Den Tod zum Freund - Finale

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5 Kapitel - 7.938 Wörter - Erstellt von: Pho3nixx - Aktualisiert am: 2014-12-09 - Entwickelt am: - 2.889 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Sie wissen nicht, was sie wollen. Denn was für die Lebenden gilt, trifft oft auch auf die Toten zu.

„Torches of war under hatred's sails
A whisper of doom on a wary breeze
Scorching the shores in a blazing trail
Cinder and fume foul the air we breathe

Blood of fallen kings
Blades of chaos ring
Steel and silver sing
For justice

Keen to the scent, the hunt is my muse
A means to an end this path that I choose
Lost and aloof are the loves of my past
Wake the White Wolf!
Remembrance at last

Wake the White Wolf at the dawn of war
The end of the age is-a coming now

Sign of flame will sting
Punishment I bring
Steel and silver sing
For justice...“

1
Schweigend sitzen Éomer, Gimli und Legolas um das Lagerfeuer herum, welches sie vor wenigen Minuten entzündet haben, um so wenigstens etwas Wärme für die kommende Nacht zu ergattern.
Das Lager, welches die Rohirrim vor einigen Stunden auf dem Dunharg errichtet haben, um dort die Heerschau abzuhalten für die kommende Schlacht um Gondor, zu der sie zur Hilfe gerufen wurden, ist spärlich von einigen Fackeln erleuchtet, während manche Krieger immer noch damit beschäftigt sind, die Pferde zu verpflegen und ihre Dienstposten zu beziehen.
„Ich werde mich auch mal schlafen legen!“, gähnt Éomer vor sich her und erhebt sich mit müden Knochen von dem Holzscheit, auf dem er saß.
„Gute Idee!“, brummt der Zwerg ihm hinterher und setzt sich auch in Bewegung, als er sich noch einmal zu dem Elben umdreht.
„Möchtest du dich nicht auch etwas ausruhen?“, fragt er den Blonden, doch dieser verneint nur.
„Ich brauche nicht viel Schlaf und würde ohnehin keine Ruhe finden,“, antwortet er und mit einem Schulterzucken stapft der Zwerg zu seinem Zelt.
Erleichtert, dass keine Nachfragen kamen, seufzt der Elbe schwer und blickt mit wehmütigem Blick in Richtung der Schlucht, welche in der Mitte des Berges ihren Anfang findet und zum Pfad der Toten führt.
Seit mehr als sechzig Jahren ist seine Tante nun tot. Makaber aus dem Hinterhalt getötet, durch einen Pflock durch das Herz.
Es ist ein schrecklicher Anblick gewesen, die einst so wunderschöne Elbin verkümmert und entstellt auf dem kalten Steinboden aufzufinden. Reglos und kalt neben dem, im Sterben liegenden, König unter dem Berg - Thorin Oakenshield.
Ein leichter Schauer rinnt Legolas bei dem Gedanken daran über den Rücken, als ein sanfter Windzug das Geräusch von Pferdehufen an seine spitzen Ohren führt.
Neugierig, dennoch alarmiert, erhebt er sich von seiner Sitzgelegenheit und läuft mit leisen Schritten in Richtung der Serpentinen, welche vom Tal hinauf zum Lager der Rohirrim führen.
In Abwehrstellung begibt er sich in die Schatten eines der Zelte und hält seinen Bogen halb gespannt, mit der Pfeilspitze zu Boden gerichtet, während seine Augen auf das ankommende Pferd gerichtet sind.
Ein weißer Hengst mit langer Mähne, wie es für Elbenpferde üblich ist, schreitet den Pfad entlang – auf ihm eine Person sitzend, gehüllt in einen nachtblauen Umhang aus Samt, die weite Kapuze tief in ihr Gesicht gezogen.
Bereit zum Schuss steht Legolas in den Schatten, da von dieser Person eine merkwürdige Ausstrahlung ausgeht, welcher er selber nicht zu definieren vermag.
„Lasst den Bogen sinken, Sohn Thranduils.“, sagt die Stimme der Person sanft und besonnen und misstrauisch darüber, woher der Mann wisse, wer er sei, senkt er seinen Bogen jedoch nur halb, um zu verdeutlichen, dass er nicht leicht zu täuschen ist.
„Legolas, seid vernünftig. Tegin hiniath (Ich bringe Neuigkeiten).“, fügt der Mann, in dem Mantel gehüllt an und erst jetzt scheint Legolas so langsam das Misstrauen zu verlieren, denn er nimmt den Pfeil von seinem Bogen und verstaut beides wieder an seinem Rücken.
„Man eneth lín (Wie heißt Ihr)?“, stellt der blonde Elb die Frage, doch eine direkte Antwort gibt der Reiter nicht, sondern steigt wortlos von seinem Hengst ab und kommt einige Schritte auf Legolas zugelaufen.
„Ich muss mit dem sprechen, dessen Sieg oder Niederlage über das Schicksal meiner Tochter entscheidet.“, sagt der Mann mit gedämpfter Stimme und bei dem Elben scheint die Münze nun endlich zu fallen, denn er deutet eine leichte Verbeugung an und nimmt seinem Gegenüber die Zügel ab.
„Es ist mir eine Ehre, Lord Elrond!“, sagt er schnell und möchte gerade loslaufen, um den Herrn Bruchtals den Weg zu Aragorn zu zeigen, doch dieser hält ihn am Arm auf.
„Vorher muss ich jedoch noch mit Euch sprechen, Legolas.“, erklärt Elrond und somit wendet der blonde Elbe sich wieder ihm zu.
„Ich möchte, dass Ihr Aragorn folgt!“, sagt er bestimmt und mit einer Selbstverständlichkeit in den Augen nickt der Sohn Thranduils fest. „Auch auf den Pfad der Toten!“, fügt der Schwarzhaarige an und so langsam scheint Legolas zu begreifen, doch möchte er kein weiteres Wort über den Plan verlieren, bevor noch jemand etwas davon mitbekommt.
„Aphado nín (Folgt mir).“, sagt er mit gedämpfter Stimme und führt das Elbenpferd an den Zügeln voraus in Richtung des Zeltes Théodens, von wo aus noch ein schwaches Licht brennt.

„Das kann ich nicht verantworten!“, hört man des Königs Stimme, welche sich ärgerlich über die Ebene erhebt, als Éothain völlig aufgebracht aus dem Zelt stürmt und Legolas und Lord Elronds Anwesenheit nur mit einem finsteren Blick quittiert.
Kurz noch blickt der blonde Elbe dem Rohir hinterher, streckt seinen Arm jedoch zu dem Eingang des Zeltes aus und zieht diesen ein kleines Stück offen.
„König Théoden? Mein Herr Elrond.“, gibt er kurz und knapp zu verstehen und wendet sich mit einer knappen Verbeugung von dem Zelt ab – die Zügel des Pferdes immer noch in der Hand.
Kurz bevor Legolas sich jedoch endgültig abwenden konnte, hielt eine Hand ihn auf.
„Wecke den Weißen Wolf, Legolas!“, sagt der Elbe Bruchtals mit strenger Stimme, doch so ganz scheint der Blondhaarige sein Gegenüber nicht zu verstehen. „Denke an meine Worte, wenn du den Pfad der Toten betrittst!“
Ohne ein weiteres Wort an den Sohn Thranduils zu verlieren, wendet Elrond sich dem Zelt zu und verschwindet hinter den Stoffen des Einganges.
„Ich bringe Nachrichten aus Bruchtal und komme mit Rat.“, hört Legolas den Elben noch hinter sich sprechen, da entschließt er sich dazu, das Pferd zu den Stallungen zu bringen und dem Gespräch nicht weiter zu lauschen – er besitzt die für ihn notwendigen Informationen bereits und es gilt nun, die Zeit abzusitzen, bevor er handeln kann.

Mit sanften Schritten bahnt er sich einen Weg durch das Lager, nachdem er den weißen Hengst an einem Pfahl angebunden hat und zielstrebig bewegt er sich in Richtung des Lagerfeuers, an welchem er vor wenigen Minuten noch gesessen hat.
„Wen haben wir denn hier?“, grinste der Elbe vor sich hin, als er den Zwerg vor den wärmenden Flammen entdeckt hat.
„Ach, sei doch ruhig!“, grummelt dieser zurück, rückt dennoch ein Stück auf dem Holzscheit nach rechts, um Legolas einen Sitzplatz zu gewähren.
„Wer war das vorhin eigentlich?“, fragte Gimli nun aus heiterem Himmel, weswegen Legolas erst einmal mit einer kurzen Pause eine glaubwürdige Antwort überlegen musste.
„Wie gut, dass der Zwerg recht ausgelaugt ist!“, denkt er sich im Stillen und setzt gerade zu einer Antwort an, als Aragorn sich klammheimlich zwischen den Schatten der Zelte davonschleichen möchte.
„Wohin des Weges, mein Freund?“, ruft der Zwerg mit skeptischem Unterton und sichtlich entnervt darüber, entdeckt worden zu sein, gibt der Braunhaarige ein Seufzen von sich und dreht sich langsam zu seinen Gefährten um.
„Nein!“, knurrt Aragorn und verstärkt seinen Griff um die Zügel Bregos. „Ich werde alleine gehen!“
„Doch, wir werden mit dir kommen.“, grinst Legolas, welcher sich mit Arod im Schlepptau hinter den Dúnedain stellt.
„Gib's auf, Junge! Wir kommen mit dir!“, hält Gimli den Waldläufer davon ab, noch einen Ton von sich zu geben und mit entnervtem Blick gibt er sich tatsächlich geschlagen.
Wortlos steigen die Gefährten auf die beiden Pferde und unter misstrauischen Blicken der Rohirrim verlassen die Drei das Lager.
„Ihr könnt doch nicht am Abend vor der Schlacht abhauen!“, hören sie viele empörte Stimmen hinter sich, doch die Unruhe verstummt, als eine dröhnende Stimme sich über die weite Ebene erhebt.
„Sie müssen!“, ruft Théoden und über sein Eingreifen sind die Gefährten unendlich dankbar, denn so sind sie nicht dem Spott der Krieger ausgesetzt und können, ohne eine aufgebrachte Meute hinter sich zu haben, in den dichten Nebel des Pfades eintauchen, welcher sie zum Stein von Erech führen wird.

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