zu entgehen.
In dieser Nacht träumte ich, dass ich von einem Baum fiel. Ich schlug hart auf und konnte mich nicht mehr bewegen. Ich bekam Panik. Da tauchte Tims Gesicht über mir auf. Er versprach mir, dass er mich retten würde. Er beugte sich hinunter, wie um mich zu küssen. Da wachte ich auf. Und ich kapierte es endlich. Ich konnte Legolas nicht lieben, denn ich hatte mich schon lange zuvor in Tim verliebt.
Nach einigen Tagen machten Vater und ich uns auf den Rückweg. Zuhause entging mit nicht, dass Aragorn Arwen lächelnd zunickte. An diesem Abend strahlte Mutter. Beim Abendessen erzählte sie mir, dass eine Hochzeit zwischen Legolas und mir arrangiert wurde. Mir wurde übel und ich rannte aus dem Raum. Ich hörte nur Aragorns Stimme: „Keine Angst, das ist nur die Aufregung.“ Dann war ich zu weit weg. Ich fing zu heulen an.
Doch es vergingen Monate und es wurde kein Wort mehr über meine Hochzeit gesagt. Ich hatte Angst vor dem Tag, an dem es so weit sein würde. Und dann war dieser Tag da. „Élinna, wir müssen reden“, hörte ich Arwens Stimme vor meiner Zimmertür. „Ja, kommt herein Mutter“ mein Herz pochte laut. „Deine Hochzeit findet an deinem 18.Geburtstag (in 2 Wochen) statt. Legolas wird schon morgen anreisen, damit ihr euch noch besser kennenlernen könnt. Freust du dich denn gar nicht?“ Fragte sie verblüfft, als sie die Tränen über meine Wange rinnen sah. „Ich weiß nicht. Ich habe Angst Mutter“, schluchze ich. Sie kannte dieses 2. Gesicht von Legolas nicht. „Schatz, du musst keine Angst haben. Legolas und du, ihr passt perfekt zusammen. Mach dir keine Sorgen“ Ich brachte nur ein Nicken zustande.
Ich könnte es tun. Ich habe es schon einmal geschafft, aus dem Schloss zu fliehen. Doch diesmal würde es für immer sein. Und zu diesem Schritt konnte ich mich nicht durchringen.
Am nächsten Morgen traf Legolas ein. Wir machten einen Ausritt in die Ebene. Wieder hatte ich absichtlich Männerkleidung angezogen, was er mit einem Stirnrunzeln bemerkte. „Élinna, Ihr seid ein wunderschönes Mädchen, ich habe es Euch schon einmal gesagt, dass Ihr keine Hosen tragen sollt.“ Ich wurde sofort sauer. „Und ich habe Euch schon einmal gesagt, dass es mich nicht kümmert!“ konterte ich. Seine Augen wurden hart. Er griff nach meiner Hand. Ich versuchte sie loszureißen, doch sein Griff war zu fest. „Lasst mich los!“ befahl ich zitternd. „Oh nein, Élinna, Ihr hört mir jetzt einmal gut zu. Unsere Hochzeit ist besiegelt und sobald wir verheiratet sind, werdet Ihr tun was ich Euch sage, denn dann seid Ihr ganz und gar mein. Also überlegt Euch gut, was Ihr tut, denn ich bekomme immer, was ich will!“ Mit dieser Drohung ließ er meine Hand los und ritt davon.

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